RE: Welche Objektive nutzt ihr wirklich?

#1 von Void , 08.06.2014 19:20

Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei meine Sammlung an Objektiven zu erweitern bzw. zu verändern.

Angefangen hatte ich mit "plain MD" Objektiven, die allesamt für den Gebrauch an der NEX gedacht waren. Da es sich bei den "plain MD" im Allgemeinen um die kompaktesten Objektive handelt, hatte ich:
28mm 2.8
35mm 2.8
50mm 2.0
100er von Olympus
135mm 3.5

Das 50er, das 100er und das 135er habe ich verkauft und dafür ein Zoom, ein 58/1.4, 100/2.5 sowie ein 135/2.8 jeweils in der "Berg und Tal" Variante ergattert. Alles in allem habe ich für diesen Wechsel/Erweiterung weniger als 50¤ gezahlt. War für mich OK.

Jetzt habe ich:
28mm 2.8
35mm 2.8
58mm 1.4
100mm 2.5
135mm 2.8
70-210mm 4.0
Komura 2x Telekonverter

Außerdem habe ich mittlerweile eine fantastisch erhaltene/restaurierte X-500 erstanden. Daher auch der Wechsel auf die "Berg und Tal" Objektive. Deren Handling gefällt mir viel besser und maximale Kompaktheit ist mir an der X-500 auch nicht so wichtig.

Im Moment fotografiere ich viel mit dem 58er. Aber auch das große Zoom kommt hin und wieder zum Einsatz, das 35er, dass ich an der NEX noch so toll fand, kommt mir an der X-500 ein wenig wie "nicht Fisch nicht Fleisch" vor. Das ist endlich wirklich ein Weitwinkel. Ob ich das 100er oder das 135 lieber mag, weiß ich noch nicht.

Soweit zur aktuellen Lage.

Nun zu meiner eigentlichen Frage:
Welche Objektive nutzt ihr oft, welche liegen eher herum, welche sind nie im Einsatz? Dabei kommt es mir vor allem auf die Begründungen an, welche NICHT mit der Abbildungsqualität zu tun haben. Soll heißen, mich interessieren die praktischen Gründe.

Drei Beispiele:
Das 58er ist bei mir oft drauf, weil ich es recht variabel finde und das Gefühl habe, es in vielen Situationen nutzen zu können. Ich lichte oft und besonders gerne andere Personen ab, dafür finde ich es toll, wenngleich schon fast zu lang. Das 35er ist mir andererseits dafür schon eher zu kurz, weshalb ich gerne mal das 45er ausprobieren würde. Das 45er soll zwar nicht so ein Kracher sein, aber für meine Fotokünste sollte es reichen.

Das 100er mag ich besonders, weil ich damit toll freigestellte Portraits schießen kann. Das 135er ist mir dafür manchmal schon fast zu lang. Ich könnte mir vorstellen, dass ein 85er dafür super ist, weil mir da vielleicht das Verhältnis von Entfernung zur Person und Bildausschnitt gut gefällt. Ich habe das mit dem Zoom mal "simuliert". Das 85mm 1.7 "Berg und Tal" ist ja auch gar nicht soo teuer und macht ein tolles Bokeh.

Das 28er ist zwar an der X-500 ein WW ich habe aber manchmal das Gefühl, etwas mehr zu wollen. Ein 24er würde sich noch mehr nach "echtem" WW anfühlen, denke ich. Zudem scheint das 24mm 2.8 ja ausgezeichnet zu sein. Merkt man den Unterschied überhaupt so wirklich?

Das würde bedeuten, ich hätte ein 45er als Standard, ein 85er für Portraits und das 24er als WW. Das könnte doch gut zusammen passen. Wäre alles etwas kürzer als die 28mm, 58mm, 100mm Kombination, die ich jetzt habe.

Was habt ihr also oft dabei und wofür nutzt ihr es. Nicht vergessen, ich beziehe mich auf die X-500, also Kleinbildformat. An adaptierten APS-C Kameras sieht das alles gant anders aus...

Danke für eure Auskünfte!



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RE: Welche Objektive nutzt ihr wirklich?

#2 von roseblood11 , 09.06.2014 11:23

"Berg und Tal" gehört historisch eher in die Ära VOR der X-500, die Plain-MDs stammen eher aus dem passenden Zeitraum.
Mechanisch am besten sind oft die Objektive der letzten MC-Generation, oder der ersten MD-Generation, in der Tabelle von Dennis also "MC-X" oder MD-I. Auch optisch gab es da sehr viele sehr gute Linsen. (Bei manchen Objektiven gab es auch gar kein MC-X, da war direkt der Übergang von "Berg-und-Tal" (MC-II) zu MD. Später wurden Kompaktheit und Gewicht wichtiger, das ging manchmal leicht zu Lasten der optischen Qualität, aber nicht immer. Auf jeden Fall fassen sich die schwereren früheren Varianten wertiger an und laufen meist auch sahniger.
Für Personen ist das 1.4/58 eigentlich optimal, zumal du die optisch bessere Variante hast. Ich habe auch das MC-1er 1.4/50, das ist halt schärfer und kontrastreicher, aber das 58er hat ein schöneres Bokeh und dass es bei großen Blendenöffnungen eher weich ist, ist für Portraits ja schön. Das 45er würde ich nicht als Alternative sehen, es fällt optisch ab, das Bokeh ist auch nicht prall, und vor allem hat es erheblich weniger Freistellungspotential. Hatte jahrelang eins, aber nie benutzt, grad für einen Fünfer vertickt.

Ich habe auch ein MD 1,7/85, das ist für Portraits natürlich perfekt. Aber ob man zwischen 58 und 100mm unbedingt noch eine Scherbe braucht? Zumal die Preise durch die Decke gegangen sind, ich hab Ende der 90er kein Fünftel der heutigen Preise gezahlt.

Im Weitwinkel muss man halt sehen, was man will. Ein 35er wirkt evtl "langweilig", hat aber auch keine Perspektive, die der Laie sofort als "Aha, Weitwinkel" einordnet, was ein Vorteil sein kann. Für die Straßenfotografie jedenfalls eine klassische Brennweite. (Ich nutze an der NEX allerdings ein Sigma 2,8/30 mit AF).
Ich habe ein 28er, das ich aber kaum noch verwende, seit ein 24er dazugekommen ist (Sigma Super Wide II, 2,8/24mm, ziehe ich dem Minolta vor, weil ausgewogener und viel billiger). Das ergibt auch an der NEX ein schönes "36er", was ich recht viel einsetze.

Das 70-210 nehme ich auch recht oft, wobei es an der NEX schon Schwächen zeigt. Da kommt irgendwann nochmal ein MD 4/200 dazu, das ist deutlich besser.

Ich benutze auch sehr gerne ein MD 3,5/35-70 macro. (Nur die letzte Version hat den Macro-Schalter! Auch nicht mit dem 3,5-4,5/35-70 verwechseln, das taugt nicht viel). Die Qualitäten dieses uralten Zooms sind ganz erstaunlich, schon bei Blende 5,6 hat es guten Kontrast und Schärfe, auch Offenblende ist erträglich. Und der Macro-Modus ist gerade an der NEX perfekt zB für Blümchen etc. Für ein Zoom hat das Teil eine erstaunliche schöne Charakteristik mit sehr angenehmem Bokeh. Leica hatte es als Vario-Elmar auch im Programm, hat es aber später noch etwas weiterentwickelt, mit nur noch Blende vier - wenn man also Geld übrig hat...

Das Berg-und-Tal 2,8/135 (=Fünflinser) nutze ich gerne stilecht an einer SR-T. Der spätere Vierlinser ist aber optisch besser und leichter, evtl tausche ich das mal um... An der NEX ist mir der Fünflinser jedenfalls zu klobig, bringt zwar schöne Resultate, ich nehme ihn aber irgendwie fast nie mit.
Der Fünflinser sieht halt an einer SR-T schön aus und macht sich gut im Regal - ich hab zwar grad viel alten Kram verkauft, aber genau für diesen Zweck auch einiges behalten, zB eine schöne SR-T 303b mit dem MC1.7/55. Übrigens auch eine nach messtechnischen Gesichtspunkten eher mäßige Scherbe, die aber für Portraits mit altmodischem Look sehr brauchbar sein kann. Kostet als Beifang an einer SR-T in der Regel fast nichts...

Ein anderer Punkt, der mir wichtig ist: passende Filterdurchmesser. Bei mir haben alle "alltäglichen" Linsen 55mm, außer dem Sigma (52), aber da ist permanent ein Adapter drauf. Ich würde es so sehen: Wenn max. optische und mechanische Qualität, dann eher durchgängig 55mm, wenn eher möglichst leicht und kompakt sein soll, durchgängig 49mm.


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RE: Welche Objektive nutzt ihr wirklich?

#3 von Void , 09.06.2014 20:15

Hallo roseblood11,
vielen Dank für die ausführliche Antwort.

ZITAT(roseblood11 @ 2014-06-09, 10:23) "Berg und Tal" gehört historisch eher in die Ära VOR der X-500, die Plain-MDs stammen eher aus dem passenden Zeitraum.[/quote]
Ja, das weiß ich ja, aber die silberne X-500 und die MCII Objektive passen optisch trotzdem toll zusammen.
ZITAT(roseblood11 @ 2014-06-09, 10:23) Mechanisch am besten sind oft die Objektive der letzten MC-Generation, oder der ersten MD-Generation, in der Tabelle von Dennis also "MC-X" oder MD-I. Auch optisch gab es da sehr viele sehr gute Linsen. (Bei manchen Objektiven gab es auch gar kein MC-X, da war direkt der Übergang von "Berg-und-Tal" (MC-II) zu MD. Später wurden Kompaktheit und Gewicht wichtiger, das ging manchmal leicht zu Lasten der optischen Qualität, aber nicht immer. Auf jeden Fall fassen sich die schwereren früheren Varianten wertiger an und laufen meist auch sahniger.[/quote]
Ich mache mir über die optische Qualität der Objektive eigentlich keine Sorgen. Bis man die Unterschiede zwischen z.B. den 50mm/1.4 Versionen auf den Fotos sieht, muss man schon genau hinschauen. Bis das bei mir so weit ist, muss ich erst einmal insgesamt bessere Fotos machen können. Dann reden wir mal über minimale Qualitätsunterschiede der ohnehin guten Gläser...
Mechanisch/haptisch aber auch optisch finde ich die MDIIer einfach toll. Das leichte Glühen, das z.B. das 58mm/1.4 offen hat, ist genau mein Ding.
ZITAT(roseblood11 @ 2014-06-09, 10:23) Für Personen ist das 1.4/58 eigentlich optimal, zumal du die optisch bessere Variante hast. Ich habe auch das MC-1er 1.4/50, das ist halt schärfer und kontrastreicher, aber das 58er hat ein schöneres Bokeh und dass es bei großen Blendenöffnungen eher weich ist, ist für Portraits ja schön. Das 45er würde ich nicht als Alternative sehen, es fällt optisch ab, das Bokeh ist auch nicht prall, und vor allem hat es erheblich weniger Freistellungspotential. Hatte jahrelang eins, aber nie benutzt, grad für einen Fünfer vertickt.[/quote]
Das 55mm/1.7 hätte ich auch gerne. Scheint einen ähnlichen Charakter wie das 58mm/1.4 zu besitzen. Ist aber im Moment selten anzutreffen bei ebay. Das 45er mag ich wegen des Außenseitercharmes. Ein 50er habe ich ja gerade verkauft. Da würde mich das MD-I am meisten reizen.
ZITAT(roseblood11 @ 2014-06-09, 10:23) Ich habe auch ein MD 1,7/85, das ist für Portraits natürlich perfekt. Aber ob man zwischen 58 und 100mm unbedingt noch eine Scherbe braucht? Zumal die Preise durch die Decke gegangen sind, ich hab Ende der 90er kein Fünftel der heutigen Preise gezahlt.[/quote]
Man braucht zwischen 58mm und 100mm wahrscheinlich kein 85er aber man will es haben.
ZITAT(roseblood11 @ 2014-06-09, 10:23) Im Weitwinkel muss man halt sehen, was man will. Ein 35er wirkt evtl "langweilig", hat aber auch keine Perspektive, die der Laie sofort als "Aha, Weitwinkel" einordnet, was ein Vorteil sein kann. Für die Straßenfotografie jedenfalls eine klassische Brennweite. (Ich nutze an der NEX allerdings ein Sigma 2,8/30 mit AF).
Ich habe ein 28er, das ich aber kaum noch verwende, seit ein 24er dazugekommen ist (Sigma Super Wide II, 2,8/24mm, ziehe ich dem Minolta vor, weil ausgewogener und viel billiger). Das ergibt auch an der NEX ein schönes "36er", was ich recht viel einsetze.[/quote]
Das Sigma ist ja schon gut, aber ich würde mal gerne wissen, ob das Minolta nicht doch weniger tonnenförmig verzeichnet.
ZITAT(roseblood11 @ 2014-06-09, 10:23) Das 70-210 nehme ich auch recht oft, wobei es an der NEX schon Schwächen zeigt. Da kommt irgendwann nochmal ein MD 4/200 dazu, das ist deutlich besser.[/quote]
Von der Qualität des Zooms bin ich ziemlich angetan. Ob das 200er wirklich noch einmal eine solche Steigerung darstellt? Jedenfalls ist es auf meiner Kaufliste im Moment nicht weit oben.
ZITAT(roseblood11 @ 2014-06-09, 10:23) Ich benutze auch sehr gerne ein MD 3,5/35-70 macro. (Nur die letzte Version hat den Macro-Schalter! Auch nicht mit dem 3,5-4,5/35-70 verwechseln, das taugt nicht viel). Die Qualitäten dieses uralten Zooms sind ganz erstaunlich, schon bei Blende 5,6 hat es guten Kontrast und Schärfe, auch Offenblende ist erträglich. Und der Macro-Modus ist gerade an der NEX perfekt zB für Blümchen etc. Für ein Zoom hat das Teil eine erstaunliche schöne Charakteristik mit sehr angenehmem Bokeh. Leica hatte es als Vario-Elmar auch im Programm, hat es aber später noch etwas weiterentwickelt, mit nur noch Blende vier - wenn man also Geld übrig hat...[/quote]
Ich hätte gerne ein Set aus 3 Zooms, die alles von 24mm bis 210mm abdecken und das gleich Design und Filtergewinde haben. Nur so, weil es eben toll wäre. Ich mag Festbrennweiten eigentlich lieber.
ZITAT(roseblood11 @ 2014-06-09, 10:23) Das Berg-und-Tal 2,8/135 (=Fünflinser) nutze ich gerne stilecht an einer SR-T. Der spätere Vierlinser ist aber optisch besser und leichter, evtl tausche ich das mal um... An der NEX ist mir der Fünflinser jedenfalls zu klobig, bringt zwar schöne Resultate, ich nehme ihn aber irgendwie fast nie mit.
Der Fünflinser sieht halt an einer SR-T schön aus und macht sich gut im Regal - ich hab zwar grad viel alten Kram verkauft, aber genau für diesen Zweck auch einiges behalten, zB eine schöne SR-T 303b mit dem MC1.7/55. Übrigens auch eine nach messtechnischen Gesichtspunkten eher mäßige Scherbe, die aber für Portraits mit altmodischem Look sehr brauchbar sein kann. Kostet als Beifang an einer SR-T in der Regel fast nichts...

Ein anderer Punkt, der mir wichtig ist: passende Filterdurchmesser. Bei mir haben alle "alltäglichen" Linsen 55mm, außer dem Sigma (52), aber da ist permanent ein Adapter drauf. Ich würde es so sehen: Wenn max. optische und mechanische Qualität, dann eher durchgängig 55mm, wenn eher möglichst leicht und kompakt sein soll, durchgängig 49mm.[/quote]
Das ist wieder so ein Punkt. Dieser legendäre 4/4er 135mm ist glaube ich tatsächlich eher eine Legende. Von dem gab es eben den Test in der Colorfoto. Das bedeutet aber nicht, dass die anderen 135er schlechter sind. Zumindest konnte ich das außer durch steige Wiederholung des Hören-Sagen nirgendwo bestätigt finden...



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RE: Welche Objektive nutzt ihr wirklich?

#4 von Phillip , 09.06.2014 22:21

ZITAT(Void @ 2014-06-09, 19:15) Dieser legendäre 4/4er 135mm ist glaube ich tatsächlich eher eine Legende. Von dem gab es eben den Test in der Colorfoto. Das bedeutet aber nicht, dass die anderen 135er schlechter sind. Zumindest konnte ich das außer durch steige Wiederholung des Hören-Sagen nirgendwo bestätigt finden...[/quote]
Schätze ich ähnlich ein, bei f/8 war das Ding am Rand schlechter als das Zeiss 1.8/135 bei f/1.8, LoCa sind recht ausgeprägt und mein zeitgenössisches Canon FD 4/80-200 steckt es ebenfalls sehr deutlich in die Tasche.

Das 1.7/55 ist neben dem MD 2/50 und 1.2/58 mein am häufigsten eingesetztes Minolta. Für Landschaftsaufnahmen sind ist es nicht besonders gut aber es hat ein überdurchschnittliches Bokeh und ist hinreichend scharf bei f/1.7

Grüße,
Phillip


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RE: Welche Objektive nutzt ihr wirklich?

#5 von roseblood11 , 09.06.2014 23:43

Wer behauptet, dass das 4-linsige 135er legendär ist? Es ging bloß um den Vergleich zum Fünflinser, das ist also relativ...

Dass das 4/200 dem 70-210 deutlich überlegen ist, kann man sich bei artaphot ansehen, das deckt sich auch gut mit meinen Erfahrungen. Bei der Pixeldichte eines 16MP-APS-C Sensors ist das schon gut wahrnehmbar.

Das MC 1,7/55 hat wirklich was, werde es wohl auch öfter mal wieder raus lassen.

Letztlich muss man sich fragen, was man von den alten Objektiven will: Geht es um den besonderen Charme bzw eine entsprechende Bildwirkung, oder geht es um Bildqualität eher im technischen Sinne, also max Schärfe, Kontrast etc. bei letzterem sind moderne Objektive natürlich oft im Vorteil, aber durchaus nicht immer.

---

wenn es drei Zooms mit gleichem Look bzw Filtergewinde sein sollen, gehört zu den beiden genannten noch das 24-35. Das 24-50 soll optisch deutlich besser sein, ist aber schwerer und vor allem teurer.
Wer nicht allzu viel Tele braucht, könnte dazu auch nur das 35-135 nehmen, auch schön, aber die Makrostellung ist dann eben erst bei 135mm.


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RE: Welche Objektive nutzt ihr wirklich?

#6 von Mark , 10.06.2014 08:04

ZITAT(Void @ 2014-06-08, 18:20) Nun zu meiner eigentlichen Frage:
Welche Objektive nutzt ihr oft, welche liegen eher herum, welche sind nie im Einsatz? Dabei kommt es mir vor allem auf die Begründungen an, welche NICHT mit der Abbildungsqualität zu tun haben. Soll heißen, mich interessieren die praktischen Gründe.

Drei Beispiele:
Das 58er ist bei mir oft drauf, weil ich es recht variabel finde und das Gefühl habe, es in vielen Situationen nutzen zu können. Ich lichte oft und besonders gerne andere Personen ab, dafür finde ich es toll, wenngleich schon fast zu lang. Das 35er ist mir andererseits dafür schon eher zu kurz, weshalb ich gerne mal das 45er ausprobieren würde. Das 45er soll zwar nicht so ein Kracher sein, aber für meine Fotokünste sollte es reichen.

Das 100er mag ich besonders, weil ich damit toll freigestellte Portraits schießen kann. Das 135er ist mir dafür manchmal schon fast zu lang. Ich könnte mir vorstellen, dass ein 85er dafür super ist, weil mir da vielleicht das Verhältnis von Entfernung zur Person und Bildausschnitt gut gefällt. Ich habe das mit dem Zoom mal "simuliert". Das 85mm 1.7 "Berg und Tal" ist ja auch gar nicht soo teuer und macht ein tolles Bokeh.

Das 28er ist zwar an der X-500 ein WW ich habe aber manchmal das Gefühl, etwas mehr zu wollen. Ein 24er würde sich noch mehr nach "echtem" WW anfühlen, denke ich. Zudem scheint das 24mm 2.8 ja ausgezeichnet zu sein. Merkt man den Unterschied überhaupt so wirklich?

Das würde bedeuten, ich hätte ein 45er als Standard, ein 85er für Portraits und das 24er als WW. Das könnte doch gut zusammen passen. Wäre alles etwas kürzer als die 28mm, 58mm, 100mm Kombination, die ich jetzt habe.

Was habt ihr also oft dabei und wofür nutzt ihr es. Nicht vergessen, ich beziehe mich auf die X-500, also Kleinbildformat. An adaptierten APS-C Kameras sieht das alles gant anders aus...[/quote]

Interessante Frage...

Ich beschränke das mal auf die Sony α7. Beim Kauf ging es mir um ein kompaktes System mit möglichst großer Abbildungsfläche und -qualität. Ich bin sehr viel unterwegs und ich ertappe mich gern dabei die Kamera liegen zu lassen und mich dann später darüber zu ärgern das ich das gemacht habe, der verpassten Gelegenheit wegen.
Die α7 habe ich noch nicht so lang, daher "probiere" ich da auch noch ein wenig herum. Grundsätzlich funktioniert die klassische 28-50-100 oder 24-35-90 Reihe bei mir sehr gut. Bei mir ist es sehr viel "Street" Fotografie und Reisefotografie, da komme ich selten in die Verlegenheit etwas anderes zu brauchen. Wenn dann eher unten rum als oben rum und dakommen mir die sehr kompakten SR Obejtkive sehr entgegen.

Ich habe jetzt aber den ersten Trip hinter mir und bin mit meiner Zusammenstellung recht zufrieden. Also, was nehme ich mit und warum:

Ich habe eigentlich immer eine HiMatic 7SII oder Olympus 35 SP in der Tasche, ohne analoge kompakte geht es einfach nicht. Es findet sich auch immer ein Motiv und eine Gelegenheit dafür. Über die letzten Jahre sind eigentlich immer drei, vier passende Bilder pro Reise entstanden, trotz der sacketeuren, digitalen Ausrüstung und wahrscheinlich wären sie mit dieser auch nicht so möglich gewesen.

Ansonsten ist jetzt die Bestrebung die α7 mit maximal 4/5 Objektiven mit auf Reisen zu nehmen. Das passt in eine kleine Tasche und wiegt sehr wenig. Auch wenn man damit in den Tropen eine Weile umher läuft.

Eingepackt habe ich im Moment:

MC 4/17 oder MC 2.8/21, ich hatte jetzt das 17er mit, weil ich in zwei, drei Tempel wollte und wusste das mir die extreme Perspektive hilft. Langfristig wird es wohl eher das 21er, weil der Abbildungswinkel gegenüber dem 17er doch deutlich moderater ist.MD Zoom 24-35, das ist für mich ein Kompromiss. Das 1.8/35 und 2.8/24 (egal ob MD, MC oder VFC) sind zwar im Detail besser, aber das sind dann eben auch mehr Objektive. Und jetzt für die erste RTunde hat das auch sehr gut funktioniert.MC Rokkor 3.5/50, wie gesagt, was den reinen Bildeindruck angeht, ein wirklich sehr gutes Objektiv. "Freistellungspotenzial" halte ich da für nicht ganz so spannend. Bei Offenblende unterscheidet sich das nur um wenige Zentimeter und das 50er ist bei mir eigentlich immer drauf. Ich besitze 7 f1.2 50er von Minolta und keines davon bildet bei Offenblende so ab das ich das als "gut" bezeichnen möchte. Das Macro ist direkt bei f3.5 scharf und über das gesamte Bild sehr homogen.
Aber so richtig der Weisheit letzter Schluß ist das noch nicht. Da das 50er für mich wirklich die Kernbrennweite ist, probiere ich da bestimmt auch noch eine Weile herum. Als Option habe ich da auch noch ein Summilux und ein Summicron aus dem R-System als Alternative. Allerdings habe ich da noch keinen Adapter für. Da stehen Tests noch ausMD 2/85 oder MC 2.5/100, ich hatte jetzt das 85er mit und ich denke ich werde auch dabei bleiben. Schärfe ist hier sicher kein Punkt, aber der Bildeindruck ist es und der ist wirklich sehr gut. Was ich meine ist das der Eindruck vom Bild direkt wenn man drauf schaut gut ist und das passt hier.

Ich trage es zwar nicht ständig umher, aber ich habe auf jeder Reise mindestens ein Monopod mit, meist sogar ein vollwertiges Stativ mit Kugelkopf. 30 Sekunden gehen nicht aus der Hand .

Insgesamt geht es mir bei den Objektiven nicht um die absolute Schärfe und das wahnsinnigste Detail. Mir ging es darum wie die Abbildungen wirken. Mein MC 2.8/35, das ich analog unglaublich oft und gern verwende, ist digital ein Desaster. Das ist das 1.8/35, das ich analog eigentlich fast nie verwendet habe erheblich besser, einfach weil es homogener wirkt und die kaum zu vermeidenden Unschärfen in den Ecken sehr weich übergehen.

Im Normalfall benötige ich kaum Brennweite über 100mm. Ist einfach nicht meine Art zu fotografieren. Sollte ich das doch benötigen, und das kommt trotzdem vor, ist es im Moment ein MD Zoom 4/70-210 oder ein Hanimex 3.5/70-210. Das Hanimex habe ich schon eine Weile und trotzdem der Ruf solcher Objektive tendenziell schlecht ist, ist das hier sehr gut.
Sobald ich aber einen Leica R/NEX Adapter habe, wird es wohl hier eher mein Vario Elmarit 2.8/70-180 werden. Das ist zwar schwerer als alles andere zusammen (und widerspricht da meiner Philiosphie für meine α7) aber ich bin damit nicht so oft unterwegs und für die Anlässe passt das dann schon.

Zu den 135ern, ich habe da verschiedene, die alle gut sind. Aber warum muss das ein SR Objektiv sein? Will sagen, ich habe einige 135er, aber in Verwendung habe ich nur das 135 STF. Ich habe drei Gründe warum ich überhaupt einen LA-EA4 kaufe, das 135 STF, das 4/200 Macro und das 1.4/35G. Das waren die Objektive die mich auch an der α99 überzeugt haben und mich hoffentlich jetzt an der α7 nicht im Stich lassen. Das sind meine "Spezialisten".
Ich verwende das 135er nur um Menschen abzulichten, ansonsten ist für mich die Brennweite zwischen Baum und Borke, es ist nicht 90 oder 100 und eben auch nicht 180 oder 200. Beide Alternativen nutze ich an einer "großen" SLR schon häufiger und auch auch nicht nur für Shootings. Daher habe ich das 135 genau für seinen Zweck gekauft und zu einem Preis bekommen der im Vergleich zu den aktuellen Apothekerpreisen unglaublich günstig war. Sonst hätte ich wahrscheinlich gar kein aktives. Die SR Objektive sind eher was für die Vitrine .

Hat das 45er denn schon jemand an der α7 ausprobiert? Analog war das wichtigste Merkmal die kaum vorhandene Baugröße. Es ist mit kaum einem 2/50 oder 1.7/50 mitgekommen und hat der Zeit kaum mehr oder weniger gekostet, damals war da ein 10er der fiskale Maßstab.

Mark


Der Optimist ist meist genauso im Irrtum wie der Pessimist, aber er ist glücklicher dabei.

Kurt Neff

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RE: Welche Objektive nutzt ihr wirklich?

#7 von Ernst-Dieter aus Apelern , 10.06.2014 09:34

Am meisten benutze ich ein 3,5/50mm Canon FD Makro, dann ein 4,0/300mm Apo von Sigma.
Wunschobjektiv was viel genutzt würe ist ein Samyang 2,0/16mm.
Mehr brauch ich im Prinzip von der Nutzungshäufigkeit nicht.
Ernst-Dieter


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RE: Welche Objektive nutzt ihr wirklich?

#8 von Void , 10.06.2014 10:55

Vielen Dank euch. Ist schon sehr interessant, wie sehr die Gewohnheiten und Bedürfnisse sich unterscheiden.

Im Prinzip strebe ich auch eine 3er Reihe an. Also Weitwinkel, Normal und ein moderates Tele/langes Normal. Nach unten hin dürfte es wie gesagt gerne das 24mm/2.8 sein. Das ist gewissermaßen gesetzt. Das 58mm/1.4 eigentlich auch. Ist halt sehr schade, dass die nicht aus der gleichen Serie existieren. Darüber hätte ich gerne ein 85mm zum Ausprobieren. Das 100er ist aber auch toll und hat ein spitzenmäßiges Bokeh.
Wenn dann dazu noch ein 35mm in der Tasche herumfliegt, tut das keinem weh. Im Prinzip könnte ich sogar mit einem einzigen 28-85 leben. Leider ist es eben nicht soo schnell und die Verzeichnungen im WW-Bereich sind wohl leider recht sichtbar. Ich werde es mir trotzdem mal zulegen und schauen, ob es als Immer-drauf taugt.

EDIT: Habe bei den Rokkor-Files noch einmal geschaut. Zumindest bei ca. 35mm scheint das Zoom ja doch ganz ausgezeichnet zu sein. Also keine besonders übertriebenen, wenn auch sichtbare Verzerrungen.



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RE: Welche Objektive nutzt ihr wirklich?

#9 von roseblood11 , 10.06.2014 22:15

Das 28-85 ist schon gut, quasi gleichauf mit dem AF 28-135, das viele für das gelungendste Zoom mit A-Bajonett halten. Ich hab die AF-Version des 28-85, die optisch wohl identisch ist - leider hat sie einen Haken: die Makrostellung ist am kurzen Ende. Deswegen sind mir 35-70 oder 35-105 lieber, ich finde auch das Bokeh angenehmer.


Angeregt durch diesen Thread habe ich das Thema 24-50 nochmal weiterverfolgt. Denn so sehr ich das 35-70 schätze, es ist mir an der NEX eigentlich zu lang, bzw es fehlt Weitwinkel. Das 4/24-50 von Minolta ist mir aber zu teuer, da es eine Linse für Urlaube etc werden soll, für "ernsthafte" Bilder habe ich ja Festbrennweiten. Als Alternative wurde hier im Forum das RMC Tokina 25-50 1:4 genannt, das laut Tests aus den 80ern dem Minolta quasi ebenbürtig sein soll. Mit zwei wesentlichen Vorzügen: Es kostet fast nichts und es hat ein 55er Filtergewinde. Hab grad ein Exemplar erstanden und werde berichten, sobald es eintrifft.


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RE: Welche Objektive nutzt ihr wirklich?

#10 von Dennis , 13.06.2014 00:27

ZITAT(roseblood11 @ 2014-06-10, 22:15) Als Alternative wurde hier im Forum das RMC Tokina 25-50 1:4 genannt, das laut Tests aus den 80ern dem Minolta quasi ebenbürtig sein soll. Mit zwei wesentlichen Vorzügen: Es kostet fast nichts und es hat ein 55er Filtergewinde. Hab grad ein Exemplar erstanden und werde berichten, sobald es eintrifft.[/quote]
Auf Deine Anregung hin habe ich einer dunklen Ahnung folgend mal in meinen Kisten gekramt, und siehe da, da war noch ebendieses Objektiv versteckt. Ich habe heute einen schnellen Vergleich mit den entsprechenden Minolta-Festbrennweiten gemacht, ein MD 24-50 habe ich leider nicht.

Den Vergleich findest Du hier.

Fazit:
Bei 25mm in der Mitte und Halbfeld ab f/8 ganz gut, aber die Ecken werden nie richtig gut. Bei 35mm schon bei f/5.6 überzeugend, aber auch hier sind die Ecken immer etwas verschwommen und recht stark mit CAs gesegnet. Bei 50mm ist dann nur noch die Bildmitte gut, schon das Halbfeld liefert nur noch Matsch, von den Ecken ganz zu schweigen.


Viele Grüße,
Dennis.
--------------------


Minolta SR System

Direktlinks:
Minolta Lens Index :: Minolta Lens Database :: Minolta Lens Shades :: Minolta System Guides :: Minolta Manuals Database


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RE: Welche Objektive nutzt ihr wirklich?

#11 von roseblood11 , 13.06.2014 10:24

Naja, das sieht ja eher mäßig aus. Werden die Ecken wirklich nie scharf oder ist das Bildfeldwölbung?
Schwächen an den Ecken hat das Minolta 24-50 allerdings auch, siehe Rokkorfiles.
Wird wohl ein Fall für die Regel "Sonne lacht, Blende acht"! Aber da ich es nur an der NEX für Urlaubsschnappschüsse auf Mallorca nutzen will, könnte es durchaus geeignet sein. Größe und Gewicht sind bei Wanderungen mit Kleinkind schon Argumente...

mfg, Immo

Edit: Hier ist der Vergleichstest von Minolta 24-50 und Tokina 25-50 erwähnt, inkl einiger Messcharts: http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...p;hl=rmc+Tokina


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RE: Welche Objektive nutzt ihr wirklich?

#12 von weberhj , 13.06.2014 11:24

Hallo Dennis,

ZITAT(Dennis @ 2014-06-12, 23:27) Den Vergleich findest Du hier.[/quote]

besten Dank für den sehr guten Vergleich an der A7. Mich hat jetzt zwar weniger der Vergleich zum Zoom interessiert,
aber die Festbrennweiten MD Rokkor 2.8 24mm, MD 2.8 35mm und MC Rokkor-PG 1.4 50mm um so mehr.

Deshalb mein Fazit:
Alle drei SR-Festbrennweiten schlagen sich hervorragend, so wie ich sie auch kenne. Natürlich müssen sie für
Top Schärfe bis in die Ecken gut abgeblendet werden, aber das ist am Vollformat Sensor ja nichts neues.

Wenigstens werden sie dann wirklich scharf was man ja von vielen, auch einigen modernen Objektiven,
nicht gerade behaupten kann.

BG
Hans


In the mind of Minolta...


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RE: Welche Objektive nutzt ihr wirklich?

#13 von roseblood11 , 13.06.2014 11:33

Sooo überragend sind sie nun auch nicht... Vom MC 1.4/50 bin ich auch nach wie vor überzeugt, wenngleich es heute (besonders in den Ecken) auch ganz deutlich bessere Objektive gibt, die aber eben auch deutlich mehr kosten. Dem 2.8/35 ziehe ich an der NEX das aktuelle Sigma 2,8/30 vor, dem MD 2,8/24 das alte Sigma Super Wide II 2,8/24, weil ich es insgesamt ausgewogener finde.


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RE: Welche Objektive nutzt ihr wirklich?

#14 von Dennis , 13.06.2014 13:25

ZITAT(roseblood11 @ 2014-06-13, 9:24) Naja, das sieht ja eher mäßig aus. Werden die Ecken wirklich nie scharf oder ist das Bildfeldwölbung?[/quote]
Keine Ahnung, ist ja aber auch letztlich egal. Es eignet sich nicht besonders für flächige Motive oder Landschaftsaufnahmen. Wenn die Bildränder jedoch nicht so wichtig sind, ist es ganz gut einsetzbar, zumal es offen ein recht angenehmes Bokeh (insbesondere für ein Zoom) hat (f/4 @ 25mm):

[attachment=14091SC05050_2.jpg] [attachment=14093SC05050.jpg] [attachment=14092SC05050_3.jpg]

Alles unbehandelte OOC-JPEGs. Eine ganz gute Basis, wie ich finde.

ZITAT(roseblood11 @ 2014-06-13, 10:33) Sooo überragend sind sie nun auch nicht... Vom MC 1.4/50 bin ich auch nach wie vor überzeugt, wenngleich es heute (besonders in den Ecken) auch ganz deutlich bessere Objektive gibt, die aber eben auch deutlich mehr kosten. Dem 2.8/35 ziehe ich an der NEX das aktuelle Sigma 2,8/30 vor, dem MD 2,8/24 das alte Sigma Super Wide II 2,8/24, weil ich es insgesamt ausgewogener finde.[/quote]Bei den 50ern bin ich noch nicht ganz durch. Ich nutze aktuell das MC 50/1.4. Weit offen ist es recht weich, aber schon ab f/2 steigt der Kontrast stark an. Gut, für knackige Ecken muss man schon auf f/8 abblenden, aber dann kann man glaube ich nicht mehr aus der A7 herausholen. Interessant wäre natürlich ein direkter Vergleich zum FE 55/1.8 ZA, Otus und ART, allerdings sollten die dann bei den Mehrkosten auch ab Offenblende perfekt sein. Am MD 35/2.8 gibt's m.E. allerdings wenig zu nörgeln, ich finde die Qualität ab Offenblende schon sehr gut. Keine Spur von CA, wenig Vignettierung, und ziemlich guter Kontrast bis in die Ecken. Bei f/5.6 sehe ich nicht viel Verbesserungspotential. Ich habe es das erste Mal an der A7 benutzt und war echt erstaunt. Mit dem 24-er hadere ich immer noch ein wenig. Sicherlich insgesamt eine gute Performance, aber mit den CAs bin ich nicht so ganz zufrieden, und auch die Ecken sind unter f/5.6 ziemlich mau, und erst ab f/11 würde ich sie als gut bezeichnen. Leider habe ich mein Kiron 24/2 vor Erwerb der A7 verkauft, das wäre bestimmt auch mal interessant gewesen. Hast Du einen Vergleich zwischen Deinem Sigma und dem MD Rokkor?


Viele Grüße,
Dennis.
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RE: Welche Objektive nutzt ihr wirklich?

#15 von stevemark , 14.06.2014 14:22

Am häufigsten (am Vollformat):

MinAF 2.8/20 mm
MinAF 2.8/200 mm APO
MinAF 1.4/50 mm

Öfters:
MinAF 4-4.5/28-135 mm
Sony/Zeiss ZA 2.8/16-35 mm
MinAF 2/28 mm
Canon FD 2/135 mm
MinAF 2.8/300 mm APO

Eher selten:
MinAF 1.4/85 mm
MinAF 2.8/100 mm Macro
MinAF APO Conv 1.4x
Sony AL 2.8/70-200 mm G SSM

Gr Steve


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