RE: Labor- & Dunkelkammer-Kuschelecke

#1 von opelgt , 07.03.2008 19:33

Hallo,

in einem Forum, dass sich schwerpunktmäßig mit der analogen Fotografie beschäftigt, sollte es meiner Meinung nach auch
eine "Labor & Dunkelkammer Kuschelecke" geben.

Das Entwickeln von Schwarzweiß-Filmen ist weder schwierig noch sind die hierfür erforderlichen Gerätschaften teuer. Und
aufgrund der bescheidenen Qualität der S/W-Filmentwicklung im Großlabor ist das Selbstentwickeln von Schwarzweißfilmen
wärmstens zu empfehlen.

Wer möchte seine Erfahrungen teilen, Fragen stellen oder anderen Mitgliedern den Weg zum Hobbylaboranten erleichtern?


 
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RE: Labor- & Dunkelkammer-Kuschelecke

#2 von ingobohn , 07.03.2008 19:40

Hier http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=1734 wurde mal ein Anfang gemacht, aber irgendwie wurde das nicht mehr fortgeführt. /pardon.gif" style="vertical-align:middle" emoid="ardon:" border="0" alt="pardon.gif" />


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RE: Labor- & Dunkelkammer-Kuschelecke

#3 von opelgt , 07.03.2008 19:58

Ich habe mich in letzter Zeit auf die Kombination Amaloco AM 74 und Agfa APX 100 eingeschossen. Mit den Ergebnissen
bin ich sehr zufrieden. Auch vereinfacht der AM 74 die Entwicklung, da viele Filme mit einer einheitlichen Zeit von 5 min
bei 20°C verarbeitet werden können. Da ich kürzlich einige Ilford FP4 günstig erwerben konnte, würde mich interessieren
ob jemand bereits Erfahrungen mit der Kombination Amaloco AM 74 und Ilford FP4 gemacht hat.


 
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RE: Labor- & Dunkelkammer-Kuschelecke

#4 von str808 ( gelöscht ) , 09.03.2008 12:22

Hallo,

nette Idee mit der Kuschelecke.

Aber mal ne Frage an alle:
Wer entwickelt denn noch selbst?

Gerade heute macht es, meiner Meinung nach, wieder Sinn, selbst zu entwickeln. Die Qualität der Großlabore ist mies und der Preis hoch. Farbabzüge sind schlecht, SW-Positive schon seit langem unterirdisch! Besonders trifft das Problem diejenigen, die auch gerne mal Mittelformat benutzen. Dort sind die Bilder meist noch schlechter als die Vergleichsbilder im Kleinbildformat.

Die Preise für komplette Dunkelkammern sind im Keller und Entwicklungsmaschinen bezahlbar geworden. Es spricht also wenig dagegen, selbst zu entwickeln! Auch in Farbe!

(PS: Lese ich den Nick eigentlich richtig: Opel GT?)


str808

RE: Labor- & Dunkelkammer-Kuschelecke

#5 von ingobohn , 09.03.2008 12:26

ZITAt (str808 @ 2008-03-09, 12:22) Wer entwickelt denn noch selbst?[/quote]
Ist das jetzt eine Herodische Volkszählung? /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />


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RE: Labor- & Dunkelkammer-Kuschelecke

#6 von ingobohn , 09.03.2008 12:32

ZITAt (opelgt @ 2008-03-07, 19:58) Ich habe mich in letzter Zeit auf die Kombination Amaloco AM 74 und Agfa APX 100 eingeschossen. Mit den Ergebnissen
bin ich sehr zufrieden. Auch vereinfacht der AM 74 die Entwicklung, da viele Filme mit einer einheitlichen Zeit von 5 min
bei 20°C verarbeitet werden können. Da ich kürzlich einige Ilford FP4 günstig erwerben konnte, würde mich interessieren
ob jemand bereits Erfahrungen mit der Kombination Amaloco AM 74 und Ilford FP4 gemacht hat.[/quote]
Hm, davon hat mir auch schon mal ein Arbeitskollege erzählt. Irgendwie bin ich aber skeptisch, wenn in ein und demselben Entwickler verschiedene Film dieselbe Entwicklungszeit haben. Haben dann die Negative aber auch dieselbe GUTE Qualität, oder wird hier dann als Opfer an die einheitliche Entwicklungszeit jeder Film über einen etwas zu groben Kamm geschert? Der "Nachteil" der nicht-normierten S/W-Filmentwicklung (im Ggs. z.B. zu E-6 bei Dias und C-41 bei Farbnegativen) ist ja auch gleichzeitig deren Vorteil: d.h. ich kann jeden Film individuell so entwickeln, daß ich jeweils das beste Ergebnis bekomme.
Im übrigen: hat's nicht auch Amaloco erwischt? Liefern die überhaupt noch? /sad.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="sad.gif" /> /pardon.gif" style="vertical-align:middle" emoid="ardon:" border="0" alt="pardon.gif" />

Grundsätzlich gilt aber immer (und drum lassen sich so Fragen wie "was ist der beste S/W-Film?", "was ist der beste S/W-Entwickler?" nie beantworten), daß man sich auf (wenige) Film/Entwickler-Kombinationen einschießen und diese dann "stabil" halten soll. Ständig Filme und Entwickler zu wechseln, bringt nix. (Natürlich sollte man bei Neuerungen oder Tipps von Kollegen/Freunden auch schon mal über den Tellerrand schauen und Neues ausprobieren, das sollte aber nicht der "Normalfall" sein.)


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RE: Labor- & Dunkelkammer-Kuschelecke

#7 von opelgt , 09.03.2008 13:14

ZITAt (ingobohn @ 2008-03-09, 12:32) ZITAt (opelgt @ 2008-03-07, 19:58) Ich habe mich in letzter Zeit auf die Kombination Amaloco AM 74 und Agfa APX 100 eingeschossen. Mit den Ergebnissen
bin ich sehr zufrieden. Auch vereinfacht der AM 74 die Entwicklung, da viele Filme mit einer einheitlichen Zeit von 5 min
bei 20°C verarbeitet werden können. Da ich kürzlich einige Ilford FP4 günstig erwerben konnte, würde mich interessieren
ob jemand bereits Erfahrungen mit der Kombination Amaloco AM 74 und Ilford FP4 gemacht hat.[/quote]
Hm, davon hat mir auch schon mal ein Arbeitskollege erzählt. Irgendwie bin ich aber skeptisch, wenn in ein und demselben Entwickler verschiedene Film dieselbe Entwicklungszeit haben. Haben dann die Negative aber auch dieselbe GUTE Qualität, oder wird hier dann als Opfer an die einheitliche Entwicklungszeit jeder Film über einen etwas zu groben Kamm geschert? Der "Nachteil" der nicht-normierten S/W-Filmentwicklung (im Ggs. z.B. zu E-6 bei Dias und C-41 bei Farbnegativen) ist ja auch gleichzeitig deren Vorteil: d.h. ich kann jeden Film individuell so entwickeln, daß ich jeweils das beste Ergebnis bekomme.
Im übrigen: hat's nicht auch Amaloco erwischt? Liefern die überhaupt noch? /sad.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="sad.gif" /> /pardon.gif" style="vertical-align:middle" emoid="ardon:" border="0" alt="pardon.gif" />

Grundsätzlich gilt aber immer (und drum lassen sich so Fragen wie "was ist der beste S/W-Film?", "was ist der beste S/W-Entwickler?" nie beantworten), daß man sich auf (wenige) Film/Entwickler-Kombinationen einschießen und diese dann "stabil" halten soll. Ständig Filme und Entwickler zu wechseln, bringt nix. (Natürlich sollte man bei Neuerungen oder Tipps von Kollegen/Freunden auch schon mal über den Tellerrand schauen und Neues ausprobieren, das sollte aber nicht der "Normalfall" sein.)
[/quote]

Das ist richtig, aber ich bin noch in der "Findungsphase". Seit einigen Wochen beschäftige ich mich wieder mit der SW-Entwicklung. Die in SW umgewandelten Digitalfotos
finde ich meist recht leblos und nicht mit den Ergebnissen eines SW-Films vergleichbar. Vor 15 Jahren hatte ich mir eine kleine Dunkelkammer eingerichtet und erste Erfahrungen gesammelt. Nachdem ich das gesamte Equipment damals aus Platzmangel einer Realschule gestiftet hatte, musste ich mir nun neues Zubehör besorgen.
Das Angebot an guterhaltenen Gebrauchtgeräten zu sehr günstigen Preisen ist so groß, daß jeder Neueinsteiger für wenig Geld eine Grundausstattung bekommen kann.

Zu Amaloco AM74 bin ich über einen Tipp eines Kollegen und über die Seite von Phototec.de gekommen. Die Amaloco-
Produkte sind preiswert und leicht zu verarbeiten. Ich kann z.B. einen APX 100 und einen APX 400 (beide mit Nennempfindlichkeit belichtet) zusammen in der
Jobo Drum entwickeln. Mit den Ergebnissen, besonders beim APX 100, bin ich sehr zufrieden. Weiterhin ist er auch gut für die modernen T-Grain-Filme geeignet.

Ich möchte hier gerne über den Tellerrand schauen, aber mich andererseits auch auf möglichst einen Entwickler und wenige Film-Typen beschränken.

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RE: Labor- & Dunkelkammer-Kuschelecke

#8 von japro , 09.03.2008 15:49

Ich benutze für die Höherempfindlichen (Delta 400, Neopan 1600) DD-X in Verdünnung 1+9 (ungefähr +70% auf die Zeiten bei 1+4). Bei den niedrigerem Empfindlichkeiten bin ich mir noch nicht sicher. Im Moment gefällt mir Tanol am besten. Allerdings landen die Filme (Delta 100, APX100) eher bei 64ASA. Sehr spassig finde ich Rollei ATP mit dem zugehörigen Rollei RLC entwickler.
Was der Vorteil grosse davon ist FP4 und APX100 mit derselben Zeit entwickeln zu können, sehe ich jetzt gerade nicht so. Wenn man Konstanz will kann man es doch gleich bei einem der Filme lassen und derart stark unterscheiden sich diese beiden Filme doch auch nicht? (hier wird sicher gleich vehement widersprochen /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />)
Ausserdem ist es nun auch nicht sooo schwierig sich für die drei bis vier Filme die man verwendet einen Zettel mit Zeiten bereitzulegen, oder?


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RE: Labor- & Dunkelkammer-Kuschelecke

#9 von Mark , 09.03.2008 19:34

ZITAt (opelgt @ 2008-03-09, 13:14) Zu Amaloco AM74 bin ich über einen Tipp eines Kollegen und über die Seite von Phototec.de gekommen. Die Amaloco-
Produkte sind preiswert und leicht zu verarbeiten. Ich kann z.B. einen APX 100 und einen APX 400 (beide mit Nennempfindlichkeit belichtet) zusammen in der
Jobo Drum entwickeln. Mit den Ergebnissen, besonders beim APX 100, bin ich sehr zufrieden. Weiterhin ist er auch gut für die modernen T-Grain-Filme geeignet.[/quote]
Amaloco74 ist die fliegende, Eier legende Wollmilchsau die eigentlich keiner mehr will. Meiner Meinung nach sind die Zeiten in denen man alle Filme mit einem Entwickler erschlagen wollte vorbei. Machen wir uns nichts vor, s/w Entwicklung ist eine Nische. Für mich eine sehr bequeme Nische, die ich nur unter Schmerzen verlassen werde. Zu dem ist es eine die äußerst gut ausgebaut ist. Sprich es gibt hochspezialisierte Filme mit sehr genau darauf abgestimmten Entwicklern, die genau in dieser Kombination das beste daraus machen.
Eigentlich müsste der APX100 vor Schmerzen schreien (und dich um Schmerzensgeld verklagen) wenn du ihn in dem trüben Wasser badest. Ein Rodinal kostet genauso wenig holt aber um ein Vielfaches mehr aus dem Film. Einfallen würden mir noch D76 oder Tanol (mit verminderter Empfindlichkeit), aber dann wird der Zipfel der Wurst auch schon kurz.

Viel sinnvoller ist es sich auf zwei oder drei Filme für den normalen Gebrauch zu beschränken und diesen dann im darauf angepassten Wasser zu baden damit man das beste fürs Geld bekommt was möglich ist. Lobster Fischer in Maine baden ihre Krebstiere ja auch nicht im schnöden Leitungswasser sondern im originalen Atlantikwasser in dem die Tiere aufgewachsen sind /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />.

Ich bringe mal ein Beispiel, seit es den TMY-2 gibt (neuer TMax400) ist das mein Standard für drinnen und für trübes Wetter (das auch auf dem Bild trüb rüberkommen soll). Es gibt bei Gelegenheiten wie diesen keine feinkörnigere und schärfere Kombination. Mancher wird staunen da ich Flachkristalle meide wie der Teufel das Weihwasser, aber was gut ist darf auch gut bleiben.

Hier die ersten akzeptablen Aufnahmen die ich gemacht habe:
[attachment=3732:001_tmx400.jpg]
TMY-2 120 im TMax Entwickler. Zimmerlampe mit Fremdlichteinstrahlung. Der Kontrast geht in Ordnung, auch wenn das Seitenlicht schon grenzwertig ist.
[attachment=3733:002_tmx400.jpg]
TMY-2 120 in TMax Entwickler. Selbes Motiv aber zwei Stunden später, mit reinem Zimmerlicht. Für mich die Stärke des Filmes mit dem Entwickler. Wird wunderbar homogen und feinkörnig.

Ich könnte noch einige solcher Kombinationen bringen, aber ich möchte eigentlich nur eines damit verdeutlichen. IMO ist sehr kurz gedacht sich von vorn herein so zu limitieren. Dramatisierend ausgecrückt, dann kannst du die Filme gleich zu CeWe bringen. Es wird wohl ein wenig besser in Amaloco, aber mehr auch nicht.
ZITAt (opelgt @ 2008-03-09, 13:14) Ich möchte hier gerne über den Tellerrand schauen, aber mich andererseits auch auf möglichst einen Entwickler und wenige Film-Typen beschränken.[/quote]
Das nenne ich mal eine gute Idee. Denn dann wirst du schnell merken das es mehr Sinn macht immer Entwickler-/Filmkombinationen zu verwenden, anstatt nur einen Entwickler für alles was da des Weges kommt.

Mark

PS.: Frage mal nach wer hier wie viele verschiedene Filme nutzt und wie viele verschiedene Entwickler /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />.


Der Optimist ist meist genauso im Irrtum wie der Pessimist, aber er ist glücklicher dabei.

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#10 von ingobohn , 09.03.2008 19:36

ZITAt (japro @ 2008-03-09, 15:49) Ich benutze für die Höherempfindlichen (Delta 400, Neopan 1600) DD-X in Verdünnung 1+9 (ungefähr +70% auf die Zeiten bei 1+4).[/quote]
Ja, der gute alte DD-X, der wurde mir auch immer wieder angeraten. Was mir da allerdings etwas schwerfällt (und weswegen ich mich gegen ihn entschieden habe, ist die Verarbeitungstemperatur von 24 Grad. Bei längeren Entwicklungszeiten kühlt ein 24-Grad-Ansatz doch eher mal aus, als ein 20-Grad-Ansatz, so habe ich das zumindest beim Auskippen des Entwicklers am Ende gemessen- vielleicht bin ich ja aber auch nur phobisch. /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />

ZITATBei den niedrigerem Empfindlichkeiten bin ich mir noch nicht sicher. Im Moment gefällt mir Tanol am besten. Allerdings landen die Filme (Delta 100, APX100) eher bei 64ASA.[/quote]
Wenn's um Schärfe geht, dann geht fast nix an Rodinal vorbei. Mit 1+50 statt 1+25 treibt man dem auch etwas die Kornbetonung aus. Man sollte dann allerdings darauf achten, daß 1+50 schon etwas ausgleichend wirkt, d.h. wenn die Aufnahmebedingungen sowieso schon so waren, daß die Kontraste eher niedrig lagen, ist das eher ungeeignet. Ansonsten nehme ich Xtol in 1+1. Ob 1+0 oder 1+1 merkt man im Korn (das deutlich feiner kommt als mit Rodinal) keinen Unterschied, aber die Schärfeleistung ist besser. In Xtol erreichen zudem die Filme auch fast immer ihre Nennempfindlichkeit (in Rodinal weniger).
Und das witzige ist, ob niedrigempfindlich oder hochempfindlich, ob klassisch-kubischer Silberfilm oder Flachkristaller - mit den beiden Entwicklern paßt das immer recht gut (meiner Erfahrung nach). Um vielleicht das Allerletzte aus dem Film zu kitzeln, muß man dann aber ggf. doch zu speziellen Entwicklern greifen.
Der Tanol ist mir mit seinem Stain nicht so ganz geheuer, aber das ist eine rein subjektive Ansicht.

ZITATSehr spassig finde ich Rollei ATP mit dem zugehörigen Rollei RLC entwickler.[/quote]
Was meinst Du mit "spaßig"? /unsure.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="unsure.gif" />

ZITATWas der Vorteil grosse davon ist FP4 und APX100 mit derselben Zeit entwickeln zu können, sehe ich jetzt gerade nicht so. Wenn man Konstanz will kann man es doch gleich bei einem der Filme lassen und derart stark unterscheiden sich diese beiden Filme doch auch nicht? (hier wird sicher gleich vehement widersprochen /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />)[/quote]
Widerspruch! /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" /> SCNR

ZITATAusserdem ist es nun auch nicht sooo schwierig sich für die drei bis vier Filme die man verwendet einen Zettel mit Zeiten bereitzulegen, oder?[/quote]
Eben. /smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" />


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#11 von ingobohn , 09.03.2008 19:43

ZITAt (Mark @ 2008-03-09, 19:34) PS.: Frage mal nach wer hier wie viele verschiedene Filme nutzt und wie viele verschiedene Entwickler /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />.[/quote]
Genau 2 Entwickler:
- Rodinal (1+25 oder 1+50) für APX25/100, Neopan 1600, Tri-X
- Xtol (1+1) für Neopan 100, 400


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#12 von opelgt , 09.03.2008 20:32

ZITATEigentlich müsste der APX100 vor Schmerzen schreien (und dich um Schmerzensgeld verklagen) wenn du ihn in dem trüben Wasser badest. Ein Rodinal kostet genauso wenig holt aber um ein Vielfaches mehr aus dem Film. Einfallen würden mir noch D76 oder Tanol (mit verminderter Empfindlichkeit), aber dann wird der Zipfel der Wurst auch schon kurz.[/quote]

Ich wusste nicht, dass du schon ausgiebige Erfahrungen mit dem AM74 gesammelt hast. Es ist halt wie bei vielen Themen: Der eine schwört auf die Kombination, der nächste auf eine andere. Ich habe mich in einigen Foren diesbezüglich eingelesen und dort gab es einige Stimmen, die den AM 74 als Feinkornentwickler mit sehr guten Kontrasten und Schärfe empfohlen haben.

ZITATLobster Fischer in Maine baden ihre Krebstiere ja auch nicht im schnöden Leitungswasser sondern im originalen Atlantikwasser in dem die Tiere aufgewachsen sind /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />.[/quote]

Ach so... /rolleyes.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="rolleyes.gif" />

ZITATDenn dann wirst du schnell merken das es mehr Sinn macht immer Entwickler-/Filmkombinationen zu verwenden, anstatt nur einen Entwickler für alles was da des Weges kommt.[/quote]

Ich verwende zwei verschiedene Filme und einen Entwickler. Ich werde demnächst aber mal von schnödem Leitungswasser auf originales Atlantikwasser umsteigen /unsure.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="unsure.gif" />


 
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#13 von Mark , 09.03.2008 20:46

ZITAt (ingobohn @ 2008-03-09, 19:43) ZITAt (Mark @ 2008-03-09, 19:34) PS.: Frage mal nach wer hier wie viele verschiedene Filme nutzt und wie viele verschiedene Entwickler /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />.[/quote]
Genau 2 Entwickler:
- Rodinal (1+25 oder 1+50) für APX25/100, Neopan 1600, Tri-X
- Xtol (1+1) für Neopan 100, 400
[/quote]
Bei mir sind es im Großen und Ganzen:
Tanol für efke 25/50/100 (und Folgeprodukte) und IR820c
Rodinal für APX100/400 (je nach Kontrastverhältnissen in verschiedenen Verdünnungen)
D76(d) für Neopan400/1600 und PanX/TriX
TMax für TMax400/3200P

Dazu kommen noch ein paar Spezialkombos für TPan ein paar Nischenfilme und spezielle Lichtsituationen, das tue ich aber mal als Spleen ab /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />.

ZITAt (opelgt @ 2008-03-09, 20:32) ZITATEigentlich müsste der APX100 vor Schmerzen schreien (und dich um Schmerzensgeld verklagen) wenn du ihn in dem trüben Wasser badest. Ein Rodinal kostet genauso wenig holt aber um ein Vielfaches mehr aus dem Film. Einfallen würden mir noch D76 oder Tanol (mit verminderter Empfindlichkeit), aber dann wird der Zipfel der Wurst auch schon kurz.[/quote]
Ich wusste nicht, dass du schon ausgiebige Erfahrungen mit dem AM74 gesammelt hast. Es ist halt wie bei vielen Themen: Der eine schwört auf die Kombination, der nächste auf eine andere. Ich habe mich in einigen Foren diesbezüglich eingelesen und dort gab es einige Stimmen, die den AM 74 als Feinkornentwickler mit sehr guten Kontrasten und Schärfe empfohlen haben.
[/quote]
Unbesehen stimmt das auch, du bekommst durchweg gute Kontraste und Schärfen. Aber gut ist (zumindest mir) nicht gut genug. Es geht ja schliesslich nicht um durchschnittliches "Gut" sondern um ideales "exzellent" nicht war?
Hier ist der Anspruch der entscheidende Faktor. Und da es sich bei der Entwicklung von s/w Filmen wohl eher um ein Hobby handelt darf es wohl bis zur Perfektion getrieben werden.

Natürlich kommt da ein Quäntchen Ironie mit, aber weit von der trockenen Wahrheit weg ist das eigentlich nicht, warum Mittelmaß nutzen wenn das beste mit wenig Mehraufwand bekommen kann.
ZITAt (opelgt @ 2008-03-09, 20:32) ZITATDenn dann wirst du schnell merken das es mehr Sinn macht immer Entwickler-/Filmkombinationen zu verwenden, anstatt nur einen Entwickler für alles was da des Weges kommt.[/quote]
Ich verwende zwei verschiedene Filme und einen Entwickler. Ich werde demnächst aber mal von schnödem Leitungswasser auf originales Atlantikwasser umsteigen /unsure.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="unsure.gif" />
[/quote]
Erstmal würde mich dann deine Bezugsquelle interessieren, ist gar nicht so leicht das Original aus Maine zu beziehen. Ich würde es zwar für die Zubereitung etwaiger Schalentiere nutzen, aber der Transportbehälter sieht denke ich da gleich aus.
Dann würden mich mal deine Ergebnisse interessieren /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />, bestimmt sehenswert /tongue.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="tongue.gif" />

Mark

PS.: Ein Sprüchlein das ich nie vergesse und sehr beherzige /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />:" Nimm das Leben nicht zu ernst, du kommst da so wie so nicht lebend raus". /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />


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RE: Labor- & Dunkelkammer-Kuschelecke

#14 von japro , 09.03.2008 21:06

ZITAt (ingobohn @ 2008-03-09, 19:36) Ja, der gute alte DD-X, der wurde mir auch immer wieder angeraten. Was mir da allerdings etwas schwerfällt (und weswegen ich mich gegen ihn entschieden habe, ist die Verarbeitungstemperatur von 24 Grad. Bei längeren Entwicklungszeiten kühlt ein 24-Grad-Ansatz doch eher mal aus, als ein 20-Grad-Ansatz, so habe ich das zumindest beim Auskippen des Entwicklers am Ende gemessen- vielleicht bin ich ja aber auch nur phobisch. /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />[/quote]
Das mit der Temperatur stört mich irgendwie garnicht. Und zwar nicht deshalb weil ich es damit nicht so genau nehme, sondern weil die Temperatur doch sehr konstant bleibt, wenn die Dose eh schon in einem Wasserbad (24.5°C) steht. In unserem Hobbykeller hier herrschen auch mal 16°C. Da heize ich den Entwickler im Gefäss erst mal auf 24.7-25°C hoch. Nach dem Eingiessen hat er dann etwa 24.0-24.2 am Ende der bis zu 12 Minuten fast immer 23.7-23.9.
ZITATZITATBei den niedrigerem Empfindlichkeiten bin ich mir noch nicht sicher. Im Moment gefällt mir Tanol am besten. Allerdings landen die Filme (Delta 100, APX100) eher bei 64ASA.[/quote]
Wenn's um Schärfe geht, dann geht fast nix an Rodinal vorbei...
[/quote]
Ich weiss nicht was alle mit dem Zeug haben /smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" />. In Tanol wurde bisher alles mindestens so scharf ohne das Rodinalkorn. Ausserdem hat der Delta100 in Rodinal auch nur etwa die 64ASA. Rodinal ist halt sehr viel günstiger und manchmal benutze ich es auch für die APXe, weil ich hier einige Fläschchen stehen habe, die ich irgendwo dazubekommen habe.
Ich bin halt auch nicht so ein "Kornästhet". Ich bin nicht allergisch darauf, aber ich provoziere es auch nicht wenn es ohne geht.
ZITATZITATSehr spassig finde ich Rollei ATP mit dem zugehörigen Rollei RLC entwickler.[/quote]
Was meinst Du mit "spaßig"? /unsure.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="unsure.gif" />
[/quote]
DER ist scharf /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />. Selbst mit 4000dpi hat man Mühe das Korn zu finden:
[attachment=3735:atpcrop1.jpg]


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RE: Labor- & Dunkelkammer-Kuschelecke

#15 von Ellersiek , 10.03.2008 13:26

ZITAt (ingobohn @ 2008-03-09, 12:32) Grundsätzlich gilt aber immer (und drum lassen sich so Fragen wie "was ist der beste S/W-Film?", "was ist der beste S/W-Entwickler?" nie beantworten), daß man sich auf (wenige) Film/Entwickler-Kombinationen einschießen und diese dann "stabil" halten soll. Ständig Filme und Entwickler zu wechseln, bringt nix. (Natürlich sollte man bei Neuerungen oder Tipps von Kollegen/Freunden auch schon mal über den Tellerrand schauen und Neues ausprobieren, das sollte aber nicht der "Normalfall" sein.)[/quote]

Ich benutze für meine APX-Filme (überwiegend 100er und ganz sparsam den 25er) Tetenal's Zweistufenentwickler Emofin Pulver und ich frage mich immer wieder, ob das der "beste" Entwickler (für mich) ist. Da mir in der Provinz die Vergleichsmöglichkeiten bei diesem doch nicht allzu verbreitetem Hobby fehlen, kommen mir natürlich immer wieder Zweifel, ob ich mit den Emofin richtig liege. Außerdem fehlt mit Zeit und das Know-how, vergleichende Tests durchzuführen.

Vorteil (für mich) ist, dass ich mit dem Emofin kla rkomme (so glaube ich jedenfalls), Nachteile (für alle): Entwickleransatz, der 3-6 Monate hält, reicht für 15 Filme, man sollte also nicht zu wenig fotografieren. Außerdem glaube ich, dass die Entwicklung pro Film ist teuer (habe ich jedoch nie geprüft).

Was mich wundert ist, dass Emofin als Entwickler in Diskussionen wie diesen selten bis gar nicht genannt wird. Liege ich somit falsch in meiner Entwicklerwahl?

Gruß
Ralf


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