RE: ICC-Profil? Was muß ich damit machen?

#1 von Defenseless ( gelöscht ) , 02.05.2006 18:54

Hi!

Hab gerade gesehen dass zu meinem Monitor (EIZO L367) ein ICC Profil mitgeliefert wurde. Die Datei liegt als xxx.icm vor.

Nur wo kann ich dieses Profil einbinden? (Betriebssystem oder nur Anwendungen)

Ich benutzte Windoof XP und überwiegend Photoshop CS2 zur Bildbearbeitung, kann ich dort das Profil einbinden und macht das überhaupt Sinn? Wenn ja welchen?

DANKe!

LG
Werner



Defenseless

RE: ICC-Profil? Was muß ich damit machen?

#2 von sal69 , 02.05.2006 18:57

Rechtsklick auf den Desktop -> Eigenschaften -> Einstellungen -> Erweitert -> Farbverwaltung -> Hinzufügen -> Dein ICC Profil auswählen.



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RE: ICC-Profil? Was muß ich damit machen?

#3 von anna_log , 02.05.2006 18:58

Ja das hat was mit dem Farbmanagement auf Deinem PC zu tun. Wenn das korrekt eingerichtet ist, druckt salopp gesagt, der Drucker das Bild in den Farben, die Du auf dem Bildschirm siehst.
Schau auch unter http://de.wikipedia.org/wiki/ICC-Profile



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RE: ICC-Profil? Was muß ich damit machen?

#4 von Defenseless ( gelöscht ) , 02.05.2006 19:02

/unsure.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="unsure.gif" /> jetzt bin ich aber beeindruckt! Schneller geht's ja mit dem antworten wirklich nicht...

DANKe! gleich mal probieren geh...



Defenseless

RE: ICC-Profil? Was muß ich damit machen?

#5 von christoph.ruest , 02.05.2006 23:08

ZITAt (anna_log @ 2.05.2006 - 18:58) Ja das hat was mit dem Farbmanagement auf Deinem PC zu tun. Wenn das korrekt eingerichtet ist, druckt salopp gesagt, der Drucker das Bild in den Farben, die Du auf dem Bildschirm siehst.
Schau auch unter http://de.wikipedia.org/wiki/ICC-Profile[/quote]

Ich bin nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe, aber bräuchte es nicht eigentlich für jedes Gerät ein ICC Profil?
Also mit einem Profil für den Monitor sehe ich auf dem Monitor die Bilder in "Echtfarbe".
Wenn ich die Bilder aber auch so ausdrucken will, brauche ich noch ein Profil für den Drucker.
Wenn ich die Bilder auch korrekt scannen will (resp. wenn ich will, dass die gescannten Bilder korrekt auf dem Bildschirm erscheinen) brauche ich noch ein drittes Profil für den Scanner.

Oder bin ich da jetzt irgendwie falsch gewickelt?

Gruss

Christoph



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RE: ICC-Profil? Was muß ich damit machen?

#6 von *mb* , 02.05.2006 23:16

ZITAt (christoph.ruest @ 2.05.2006 - 23:08) Oder bin ich da jetzt irgendwie falsch gewickelt?[/quote]Die Wicklung ist schon in Ordnung! /laugh.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="laugh.gif" />



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RE: ICC-Profil? Was muß ich damit machen?

#7 von christoph.ruest , 02.05.2006 23:20

ZITAt (*mb* @ 2.05.2006 - 23:16) Die Wicklung ist schon in Ordnung! /laugh.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="laugh.gif" />[/quote]

Na dann bin ich aber froh B)

Danke /give_rose.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="give_rose.gif" /> und gute Nacht

Gruss

Christoph



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RE: ICC-Profil? Was muß ich damit machen?

#8 von Viktor ( gelöscht ) , 03.05.2006 00:27

ZITAt (Defenseless @ 2.05.2006 - 18:54) Hab gerade gesehen dass zu meinem Monitor (EIZO L367) ein ICC Profil mitgeliefert wurde. Die Datei liegt als xxx.icm vor.
Nur wo kann ich dieses Profil einbinden? (Betriebssystem oder nur Anwendungen)
Ich benutzte Windoof XP und überwiegend Photoshop CS2 zur Bildbearbeitung, kann ich dort das Profil einbinden und macht das überhaupt Sinn? Wenn ja welchen?[/quote]Ich würde es, wenn überhaupt, in XP dem Monitor zuordnen. Programme, die Farbmanagement verstehen, können und sollten das vom OS abfragen.
Meine Meinung zu generischen Profilen, wie Deinem xxx.icm, ist, daß sie wohl nicht allzu viel relevante Daten beinhalten können. Sie definieren vielleicht die Primärfarben des Monitors, alles andere hängt stark von der Einstellung des Monitors ab. Wie Du Deinen Monitor eingestellt hast, kann das Profil nicht wissen.
Willst Du minimal sinnvolles Farbmanagement betreiben, kommst Du nicht umhin, den Monitor per Hardware zu kalibrieren und schließlich zu profilieren, was dann in einer für die aktuelle Einstellung gültigen ICC/ICM-Datei mündet. Dann, und nur dann, kann Dein Monitor innerhalb seiner Grenzen mit einem farbmanagementfähigen Programm die Farben verbindlich und einigermaßen "richtig" anzeigen. Ansonsten ist er sicherlich nah dran an der Wirklichkeit, nur Du weißt nicht, wie nah. Und das "nah" kann mitunter auch fern sein...

ZITAt (christoph.ruest @ 2.05.2006 - 23:08) Ich bin nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe, aber bräuchte es nicht eigentlich für jedes Gerät ein ICC Profil?[/quote]Radio Eriwan sagt: Im Prinzip, ja, wenn man durchgängig Hardcore-Farbmanagement betreiben will oder muß.

ZITAt (christoph.ruest @ 2.05.2006 - 23:08) Also mit einem Profil für den Monitor sehe ich auf dem Monitor die Bilder in "Echtfarbe".[/quote]Nicht automatisch. XP tut erst einmal gar nichts, außer die zugewiesenen Profile, neugierigen Programmen per API zur Verfügung zu stellen.
Dein Monitor zeigt nur dann "Echtfarben", wenn er profiliert und kalibriert wurde. Die Profilierung verbiegt passend entweder die monitorinterne ©LUT oder die ©LUT der Grafikkarte. Für letzteres muß ein Programm sorgen, meist im Autostart-Ordner. Mit der Kalibrierung weiß das Farbmanagement und passende Programme, welche Farbwerte ausgegeben werden müssen, damit die Farben "echt" sind. Profilierung und Kalibrierung stecken idR in der ICC/ICM-Datei.

ZITAt (christoph.ruest @ 2.05.2006 - 23:08) Wenn ich die Bilder aber auch so ausdrucken will, brauche ich noch ein Profil für den Drucker.[/quote]Ja. Ein passendes Profil beschriebe genau (D)einen Drucker, ein Papier und die verwendete Tinte. Änderst Du eines der drei Dinge, braucht's ein neues Profil.

ZITAt (christoph.ruest @ 2.05.2006 - 23:08) Wenn ich die Bilder auch korrekt scannen will (resp. wenn ich will, dass die gescannten Bilder korrekt auf dem Bildschirm erscheinen) brauche ich noch ein drittes Profil für den Scanner.[/quote]Genau. Wobei du am Scanner feste Einstellungen verwenden müßtest, diejenigen nämlich, mit denen das Scannerprofil erstellt wurde.



Viktor

RE: ICC-Profil? Was muß ich damit machen?

#9 von Defenseless ( gelöscht ) , 03.05.2006 09:13

ZITAt (Viktor @ 3.05.2006 - 0:27) Meine Meinung zu generischen Profilen, wie Deinem xxx.icm, ist, daß sie wohl nicht allzu viel relevante Daten beinhalten können. Sie definieren vielleicht die Primärfarben des Monitors, alles andere hängt stark von der Einstellung des Monitors ab. Wie Du Deinen Monitor eingestellt hast, kann das Profil nicht wissen.
Willst Du minimal sinnvolles Farbmanagement betreiben, kommst Du nicht umhin, den Monitor per Hardware zu kalibrieren und schließlich zu profilieren, was dann in einer für die aktuelle Einstellung gültigen ICC/ICM-Datei mündet. Dann, und nur dann, kann Dein Monitor innerhalb seiner Grenzen mit einem farbmanagementfähigen Programm die Farben verbindlich und einigermaßen "richtig" anzeigen. Ansonsten ist er sicherlich nah dran an der Wirklichkeit, nur Du weißt nicht, wie nah. Und das "nah" kann mitunter auch fern sein...[/quote]

Ja schon klar, hab nicht vor mein System komplett zu "farbmanagen". Dachte nur wenn ich schon ein ICC Profil zum Monitor dazu bekommen habe, dann will ich es auch einbinden /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />

..was ich auch hiermit getan habe. Schaden wirds ja auf keinen Fall!

Mir ist bewusst das man allein über das Thema Farbmanagement Bücher füllen könnte...scheint ein komplexes Thema zu sein. Btw. wo bleibt eigentlich Olaf? /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" /> Mir fehlen die schönen schmückenden Worte wie Unfug, kompletter Schwachsinn usw... in diesem Thread

LG
Werner



Defenseless

RE: ICC-Profil? Was muß ich damit machen?

#10 von *mb* , 03.05.2006 09:24

ZITAt (Defenseless @ 3.05.2006 - 9:13) Mir ist bewusst das man allein über das Thema Farbmanagement Bücher füllen könnte...[/quote]Man kann nicht nur, sondern man hat bereits etliche Bücher gefüllt!

ZITAt (Defenseless @ 3.05.2006 - 9:13) Btw. wo bleibt eigentlich Olaf? /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" /> Mir fehlen die schönen schmückenden Worte wie Unfug, kompletter Schwachsinn usw...[/quote]Nur Geduld, kommt bestimmt noch! /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />



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RE: ICC-Profil? Was muß ich damit machen?

#11 von akknoepfel , 03.05.2006 23:20

Vielleicht ist folgender Thread in diesem Zusammenhang auch von Interesse:

http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=11432

Dort ging es auch schon einmal um die Wirkung von ICC-Profilen für unterschiedlichen Geräte. Nachdem mir das Thema so um Weihnachten noch ziemlich unklar war, habe ich nach den Antworten damals doch klarer gesehen.

Gruß,
Andreas



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RE: ICC-Profil? Was muß ich damit machen?

#12 von Viktor ( gelöscht ) , 04.05.2006 01:03

ZITAt (akknoepfel @ 3.05.2006 - 23:20) Vielleicht ist folgender Thread in diesem Zusammenhang auch von Interesse:

http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=11432
...[/quote]
Ich habe den o.g. Diskussionsfaden gerade überflogen. Da ist einiges richtig aber auch einiges nicht ganz korrekt. Dazu komme ich noch.

Mein Standpunkt ist: Wenn ich digitale Bilder mache, dann brauche ich wenigstens ein Gerät, welches mir die Farben, soweit möglich, verbindlich zeigen kann. Das ist der Monitor, weil der am einfachsten dazu gebracht werden kann. Das geht in guter Qualität nur mit passender Hardware und Software (z.B. Spyder2 oder EyeOne Display 2 oder 'was anderes gescheites).

Zum Verständnis: Was macht die Software mit dem Meßgerät eigentlich beim Monitorprofilieren?

Man wählt einen Gammawert aus (meist 2,2); (Ziel-)Helligkeit und Kontrast werden auf "richtige" Werte eingestellt. Man wählt eine gewünschte Farbtemperatur und stellt die mit Hilfe des Meßgerätes und der Knöpfe am Monitor auch ein (unterschiedlich für CRT und LCD, je nach Möglichkeiten der Monitore; bei einfachen LCDs muß z.B. dafür die ©LUT der Grafikkarte passend verbogen werden, was dazu führt, daß u.U. nicht mehr alle 256 Werte pro Kanal zur Verfügung stehen). Die Kombination Grafikkarte und Monitor ist jetzt kalibriert, d.h. auf definierte Werte eingestellt, die auch jetzt bekannt sind. Das Verbiegen der ©LUT der Grafikkarte, was der "Profile Chooser" (oder wie das Proggie jeweils heißt) macht, um eine bestimmte Farbtemperatur zu erreichen, ist das, was für alle Programme und auch Win XP Gültigkeit hat. Die Information dazu steht im letztlich erzeugten ICC-Profil, wird aber von XP nicht automatisch ausgeführt, wenn man das Profil dem Monitor zuweist. XP stellt es neugierigen Programmen lediglich zur Verfügung!
Nun wird die Kombination Grafikkarte und Monitor profiliert, d.h. man mißt, welchen Output ein definierter Input (RGB) liefert (die Profilierungssoftware untersucht hierbei einige Dutzend bis weißichwieviel RGB-Tripel, sinnvoll gewählt). Trotz definiertem Gamma muß es hierbei nicht "linear" zugehen (bildlich gesprochen)!
Damit weiß die Software wie die Ausgabekette reagiert. Nun kommt noch magische Datenmassage und das ganze kondensiert zu einem ICC/ICM-Profil, das die Ausgabekette Grafikkarte/Monitor beschreibt.

Dieses Profil muß dem Monitor zugeordnet werden, damit farbmanagementfähige Programme wie PS es auch nutzen können, denn XP macht damit gar nichts, außer ein API mit passender "Color Engine" zur Verfügung zu stellen. "Wissende" Programme können damit korrekte Farben anzeigen, unabhängig davon in welchem Farbraum die RGB-Daten vorliegen, was allerdings z.B. durch eingebettete Profile bzw. Farbrauminformation bekannt sein sollte. Alle anderen gehen idR davon aus, daß RGB-Werte im sRGB-Raum vorliegen und die Ausgabekette auf sRGB gepolt ist. Deswegen sehen Bilder, die im AdobeRGB-Raum sind, in IrfanView oder in der XP-JPG-Anzeige so anders aus, als z.B. von PS dargestellt. IrfanView und andere tun in dem Fall einfach so, als ob AdobeRGB=sRGB ist, was latürnich Murks ist und unsere Augen beleidigt.
PS dagegen kann mit RGB-Daten eines Quellfarbraumes (z.B. AdobeRGB, sRGB, ECI-RGB, ProPhotoRGB, spezifisches Kamera- oder Scannerprofil, etc.) korrekt umgehen und muß das Monitorprofil beachten, um die erst durch das Quellprofil zu definierten, absoluten Farben gewordenen Quell-RGB-Tripel korrekt anzeigen zu können. Hier irrt z.B. WinSoft im oben zitierten Thread in einem seiner ersten Postings, später korrigiert er sich weitgehend.

Farbmanagement ist ein komplexes Thema. Ich habe mir das, was ich darüber weiß und hoffentlich auch richtig verstanden habe (korrigiert mich bitte, falls irgendwo 'was Falsches steht), in mühevollem Selbststudium aus Büchern und Internet angeeignet. Lange Zeit hatte ich das Gefühl, nur Bahnhof zu verstehen, weil man das große Ganze nicht sieht. Sehr hilfreich fand ich folgendes Buch: Real World Color Mangement (2nd Edition) von Bruce Fraser, Chris Murphy und Fred Bunting. Ich habe das englische Original gelesen, kann sein, daß es das schon übersetzt gibt.

Demnächst fange ich damit an, ernsthaft Drucker zu profilieren, sozusagen einen Schritt weiter zu gehen. Geeignete Hard- und Software dazu habe ich. Frei nach Yoda: "Spannende Sache das ist." /dirol.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="dirol.gif" />



Viktor

   


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