RE: ICM-Profile für Epson 2100

#1 von WinSoft , 15.10.2004 14:30

Für die Besitzer bzw. Nutzer des 7-Farben-Druckers Epson Stylus Photo 2100 möchte ich für die Originaltinte und das originale Epson Archival Matte Paper hier einmal einige ICC-Profile zur Diskussion stellen, mit welchen dieser Profile Ihr bessere Ausdrucke erzielt.

Voraussetzungen/Bedingungen:
1) Drucker
- Eigenschaften - Farbverwaltung: alle Profile löschen
- Druckereinstellungen:
- -- Medium: Archival Matte Paper
- -- Modus: Manuell
- -- Einstellungen: Keine Farbanpassung

2) Photoshop CS
- Arbeitsfarbraum: AdobeRGB (1998)
- Alle Bilder, falls nicht bereits geschehen, nach AdobeRGB (1998) konvertieren
- Drucken:
- -- Farbmanagement
- -- Quellfarbraum: AdobeRGB (1998) (wie gehabt)
- -- Druckfarbraum: Profil: eins der unten zum Download bereit stehenden ICM-Profile
- -- Priorität: Perzeptiv
- -- Tiefenkompensierung verwenden

Zu den Profilen:
a) http://www.schulacc.de/Bilder/SP2100-Archival-Matte_MK.icm
Von der australischen Epson-Homepage

B) http://www.schulacc.de/Bilder/Archival-MK-1440dpi-0-0-0.icm
Testkarte von ColorVision ProfilerPRO mit Spektrometer ausgemessen,
keine weiteren Farbkorrekturen, für 1440 dpi

c) http://www.schulacc.de/Bilder/Archival-MK-720dpi-0-0-0.icm
Testkarte von ColorVision ProfilerPRO mit Spektrometer ausgemessen
keine weiteren Farbkorrekturen, für 720 dpi

d) http://www.schulacc.de/Bilder/Archival-MK-720dpi-5-0-5.icm
Testkarte von ColorVision ProfilerPRO mit Spektrometer ausgemessen,
jedoch ROT -5, GRÜN 0, BLAU +5 in ProfilerPRO korrigiert, für 720 dpi

Mir persönlich erscheint das letzte Profil d) am besten. 720 dpi reichen nach meiner Beobachtung bis A4 völlig, sparen Tinte und drucken schneller.



 
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RE: ICM-Profile für Epson 2100

#2 von IEHH ( gelöscht ) , 15.10.2004 19:24

Hi WinSoft,

ich habe zwar den Drucker, aber noch nie dieses Papier verwendet, sondern ausschließlich Original Semi-Gloss.

So ganz ohne Farbanpassung geht es IMO nicht. Ich bekomme die besten Ergebnisse erst nach Abgleich mit dem Gray-Balancer. Ich denke, der muss sein.

Grüße
Ingo



IEHH

RE: ICM-Profile für Epson 2100

#3 von WinSoft , 15.10.2004 21:55

Zitat von IEHH
ich habe zwar den Drucker, aber noch nie dieses Papier verwendet, sondern ausschließlich Original Semi-Gloss.

So ganz ohne Farbanpassung geht es IMO nicht. Ich bekomme die besten Ergebnisse erst nach Abgleich mit dem Gray-Balancer. Ich denke, der muss sein.


Für das originale Epson Premium Semiglossy Photo Paper (S041332) könnte ich natürlich auch ein Profil anlegen, jedoch benutze ich dieses Papier nur für den Index von per CD versandten Bildern an meine Auftraggeber. Und da kommt es auf die eakte Farbwiedergabe nicht so sehr an.

Was bdeutet "So ganz ohne Farbanpassung geht es IMO nicht"? Meinen Sie damit eine Feinanpassung mit ProfilerPRO oder DoctorPRO? Nach meinen bisherigen Beobachtungen sind die Profile mit dem Handspektrometer auf Anhieb so gut, dass ich gegenüber den fertigen ICC-Profilen kaum noch eine Korrektur machen muss. Die fertigen Profile der verschiedenen Internet-Quellen bringen dagegen durchweg deutlich schlechtere Ergebnisse.

Wofür nehmen Sie den Gray-Balancer? Für Schwarz-Weiß-Fotos? Da mag es gut sein. Für Farbfotos brauche ich ihn eigentlich nicht.



 
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RE: ICM-Profile für Epson 2100

#4 von eugene g. ( gelöscht ) , 15.10.2004 22:04

Hi Winsoft,

das sieht mal wieder nach "gut aufbereiteten Informationen", ähnlich der A1 -Konfigurationsanleitung oder dem Polfilter Artikel aus /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />

Leider besitze ich noch keinen Drucker, so dass ich Dir bez. eines Profils kein Feedback geben kann.

Aus der Situation heraus betrachtet, dass ich mir innerhalb des nächsten halben Jahres einen Drucker anschaffen werde, tritt für mich immer wieder folgendes Problem heraus.
Mit welcher Kombination aus:
- Druckermodell
- Druckerhersteller
- Papiersorte
- Tintensorte
- Papiersorte und Tintensorte bez. Original (Druckerhersteller) vs. Fremdhersteller vs. Fremdvermarkter der Originalware (lediglich anderes label)

schaffe ich die optimale Umsetzung des digitalen Bildes auf Papier?

Im Moment gehe ich davon aus, dass es nach Festlegung auf ein Druckermodell zwei optimale Kombinationen (von Papier und Tinte) geben muss:
1. eine Kombination für Farbausdrucke (inkl. digital getonter S/W, weil dies ja nichts anderes als ein Farbausdruck ist)
2. eine Kombination für S/W Ausdrucke
Damit stünde dann nach Festlegung auf den Drucker und die beiden Papier-Tinte Kombinationen eine Ausrüstung bereit, die man nicht mehr ändern muss.


Was ich ferner aufgrund des breiten Angebotes nicht überblicke, ist:

1. inwieweit verschiedene Papier und Tinten mit bestimmten Druckermodellen oder gar Druckerherstellern nicht (optimal) harmonieren.
2. inwieweit ich mit der Festlegung auf bestimmte Druckerhersteller auf teure Original-Papiere und -tinten angewiesen bin, weil Fremdfabrikate nicht zu optimalen Ergebnisse führen oder gar nicht kompatibel sind (z.B. verstopfte Tintendüsen bei Fremdtinten)
3. ob bei der Forderung nach optimaler Qualität des Ausdrucks mit billigeren Fremdanbietern ebenfalls die gleiche optimale Qualität zu erzielen ist wie mit Originalware
4. ob - und ggf. mit beschränkter Eignung für bestimmte Druckermodelle und -hersteller - es Premium-Fremdanbieter gibt, mit deren Papier und Tinte sich die Qualität von Prints mit Originalpapier und -tinte des Druckerherstellers übertreffen lässt.
5. ob sich meine auf Fremdhersteller bezogenen Fragen vielleicht vereinfachen lassen, in dem Sinne, dass immer die Tinten des Druckerherstellers zu bevorzugen sind und lediglich hinsichtlich der Papiere eine Analyse der Fremdanbieter notwendig oder sinnvoll ist.

Neben der Papier-Tinten-Problematik gibt es noch das Entscheidungsfeld Kalibrierung, wie bringe ich das digitale Bild nach der Identifikation der besten Papier-Tintenkombination, optimal auf das Papier.
Ich habe was von selbstkalibrierenden Druckern gelesen (...und von der Funktionsweise her nicht verstanden), ich kann Ausdrucke immer wieder anfertigen und mit dem Bildschirm vergleichen und so vermutlich langwierig und teuer geeignete Einstellung finden und es gibt wohl HW basierte tools, die man auf den Bildschirm aufsetzt und die dann vermessen, wie der Bildschirm mitgelieferte Testdateien anzeigt. (Wann und wie kommt dabei der Drucker ins Spiel?)

Hierzu meine Fragen, bezogen auf die Druckerauswahlentscheidung:
1. Bei welchen Druckerherstellern lässt sich das Kalibrierungproblem möglichst gut in den Griff bekommen, möglichst ohne hohe Zusatzinvestitionen.
2. Was hat es mit der Selbstkalibrierung auf sich? Führt sie alleine zu optimalen Ergebnissen?

Nachdem ich mich inzwischen etwas über Sublimationsdrucker informiert habe, ist es wohl so, dass mit den besten Tintenstrahlern an der Spitze doch etwas bessere Ergebnisse erzielt werden können, man bei Tintendruckern eine breitere Papierauswahl mit unterschiedlichen Anmutungen verfügbar hat und bei Sublimationsdruckern wohl kein "schwarzes schwarz" zu erzielen ist, sowohl bei Farbbildern, v.a. jedoch bei S/W Bildern.
So stehen nun wieder die Tintendrucker in meinem Fokus, v.a. Epson.
Hier derzeit die Modelle R800 und der grössere 2100 oder mögliche Nachfolger, so sie denn in bälde erscheinen sollten.
Die Canon Pixma mögen designmässig etwas besser sein bzw. kleinere Baugrössen besitzen, scheinen qualitätsmässig ab nicht ganz das zu bieten, wozu die genannten Epson-Drucker in der Lage sind.

Neben den gestellten prinzipiellen Fragen würde mich insbesondere für den R800 und 2100 interessieren, welche Papier-Tinten Kombination Du im Hinblick auf optimale Ergebnisse empfehlen würdest, einmal für S/W-Drucke und einmal für Farbdrucke.
Freue mich schon auf eine wohlstrukturierte "Anleitung" für Deutschlands Fotoforen.

Irgendwie fehlt so etwas, in der Regel findet man nur ausschnittsweise abgegrenzte Betrachtungen, die das Gesamtbild nicht vernünftig darstellen. Und dabei ist das aufs Papier bringen neben dem Objektiv doch der entscheidende Faktor.

Grüsse
E.G.



eugene g.

RE: ICM-Profile für Epson 2100

#5 von WinSoft , 15.10.2004 22:46

Hallo eugene g.,

das sind viele Fragen auf einmal! Und viele Ihrer Fragen kann ich auch nicht schlüssig beantworten.

Vielleicht wage ich mal einen Anfang:
1) Thermosublimationsdrucker scheinen recht gut zu sein (mir fehlen jedoch Erfahrungen!, aber gehen bezahlbar nur bis relativ kleine Papierformate.
2) Tintenstrahldrucker für Fotos haben derzeit bis zu 7/8 getrennten Tintenpatronen und gehen bezahlbar bis A3+ Überformat (Canon, Epson).
3) Fremdhersteller bieten für fast alle etablierten Druckerhersteller und deren Modelle (Fremd-)Tinten und (Fremd-)Papiere an. Dann entfällt der mühseelige Prozess der Profilierung.
4) Einige Fremdhersteller liefern für ihre Papiere zugehörige ICC-Profile an.
5) Bei der Auswahl eines Druckers sollte man die zu erwartende Haltbarkeit der Drucke in Erfahrung bringen. Pigmentierte Tinte soll auf matten Papieren eine sehr hohe Haltbarkeit bis 75 Jahre erreichen. Dye-Tinten (das sind die "üblichen" Tinten) sind zwar für Hochglanzpapiere gut geeignet, halten aber nicht so lange.
6) Kalibrierung und Profilierung ist rein visuell, also ohne Hardware-Tools, extrem aufwändig und kostspielig. Prinzipiell kann man für jeden Drucker, jede Tinte und jedes Papier ein eigenes Profil erstellen und den Druck mit diesem Profil von Photoshop aus steuern, ohne dass die Farbeinstellungen des Druckertreibers dabei tangiert werden. Sie sind abgeschaltet!
7) Der direkte, vom User unabhängige, jedoch recht teure Weg ist die Kalibrierung und Profilierung mit einem Spektrometer nebst zugehöriger Software. Dabei wird eine ausgedruckte Farbfelder-Testkarte Farbfeld für Farbfeld ausgemessen und aus den Messwerten das Profil generiert. Diese Prozedur ist für jeden Drucker, dessen Tinte und dessen Papier nur einmalig auszuführen und führt zu optimalen Druck-Ergebnissen.
8) Behält man Profil, Drucker, Tinte und Papier bei, so hat man farbkonsistente Ausdrucke über fast beliebig lange Zeit. Selbstverständlich muss der Tinten- bzw. Papierlieferant innerhalb dieser Zeit für exakt gleichbleibende Farbqualität bürgen. Anderenfalls muss man die Profilierung wiederholen.



 
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RE: ICM-Profile für Epson 2100

#6 von IEHH ( gelöscht ) , 16.10.2004 12:57

Hi WinSoft,

ZITATWofür nehmen Sie den Gray-Balancer? Für Schwarz-Weiß-Fotos? Da mag es gut sein. Für Farbfotos brauche ich ihn eigentlich nicht.[/quote]

Das Graybalancer Profil wird vom Treiber ja automatisch bei jedem Druck angezogen. Ohne Graybalancer sahen bei mir alle Ausdrucke irgendwie komisch aus, ich konnte einstellen, was ich wollte. Mit Graybalancer erzeugen alle Standardeinstellungen schon schöne Bilder.

In PS habe ich immer das 2100 Profil drin und "perzeptiv".

Verwendest Du das matte Schwarz? (muss man das nicht sogar bei Archival matt verwenden) Ich benutze immer das Photoschwarz und habe deshalb um das matte Papier immer einen Bogen gemacht.

Grüße
Ingo



IEHH

RE: ICM-Profile für Epson 2100

#7 von WinSoft , 17.10.2004 15:45

Hallo IEHH,

für das Archival Matte Paper verwende ich nur die Patrone Matte Black T0348.
Photo Black T0341 verwende ich nur für Semigloss und Glossy.



 
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RE: ICM-Profile für Epson 2100

#8 von eugene g. ( gelöscht ) , 17.10.2004 19:47

Hallo winsoft,

die Antworten haben mich schon ein Stück weitergebracht. Danke.

E.G.



eugene g.

RE: ICM-Profile für Epson 2100

#9 von WinSoft , 18.10.2004 20:03

Ergänzend zu den Profilen für das Epson Archival Matte Paper möchte ich heute noch Profile für

Epson Premium Semigloss Photo Paper (S041332),

welches viele Anwender lieber nehmen als das matte Papier, zur Diskussion stellen:

a) http://www.schulacc.de/Bilder/SP2100-Premi...emigloss_PK.icm
Von der australischen Epson-Homepage

B) http://www.schulacc.de/Bilder/SemiGloss-PK...dpi-0-0-0-0.icm
Testkarte von ColorVision ProfilerPRO mit Spektrometer ausgemessen,
keine weiteren Farbkorrekturen, für 1440 dpi

c) http://www.schulacc.de/Bilder/SemiGloss-PK...dpi-0-5-0-5.icm
Testkarte von ColorVision ProfilerPRO mit Spektrometer ausgemessen,
jedoch ROT ±0, GRÜN -5, BLAU ±0, Helligkeit +5 in ProfilerPRO korrigiert, für 1440 dpi

In a) ist GRAU zu rötlich, in B) ist GRAU zu dunkel und GRÜN zu hell. Mir erscheint Variante c) am besten zu sein.



 
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