RE: Problem mit meiner Dimage Z6: zu hell belichtet

#1 von Hobbyfotografin ( gelöscht ) , 05.06.2007 22:12

Hallo!
Seit kurzem belichtet meine Z6 bei manchen Aufnahmen so komisch, dass fast garnichts mehr vom Hintergrund zu sehen ist. Und dabei ist sie erst ein knappes Jahr alt! Oder habe ich nur etwas falsch eingestellt? Knipse im"P" Modus. Habe es schon mit der Belichtungskorrektur probiert, da war dann zwar der Hintergrund gut zu sehen, der Vordergrund meist zu dunkel...
Helft mir schnell, damit ich mich nicht nochmal über meine urlaubsfotos ärgern muss...
Danke schon mal
Gruß
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RE: Problem mit meiner Dimage Z6: zu hell belichtet

#2 von ingobohn , 05.06.2007 22:21

Du hast Spotbelichtungsmessung eingestellt (laut EXIF-Daten). Wenn Du damit auf die dunkle Tür gezielt hast, ist klar, daß das Bild insgesamt überbelichtet ist (f/2.8 und 1/40s).

EDIT: Laß' mich raten: Alle "komischen Aufnahmen" sind Bilder, wo in der Bildmitte eher dunkle Motivpartien sind?


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RE: Problem mit meiner Dimage Z6: zu hell belichtet

#3 von Hobbyfotografin ( gelöscht ) , 06.06.2007 09:43

Hallo!
Du hattest recht ingobohn, ich hatte spot eingestellt... hab sofort auf mehrfeld umgestellt und nochmal probebilder gemacht. der himmel sieht bei mir einfach nicht blau aus. fokusierte anschließend den himmel mit dem erfolg, das er schließlich blau war, aber mal wieder der vordergrund zu dunkel! woran liegt das?
Gruß Hobbyfotografin
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RE: Problem mit meiner Dimage Z6: zu hell belichtet

#4 von minca , 06.06.2007 11:46

Hallo,

der Kontrastumfang der Motivs is zu gross um sowohl den Himmel als auch die Baeume im Vordergrund korrekt zu belichten. Das ist ein prinzipielles Problem in der Fotografie, sei es digital oder analog, und kein Defekt an deiner Kamera. Um die Tannen korrekt zu belichten, wird eine laengere Belichtungszeit benoetigt, fuer den hellen Himmel hingegen reicht eine kuerzere Belichtung aus. Beide Teile korrekt zu belichten, ist schwer moeglich. Am leichtesten ist es in solchen Faellen eine Belichtungsreihe zu machen, um den besten Kompromiss zu finden. Es gibt auch Hilfsmittel, z.B. Verlaufsfilter, deren obere Haelfte weniger Licht durchlassen als die untere, oder eventuell Polfilter. Oder das Ueberlagern verschieden belichteter Aufnahmen exakt desselben Motivs hinter im Bildbearbeitungsprogramm am Computer (Stichwort DRI, dynamical range increase).



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RE: Problem mit meiner Dimage Z6: zu hell belichtet

#5 von christoph.ruest , 06.06.2007 13:24

Hi Hobbyfotografin,

Dein Problem ist, wie schon beschrieben, dass die Kamera (resp. der CCD) einen zu kleinen Kontrastumfang für das Motiv hat.
Wenn du auf den Himmel fokussierst, so wird der Himmel auch korrekt belichtet. Da die Tannen im Vordergrund aber wesentlich dunkler sind als der Himmel, werden diese dann viel zu dunkel (unterbelichtet).
Wenn du hingegen auf die Tannen fokussierst, so werden die Tannen auch korrekt belichtet, aber da der Himmel viel heller ist als die Tannen, wird der Himmel völlig überbelichtet.

Die Kamera kann ja nicht den Himmel so und die Tannen anders belichten. Du hast eine bestimmte Belichtungszeit und eine bestimmte Blende. Damit wird dann das ganze Bild gemacht. Und wenn etwas dunkles anschliessend gut aussehen soll, so ist klar, dass dann etwas viel helleres einfach zu hell wird. Und umgekehrt auch: sieht etwas helles gut aus, so wird etwas viel dunkleres einfach zu dunkel.

Vielleicht hilft dir ja dieser Link weiter:
HDR-Artikel auf Spiegel Online

Hier wird auch mit ein paar Bildstrecken genau dein Problem gezeigt.

Die Lösung wäre hier einfach zwei Bilder (unbedingt mit Stativ!!! zu machen und einmal den Himmel und einmal die Tannen korrekt zu belichten.
Dabei darfst du aber die Kamera keinesfalls bewegen!
Also du musst zuerst den Himmel anmessen (einfach den Himmel fokussieren und dir die Zeit/Blenden-Kobination merken). Dann musst du die Kamera so einstellen, dass die Tannen fokussiert sind und korrekt belichtet werden. Anschliessend stellst du die Kamera auf die Belichtung des Himmels ein (im manuellen Modus). Aber eben: du darfst die Kamera auf keinen Fall bewegen!!
Dann machst du das zweite Bild.

Du hast dann zwei Bilder, die genau den gleichen Ausschnitt zeigen und von denen jeweils eines die Tannen und eines den Himmel korrekt belichtet hat.

Diese zwei Bilder fügst du dann am PC zu einem DRI-Bild zusammen. Eine sehr gute Software dafür ist z.B. Picturenaut (gratis, extrem einfach zu bedienen und bietet schon ohne jegliche Vorkenntnisse sehr anschauliche Bilder).

Gruss

Christoph


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RE: Problem mit meiner Dimage Z6: zu hell belichtet

#6 von ingobohn , 06.06.2007 14:25

Auch wenn der Kontrastumfang schon etwas (zu) groß ist, muß man ja nicht gleich mit Kanonen (=DRI) auf Spatzen schießen, oder? /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" /> Eine Anpassung des Histogramms und eventuell noch eine Anpassung der Tonwertkurve (in weniger als 2 min ist das passiert) führt doch schon zu einem recht ansehnlichen Ergebnis.


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#7 von ingobohn , 06.06.2007 14:28

Nachtrag:
1) Das verwendete Foto (2. Link, mit dunklem Vordergrund) ist laut Histogramm tendenziell unterbelichtet.
2) Bei der Anpassung der Tonwertkurve sieht man schon, daß die Histogrammanpassungen zu Tonwertabrissen führt.


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#8 von ingobohn , 06.06.2007 14:32

...und grad mal noch schnell den Magenta-Stich entfernt. Voila.


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RE: Problem mit meiner Dimage Z6: zu hell belichtet

#9 von ingobohn , 06.06.2007 14:34

Vorher/nachher-Vergleich:


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#10 von christoph.ruest , 06.06.2007 20:49

ZITAt (ingobohn @ 2007-06-06, 14:25) Auch wenn der Kontrastumfang schon etwas (zu) groß ist, muß man ja nicht gleich mit Kanonen (=DRI) auf Spatzen schießen, oder? /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />[/quote]

Reine Gewohnheit /pardon.gif" style="vertical-align:middle" emoid="ardon:" border="0" alt="pardon.gif" />

Für Landschaftsaufnahmen habe ich eh ein Stativ dabei. Dann mache ich doch gleich zwei oder drei Fotos vom selben Motiv. Und schon habe ich die Grundlage für das DRI. Den Rest übernimmt in so einfachen Fällen die Software absolut perfekt.

Es ist halt einfach Geschmacks- und Gewohnheitssache, aber ich würde sagen, dass ich inzwischen schneller ein DRI zusammen habe (mit zwei, drei Aufnahmen), als eine manuelle Tonwertkorrektur gemacht...

Gruss

Christoph


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RE: Problem mit meiner Dimage Z6: zu hell belichtet

#11 von matthiaspaul , 07.06.2007 00:53

ZITAt (christoph.ruest @ 2007-06-06, 20:49) Reine Gewohnheit /pardon.gif" style="vertical-align:middle" emoid="ardon:" border="0" alt="pardon.gif" />[/quote]
Na, ich weiß nicht... Für Fortgeschrittene mag das ja eine probante Methode sein, aber unsere "Hobbyfotografin" scheint mir doch eher blutige Anfängerin zu sein. Da ist es doch erstmal wichtig, die ganzen Zusammenhänge zu verstehen und Fotografieren mit all seinen wechselseitigen Abhängigkeiten zu lernen und zu verinnerlichen, als sich gleich am Anfang über alle althergebrachten Grundprinzipien hinwegzusetzen, nur weil mit elektronischer Bildverarbeitung seit kurzem Tricks möglich sind, die bislang nicht oder nur mit großem Aufwand erzielbar waren. So würde sie vielleicht schnell erstaunlich "hübsche" Resultate erzielen, aber doch nie richtig zu Fotografieren beginnen, ganz einfach, weil sie dann nie verstehen wird, wie es auch anders geht. Schließlich sind Generationen auch ohne HDR ausgekommen und haben z.T. atemberaubende Fotografien geschaffen. Wie soll man seine Sinne schärfen und die Technik beherrschen lernen, wenn man nur mitbekommt, was man in der digitalen Hexenküche "zusammenpanschen" kann?

Ist genauso wie bei vielen anderen Dingen: Die meisten benutzen irgendwelche Techniken (Computer, Autos), ohne sie auch nur ansatzweise zu verstehen - wo soll das hinführen? Wir brauchen Leute, die diese "Wunderwerke" der Technik auch in Zukunft noch entwickeln können, wenn wir uns nicht in Abhängigkeiten (von Menschen oder auch Maschinen) begeben wollen. Und dafür muß man hinter die Kulissen blicken, seinen Geist schulen, sich mit den z.T. hochkomplexen und schwierig zu beherrschenden Grundlagen und Details auseinandersetzen, statt nur an der Oberfläche zu kratzen. Kein Wunder, daß es bergab geht mit dem Standort Deutschland... ;->

Insofern halte ich es schon aus didaktischen Gründen nicht für sinnvoll, einem Anfänger mit HDR-Experimenten den Blick auf das Wesentliche zu versperren. Einen Wald mit Himmel kann man auch ohne fotografieren, nur vielleicht nicht zu jeder Zeit und von jedem Standort aus. Da muß man einen anderen Standort suchen oder auf den richtigen Zeitpunkt warten. Sich ein paar Gedanken machen. Und bevor man gar mit dem Mischen mehrerer Bilder beginnt, sollte man vielleicht erstmal seine Kamera verstehen und ausnutzen lernen. Ist absolut konstruktiv gemeint! Und das Schönste daran: Die Technik souverän zu beherrschen und gegebene absolute Grenzen auszuloten, macht sogar Spaß! :-)

Viele Grüße,

Matthias


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have been due to individuals of whom the majority faced virulent public opposition."
--Bertrand Russell

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RE: Problem mit meiner Dimage Z6: zu hell belichtet

#12 von christoph.ruest , 07.06.2007 01:32

ZITAt (matthiaspaul @ 2007-06-07, 0:53) Da ist es doch erstmal wichtig, die ganzen Zusammenhänge zu verstehen und Fotografieren mit all seinen wechselseitigen Abhängigkeiten zu lernen und zu verinnerlichen, als sich gleich am Anfang über alle althergebrachten Grundprinzipien hinwegzusetzen, nur weil mit elektronischer Bildverarbeitung seit kurzem Tricks möglich sind, die bislang nicht oder nur mit großem Aufwand erzielbar waren. So würde sie vielleicht schnell erstaunlich "hübsche" Resultate erzielen, aber doch nie richtig zu Fotografieren beginnen, ganz einfach, weil sie dann nie verstehen wird, wie es auch anders geht.[/quote]

Aber an Tonwertkurven rumschrauben und das Histogramm verdrehen, bis sich die Balken biegen, das ist dann ok?? /wacko.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wacko.gif" /> /blink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="blink.gif" />
Sorry, aber ich verstehe dich nicht!

Also einerseits soll die Gute erstmal die Grundlagen, also das ein mal eins der Fotografie erlernen, andererseits aber hast du nix dagegen, wenn Ingo ihr rät, EBV zu betreiben. Dann aber hast du wieder etwas dagegen, wenn ich ihr empfehle EBV zu betreiben?
Also EBV ist gut, aber dann doch wieder nicht gut (kommt halt ganz drauf an, wer dass es schreibt, resp. empfielt...).

ZITATSchließlich sind Generationen auch ohne HDR ausgekommen und haben z.T. atemberaubende Fotografien geschaffen. Wie soll man seine Sinne schärfen und die Technik beherrschen lernen, wenn man nur mitbekommt, was man in der digitalen Hexenküche "zusammenpanschen" kann?[/quote]

Generationen vor uns sind ohne Papier und Bleistift ausgekommen. Also Kinder, bevor ihr das Papier bekommt, müsst ihr lernen, mit Hammer und Meissel die kryptischen Zeichen in den Ton zu schlagen... /wacko.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wacko.gif" />

Generationen vor mir sind auch ohne Zug oder Auto ausgekommen. Trotzdem haben meine Eltern nie von mir verlangt, dass ich von St. Gallen nach Zürich wandere, bloss damit ich mal "die Grundlagen" gelernt habe. Und man hat auch nie von mir verlangt, dass ich zuerst mal mit Stöckchen und Hölzchen mein Lagerfeuer andrehen muss, ehe ich den Kochherd einschalten darf...

Heute läuft halt nunmal so gut wie alles mit EBV. Und ich kann es durchaus verstehen, dass heutzutage auch ein Fotografieanfänger keine Lust hat, mit einer X700, Diafilm und 50er Normalbrennweite (Zoomen per pedes) herumzustiefeln, bloss damit er "richtig Fotografieren" lernt.
Also wird er halt eine Digitalkamera nehmen. Und die Digitalkamera ist nunmal mit dem Computer verwachsen, wie die Rinde mit dem Baum. Wieso soll der Anfänger also nicht auch gleich die Vorteile und den Nutzen der EBV kennen lernen? Aus Prinzip? Aufgrund romantischer Gefühle von anderen Leuten an deren Kindheit (oder was auch immer)? Oder einfach "weil man es früher auch so getan hat"?

ZITATWir brauchen Leute, die diese "Wunderwerke" der Technik auch in Zukunft noch entwickeln können, wenn wir uns nicht in Abhängigkeiten (von Menschen oder auch Maschinen) begeben wollen.[/quote]

Ja, da stimme ich dir vollkommen zu. Doch schau doch mal in die Umfragenergebnisse, wenn es mal wieder heisst: "Welche Features sollte die nächste Alpha mitbringen?". Irgendwo wird da "DRI" stehen. Ich kann es mir irgendwie nicht so recht vorstellen, dass der selbe Herr, der die X700 entwickelt hat, auch die nächste Alpha mit eingebauter DRI-Funktion entwickeln wird...

Und wie du selbst sagst: man muss sich damit auskennen, bevor man es bauen kann. Also muss man sich auch mit DRI auskennen, ehe man eine Kamera mit eingebautem DRI bauen kann. Wieso also muss ein Anfänger unbedingt zuerst die korrekte Belichtung ohne jegliche Hilfsmittel im Schlaf beherrschen, ehe er DRI betreiben darf?

ZITATInsofern halte ich es schon aus didaktischen Gründen nicht für sinnvoll, einem Anfänger mit HDR-Experimenten den Blick auf das Wesentliche zu versperren. Einen Wald mit Himmel kann man auch ohne fotografieren, nur vielleicht nicht zu jeder Zeit und von jedem Standort aus. Da muß man einen anderen Standort suchen oder auf den richtigen Zeitpunkt warten. Sich ein paar Gedanken machen. Und bevor man gar mit dem Mischen mehrerer Bilder beginnt, sollte man vielleicht erstmal seine Kamera verstehen und ausnutzen lernen. Ist absolut konstruktiv gemeint! Und das Schönste daran: Die Technik souverän zu beherrschen und gegebene absolute Grenzen auszuloten, macht sogar Spaß! :-)[/quote]

Oder anderst ausgedrückt: Schmeiss die Z6 weg - ist eh nur technischer overkill - und kauf dir ne Agfa Isochrom B2. Damit kannst du dann fotografieren lernen. Danach darfst du dich dann wieder den interessanten Themen widmen... /bad.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="bad.gif" />

Gruss

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#13 von matthiaspaul , 07.06.2007 03:06

ZITAt (christoph.ruest @ 2007-06-07, 1:32) Aber an Tonwertkurven rumschrauben und das Histogramm verdrehen, bis sich die Balken biegen, das ist dann ok?? /wacko.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wacko.gif" /> /blink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="blink.gif" />
Sorry, aber ich verstehe dich nicht![/quote]
Geht mir wohl leider auch so... :-( Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Nur weil ich Ingos Beitrag, den ich mehr als Versuch ansehe, Deinen Beitrag etwas zu relativieren, nicht erwähnt habe, heißt das doch noch lange nicht, daß ich das "prima" finde.

Allerdings muß ich zugeben, daß ich eine Korrektur der Tonwertkurve als deutlich harmloseren Eingriff in das Bild ansehe, als mehrere Bilder geschickt zu überlagern und miteinander zu verrechnen. Eine linealglatte Kurve hat man ja mit Film auch nicht, man wählt dann halt aus Erfahrung den richtigen Film für eine gegebene Aufgabe. Das kann man aber erst, wenn man verstanden hat, was überhaupt der Unterschied ist.
Wenn man das auf die analoge Fotografie übertragen wollte, wäre der Einstieg in die Fotografie mit HDR in etwa so, als jemand, der nicht verstanden hat, welche Wirkungen unterschiedliche Zeiten und Blenden haben, die Möglichkeiten von Mehrfachbelichtungen zu erklären, um Bewegungsunschärfe zu erzeugen. Ist vielleicht ein absurdes, konstruiertes Beispiel, aber so in etwa kam mit Dein Vorschlag vor... /pardon.gif" style="vertical-align:middle" emoid="ardon:" border="0" alt="pardon.gif" />
ZITATAlso EBV ist gut, aber dann doch wieder nicht gut (kommt halt ganz drauf an, wer dass es schreibt, resp. empfielt...).[/quote]
? Meinst Du nicht, daß Du mir da ziemlich arg was unterstellst? ... Warum sollte ich Ingos Meinung mehr gelten lassen als Deine? Ich habe einfach nur eine andere Ansicht, und die deckt sich zufälligerweise weniger mit Deiner als mit Ingos...
ZITATGenerationen vor mir sind auch ohne Zug oder Auto ausgekommen. Trotzdem haben meine Eltern nie von mir verlangt, dass ich von St. Gallen nach Zürich wandere, bloss damit ich mal "die Grundlagen" gelernt habe. Und man hat auch nie von mir verlangt, dass ich zuerst mal mit Stöckchen und Hölzchen mein Lagerfeuer andrehen muss, ehe ich den Kochherd einschalten darf...[/quote]
Ein absolutes Spezialgebiet der Bildbearbeitung wie HDR kann man wohl kaum mit einer Zugfahrt gleichsetzen, vielleicht schon eher mit einem Flug in einer Rakete oder der Reise mittels Teleporter.. ;-) Aber wie auch immer, wer einen Zug führen möchte, sollte sehr genau verstehen, wie eine Dampfmaschine, ein Verbrennungsmotor und auch ein elektrischer Antrieb funktioniert. Zumindest eine Grundvorstellung davon werden selbst die meisten Fahrgäste haben.

Wenn man Auto fährt, sollte man auch erst wissen, wo die Bremse ist, bevor man das Autoradio oder Navi zu bedienen lernt. Das ist schlicht und einfach nebensächlich.

Genauso sollte man meiner Ansicht nach erstmal die Knöpfe seiner Kamera verstehen, ehe man sich in die Tiefen der Bildbearbeitung begibt. Wissen, was ein Kontrastumfang ist und diesen auszuloten verstehen, ehe man den Computer anwirft, um etwas zu retten zu versuchen, das man gar nicht erst hätte "verbocken" müssen.
ZITATHeute läuft halt nunmal so gut wie alles mit EBV.[/quote]
Aha. :-) Sehe ich nicht so drastisch.
ZITATUnd ich kann es durchaus verstehen, dass heutzutage auch ein Fotografieanfänger keine Lust hat, mit einer X700, Diafilm und 50er Normalbrennweite (Zoomen per pedes) herumzustiefeln, bloss damit er "richtig Fotografieren" lernt.[/quote]
Kann man ja auch mit einer Digitalkamera machen. Ohne immerwährende Übung wird es aber bei 99% der Leute nur beim Knipsen bleiben, da hilft dann auch kein "Aufhübschen" am Computer.
ZITATWieso soll der Anfänger also nicht auch gleich die Vorteile und den Nutzen der EBV kennen lernen? Aus Prinzip? Aufgrund romantischer Gefühle von anderen Leuten an deren Kindheit (oder was auch immer)? Oder einfach "weil man es früher auch so getan hat"?[/quote]
Nein, sondern weil man nur dann gut in einer Disziplin werden kann, wenn man sie durchdrungen hat. Das läuft unweigerlich darauf hinaus, daß man sich intensiv mit den Grundlagen und Details beschäftigt hat, und nicht mit Nebensächlichkeiten wie der Verpackung.

Wer immer nur einen Taschenrechner benutzt, wird niemals wirklich gut in Mathematik werden (und damit auch vieles andere niemals verstehen können). Wer nur Computerspiele spielt, wird niemals das Potential seines Computers ausnutzen können und nur stupide Aufgaben wie Büroanwendungen oder Internet-Surfen damit erledigen können, für die heutige Rechner völliger Overkill sind, denn dafür reicht auch ein 20 Jahre alter Rechner völlig aus.
ZITATZITATWir brauchen Leute, die diese "Wunderwerke" der Technik auch in Zukunft noch entwickeln können, wenn wir uns nicht in Abhängigkeiten (von Menschen oder auch Maschinen) begeben wollen.[/quote]
Ja, da stimme ich dir vollkommen zu. Doch schau doch mal in die Umfragenergebnisse, wenn es mal wieder heisst: "Welche Features sollte die nächste Alpha mitbringen?". Irgendwo wird da "DRI" stehen. Ich kann es mir irgendwie nicht so recht vorstellen, dass der selbe Herr, der die X700 entwickelt hat, auch die nächste Alpha mit eingebauter DRI-Funktion entwickeln wird...
[/quote]
Vermutlich nicht. Aber wer nichts von Fotografie versteht, wird auch keine gute Kamera konstruieren können. DRI hin oder her.

Jetzt geht es hier ja nicht wirklich darum, einen Fotoapparat entwickeln zu können, aber jemand, der die Grundlagen der Technik nicht versteht, wird eben auch nie ein guter Fotograf werden können, sondern höchstens ein paar Zufallstreffer produzieren. (Das heißt nicht, daß jeder, der die Technik souverän beherrscht, auch ein guter Fotograf wäre. Aber ohne fehlen eben schon die notwendigen Voraussetzungen.) Da nützt dann elektronische Bildbearbeitung als letztes Glied in der Kette herzlich wenig. Ich komme zum Beispiel völlig ohne EBV aus, aber ohne Wissen um Zeit und Blende und die richtige Bedienung meiner Kamera nicht.
ZITATUnd wie du selbst sagst: man muss sich damit auskennen, bevor man es bauen kann. Also muss man sich auch mit DRI auskennen, ehe man eine Kamera mit eingebautem DRI bauen kann. Wieso also muss ein Anfänger unbedingt zuerst die korrekte Belichtung ohne jegliche Hilfsmittel im Schlaf beherrschen, ehe er DRI betreiben darf?[/quote]
DRI ist ja ganz hübsch und es wird sicherlich in Zukunft noch allerhand neue Möglichkeiten eröffnen, erst recht, wenn das in die Kameras integriert wird. Aber für die Fotografie "als Ganzes" ist das IMHO nur eine winzige Facette. Bestimmt kein Essential auf dem Weg zu guten Fotos.

Viele Grüße,

Matthias


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RE: Problem mit meiner Dimage Z6: zu hell belichtet

#14 von Hobbyfotografin ( gelöscht ) , 16.06.2007 20:57

Hallo!
Also erst mal danke für die vielen Antworten, finde ich sehr nett. /give_rose.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="give_rose.gif" /> Ja ihr habt Recht ich bin wirklich eine blutige Anfängerin, geb's zu ;-) Kriegt euch doch aber bitte nicht wegen meinem Problem in die Haare... Ich denke die Mischung macht's. Man sollte natürlich die Grundlagen der Fotografie wissen und anwenden können, sonst nützt einem der High-Tech Foto auch nichts aber natürlich in unserem Zeitalter die Bildbearbeitung nicht ganz außer Acht lassen sollte (klar kommt man auch ohne sie aus, aber ich denke sie kann hin und wieder auch mal ganz interessant sein oder? will nicht zwischen die fronten geraten... /mellow.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="mellow.gif" /> ). Muss bezüglich beider Aspekte glaube ich noch viiiiiel lernen ;-) Kann mir jemand ein gutes Buch über die Grundlagen der (digitalen) Fotografie empfehlen? Oder lernt man das alles am besten praktisch?
Und was ist eurer Meinung nach das beste Bildbearbeitungsprogramm? (Eröffne später besser ein neues Thema in der Einsteigerabteilung gehört wohl eher dahin ;-) )
Also Antworten besser bitte hier reinschreiben:
http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=17495
Danke.

Lieber Gruß
Eure Hobbyfotografin


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