RE: efke IR820c

#1 von Mark , 24.03.2007 01:52

ES GIBT IHN WIEDER!!! (mit Absicht laut)

Es gibt ihn wieder, den einzigen analogen Film, dessen Einstellung ich nicht kompensieren konnte. Aus Gründen die wohl allseits bekannt sind, gibt es den MACO IR820c ja nun schon eine Weile nicht mehr und der Nachfolger, der IR820/400 war ja leider kein 100prozentiger Ersatz.

Wie auch immer es kommt aber wieder Bewegung in die Geschichte. MACO arbeitet mit Agfa Gaevert an einem sehr vielversprechenden Ersatz für den IR820/400 und für mich die die zweite viel wichtigere Nachricht, bei Fotoimpex hat man sich entschlossen mit den Männern /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" /> von efke den originalen IR820c wieder aufzulegen. Er ist nicht zu 100% identisch, aber sehr, sehr Nahe am Original. Was aber noch viel wichtiger ist, es gibt ihn als Rollfilm.

Naja, anch dem breiten grinsen habe ich mir doch glatt 15 Stück geordert, der Frühling kann kommen.

/dirol.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="dirol.gif" />

Mark

PS.: von wegen analoge Fotografie ist tot, "wir" werden euch alle überleben (obacht, no offense, nur Übermut /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />)


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RE: efke IR820c

#2 von torfdin , 24.03.2007 11:14

sehr schön! /good.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="good.gif" />
Mir drängt sich der Eindruck auf, dass Du den IR820c magst? /rolleyes.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="rolleyes.gif" />

Ich kenn' ihn überhaupt nicht, was gefällt Dir denn an diesem Film so?
-neugierignachfrag-

Ich trauere noch immer dem Kodachrome 64 nach...
... und warte sehnsüchtig auf die Meldung:
" Kodak öffnet in München wieder ein Labor, in dem der Kodachrome 64 nach dem orginal-Prozess entwickelt wird. Die Herstellung des Kodachrome 64 wird nicht eingestellt und er kann ab nächstem Monat an das neue Labor zur Entwicklung eingeschickt werden"
/biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />
wäre zu schön


Grüße
tordin


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RE: efke IR820c

#3 von J.L. , 24.03.2007 12:14

Wie ist denn der IR820c im Vergleich zu Kodak HIE?

Ich habe bisher immer letzteren verwendet. Mit dem nachteil, daß dieser viel zu körnig ist. Und es ihn nicht für Mittelformat gibt. Naja, meine Mamiya C330 hat keinen Infrarotindex, aber irgendwie schaffe ich das schon mit dem fokussieren.

Hallo Tordin,
warum trauerst Du dem Kodachrome 64 nach? Der wird doch immer noch verkauft?

Gruß,
Jochen


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RE: efke IR820c

#4 von torfdin , 24.03.2007 13:02

ja, verkauft schon, aber meine Händler haben zuletzt beim zum-Entwickeln-abgeben drauf hingewiesen, dass nicht sie den entwickeln lassen, sondern der nach Lausagne in der Schweiz geschickt wird und das dauert dann eeewig bis die Dias zurück kommen.
Dann soll wohl das Labor in Lausagne geschlossen worden sein. Ich hab das dann nicht mehr weiter mitverfolgt, weil mir das Entwickeln lassen und darauf warten zu lange gedauert hat.
/dry.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="dry.gif" />

' war mir zuviel Aufwand und ich bin dann auf ganz was anderes umgestiegen, Fuji Provia bzw Sensia II.

Aber die Schärfe und die Farben vom Kodachrome waren echt einmalig.

Weiß da eigentlich jemand den aktuellen Stand (Wo die entwickelt werden, Dauer, ob sie auslaufen)?

Grüße
torfdin


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RE: efke IR820c

#5 von Mark , 24.03.2007 13:33

ZITAt (torfdin @ 2007-03-24, 11:14) sehr schön! /good.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="good.gif" />
Mir drängt sich der Eindruck auf, dass Du den IR820c magst? /rolleyes.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="rolleyes.gif" />[/quote]
Yepp, ein kleines bischen.
ZITAt (torfdin @ 2007-03-24, 11:14) Ich kenn' ihn überhaupt nicht, was gefällt Dir denn an diesem Film so?
-neugierignachfrag-[/quote]
Bei IR Filmen gibt es immer ein wenig den Gegensatz zwischen IR-Effekten und Feinkörnigkeit und natürlich die Verfügbarkeit als Rollfilm. Der IR820c war da in meinen Augen sehr schön, da er sehr schöne IR-Effekte bringt und dabei feinkörnig bleibt. Man erkauft sich das allerdings mit einer sehr schwachen Empfindlichkeit, mit einem 695 Filter (oder höher) sinkt die Empfindlichkeit zwischen ASA3-12 (eher 3-6).
ZITAt (Guthorst @ 2007-03-24, 12:14) Wie ist denn der IR820c im Vergleich zu Kodak HIE?[/quote]
Anders, besser ist mit Sicherheit der falsche Ausdruck, da ich den HIE auch gern verwende.
ZITAt (Guthorst @ 2007-03-24, 12:14) Ich habe bisher immer letzteren verwendet. Mit dem nachteil, daß dieser viel zu körnig ist. Und es ihn nicht für Mittelformat gibt. Naja, meine Mamiya C330 hat keinen Infrarotindex, aber irgendwie schaffe ich das schon mit dem fokussieren.[/quote]
Genau das sind meine Punkte, die C330 aber aus anderen Gründen /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />. Ich hätte mit dem groben Korn des HIE leben können hätte ich einen Rollfilm nutzen können aber den gab es ja nie. Der IR820 ist im KB schon recht feinkörnig wird aber richtig gut im MF und ganz wichtig, das "c" in IR820c steht für "clear". Der Film ist auf einen klaren Träger gegossen, ist also für Dia-Entwicklung geeignet.
ZITAt (Guthorst @ 2007-03-24, 12:14) warum trauerst Du dem Kodachrome 64 nach? Der wird doch immer noch verkauft?[/quote]
Aber nicht mehr entwickelt? Zumindets nicht mehr in Europa oder?

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RE: efke IR820c

#6 von Mark , 03.05.2007 12:57

Mal ein kleiner Zwischenstand dazu, jetzt wo das Grün so richtig rauskommt, habe ich den ersten Film zum Testen verwandt. Wie ja ursprünglich angekündigt, ist er nicht zu 100% identisch, aber doch sehr dicht dran. Er ist auf jeden Fall (verhältnismässig) feinkörnig und niedrig empfindlich wie eh und je. Die Handhabe des Films aht sich auch nicht geändert, KB über die komplette Verarbeitung in kompletter Dunkelheit, MF rein und raus aus dem Magazin in stark gedämpftem Licht.

Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit den ersten Tests. Hier habe ich noch zwei Beispiele:

[attachment=2823:ir_012_3asa_bw_2.jpg]
Aufgenommen mit 3ASA und B+W 092

[attachment=2824:ir_013_3..._helio_2.jpg]
Aufgenommen mit ebenfalls 3ASA aber Heliopan RG695

Erwartungsgemäß ist der Effekt beim Heliopan etwas stärker ausgeprägt. Ich werde am Wochenende noch einen weiteren Test starten, da ich Heute meinen Hoya R72 von der Post abholen darf /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />. Dieser sollte eigentlich am besten für den Test geeignet sein...

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RE: efke IR820c

#7 von 01af , 03.05.2007 14:27

ZITAt (torfdin @ 24. 3. 2007, 14.02 h) ... der [wird] nach Lausagne in der Schweiz geschickt [...], und das dauert dann eeewig, bis die Dias zurückkommen.[/quote]
Lausagne in der Schweiz!? /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />

Mann, wenn du deine Filme an einen Ort schickst, der gar nicht existiert, dann kannst du froh sein, wenn überhaupt irgendwann Dias zurückkommen /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />


ZITAt (Mark @ 3. 5. 2007, 12.57 h) [Der Efke IR 820c] ist auf jeden Fall (verhältnismäßig) feinkörnig und niedrigempfindlich wie eh und je. [...] Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit den ersten Tests. Hier habe ich noch zwei Beispiele ...[/quote]
Mark, das gefällt mir gut, was du da zeigst. Der Film, dem ich persönlich am meisten nachtrauere, ist der Konica IR 750. Der war unkompliziert in der Handhabung und wies eine (für einen Infrarot-Film) sehr hohe Schärfe und feines Korn auf -- dafür war halt seine IR-Sensitivität nicht soo dolle. Der produzierte keine Effekthaschereien mit überstrahlten, gipsweißen Bäumen unter grobkörnigen, kohlschwarzen Himmeln wie der sattsam bekannte Kodak HIE, sondern feine, fast "normale" Schwarzweißbilder mit subtilem Überraschungseffekt (je nach Licht und Filter).

Mich deucht, der "neue" Efke IR 820c könnte evtl. ein brauchbarer Ersatz für den verblichenen Konica IR 750 sein.

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RE: efke IR820c

#8 von Mark , 03.05.2007 14:41

Den Konica hatte ich nur am Rande mal ausprobiert, da er doch schwieriger zu bekommen war als ich dachte und für mich akzeptabel war. Die Gerüchte der Einstellung hielten sich ja auch über Jahre. Auf jeden Fall gefiel er mir besser als der SFX, der ja nicht so richtig schöne Effekte brachte. Zum Ir820 habe ich daher nicht so wirklich einen Vergleich. Der Effekt ist auf jeden Fall sehr dezent gezeichnet. Sprich es gibt Überstrahlungen die aber nicht so übertrieben wie beim HIE wirken.
Leider ist (und war) das der dicke Hinkefuss am ir820c, die Empfindlichkeit ist unterirdisch. Ich habe teilweise den Eindruck gehabt ich müsste die Empfindlichkeitsskala zwischen 0 und 3ASA noch ein wenig bereichern. Mit "1.5"ASA hätte ich auf einem anderen Motiv die Nenndichte wohl genauer getroffen, mit 3ASA waren sie aber auch noch gut printbar.
Das Korn ist vergleichbar mit einem HP5+ @800ASA in D76, ist zwar kein wirklich optimaler Vergleich aber gibt wenigstens einen Anhalt. Im Scan zieht das Korn auf jeden Fall deutlich an.

Den ersten Film habe ich in D76 (Stamm) entwickelt, da der recht gutmütig ist und mir eine schöne Tendenz gibt. Den zweiten Film gebe ich dann in Tanol, durchs Stain wird der Film richtig fein und exzellent printbar. Aber schon in D76 ist das Welten vom HIE weg.

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RE: efke IR820c

#9 von ingobohn , 03.05.2007 15:44

Wirklich schöne Ergebnisse. Das erste Beispielbild mit dem B+W-Filter gefällt mir besser, da ist der Wood-Effekt dezenter und nicht so "knallig". Da ich absolut kein IR-Experte bin, erlaube ich mir die Frage, warum Du schreibst, der Hoya sei am besten geeignet. Hat der eine andere Sperrwellenlänge? /unsure.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="unsure.gif" />
Noch eine Frage zum Handling: Wie gibt sich der Filmträger? Ringelt er sich arg? Ist er arg bockig? Hatte am WE grad mal einen (normalen) efke im Vergrößerer und wirklich gekämpft, den plan zu kriegen. /sad.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="sad.gif" />


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RE: efke IR820c

#10 von Mark , 03.05.2007 16:40

ZITAt (ingobohn @ 2007-05-03, 15:44) Du schreibst, der Hoya sei am besten geeignet. Hat der eine andere Sperrwellenlänge?[/quote]
Der B+W 092 sperrt bis ~650nm eher ein wenig mehr in Richtung 675nm. Der Heliopan RG695 sperrt bis 695nm, was ziemlich gut passt. Der R72 sperrt bis 720nm, lässt also eigentlich kein sichtbares lIcht mehr durch. Man arbeitet also fast ausschliesslich mit infrarotem Licht.
Der wichtigste Unterschied ist aber die obere Sperre. Das Spektrum das beide Heliopan wie B+W durchlassen ist nicht allzu breit. Beide gehen nicht deutlich über 750 - 760nm hinaus. Der Hoya sperrt zwar bis 720nm bleibt aber nach oben hin "offen". Bedeutet auf jeden Fall ausgeprägteren Effekt.
ZITATWie gibt sich der Filmträger? Ringelt er sich arg? Ist er arg bockig?[/quote]
Also zumindest MF ist das Verhalten absolut ok. Ich hatte keine Problme /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />.

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RE: efke IR820c

#11 von 01af , 03.05.2007 17:23

ZITAt (Mark @ 2007-05-03, 16:40) Der B+W 092 sperrt bis ~650 nm, eher ein wenig mehr in Richtung 675 nm. Der Heliopan RG695 sperrt bis 695 nm, was ziemlich gut passt. Der R72 sperrt bis 720 nm, lässt also eigentlich kein sichtbares lIcht mehr durch. Man arbeitet also fast ausschließlich mit infrarotem Licht.[/quote]
Tatsächlich sind das B+W 092 und das Heliopan RG695 gleich. Die Absorptionskanten beginnen bei ca. 650 nm und erreichen 50 % Transmission bei 695 nm. Damit entsprechen beide grad dem Wratten #89B. Dem bloßen Auge sind sie auf den ersten Blick undurchsichtig und auf den zweiten Blick extrem tiefdunkelrot.

Das heißt zwar grundsätzlich nicht, daß zwei Filter mit gleichen Kennwerten von verschiedenen Herstellern einen wirklich exakt identischen Kennlinienverlauf über das ganze Spektrum haben müssen. Aber immerhin beziehen sowohl B+W als auch Heliopan ihre Filtergläser aus derselben Quelle, nämlich von Schott. Man darf also davon ausgehen, daß B+W 092 und Heliopan RG695 wirklich exakt dieselbe Filterwirkung besitzen.

Und warum sind dann Marks Beispielbilder so verschieden? Weil sie unterschiedlich belichtet sind; das erste ist in etwa korrekt, das zweite überbelichtet. Vielleicht hat sich auch das Licht ein wenig verändert; immerhin liegen einige Minuten zwischen den Aufnahmen (was man am Schattenwurf erkennen kann).


ZITAt (Mark @ 2007-05-03, 16:40) Der wichtigste Unterschied ist aber die obere Sperre. Das Spektrum, das beide, Heliopan wie B+W, durchlassen, ist nicht allzu breit. Beide gehen nicht deutlich über 750 - 760 nm hinaus.[/quote]
Wie kommst du auf diese Idee? Tatsächlich gehen beide locker bis 2.000 nm -- also weit über den Spektralbereich sämtlicher IR-Filme hinaus.

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RE: efke IR820c

#12 von Mark , 03.05.2007 18:38

ZITAt (01af @ 2007-05-03, 17:23) Und warum sind dann Marks Beispielbilder so verschieden? Weil sie unterschiedlich belichtet sind; das erste ist in etwa korrekt, das zweite überbelichtet. Vielleicht hat sich auch das Licht ein wenig verändert; immerhin liegen einige Minuten zwischen den Aufnahmen (was man am Schattenwurf erkennen kann).[/quote]
Die Filter sind nicht identisch. Das merkt man schon wenn man hindurch schaut. Ich war vorher auch dieser Meinung. Dazu kommt das die Bilder exakt gleich belichtet sind (1/2sek bei f8) und das im Abstand von ca. 30 Sekunden. ich habe dazwischen nichts weiter gemacht als gespannt, Objektiv gewechselt, Spiegel hochgeklappt, ausgelöst.
Eine Wolke kann da auch nichts verändert haben da in dem Teil der Republik in dem ich mich befinde seit Tagen keine mehr am Himmel war.

Schott (und B+W) geben für den 092 650nm als unteren Sperrbereich an, Heliopan für den RG695 erwähnt nur 695nm. Rein theoretisch könnte es sich um die gleichen Glassorten handeln, was ich aber ein wenig bezweifle, basierend auf meinen praktischen Ergebnissen.
Einziger Unterschied ist das ich den B+W genau passend mit 67mm Filterdurchmesser habe und der Heliopan einen viel größeren hat (ist nur geborgt). Aer da bezweifle ich das dies die Ursache ist.

ZITAt (01af @ 2007-05-03, 17:23) ZITAt (Mark @ 2007-05-03, 16:40) Der wichtigste Unterschied ist aber die obere Sperre. Das Spektrum, das beide, Heliopan wie B+W, durchlassen, ist nicht allzu breit. Beide gehen nicht deutlich über 750 - 760 nm hinaus.[/quote]
Wie kommst du auf diese Idee? Tatsächlich gehen beide locker bis 2.000 nm -- also weit über den Spektralbereich sämtlicher IR-Filme hinaus.
[/quote]

Schaumal hier. Dennis geht wie du davon aus das der 092 und der RG695 identisch sind. Allerdings geht er wie Schott davon aus das die Filter sehr schnell wieder zu machen.
Ich hatte das mal in einem Datenblatt von Schott gelesen, kann es aber partout nich wieder finden. Beim suchen bin ich dann auf Dennis Liste gestoßen die dasselbe wieder gibt.

@Olaf
Basierend auf einigen Ergebnissen die ich im Netz gefunden habe und der Kennlinie erscheint mir der RG9 sehr interessant, hast du schon einmal den B+W RG9 ausprobiert? Er steht zwar bei einigen Händler auf der Liste, aber beschaffen konnte ihn mir noch keiner. Er ist auch teurer als der 092 oder 093.

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RE: efke IR820c

#13 von Mark , 03.05.2007 19:00

Hier präsentiert Heliopan die Kennlinie übrigens selbst. Ist identisch zu der Linie auf Dennis Seite und hier gibt Schneider Kreuznach die Kennlinien für die B+W Filter auch Preis. Hier ist die Bezeichnung des Glases ebenfalls RG695 was bestättigen würde das die Filter identisch sein sollten.

Ich gehe daher mal davon aus dass dann nur auf meine beiden Filter zutrifft. Interessant übrigens das Heliopan und B+W die kennlinien für den RG695 verschieden angeben. Leider habe ich keine rein IR-Lichtquelle die >=900nm arbeitet um das auszuprobieren.

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#14 von 01af , 03.05.2007 19:50

ZITAt (Mark @ 3. 5. 2007, 18.38 h) Die Filter sind nicht identisch. Das merkt man schon, wenn man hindurchschaut.[/quote]
Nach den Herstellerdokumentationen sind sie gleich.

Ich habe aber heute gelernt, daß die Schwankungsbreite bei der Herstellung der Farbstoffe, die die Filterwirkung ausmachen, speziell bei so extremen Filtern wie IR-Filtern recht groß sein kann. So kann zum Beispiel, wo RG695 draufsteht, in Wirklichkeit alles mögliche zwischen RG685 und RG705 drinstecken -- und zehn Nanometer hin oder her wären deutlich sichtbar. Sind die Filter also nicht aus der gleichen Fertigungs-Charge, so sind Abweichungen trotz gleicher Nennwerte und gleichen Herstellers möglich.


ZITAt (Mark @ 3. 5. 2007, 18.38 h) Dazu kommt, daß die Bilder exakt gleich belichtet sind (1/2 s bei f8), und das im Abstand von ca. 30 Sekunden. Ich habe dazwischen nichts weiter gemacht als gespannt, Objektiv gewechselt, Spiegel hochgeklappt, ausgelöst.[/quote]
Objektiv gewechselt? Na, da haben wir's ja schon. Also hast du eine andere Blendenmechanik und wahrscheinlich sogar auch einen anderen Verschluß. Auch da sind Abweichungen von den Nennwerten nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich. Tatsache ist jedenfalls, daß das zweite Bild überbelichtet ist, was zumindest einen großen Teil des sichtbaren Unterschiedes ausmacht.


ZITAt (Mark @ 3. 5. 2007, 18.38 h) Schott (und B+W) geben für den 092 650 nm als unteren Sperrbereich an, Heliopan für den RG695 erwähnt nur 695 nm.[/quote]
Die 650 nm sind vermutlich der 5-%-Transmissionswert. 695 nm sind der 50-%-Transmissionswert -- wie es auch im B+W-Filterkatalog beschrieben ist. Die Absorptionskanten sind ja nicht unendlich steil. Sei versichert, B+W 092 und Heliopan RG695 sind definitiv beide -- bis auf Fertigungsschwankungen -- derselbe Filtertyp.


ZITAt (Mark @ 3. 5. 2007, 18.38 h) ZITAt (01af @ 3. 5. 2007, 17.23 h) ZITAt (Mark @ 3. 5. 2007, 16.40 h) Der wichtigste Unterschied ist aber die obere Sperre. Das Spektrum, das beide, Heliopan wie B+W, durchlassen, ist nicht allzu breit. Beide gehen nicht deutlich über 750 - 760 nm hinaus.[/quote]Wie kommst du auf diese Idee? Tatsächlich gehen beide locker bis 2.000 nm -- also weit über den Spektralbereich sämtlicher IR-Filme hinaus.[/quote]Schau mal hier.[/quote]
Ja ... und? Was soll ich deiner Meinung dort sehen? Ich sehe, daß dort genau meine beiden Aussagen bestätigt werden: beide fraglichen Filtertypen sind identisch (zumindest nominell), und beide haben einen nach oben unbegrenzten Durchlaßbereich.


ZITAt (Mark @ 3. 5. 2007, 18.38 h) Basierend auf einigen Ergebnissen die ich im Netz gefunden habe, und der Kennlinie erscheint mir der RG9 sehr interessant, hast du schon einmal den B+W RG9 ausprobiert?[/quote]
Nein, habe ich nicht, und werde ich gewiß auch nie tun. Das RG9 ist rar und vermutlich sehr teuer, und darüber hinaus für bildmäßige IR-Fotografie völlig uninteressant. Wozu solte ich den oberen IR-Bereich mit Gewalt abschneiden? Ich bin doch froh um jedes bißchen IR-Sensitivität, die der Film zu bieten hat. Wenn ich so etwas wollte (wozu auch immer), dann würde ich lieber einen Film mit kleinerem Sensibilisierungsbereich wählen ... also z. B. Efke IR 820c statt Kodak HIE. Sowieso dürfte das RG9 allenfalls bei letzterem einen erkennbaren Unterschied ausmachen ... wenn überhaupt. Dort, wo die Sensibilisierung des HIE ausläuft, dämpft das RG9 um etwa eine halbe Blendenstufe. Diesem Filter nachzulaufen, um es für bildmäßige Fotografie mit Standard-IR-Filmen einzusetzen, wäre etwa so sinnvoll wie sich selber einen Baseballschläger über den Schädel zu ziehen.

Sinnvolle IR-Filter für die bildmäßige IR-Fotografie mit handelsüblichen IR-Schwarzweißfilmen sind das Schott RG695 (Hoya R-70) und das Schott RG715 (Hoya R-72). Oder wenn's unbedingt sein muß (Effekte haschen), dann geht für die 820er Filme auch noch das RG780 oder ein Hoya R-76. Nur für den Kodak HIE kann man, wenn man den IR-Effekt auf die Spitze treiben will, auch noch stärkere IR-Filter sinnvoll einsetzen ... aber nicht das RG9 (ginge zwar, wäre aber sinnlos) oder das RG1000 (geht nicht ... oder höchstens mit seehr langer Belichtungszeit).

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RE: efke IR820c

#15 von Mark , 03.05.2007 20:11

ZITAt (01af @ 2007-05-03, 19:50) Ja ... und? Was soll ich deiner Meinung dort sehen? Ich sehe, daß dort genau meine beiden Aussagen bestätigt werden: beide fraglichen Filtertypen sind identisch (zumindest nominell), und beide haben einen nach oben unbegrenzten Durchlaßbereich.[/quote]

Wenn ich mir die Kurve so ansehe hast du (natürlich) Recht und ich habe die Kurve fehlinterpretiert /blush.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="blush.gif" />, mein Fehler.

Zu den Objektiven, es sind zwei 80er die tatsächlich verschiedene Verschlüsse haben, er ist halt Teil des Objektivs. Da die Belichtungszeit aber elektronisch vom Würfel gesteuert wird halte ich es für extrem unwahrscheinlich das die Zeiten da großartig abweichen. Ich habe ja sonst bei Dias auch keine Probleme damit.

Bliebe noch der Scan, aber beide Negative sind mit identischen Einstellungen gescannt worden.

Um das abzukürzen, ich habe den Effekt schon vorher beobachtet, auch mit Filter abschrauben und anschrauben an einem Objektiv. Allerdings noch mit dem Vorgänger dem MACO. Beim AURA kann man es noch deutlicher sehen.

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