RE: Mitglieder stellen sich vor...

#1 von mick , 10.05.2003 13:40

Mitglieder stellen sich vor


Unter dieser Rubrik wollen wir unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben, sich hier einmal persönlich vorzustellen.

Gerade neue Forenmitglieder schreiben oft sinngemäß, daß sie sich kaum trauen, hier eine Frage zu stellen, wenn sie hören, was andere Mitgleider "so drauf haben" oder wenn sie lesen, mit welchem Equippment mancher hier ausgestattet ist.

Genau mit diesen Befürchtungen wollen wir aufräumen. Jeder hat einmal klein angefangen, ganz egal, in welchem Alter er mit der Fotografie begonnen hat.
Die wenigsten hier dürften waschechte Berufsfotografen sein – und selbst wenn, gerade von ihnen gibt es doch eine Menge zu lernen.
Wir möchten hier gerne zeigen, daß hinter jedem Mitglied, egal wie fortgeschritten es sein mag und wie teuer seine Ausrüstung war, doch ein Mensch "wie Du und ich" steckt.

Wer möchte, kann hier einmal seinen fotografischen Werdegang posten, einfach, wie er zur Fotografie gelangt ist, vielleicht, welche Phasen seines Hobbys er durchwandert hat und welche Arten von Aufnahmen ihn besonders reizen.


Wir wollen diese Rubrik hier weniger als Diskussionsforum verstehen sondern einfach als eine Sammlung von fotografischen Lebensläufen.

Also, wer sich so frei fühlt... Nur zu – das wird sicher sehr interessant.

Ich mache einfach mal den Anfang:



 
mick
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RE: Mitglieder stellen sich vor...

#2 von mick , 10.05.2003 13:43

Meine Geschichte der Fotografie

Fotografiert, oder eher geknipst, habe ich schon seit meinem siebten Lebensjahr; mein Opa hatte ein Faible für die Fotografie, und er wollte es mir eben näherbringen.
So gab's also zum siebten Geburtstag eine Porst Kassettenkamera, mit der dann regelmäßig die Köpfe und Füße der Verwandtschaft fotografisch beschnitten oder die Meerschweinchen meiner Schwester als winziger Punkt auf Zelluloid gebannt wurden.
Einige Zeit später bekam ich auch mal eine Voigtländer Pocket - war gar nicht schlecht, das Ding. Sie war etwas größer als eine Minox C und machte doch relativ gute Aufnahmen.
Fotos entstanden halt immer an den üblichen Gelegenheiten, sprich Familienfeste, Ausflüge etc..

Interessant wurde es in der achten Klasse, als unser Kunstlehrer ankündigte, man würde im nächsten Halbjahr das Thema Fotografie durchnehmen; Portraits, Stilleben in Schwarz/Weiß und natürlich die Foto - Entwicklung im schuleigenen Labor.
Man möge sich im Verwandtenkreis doch schon einmal nach einer "ausleihbaren" Kleinbildkamera umhören. Und da war die Idee zur ersten SLR geboren!

Der Traum von der zuerst favorisierte Nikon FE2 zerplatzte bei der Preisauskunft im Fotoladen, naja, eine Olympus OM20 hätte es wohl auch getan, wenn nicht mein alter Freund und Klassenkamerad Steiner (es ist für uns übrigens ein Symbol tiefer Freundschaft, uns beim Nachnamen zu nennen :-) ) mit der Idee einer Minolta XG-M angekommen wäre. Sie war damals ganz neu und sah modern aus.
Das wichtigste war: Sie hatte LED-Anzeigen für den Belichtungsmesser, keinen langweiligen Zeiger - das war der Hit!
Der Kunstunterricht und die Arbeiten im Labor vergingen viel zu schnell, die Bilder aus der XG-M waren gut und die Jahre vergingen.
Irgendwann ziemlich am Anfang, bin ich schon auf fast ausschließliche Dia-Fotografie umgestiegen. Meistens habe ich seit dieser Zeit auf Urlaubs-/Studienreisen oder zu besonderen Gelegenheiten fotografiert. Im Laufe der Zeit gesellten sich dann auch einige Wechselobjektive dazu; ein 28mm Minolta, das ich heute noch habe, und ein 200mm Vivitar.

Doch nach dem Abi erlahmten die fotografischen Tätigkeiten doch sehr. Nur noch zu sehr wenigen Gelegnheiten wurde die Kamera mitgeschleppt. Dementsprechend ließ auch "der Blick" nach, und die meisten der ohnehin wenigen Fotos waren eher dürftig.

Doch dann im Jahre 1997, auf einer Amerika-Reise, wurde das Interesse wieder größer. Es entstand das Bedürfnis nach einem Zweitgehäuse, weil man damit einfach flexibler ist, und zumal meine Frau, die mit der Fotografie bis dahin gar nichts am Hut hatte, ungewöhnlich oft nach der Kamera verlangte - "Gib mal her, ich will mal ne schöne Perspektive probieren..." .
Am liebsten hätte ich direkt dort drüben eine gebrauchte X-700 gekauft, doch leider werden selbst in "Dörfern" wie San Francisco in den Läden bloß Kompakt-Knipsdosen neben Discmen und Mag-Lites angeboten - einen Fachhändler, wie wir ihn hier kennen, habe ich dort nicht gefunden.
Die X-700 habe ich später woanders gekauft.

Von dieser Zeit an habe ich mich zumindest auf Reisen wieder bewußter mit der Fotografie auseinandergesetzt, und es entstanden wieder mehr brauchbare Bilder.
Nach und nach kamen "neue gebrauchte" Ausrüstungsgegenstände dazu, das eine oder andere Objektiv wurde ersetzt.

Vor etwa einem Jahr schenkte mir meine Frau dann eine schwarze XD-7, die ich in den Auslagen eines Düsseldorfer Händlers entdeckt und "in mein Herz geschlossen" hatte.
Im letzten Urlaub entwickelte sich das gute Stück einfach zu meiner Lieblingskamera - sie hat einfach was, sie hat Charakter, manche Fotografen sagen, so eine Kamera habe eine "Seele".
Irgendwie wuchs mein Interesse an der Fotografie innerhalb des letzten Jahres doch wieder sehr stark an, ich stieß auf irgend so ein "Minolta-Forum" im Internet und fragte gleich mal einen gewissen Stephan, warum denn die Linsen meines Weitwinkels so leicht bräunlich aussehen - ist das Ding wohl kaputt? ...

Mein größtes Interesse galt aber nach wie vor den alten MF-Modellen.
Diese ganze AF-Geschichte, na, ob ich das denn je brauchen würde? Obwohl, im letzten Urlaub gab's eine Gelegenheit, bei der ich mir sehnlichst einen AF gewünscht hatte...
Naja, aber überhaupt, mir gefielen die meisten "modernen" Kameras nicht so; sie waren einfach überall so rund, wie ein Stück Seife - ob man die überhaupt richtig festhalten kann?!

Im letzten Herbst hatte ich dann über ebay noch eine XE-1 ersteigert, nebst einigen Objektiven, darunter ein überraschend ordentliches Sigma 2,8 135mm.
Die XE-1 ist eine faszinierende Kamera, enorm solide gebaut, mit butterweich laufendem Verschluß. Sie vermittelt den Eindruck, daß man mit ihr nötigenfalls auch mal einen Nagel in die Wand schlagen kann (keine Angst, so etwas tue ich nicht).

Ja, und beinahe wäre ich noch weiter zurück in die Historie gestrebt und hätte mir eine XM gekauft. Doch hier kamen nun langsam Zweifel auf. Immerhin kostet eine gute gebrauchte XM so 500 bis 600 Euro - dafür bekommt man dann den Stand der Technik von vor 28 Jahren!

Und überall im Minolta-Forum ging das Zauberwort "Dynax 7" um!

Im Internet holte ich mir nun etliche Informationen und Abbildungen von diesem Modell - warum, das kann ich bis heute nicht sagen.

Und plötzlich stand sie da - beim gemütlichen Bummel in Düsseldorf - beim gleichen Händler, ja fast auf dem gleichen Platz, wie ein Jahr zuvor die XD-7 - und das zu einem verführerisch günstigen Preis.
Zwei bis drei Wochen schwirrte mir die Sache im Kopf herum, nee... ist mir zu viel Geld..., ich hab doch schon so viele..., und und und... Andererseits warum nicht... ?!
Eben das übliche Gehadere - bis es meiner Frau zu bunt wurde, und sie darauf bestand, JETZT loszufahren und das Ding endlich zu kaufen.

Die Bedienung der Dynax 7 hat mich sehr schnell überzeugt. Obwohl sie durchaus vielfältige, ja komplexe Möglichkeiten bietet, ist sie sehr ergonomisch zu bedienen.
Sicher, manches zur Philosophie des AF mußte ich einfach nachlesen. Ich habe auch so einige Trockenübungen gemacht, um eine gewisse Geläufigkeit in der Bedienung zu kriegen. Doch einmal verinnerlicht, läßt sich das Gerät spielen wie ein Musikinstrument.

Noch arbeitet ausschließlich ein ganz ordentliches Sigma-Standard-Zoom an der Dynax, doch auf der letzten Fototour mit einigen liebgewonnenen Leidensgenossen sind Träume entstanden... alle in weiß...
Nun, man wird sehen, wie die Geschichte weiter geht.


Zu meinen generellen fotografischen Ambitionen hat man sicher schon herausgehört, daß ich überwiegend auf Reisen fotografiere, eben Landschaften oder die Stimmung in Städten.
Wenn sich die Gelegenheit bietet, darf es auch mal eine interessante Makroaufnahme sein.
Auf der angesprochenen Tour habe ich nun aber auch kennen gelernt, wie interessant und gleichzeitig entspannend das Beobchten und Fotografieren von Tieren in der Natur sein kann - ein fotografisches Thema, das bei mir bisher völlig "unterbelichtet" war.
Ein Bereich, der mich auch noch interessiert, aber noch völlig unerforscht ist, ist das Fotografieren von Menschen in der Stadt, im Getümmel beim Einkaufen, beim Bummeln, im Rudel am Stehbiertisch in der Altstadt...
Auf jeden Fall dürfte dies ein Bereich sein, der mit sehr viel Fingerspitzengefühl zu handhaben ist.
Mal sehen, was sich diesen Sommer so entwickelt.


Ein noch unerfüllter Traum?
Tja, irgendwann würde ich gerne mal eine richtige Fotosafari mitmachen - tagelanges Beobachten und Warten auf den Augenblick; tagsüber in sengender Sonne in der Steppe, und am Abend bei einsetzender Kühle mit einem 600er einen Löwen einfangen, der im roten Schein der untergehenden Sonne seine Beute zernagt.
Mal sehen, vielleicht "wenn ich mal groß bin".


Viele Grüße

Mick



 
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RE: Mitglieder stellen sich vor...

#3 von kallewiersch ( gelöscht ) , 10.05.2003 16:17

Tach Zusammen,

meine " Fotokarriere" gestaltet sich folgendermaßen. Zu meiner Kommunion bekam ich eine Kodakknipse geschenkt. Damals hatten meine Eltern einfache Bedienung zur absoluten Priorität erklärt. So war das Ding dann auch. Da kamen so komische Scheibenfilme in der Größe von einer 8 cm CD rein und wenn ich mir die damit gemachten Bilder heute so anschaue muß ich festestellen das sie in jeder hinsicht bescheiden sind. Mein fotografisches Interesse wurde damit nicht so richtig geweckt, wohl aber mit der Zeit das Intersse für die Technik.

Dann hatte sich jemand aus unserem Bekanntenkreis eine Dynax 5000i gekauft und ich war absolut begeistert von dem Ding. Die hat ja alles alleine gemacht. Geil, dachte ich mir, so was will ich auch haben. Ich war zu der Zeit im 8'ten oder 9'ten Schuljahr und das Geld, das ich eigentlich für Lautsprecherboxen gespart hatte wurde dann in eine Fotoausrüstung gesteckt. Leider reichte es nur für eine 3000i mit einem Exacta 35-70 und ein Carena Blitz. Zu Weihnachten kam dann noch ein 70-210 dazu und das 35-70 wurde irgendwann gegen ein 28-70 getauscht. Somit war ich Jahrelang für alle Geburtstage und Urlaube gerüstet. Mehr habe ich damls noch nicht Fotografiert.

Nach meiner Ausbildung 1998 habe ich von meinem ersten "Ostergeld", ich war an den Feiertagen arbeiten, die 3000i in Zahlung gegeben und eine 500si gekauft. Diese ist dann allerdings nach kurzer Zeit im Schrank verschwunden und da habe ich sie erst wieder rausgeholt als im Februar 2002 unser Sohn auf die Welt kam. Von da an habe ich wie wild geknipst und Lust auf mehr bekommen. Ich habe mir dann das eine oder andere Buch zugelegt und mich schlau gemacht. Die 500si wurde gegen eine 5 getauscht, es kamen ein neuer Blitz und diverse Objektive dazu.

Dann wollte ich anfangen auf Diafilmen zu fotografieren, gleichzeitig wollte meine zukünftige bessere Hälfte (wir heiraten im Juli) aber auch noch Papierbilder von dem Kurzen machen. Also mußte ein zweites Gehäuse her und da ich hier so viel Gutes über die Dynax 7 gelesen habe, sollte es so eine werden. Leider kommt ein Unglück (und Rechnung) selten alleine und so blieb nach kräftig gesalzenen Nachzahlungen für die Nebenkosten und Strom nur noch Geld für eine gebrauchte 800si übrig./sad.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="sad.gif" />

Am meisten hat es mir die Macrofotografie und natürlich mein Sohn (Portrait) angetan, aber ich bin für alles offen und meine Ausrüstung befindet sich auch noch im Entwicklungsstadium ( Irgendwann, so in ein bis zwei Jahren, krieg ich auch noch die 7 /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" /> ).

Gruß Jens



kallewiersch

RE: Mitglieder stellen sich vor...

#4 von empire82 ( gelöscht ) , 10.05.2003 16:19

Hallo!

Dann will ich auch mal erzählen! Ich hab irgendwie schon immer Fotografiert, und November vor 2 Jahren bin ich dann durch einen Schulkollegen darauf gekommen: "Ich kauf mir eine Spiegelreflex" Na ja, keine Ahnung von nichts bin ich dann zum hiesigen Fotoladen dessen Besitzer daher kannte das er alle Hochzeiten bei uns Fotografierte. Da stellte ich dann fest ne neue könnte ich mir nicht leisten :-( ! Aber da er auch ein bisschen mit gebrauchten Kameras handelte fragte ich ihn nach einer Gebrauchten! Und da war sie eine Silberne X-300 mit einem Techno 35 -70 und einem Tokina 70 – 210 ! Da kam das Problem auf das mein Geld erst am 10. kommen würde bin ich bei jeder Gelegenheit bei ihm vorbei um zu gucken ob die kamera noch da ist! Na ja, ich hab mir dann 100 DM von meinem Dad geliehen und hab sie angezahlt, so konnte ich wenigstens ruhig schlafen :-) ! Na ja, hab dann für Tasche, Blitz, Objektive, Film, Batterien und die Kamera 345,- DM bezahlt! Hab dann erst mal viel Rumprobiert und so ziemlich alles fotografiert was ich vor die Linse bekommen hab, Urlaub u.s.w. natürlich auch! Durch den kauf der kamera in dem Geschäft hab ich dann mit dem Besitzer mehr zeit verbracht, man brauchte ja filme und entwickelt musste das ganze auch immer! Hab dann nen paar sachen für ihn bei eBay eingestellt. Er hat dann sein studio verkauft und icst dann in rente gegangen. Ich hab ihm dann "den Umgang mit dem PC" beigebracht und er ist mir mir immer wieder bei Fototechnischen fragen eine Anlaufstelle gewesen bzw. Ist es immer noch :-) Im Dezember vor 1 Jahr hab ich dann noch eine schwarze XD-7 bei ihm gekauft! Sie ist so gut wie neu und mir meistens eigendlich zu schade zum mitnehmen, daher nehme ich sie auch eher selten mit und meistens ist da nen sw film drin! Da war dann auch noch nen 1,4 er 50mm Objektiv drauf und ne bereitschaftstasche! Später dann hab ich hier beim Pfandleiher eine xg9 mit 1.7 er 50mm, ich bin dann rein und hab gefragt was die kosten soll, er sagte dann 30 € hab ihn dann auf 25 € runtergehandelt und bin zufrieden nach hause! Auf der suche nach einem 28mm objektiv hab ich dann bei ebay gunstig eins erstanden wo auch noch nen soligor 80-200 macro bei war! So hatte ich dann 3 MF Kameras. Irgendwann bin ich dann an ein buch gekommen wo unter anderen eine 8000i drin war, ich hab mich dann irgendwie in die Kamera verliebt, ich hab mir dann auch eine gekauft mit Blitz und einem Tamron 28-200 mm . Einige tage später hab ich dann auf einer kamerabörne noch eine gefunden, und dann noch für nur 100 €, er hatte dann noch nen 75 – 300 neu für 90 € und schon hatte ich noch eine 8000i! Ich weiß zwar auch nicht was ich mit 2 soll, aber irgendwie konnte ich bei dem preis ned widerstehen :-) Und da hab ich mir gedacht, das ich das geld wenn ich sie verkaufen würde alle mal wieder bekommen würde! Im laufe der zeit kamne dann noch nen 90mm Panagor Macro objektiv, nen Novoflex Schnellschuss 400mm und nen 400 spiegeltele von Makinon für die manuellen dazu und nen Minolta 35 - 105 für die AF dazu. Das ganze aber nur weil ich das alles meist zu Spottpreisen bekam ...und da konnte ich einfach ned wiederstehen :-) Heute hab ich meistens die xg9 mit nen paar Objektiven mit. Die AF nutze ich meistens wenn ich irgend ne Komion von Verwanten/Bekannten Fotografiere bzw. im Urlaub. Am meisten spass macht mir immer noch das fotografieren mit den manuellen. So, ich könnte zwar noch mehr schreiben, aber dann wird das langweilig, wenn das das denn noch nicht ist :-) So, fertisch :-)

cu
Daniel



empire82

RE: Mitglieder stellen sich vor...

#5 von Bernd , 10.05.2003 20:37

Hallo,

Hier mal meine letzten 30 Fotojahre, die ich - ehrlich gesagt - größtenteils ohne Minolta verbrachte.

Zu meinem 10. Geburtstag bekam ich eine Agfa Pocket, womit das Schicksal seinen Lauf nahm /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />

Nun - Es war noch keine allzu große Kunst, was dabei herauskam, aber es hat schon damals unheimlich viel Spaß gemacht und ich war auf jedes meiner Bilder stolz wie Oskar, auch wenn mitunter mal ein Kopf und/oder die Füsse gefehlt haben /smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" />

Der Vater eines guten Freundes hatte damals ein Photo-Porst Geschäft und so kam ich schon bald in den Genuß, auch mal mit "richtigen" Kameras fotografieren zu dürfen.
Da deren Preise für mich jedoch finanziell noch nicht erreichbar waren, musste erst einmal eine einfache Kompaktkamera der Marke Kodak herhalten.

Oft bin ich damals mit meinem Freund losgezogen und wir haben wirklich Gott und die Welt abgelichtet.
In dieser Zeit durfte ich auch ab und zu einmal mit der SLR meines Freundes fotografieren und mir war klar - Sowas musste ich haben!

Als ich dann meine Ausbildung begonnen hatte, war das erste, was ich mir zulegte...eine SLR von Porst!
M42 Schraubgewinde, manueller Focus und Nachführmessung - das war's, aber ich war glücklich.
Und da meine Ausbildungsvergütung nicht gerade fürstlich ausfiel, musste ein 50er Normalobjektiv erst einmal reichen.

Doch kurz darauf ergatterte ich (gebraucht) ein Objektiv, dem ich heute noch nachtrauere: ein 1.8/135mm.
Es war riesig, es war schwer wie Blei - aber ein so gutes Portrait-Objektiv habe ich nie wieder besessen.
Und damit entwickelte sich so langsam mein fotografischer Schwerpunkt, der bis heute anhält - Portraitfotografie.

Und mit diesem so schön professionell aussehenden Objektiv hatte ich dann auch keine Probleme, geeignete Models zu finden. Meine Klassenkameradinnen und deren Freundinnen waren immer gerne bereit, Modell zu stehen.
Meine Bilder waren deswegen nicht unbedingt professioneller geworden, aber wenigstens schaffte ich es, immer ein paar gute Aufnahmen zu produzieren, um meine Modelle bei Laune zu halten /smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" />

Mit dem Fortschreiten der Technik erlag auch ich bald dem üblichen Anfängerglauben, dass man mit einer besseren Kamera auch bessere Fotos macht. Und so wurde die Porst nebst meinem Lieblingsobjektiv in Zahlung gegeben und eine Ricoh angeschafft.
Zeit-, Blenden- und Programmautomatik und die vielen lustigen LEDs, da mussten meine Bilder ja einfach besser werden!

Natürlich wurden meine Bilder nicht besser und so war der Zeitpunkt gekommen, mich intensiver mit der Materie auseinander zu setzen.
Es wurden einige Bücher angeschafft, teils mit allgemeinen Themen, teils speziell für Portraitaufnahmen und von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen.
Allerdings würde ich jedem Einsteiger raten, nicht denselben Fehler zu machen, wie ich und als eines der ersten Bücher "Die hohe Schule der Fotografie" von Feininger zu kaufen. Das Werk ist hochinteressant, aber so trocken, dass es fast schon staubt beim Lesen, also nicht unbedingt für den Einstieg gedacht.

Für einige Zeit war ich sogar auf Dia umgeschwenkt, lies es aber wieder - es war mir einfach zu umständlich (ja, hier kommt der Banause in mir hervor).

Dann habe ich etwas Geld zum Fenster raus geschmissen, indem ich mir erst noch ein 70-210 Objektiv für die Ricoh kaufte, nur um kurz danach alles zu versilbern und auf Canon umzusteigen.
Dieses System baute ich systematisch aus und fotografierte damit bis Anfang 2002.
Durch diverse Urlaubsreisen kam dann zu den Portraits noch die Landschaftsfotografie dazu.

Und jetzt fragt Ihr Euch sicher "Und wo bleiben die Minolta's?"

Zu Minolta bin ich gekommen, als vor einigen Jahren mal wieder eine Urlaubsreise angesagt war. Irgendwie hatte ich überhaupt keine Lust, die Canon mit diversen Objektiven mitzuschleppen und so sah ich mich nach Alternativen um.
Nachdem ich mich schon fast damit abgefunden hatte, eine bessere kompakte Zoomkamera zu kaufen, entdeckte ich die Minolta Vectis S1.
Ich fand das System genial und kaufte mir schnell entschlossen einen Body und 2 Objektive.
Und ich habe es nicht bereut - Die Kamera macht wirklich gute Bilder, ist klein leicht und durch die Wechselobjektive flexibel.

Als Technik-Freak interessierte ich mich schon frühzeitig für Digitalkameras. Die Anfangsmodelle waren jedoch unverschämt teuer und nicht besonders leistungsfähig, so daß ich hier noch relativ lange wartete, bis ich zuschlug.

Jedoch konnte ich die Zeit recht gut überbrücken, da bei meinem Arbeitgeber bereits recht früh digitale Kameras eingesetzt wurden. So konnte ich mich bereits frühzeitig an einer Ricoh RDC 5300 mit der Technik allgemein vertraut machen.

Im Februar 2002 war es dann soweit. Nach vielen Vergleichen, lesen von Testberichten und nerven von Händlern wurde dann eine Minolta Dimage S304 angeschafft.

Entgegen anderslautender Meinungen, war ich sehr zufrieden mit diesem Modell, was die reine Bildqualität betrifft (fast alle meine Bilder in unserer Galerie wurden mit dieser Kamera gemacht).
Nach einem Besuch des Wolfsgeheges Merzig, zusammen mit Stephan, wuchs in mir der Wunsch nach ein wenig mehr Brennweite /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" /> und so kaufte ich Anfang dieses Jahres eine Dimage 7i.

Mit diesem Modell bin ich sehr zufrieden und werde es wohl noch eine Zeitlang einsetzen.
Obwohl ich schon wieder nervös geworden bin bei der letzten Fototour mit - ich benutze mal den gleichen Ausdruck wie Mick - liebgewonnenen Leidensgenossen.
Denn so langsam finde ich auch großen Gefallen an der Tierfotografie.

Daher werde ich die zukünftige Entwicklung, was Digitalkameras aus dem Hause Minolta betrifft, sehr genau verfolgen...



 
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RE: Mitglieder stellen sich vor...

#6 von Mark , 10.05.2003 22:54

ja wie habe ich angefangen...

.. meine erste Kamera habe ich von meinem Großvater bekommen, von dem ich auch das Interesse geerbt habe. Zu meinem bedauern denke ich das seine Foto's immer noch besser sind als meine (aber das wird, das wird). Es war damals eine Beroquick 135 mit der ich dann wohl doch mehr oder weniger nur rumgeknipst habe.

Mit 16 habe ich dann Vatern ab und an seine Praktica Super TL mit 50er "gemopst" und mit wechselndem Erfolg fotografiert (oder doch mehr geknipst). Aber ich habe doch recht schnell die Grundlagen der Technologie begriffen. Nur mit der künstlerischen Technik hat es da noch entschieden gehappert.

Nach der Wende und mit dem ersten Geld habe ich dann meine erste Minolta, eine X-300 mit dem Standard 1:1,7/50mm angeschafft. Sie befindet sich auch Heute noch in meinem Besitz, funktioniert zwar leider nicht mehr, ist aber aus nostalgischen Gründen sicher das letzte Stück das ich weggeben würde, da ich mit ihr sicher das meiste gelern habe.
Mit der Zeit gab's für die Arbeit mehr Geld und das habe ich dann gerne in mehr Objektive umgesetzt, ein 1:28/28mm, ein 1:3,5/135 und später dann auch in ein 70-210mm und ein 35-70 Zoom ...

Vor 1 1/2 Jahren bin ich dann der Versuchung erlegen mir eine Dynax 7 zugelegt, um das AF Feeling und die vielen elektronischen Gizmos zu genießen und ich habe es keinen Tag bereut. Sie ist Heute mein Begleiter in fast allen Lebenslagen. Heute bin ich meist mit der Dynax und der zwischenzeitlich angeschafften X-700 unterwegs, je nach Ziel und Aufgabe. Beide sind für mich auf ihre Art die Königinnen ihrer Art und eine Alternative sehe ich in ihrem Sektor im Moment nicht.

Da mein Hauptinteresse in der Landschafts- und Architekturfotografie liegen und ich denke das ich meine Ziele mit einer Kleinbildkamera nicht mehr umsetzbar sind, bin ich gerade mit der Anschaffung einer Mittelformatkamera begriffen.
Lange habe ich drüber nachgedacht und für und wieder abgewogen, da der Schritt doch recht teuer ist.
Nach reichlich Gespräch und Test denke ich aber, das ich die richtige Entscheidung getroffen habe und freue mich demnächst erstklassige Bilder meiner Mamiya 645 präsnetieren zu können.

Trotz allem werden meine Minoltas wohl immer ihren Platz behalten. Für viele Sachen gibt es einfach keine bessere Alternativen (mir macht Infrarot nur mit der X-700 Spass, keine andere modernere SLR eröffent mir ihre Möglichkeiten).

Denn,
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RE: Mitglieder stellen sich vor...

#7 von Peter Lobert , 11.05.2003 01:17

Einen wunderschönen Guten Abend erstmal an alle!

Bin gerade eben bei meiner GoogleSuche nach Minolta-Digital-SLR-Neuigkeiten auf dieses Forum gestoßen - sowas habe ich ja schon immer gesucht... und mich gleich begeistert angemeldet. Für Minolta-Digital-Jünger gibts ja einiges im Netz; aber das für "Analoge" auch so eine praktische Austauschmöglichkeit gibt - wunderbar.
Bis zur Wende habe ich (Abitur 1989...) mit einer Praktika SuperTL1000 und diversen CZJ-Objektiven von Opa fotografiert, ohne eigenes Labor. Nach der Wende habe ich mir relativ bald von meinem ersten selbstverdienten Geld eine Dynax 8000i mit Blitz und Zooms (MinAF 35-80 und Sigma 75-300 - beides Flaschenböden...) geleistet - Wow! (damals...) Nach der ersten Begeisterung über die tollen Automatikfunktionen etc. kam mir aber die Bildqualität gegenüber meinen Zeiss-Objektiven irgendwie mäßig vor und ich legte mir gebraucht eine Kiev88 (6x6) mit sämtlichen erhältlichen Objektiven zu (in Prag für seeehr wenig DMs erstanden) - später dann konsequenterweise noch eine 13x18 Laufbodenkamera mit div. Objektiven. Inzwischen hatte ich mir auch eine eigene Dunkelkammer mit Magnifax4 und Großformatvergrößerer aufgebaut (nur für SW). Die Kameras hatten aber irgendwie alle einen Pferdefuß: Die Minolta die schlechten Objektive, die Kiev88 ständig Probleme mit Lichteinfall in den Magazinen, die 13x18 produzierte zwar eine Traumqualität - war aber einfach nur umständlich. So legte ich mir dann 1994 eine Dynax 9xi mit 1.4/50, Tamron 2.8/35-105 und 5200i zu und drei M42-Adapter für meine Lieblings-Zeiss-Objektive (1.8/80, 3.5/135 und 2.8/200) und das 3.5/20. Damit bin ich bis heute fast zufrieden; lediglich das schwierige manuelle Fokussieren mit der 9xi-Mattscheibe stört mich ziemlich. Allerdings brennt das Photo-Hobby seit Familiengründung, Kind und Berufseinstieg bloß noch auf Sparflamme - die Dunkelkammer ist erstmal eingemottet. Denn irgendwie ist das Problem mit selbstgemachten Emulsionen, Bromöldruck etc. im Moment einfach nicht so vordergründig... ;-)
Mein Traum für die Zukunft ist eine Minolta-Digital-SLR mit Vollformat-Sensor, ein AF 1,4/85 und mehr Zeit zum Photographieren.
Schön, daß ich Euch hier gefunden habe...
Gute Nacht,
Peter.



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RE: Mitglieder stellen sich vor...

#8 von Stefan68 , 11.05.2003 01:51

Ja, wie sieht MEIN "fotografischer Lebenslauf" aus?

Alles begann auf meinen ersten Bergwanderungen im Urlaub mit Eltern und Verwandten.
Mein Vater (Nikon) und mein älterer Cousin (Pentax) fotografierten viel. Da wollte ich natürlich nicht nachstehen. Mein Vater gab mir eine alte Voigtländer Sucherkamera. Diese überstand den ersten Urlaub nicht, da ich den Belichtungsmesser in einem unachtsamen Moment durch das Schlagen der Kamera an einen Felsen zerstörte . Die Leidenschaft war aber geweckt.

Von meinem Kommuniongeld und meinem ersten Ersparten kaufte ich mir dann die damals frisch auf den Markt gekommene Minolta X-700 (das muss also so um 1982 gewesen sein) mit 4,0/70-210mm Zoom (die legendäre Leica-Optik, die irgendjemand mir empfohlen hatte). Ähnlich wie bei Mick stand damals die Nikon FE2 auf der Wunschliste ganz oben, musste aber in der Praxis der Minolta aus Kostengründen weichen. Mit dem Telezoom gelangen mir zwar optisch hochwertig Aufnahmen (ich fotografierte natürlich ( wie mein Vater und mein Cousin auf Diafilm und habe das bis heute so beibehalten), aber der Brennweitenbereich passte mir nicht so richtig. Deshalb wurde ein Tokina 28-70 angeschafft, mit dem ich von da an 99% aller Aufnahmen machte (das Tokina war zwar optisch deutlich schlechter, aber: Das Minolta 70-210 war für meinen Geschmack (Landschaft und Reise) meist zu langbrennweitig und für gelegentliche Tieraufnahmen zu kurzbrennweitig).
Mit dieser Ausrüstung fotografierte ich dann bis 2001 jedes Jahr hauptsächlich im Urlaub und ab und zu Mal für Aufnahmen am jeweiligen Wohnort. Ansonsten blieb die Kamera meist zu Hause.
Ich war mit dieser Ausrüstung wunschlos glücklich, ahnungslos wofür man das (nicht vorhandene) Geld alles ausgeben könnte.
Irgendwann hatte ich mir zwischendrin eine Sucherkamera von Minolta (AF Tele-Super) gekauft, die für Schnappschüsse und Knipserei gedacht war. Auch hier war ich von der optischen Minolta-Qualität begeistert (Diese Kamera gab es ebenfalls in einer Leica-Version mit Datenrückwand).

Anfang letzten Jahres kam dann irgendwie der Wunsch auf, eine AF-SLR (in dem Irrglauben, durch Autofokus könnte ich mich mehr auf das Motiv konzentrieren und müsste weniger einstellen) zu kaufen. Prospekte gewälzt: Dynax 5 mit 24-105 gekauft. Das erste Mal habe ich mich dann geärgert, als ich festgestellt habe, dass der Blitzschuh von Minolta geändert wurde und ein Adapter soviel oder sogar mehr kostet als mein altes Blitzgerät wert war.
Mit der "5" war ich dann eigentlich auch zufrieden, doch einige Sachen störten mich:
Hoher Batterieverbrauch, als Brillenträger schlechter Suchereinblick, keine Spiegelvorauslösung, zu leicht, eingebauter Blitz nur bis 28mm, umständliche Bedienung über das "komische" Einstellrad,...
Die Hauptsache jedoch: Meine etwas eingeschlafene Leidenschaft wurde wieder zu neuerer und stärkerer Kraft erweckt.
So habe ich mir Anfang dieses Jahres die Dynax 7 mit VC7 zugelegt und bin seitdem von ihr begeistert. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt entdeckte ich dann dieses Minolta-Forum, was meine Freundin vollends zur Verzweifung treibt, weil ich jetzt noch weniger Zeit für sie übrig habe.
Die Dynax 5 habe ich dann meiner Freundin geliehen und ihr ein 28-80mm Objektiv dazu gekauft (sollte für Negativaufnahmen reichen).

Einzig die Objektivpalette von Minolta könnte besser sein (so hat das 100-400mm keine Stativschelle, ist für die Qualität zu teuer, es gibt kein IS,...). Meine neueste Errungenschaft war daher für Bergwanderungen das Tokina 80-400 (endlich ein starkes, relativ leichtes und relativ kompaktes Supertele - leider auch kein IS).
Und endlich wurde auch mal ein richtiges Stativ (bis dahin hatte ich ohne oder mit einem Ministativ gearbeitet) angeschafft.

Meine arg ramponierte X-700 und das Tokina wanderten jetzt in die Vitrine, da ihr nostalgischer Wert für mich höher ist als der Marktwert - so geschunden wie Kamera und Objektiv ausssehen, hätteich dafür eh nichts mehr bekommen ). B) )
Die restliche Ausstattung aus der Analog-MF-Zeit (Minolta 70-210 und Blitzlichtgerät) habe ich dann verkauft.



Was wird für MICH die Zukunft bringen?

Ich werde hoffentlich die Qualität meiner Bilder weiterverbessern (Obwohl: Wenn ich meine alten Dias so anschaue, war ich doch überrascht, wie viele gute Bilder dabei waren, so einfach ist das nicht; andererseits: Viele Bilder finde ICH wahrscheinlich nur deswegen so gut, weil sie Erinenrungen wach rufen B) oder weil ICH sie gemacht habe )
Dabei hoffe ich auf gute Ratschläge anderer Forumsmitglieder und natürlich hoffe ich auch, das der eine oder andere sich über meine Kommentare/Ratschläge freut.

EDIT: Kurz darauf wurde ein Makro-Objektiv angeschafft, und seit dem belästige ich dieses Forum mit mehr oder weniger guten Makroaufnahmen, vornehmlich von irgendwelchen Insekten.


EDIT: Für die Insektenfotografie wurde dann Weihnachten 2004 das Sigma 3,5/180 Makro angeschafft.


EDIT: Für Gelegenheits-/Knipsaufnahmen und für Familienfeste wurde die Super-Tele-AF durch eine DiMage Z5 ersetzt.


Und wenn gute Beamer erschwinglich geworden sind,..., steige ich vielleicht irgendwann mal auf eine digitale SLR um.



 
Stefan68
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RE: Mitglieder stellen sich vor...

#9 von o.stumpf , 11.05.2003 08:46

Der Olli und die Fotografie!

Irgendwann in den 70ern bekam ich zum ersten Mal die Kamera meines Vaters in die Finger, eine Mamya Spiegelreflex-Kamer, und da hat es klick gemacht. Mit diesem Apparat durfte ich ab und zu mal fotografieren.

Zur Konfirmation bekam ich meine erste Eigene: eine Porst Poketkamera mit Zoom-Objektiv dafür aber furchtbare Bildqualtät. Mit ersten kleinen Jobs habe ich mir 1983 eine Fujica STX-1n zugelegt, meine erste eigene SLR, vollmanuell und endlich konnte ich Bilder machen, auf denen man sogar was erkennen konnte. Nach und nach habe ich mir einige Objektive zugelegt und sogar einen Balgen! Makros habe ich damals schon gerne gemacht.

1985 kam dann der Wechsel zu Minolta durch die legendäre 7000, die mein Dad sofort haben mußte. Von meinem Ausbldungsgehalt legte ich beiseit was ging und gönnte mir ein Jahr später eine 9000. Guter Geschack war eben schon immer etwas teurer. 10 Jahre lang was das nun meine Kamera.

Während der 90er verblasste das Interessen an der Fotografie etwas, bedingt durch Sudium und Familie. Die Kamera wurde meist nur zu Familienfeier und Urlaub aus der Tasche geholt. Erst 1996 wurde ich kam wieder etwas mehr Leben in die Sache, als die 9000 in Zahlung gab und mir eine 700si holte, der bessere AF war letzendlich der Grund dafür. Nach und nach renovierte ich meine Objektiv-Arsenal und kaufte einen anständigen Blitz dazu.

Erst seit letztem konzentriere ich mich wieder voll auf mein Liblingshobby, durch ebay hat sich meine Ausrüstung mehr als verdoppelt, mittlerweile besitze ich zwei Bodys und ca. 8 Objektive und was man sonst halt noch so braucht. Meine Frau schiebt das auf die Midlife-Crisis /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" /> .

Egal, mittlerweile vergeht kein Wochenende ohne zu fotografieren und ich bin Mitglied in einem Fotoclub.

Mal sehen,
wie es weitergeht!

Oliver



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#10 von Werner , 11.05.2003 10:50

Ja,da schon so einige geschrieben haben wie Sie an die Knipserei geraten sind,muß ich ja auch mal etwas bringen.
Bei mir fing das mit einer alten Kodak Instermatik an (Kasettenfilm)an,die ich Heute auch noch in meinem Besitz habe,da ich leidenschaftlicher Sammler bin (bezieht sich nur auf Fotogeräte).
Dann ging das so langsam weiter mit ner moderneren Kodak, bis ich mir die erste SLR kaufte,eine Richo KR5 von der ich noch Heute das klappen des Spiegel höre der war so laut grauenhaft. So aus Neugier begann ich noch mit der Bearbeitung von Bildern in der eigenen Dunkelkammer, dies
war der Knackpunkt für die Schwarzweissfotografie.
Dann fing ich an für einige Zeitungen Bilder und Berichte zufertigen,da kam der Wechsel zu meiner ersten Canon eine A1 die mir gute Dienste
geleistet hatt und auch dementsprechen abgegriffen ausschaut, nach einiger Zeit mußte es noch eine Canon F1 sein,beide Teile stehen in meiner Vitrine, auch im Mittelformat habe ich geschnuppert mit einer Zenza Bronica SQA die ich vor kurzem für eine Digitale SLR Inzahlung gegeben habe.
Durch einen guten Freund (Bernd) bin ich in den Digitalen Bereich gelangt,
war immer der Aufassung das dieses noch nicht das gelbe vom Ei ist,wurde aber eine besseren belehrt,so verstaubt zur Zeit meine Dunkelkammer.
Ja da war die Minolta Dymage 7i meine erste Digitale Camera,mein Freund Bernd war hell begeistert.
Aber die Überraschung kam direkt, mußte dieses Teil 4 x einschicken
(Risse im Gehäuse,Elektronic defekt, nächste Risse,Focus defekt)
da war ich sauer auf Minolta /angry.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="angry.gif" /> wobei ich sagen muß zur Ehre
die 7i ist kein schlechtes Teil.
Da erfolgte dann der Verkauf der 7I bei Ebay und die Suche began nach einer neuen Digitalen Camera,der Weg führte über Sigma SD9,Olympus E20p zur Canon EOS 10 D.
Mit dieser Camera bin ich zufrieden, warte noch auf eine Topcamera von Minolta mal Schauen was da so kommt.
Diese ist so der grobe Weg zui meiner Knipserei.
mfg
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#11 von manfredm , 12.05.2003 16:01

Meine erste Kamera war ende der 70er als Jugendlicher eine Agfa Pocket, die 24x24mm Bilder Belichtet hat, es gab nur 2 Einstellungen (auch für den Fokus), Portrait und Landschaft. Keine Ahnung, welche Brennweite.
Dann kam Mitte der 80er als Geschenk von einem alten Freund der Familie meiner erste Reflex: eine Edixa, mit 3 Objektiven: 4/28mm, 2,8/50mm und 4/135mm. Null Automatik, Belichtungsmessung nur bei Arbeitsblende. Mit der habe ich dann - langsam - fotografieren gelernt. Fotografiert habe ich Anfangs vor allem auf Reisen: Italien, Türkei, Ägypten, Island. Ich habe dabei viel Landschaften gemacht, auch Architektur und Stadt- Dorfszenen und da war das etwas umstendliche manuelle arbeiten auch ok, mich hat aber dann zunehmend genervt, schon in Ägypten, aber richtig dann 1989 in Island, daß mir, bis ich alles eingestellt hatte, auch ein Esel oder Schaf schon davongelaufen war.
Als ich mich dann umgeschaut habe, gab's da Kameras nicht nur mit Offenblendenmessung, sondern auch mit Belichtungsautomatik und sogar Autofokus und Zoomobjektive! So habe ich mir dann Ende 1989 eine Dynax 7000i gekauft. Jung und dumm wie ich war, hatte ich die AF-Technologie für das entscheidende Kriterium gehalten und da war Minolta damals definitiv führend. Erst zuhause ist mir dann aufgefallen, daß da gar keine Abblendtaste dran war. Ich hab' mir gar nicht vorstellen können, daß es sowas geben könnte. Das war dann auch gleich meine erste Enttäuschung mit Minolta. Meine ersten Objektive waren ein Sigma 3,5-4,5/28-70mm und ein Soligor 4-5,6/60-300mm. So eine einfach zu bedienende Kamera mit Zoom hat sich auch zum Bergsteigen angeboten. Dann kam das Sigma 2,8/90mm Makro. Als dann die 9xi rauskam habe ich all meine Ersparnisse zusammengekratzt und eine Weile gejobt, um mir die einzige Dynax mit Abblendtaste zu kaufen.
Damals war meine Fotografie schon nicht mehr hauptsächlich Reisefotografie, sondern die Naturfotografie hatte sich zu einem ganzjahres-Hobby ausgewachsen und mein System ist Stück für Stück gewachsen.
Manfred



 
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#12 von s.sentials , 12.05.2003 17:13

Bis vor reichlich anderthalb Jahren war Fotografieren eher eine nebensächliche Angelegenheit - halt das übliche Dokumentieren von Familienfeiern und Klassenfahrten/Urlauben mit ner einfachen "Kompakten".

Eine meiner größten Leidenschaften ist die Musik und gerade die hat mich der Fotografie nahe gebracht, da auf manchen (Schall-)Platten recht interessante Fotografien waren (wie zB die Nahaufnahme eines Auges in dem sich das Logo des Platenlabels spiegelte). Ein weiteres Foto, dass mich beeinflusste war das berühmte Che Guevara-Portrait. Im ersten Semester meines Studiums wurde dann auch das Seminar "S/W-Fotoarbeit" angeboten. Dort erfuhr ich sehr viel über die Arbeit im Foto-Labor und ein wenig über die technischen Grundlagen der Fotografie.

In dem Seminar benutzte ich noch die 404si meines Vaters, aber der Wunsch nach einer eigenen Kamera wuchs und wuchs. Also las ich nen Testbericht und kaufte mir daraufhin die Dynax 5 mit 28-80mm "Kit-Zoom" und knipste weiterhin munter drauflos.

Das Zoom habe ich mittlerweile wieder verkauft. Dafür habe ich ein Sigma 105mm f2,8 Macro und seit kurzem ein Minolta 85mm f1,4, womit ich für meine Schwerpunkte die passenden Objektive haben sollte.
Zwischendurch hatte ich mal vor eine alte MF-Kamera mit lichtstarken Objektiv um die 90mm zu kaufen, um Fotografieren ohne allzu viel Automatik zu erlernen, aber die anvisierte Leica war mir dann doch zu teuer und die ersteigerte Praktica hat mir meine "Ebay-Laune" erst mal gründlich vermiest.
Auf alle Fälle werden wohl noch ein ordentlicher HS-Blitz und ein Stativ dazukommen (müssen). Und wenn Minolta meine Wünsche erhört, dann wahrscheinlich auch eine Dynax 6 (eine auf das Wesentliche abgespeckte Dynax 7) vor allem wegen der intuitiveren Bedienung und der für mich so essentiell erscheinenden Blitzbelichtungskorrektur. Die Dynax 7 selbst steht für mich nicht zur Debatte, da ich nicht soviel Geld für eine Kamera (und auch nicht für ein Objektiv) ausgeben würde.

Mein Schwerpunkt ist das Fotografieren von Menschen und damit verbunden auch die Makro-Fotografie. Mimik, Gestik und vor allem auch die Interaktion zwischen Menschen ist für mich dabei das Interessante. Wie Mick schon sagte: ein Thema, das Fingerspitzengefühl verlangt (eines das ich noch entwickeln muss). Meine Makro-Fotografie ist vom oben beschrieben Foto und meinem generellen Interesse an Augen und "Blicken" geprägt – wobei es selten zu Gelegenheiten kommt so nah an jemand heranzukommen. Ansonsten suche ich für Makros nach ungewöhnlichen Strukturen und Perspektiven.

Ich mache meine Fotos aus dem Moment heraus, halte also nichts davon Leuten zu sagen "jetzt stellt Euch mal so hin und guckt mal so" – entweder das passende Motiv entsteht "auf natürliche Weise" und ich drücke im richtigen Moment ab oder es kommt halt nicht oder ich mach einen Fehler. Das kann zwar frusten, weil die Quote der richtig gelungenen Bilder sehr niedrig ist, aber ich leg eben viel Wert auf echte Natürlichkeit.

Für die Zukunft hab ich mir vorgenommen, die ganze gelernte Theorie auch endlich in die Praxis umzusetzen - und bis zum Studiumsende möchte ich mit unserer Foto-AG noch eine Ausstellung auf die Beine stellen.



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#13 von Marcus , 12.05.2003 20:04

Hallo allerseits!

Nachdem Ihr alle so schöne Geschichten geschrieben habt, hier nun meine:

Tja, angefangen habe ich schon früh, so mit ca. 8 Jahren. Mein Vater hatte so’ne olle Decora, die mit Rollfilm gefüttert wurde.
Meinen ersten Film (120er S/W) verknipste ich schon auf Tiere, nämlich Rauchschwalben die ihre Nester anflogen. Das war während eines Urlaubes mit den Eltern in Österreich.
Das Ergebnis war: SCHWARZ! /dry.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="dry.gif" />
Nicht ein Bild war erkennbar. Ich war so enttäuscht, daß die Fotografie viele Jahre in Vergessenheit geriet, bis Agfa mit dem roten Sensorpunkt herauskam.
Meine Eltern kauften so’n Teil mit Fixfokusobjektiv, und man konnte es immerhin auf Schönwetter oder Wolken einstellen. Belichtet wurde eine Kassette.
Später kam dann eine super flache Version raus und das andere Teil ging in meinen Besitz über, und wurde hauptsächlich für Urlaube oder Schulausflüge benutzt.

Mit dem neuen Mann meiner Mutter kam ca. 1979 erstmals eine Canon AE1 in meine Reichweite. Aber die Bedienung war für mich zu kompliziert, scharfstellen, Blende vorwählen und all diese verwirrenden Sachen bevor man den Auslöser drücken konnte! Und schwer war das Teil! –Mann, näh nix für mich!-

Dann kam das denkwürdige Jahr 1980, ich fuhr mit der Kolpingjugend nach Südtirol und kam das erste mal mit Leuten in Berührung, die passioniert fotografierten. Insgesamt fuhr ich 3 Jahre dort mit, und das anschließende Highlight war immer die Diashow, die von eben diesen Passionisten liebvoll zusammengestellt und im Herbst für alle auf große Leinwand im Kolpinghaus projiziert wurde.
Während dieser Urlaube wurde mein Interesse geweckt und ich bekam die ersten gestalterischen Tips. Eine SLR leisten konnte ich mir natürlich damals nicht! Die vorher erwähnte Canon meines Stiefvaters war mittlerweile in eine Minox GT mit 35mm f2.8 Linse umgewandelt worden.

1982 fand mein erster Interrailurlaub statt und ich hatte mit einem Freund in 4 Wochen fast ganz Südeuropa bereist. Die Bilder waren OK, aber nicht gerade prickelnd.

1984 ging es dann mit Agfaknipse & Minox auf die Reise. Von Sizilien über Rom, Pompeji, Florenz usw. bis nach Venedig und über München dann Heim. Tempel, Paläste, antike Foren und Triumphbögen haben wir gesehen und natürlich auch fotografiert, aber nur die paar Minox Bilder (1 Film) waren wirklich scharf und gut aussehend.

1985 traf ich während meiner Lehre auf weitere Leidensgenossen. Der eine hatte schon ‚ne Praktika, der Ausbilder ein umfangreiches Pentaxsystem, und ein anderer hatte gezielte und ernsthafte Kaufabsichten.
Autofokuskameras waren damals für uns tabu und Teufelszeugs! Das zerstörte doch das Ursprüngliche und das Künstlerische an der Fotografie, oder?
Im gleichen Jahr bekam ich dann eine AE1 mit 28, 50 und 135mm von meinem Onkel zum Üben geliehen. Ich machte meines Erachtens erstaunlich tolle Bilder damit. Natürlich konnte ich sie nicht behalten...
8 Monaten wälzte ich alle möglichen Prospekte derer ich habhaft werden konnte, und am Ende stellte sich heraus, daß ich mir meinen Favoriten, die X-700, nicht leisten konnte, erst recht nichts von Nikon oder Canon!
Das Ergebnis hieß dann gegen Jahresende 1986 Ricoh XR-P mit einem 50mm f2, sowie einem Tokina 35-200mm und einem Cullmann Blitz nebst Tasche für zusammen 1000 DM (Geburtstags-, Urlaubs-, Weihnachtsgeld). Ich fotografierte alles was mir vor die Linse kam. Zu dieser Zeit noch ausschließlich auf Negativfilm.
Irgendwann kam durch einen Gewinn im Firmenfotowettbewerb noch ein Vivitar 100mm f2.8 Makro hinzu und viel später für 80 DM ein gebrauchtes 500mm Danubia und gar ein sündhaft teurer Fotorucksack von LowePro.
Zwischen 1989 und 1990 wurde dann auch endlich ein HAMA Stativ mit Schnellwechselplatten angeschafft, nach langem Feilschen für unerhörte 110DM!

1991 stieg ich von Negativ- auf Diafilm um, daher bekam ich zum Geburtstag im selben Jahr einen Diaprojektor von HAMA geschenkt, den ich heute noch besitze und nutze!
1991 erbte ich auch eine manuelle Minolta SRT MC II mit Nachführautomat für die Belichtung und Tiefenschärfetaste, mit der ich damals überhaupt nichts anfangen konnte, da der Sucher dann immer so finster wurde... /laugh.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="laugh.gif" />
Das Gehäuse wurde von 28, 50, 135 und 35-200mm Objektiven und einem einfachen Osramblitz begleitet. Diese Ausrüstung habe ich heute noch im Schrank!

Ein fotografische Höhe- und Wendepunkt war das Jahres 1992, ein Fotourlaub mit meinem besten Freund (ebenfalls schwer der Fotografie verfallen) in der Extremadura. Dort kamen uns Störche, Geier, Adler und anderes Wildzeugs zum ersten Mal vor die "Flinte", allerdings waren die Ergebnisse aufgrund stark gepushter Filme doch recht fragwürdig. Allerdings machte ich gute Erfahrungen mit der Minoltaausrüstung. Die Festbrennweiten waren deutlich schärfer als das Zoom, welches ich für meine Ricoh hatte.

Bedingt durch viele private Höhen und Tiefen geriet dann ab 1993 die Fotografie etwas ins Abseits.

1996 wurde ich beruflich nach Amerika versetzt, und die Ricoh wurde natürlich wieder reaktiviert! Ich beschäftigte mich wieder intensiver mit der Fotografie und sah mich langsam nach Alternativen (Autofokus) um.
Ursprünglich wollte ich eine Contax G1 mit 3 Wechselobjektiven habe, wegen der Größe und so. Als ich die Preise sah wurde mir schlecht.
Nebenher machte ich Preislisten um zu sehen, welches AF-system für meinen Geldbeutel in Frage käme. Minolta machte das Rennen!
Am 31.12.96 kaufte ich in Orlando (Florida) meine 7xi mit einem AF 35-70mm Objektiv. Da ich zu dieser Zeit noch kein Internetter war, war mit nicht bewusst, daß ich von dem Verkäufer gehörig betrogen wurde!
Das lag unter anderem an der doofen Minolta Nomenklatur; ich dachte die 7xi sei neuer und besser als die 700si!
Ein neuer Meilenstein war gesetzt! Trotz des Ärgers mit dem Preis machte ich nun echt tolle Bilder, auch meine Frau war recht angetan von dieser Autofokuskamera! Außerdem waren insgesamt mehr Bilder scharf, oder war das Einbildung?
Also mussten bessere Linsen, für noch bessere Bilder her. Nach langer Auswahl waren dies das Tamron 28-105mm f2.8 Ende Mai 1997 und dann ein Tokina ATX 80-400mm im Frühjahr 1998. Damit sollte die Ausrüstung eigentlich komplett sein, keine weiteren Ausgaben waren vorgesehen. Meine Ricohausrüstung wurde zur Teilfinanzierung verkauft, die manuelle Minolta SRT "eingemottet".
Doch ich bekam dann Internetzugang und entdeckte www.photo.net, www.photozone.de und andere Seiten; ich beschäftigte mich mehr mit Fotografie als je zuvor und kaufte auch ein paar Duzend Fachbücher.

Ende 1998 trat ich in Kontakt mit Euro-photo.net und schrieb sogar einige Artikel für diese Seite und freundete mich mit einem der Besitzer (Franz W.) an.
Ich wurde langsam immer ambitionierter und dachte über eine mögliche Karriere nach!
Amerika machte einem das Fotografieren echt leicht. So nah wie dort (und in Südafrika) bin ich innerhalb Europas nie an wilde Tiere herangekommen, nicht einmal in Wildparks!

Bis Ende 1999 hatte ich meine Minolta AF Ausrüstung STARK "aufgerüstet", unter anderem mit einer 24er und 50 er Festbrennweite, Stativ, Einbein, Filter, Kabelauslöser, Blitz usw.; zumal ich in den USA recht gut bezahlt wurde, und dort die Mailorderpreise für mich recht günstig waren...
...dann ging es Ende 1999 zurück nach D-land!

Vorrübergehend ging ich im März 2000 noch für ein weiteres Jahr ins Ausland, diesmal nach Südafrika!
Da das "wilde Leben" nur eine Autostunde von mir entfernt war, fotografierte ich alles an Tieren, was mir nur so vor das 80-400mm Tokina lief.
Eines war aber klar, die Lichtstärke war zu niedrig. Also kaufte ich Ende 2000 per Internet und Telefon von Südafrika aus in Deutschland ein gebrauchtes 300mm f4 mit den beiden Telekonvertern von einem MSC-Mitglied.
Per Email und Internet blieb ich mit diversen Internetkommunen in Kontakt und bekam dann auch von der Dynax 7 zu hören. Obwohl ich mich zu dieser Zeit bereits schon mit dem Kauf einer 9 beschäftig hatte, wurde mir klar als ich die ersten Bericht der / und die Spezifikationen sah, das die 7 MEINE KAMERA war!
Vor einem Heimaturlaub zum Winter 2000 machte ich per Email mit Foto Weinmann in Ahlen (New York Camera) einen Deal für die Dynax 7 klar.
Naja, soviel freie "Valenzen" hat man nur, wenn man im Ausland arbeitet.
Die mir noch verbleibende Zeit von 2 Monaten fotografierte ich wie "wild" mit der neuen Kamera in Kombination mit dem 300mm Tele. Auf Ausrüstung bezogen war dies wohl das allergrößte "Aha-Erlebnis" seit ich fotografierte. /clapping.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="clapping.gif" />
Alles ging besser, schneller und leichter von der Hand. Auch die Bildergebnisse wurden deutlich besser. Doch kämpfte ich hin und wieder mit Überbelichtung bei den Tieraufnahmen. Man muß halt auf die Tonalität achten. /huh.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="huh.gif" />

Im Mai 2001 kam es dann zum ersten Treffen einiger Mitglieder des EPN’s. Wir besuchten gemeinsam den NP Bayr. Wald. Dort verkündete Franz, daß er eine eigene Agentur eröffnet und uns EPN-VIP’s bessere Konditionen geben würde. Da es in Strömen regnete wurde dieser Punkt natürlich ausgiebig diskutiert!
Ende 2001 machten meine Frau und ich Urlaub an der Costa Brava, wofür Franz kurz vorher einige Bildanfragen erhalten hatte. So kam ich zu also meinem ersten Auftrag. Gezielt versuchte ich Reisebilder von den Orten zu machen, die wir besuchten. Von 450 Dias wählte ich 45 aus.
10 verblieben in der Agentur, 3 wurden dann für einen Reiseführer "Costa Brava-Costa Dorada" verwendet. Mein erster Lohn: 30 EUR!
Im Laufe des Jahres 2002 wurden der PC erneuert und mein oller HP-Scanner aufgepäppelt und endlich mal benutzt. Leider sind die Ergebnisse trotz VueScan und Software Upgrades aufgrund der Staubthematik und Farbwiedergabe fragwürdig. Ich empfand, daß man zuviel Zeit und Arbeit in die EBV stecken muß. Daher wurde langsam mein Interesse an einer vernünftigen DSLR geweckt um die Arbeitsschritte Filmentwicklung und Scannen zu eliminieren. Leider bietet Minolta diese nicht an, sodaß ich sogar über einen Systemwechsel (Canon) nachdachte.
Am 28.10.2002 fand ich durch Zufall diese Forum und meldete mich gleich an. /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />

Nach einem versauten Urlaub im April 2003 bekam ich dann eine "Fotokrise", mal sehen was folgt... /blink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="blink.gif" />

=> Da ich mit der Scannerei unzufrieden war und unbedingt eine DSLR wollte, folgte im Dezember 2003 der Systemwechsel zu Canon EOS! /ninja.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="ninja.gif" /> clover

Eine analoge Minolta (SRT) bleibt mir jedoch an alte Zeiten erhalten... /rolleyes.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="rolleyes.gif" />



 
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RE: Mitglieder stellen sich vor...

#14 von Dirk ( gelöscht ) , 13.05.2003 00:49

Lang, lang ist's her:

Vom Konfirmationsgeld (das war 1977) gab es - kurze Zeit nach dem erwünschten Farbfernseher - die erste Kamera: Canon AE-1. Arbeit in den Ferien, teilweise Oster- und Sommerferien zur Finanzierung der weiteren Ausrüstung: Canon F-1 incl. Motor, diverse Objektive. Schwerpunkte damals: Sport - hatte den Vorteil, dass ich als 15jähriger Stepke mit der Aussage "Pressefotograf - freiberuflich" zu allen Veranstaltungen umsonst reinkam. Ein einträgliches Geschäft waren die Wahlkämpfe der politischen Parteien, wenn es gelang, die großen Männer aus Bonn zusammen mit der Lokalprominenz auf das Bild zu bannen. Politische Tabus gab es nicht, sowohl CDU und SPD wurden beglückt (die SPD hat die Fotos allerdings etwas günstiger bekommen ...).
Ein weiterer Schwerpunkte war natürlich das Fotografieren im Urlaub - habe mich nicht davon entmutigen lassen, dass der "stern" die ihm großzügig angebotenen England- und Harzbilder eines 16jährigen mit einem netten Brief ablehnte. Die Tür haben sie nicht ganz zugeschlagen, sie meinten, wenn ich mal was wirklich "Großes" fotografiert hätte, sollte ich mich melden. Ist bis jetzt aber noch nicht passiert. Vielleicht auch zum Glück.
Irgendwie ist im Urlaub aber immer was an den Kameras kaputt gegangen - und Canon meinte auch, dass es o.k. sein, eine Kamera vier bis fünf Monate zur Reparatur zu behalten. Daher rührt meine unendliche Liebe zu diesem Hersteller.

Nach einigen Jahren der Ruhe wollte ich mich dann dem Autofokus-Trend nicht verschließen. Nikon war mir zu teuer, Canon kam nicht in Frage: also Minolta. Eigenlich sollte es nur eine kleine Ergänzung zur immer noch benutzten Canon-Ausrüstung darstellen, aber wahrscheinlich kennt ihr das: irgendwann wird es doch mehr. So ist es dazu gekommen, dass die Canon-Ausrüstung eigentlich nur noch ganz selten genutzt wird, obwohl es eigentlich tolle Geräte sind.

Obwohl ich im normalen Leben - so hoffe ich doch - eher fortschrittlich veranlagt bin, halte ich es mit der Photographie sehr konservativ: nachträgliche Manipulationen mittels Photoshop lehne ich für meine Rotos ebenso ab wie das Verfremden mittels Filter etc. Das soll kein Dogma sein - wer es mag: wunderbar, mein "Ding" ist es nicht.

Vorbilder sind Photographen wie Robert Lebeck, stefan moses und isolde ohlbaum - also vorwiegend der Reportagestil/die Bildreportage.

Es ist ein wunderbares Hobby - man lernt nie aus und sieht immer wieder neu.

Dirk



Dirk

RE: Mitglieder stellen sich vor...

#15 von Stephan , 14.05.2003 09:55

Hi,

die Epoche 0 – 6 Jahre lasse ich mal aussen vor /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />
Zu meinem 6. bekam ich eine kleine Pocket Kamera von meinen Eltern geschenkt mit welcher ich von nun an Fotografieren durfte – über die Qualität der Bilder sag ich nu’ besser nix.
Div. andere Kleinbild Kompaktkameras kamen lösten die Pocket ab – aber fotografieren war das immer noch nicht!

Richtig interessant und die Augen geöffnet wurde mir bei meiner Konfirmation mit 14! Meine Tante war dazu engagiert die Bilder der Konfirmation zu machen und sie reiste mit einer RIESIGEN Kamera mit verschiedenen Objektiven und Blitzgerät an.
Sie kam mit einer Canon (was sonst) an – Modell weiss ich nicht mehr – aber auf jeden Fall war die Konfirmation und Gäste und alles andere drumherum nur noch zweitrangig: Ich wollte das Ding mal in den Händen halten! Und abends beim gemütlichen beisammen sein kam dann die Stunde, - ich nahm meine Tante beiseite und wir unterhielten uns über Fotografie, Kameras, Objektive, Belichtungszeiten, Blenden, Synchronzeiten, usw… Ich wurde in die Bedienung der Kamera eingewiesen und habe von da an ihren Part übernommen - man war ich Stolz: 14 Jahre und eine richtige Kamera in den Händen!

Tja – das Geld wurde nun nicht für die Stereoanlage ausgegeben, sondern ich schlenderte mit meiner Tante eine Woche später mit zu ihrem Chef und wir suchten uns für das Geld (ich glaube es waren um die 1000,- Mark) eine Porst CR5 (mit dem unglaublichen Zusatz ‚Computer’, mit einem 1,7/50 sowie einem lichtschwachen 35-85 Zoom aus! Was für eine Ausrüstung – war ich Stolz!

Und da ging es dann eigentlich so richtig los: Ich fotografierte alles was mir vor die Linse kam.
Vor allem Tiere hatten es mir angetan und als ich dann irgendwann mal meinen Eltern ein Bild von einer fliegenden Ente zeigte und sie mich fragend ankuckten und ich dann auf den dunkeln Punkt am Himmel zeigte wusste ich das ich noch etwas mehr Brennweite benötigte: Also ging ich im folgenden Herbst Traubenlesen und pumpte meine Eltern für ein 70-200 Zoom an.
Nun ja – Formatfüllend war auch damit so ein Sache /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" /> – aber die Welt war plötzlich größer geworden!

Mit dieser Ausrüstung fotografierte ich die nächsten 17 Jahre – dann ging die Kamera kaputt und ich informierte mich, was sich denn so die letzten 17 Jahre getan hat: und da wurden mir die Augen geöffnet, ich hatte viel und gerne fotografiert (hauptsächlich Urlaub und Familie) hatte mich in der Zeit aber nur aufs fotografieren beschränkt und mich nie mehr darum gekümmert, ob es ev. noch Zubehör für meine Kamera gäbe - weil ich war ja glücklich damit!

Und als sie kaputt ging und ich mir einen Minolta Prospekt mit nach Hause nahm da dachte ich, ich hätte die letzten 16 Jahre verpennt: AF, Mehrfeldmessung, Spotmessung, mehrere AF-Messfelder, Displays, 4Bilder/s (bei meiner konnte ich 4 Bilder pro 5 sekunden machen)
Nachführ Af und was es sonst alles noch gibt! Und Objektive: Meine Fresse: 16 mm Weitwinkel, 600 mm Tele!
Das waren die Sachen die ich plötzlich unbedingt brauchte! Oder mir einbildete sie zu brauchen?

Canon und Nikon hatten auch tolle Sachen (und gute Namen) – Minolta konnte ich bezahlen ;-) – und haben auch guten Sachen /smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" />

Meine fotografischen Vorlieben sind Tiere und Natur – ab und an mal ein Portrait (hier würde ich gerne viel mehr machen – aber ich finde keine Modells, die sich auch mal ne halbe oder 3/4 Stunde vor der Kamera posieren). Studiofotografie würde mich auch mal reizen – hier fehlen mir allerdings das Studio bzw. die entsprechenden Kontakte!

Art Wolfe und Jim Brandenburg sind für mich die Natur und Tierfotografen – wer die Wolfsbilder von Jim Brandenburg mal gesehen hat – schwärm /smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" />



 
Stephan
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... nu bin ich auch hier gelandet.
Beste Gesundheit Euch allen!

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