RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#91 von 01af , 30.05.2008 15:26

QUOTE (matthiaspaul @ 29. 5. 2008, 20.53 h) QUOTE (Hans-J. @ 29. 5. 2008, 19.49 h) Oder wer arbeitet noch an einem PC mit 350 MHz und 256 MB Hauptspeicher?[/quote]Hier, komfortabel.[/quote]
Komfortabel, klar -- zum E-Mail lesen, Internet surfen, Texte schreiben, Adressen verwalten ... aber nicht für etwas anspruchsvollere Bild- oder gar Videobearbeitung.


QUOTE (Hans-J. @ 29. 5. 2008, 19.49 h) QUOTE (01af @ 28. 5. 2008, 17.13 h) ... doch die Sony-Kameras sind bislang genauso Scheiße, wie es die Minolta-Kameras immer gewesen sind.[/quote]Na ja, ich glaub, jetzt reagierst du doch arg über. Eine analoge Dynax 9 oder auch eine analoge Dynax 7 sind schon richtig fein.[/quote]
"Scheiße" bezog sich auf den Vergleich im Detail mit den Kameras der Mitbewerber. Man vergleiche z. B. einmal die SR-T 303b oder XE-1 mit der Olympus OM-1 oder OM-2, die XD-7 mit Canon A-1 oder Nikon FA, die X-500 mit Nikon FE-2, die Dynax 7D mit Canon EOS 20D oder Nikon D200.

Natürlich man mit jeder Minolta gut arbeiten (außer XG-2/XG-1) und erstklassige Bilder machen. Doch hinsichtlich der technischen Ausstattung sind (fast) alle Minoltas zweitklassig. So gab es z. B. bis zur X-700 keine Minolta mit Meßwertspeicher. Seit 1973 gibt es keine Minolta mit Spiegelarretierung, und erst seit der Dynax 7 immerhin wenigstens eine 2-s-Spiegelvorauslösung, die aber eine Spiegelarretierung nicht wirklich ersetzen kann. Außer der XM und XM-Motor gibt es bis heute keine Minolta (oder Sony Alpha) mit vom Benutzer auswechselbaren Mattscheiben. Und bis zur Minolta 9000 gab es keine Minolta, die eine Bildfolgefrequenz von mehr als 3,5 B/s ermöglicht hätte. Und mehr als 5 B/s sind bis heute nicht möglich, nicht einmal für viel Geld. Und so weiter und so fort.

Speziell die Dynax 7D besticht durch erstklassige Ergonomie, einen vergleichsweise sehr guten Sucher und außergewöhnlich guter Farbwiedergabe -- klassische Minolta-Tugenden. Doch die mangelnde Reaktionsfähigkeit bei schnellen Bildfolgen und der chronisch ungenaue Autofokus (trotz sechsmaligen (! Aufenthaltes bei Runtime in Bremen) treiben regelmäßig zur Verzweiflung. Und die A700 ist insgesamt ein großer Fortschritt gegenüber der 7D und zieht in allerlei Punkten mit der D300 gleich ... aber die D300 bietet schnellere Bildfolgen, Live-View, bessere Bildqualität bei hohen ISO-Einstellungen und objektivspezifische Feinjustierung des Autofokus durch den Benutzer. Warum kann die A700 so etwas nicht auch haben? Wenn Sony doch bei Canon und Nikon Marktanteile abgraben will!? Einzig der gehäuseintegrierte Bildstabilisator fehlt der D300, was den einzigen -- wenn auch gigantischen -- Pluspunkt der A700 gegenüber der D300 darstellt.


QUOTE (Hans-J. @ 29. 5. 2008, 19.49 h) QUOTE (01af @ 28. 5. 2008, 17.13 h) Daß es ein wirklich professionelles Alpha-System geben wird, glaube ich erst, wenn ich's sehe.[/quote]Der Anfang ist doch gemacht! Denk nur an CZ 1,8/135 mm, CZ 1,4/85 mm und vor allem auch das CZ 2,8/24-70 mm.[/quote]
Erstens sagte ich doch bereits, daß die Objektive nicht das Problem sind (obwohl der Umfang der aktuellen Sony-Objektivpalette im Vergleich zu Nikon und erst recht Canon geradezu lächerlich anmutet). Und zweitens hat es bei Minolta schon seit 35 Jahren immer wieder "vielversprechende Anfänge" gegeben, ohne daß sie jemals über einen vielversprechenden Anfang hinausgeführt hätten.


QUOTE (Hans-J. @ 29. 5. 2008, 19.49 h) Ich bin mir extrem sicher, dass das kommende Sony-Flagship, zusammen mit diesen Objektiven, die 35-mm-DSLR-Kamera mit der besten Bildqualität werden wird![/quote]
Ich würde keineswegs dagegen wetten. Trotzdem werden aller Voraussicht nach viele Ausstattungsdetails fehlen, die bei hochklassigen Kameras der Konkurrenz das Leben des Fotografen erleichtern, wie z. B. echte Spiegelarretierung, AF-Feinjustage, hohe Bildfrequenz. Daß Live-View fehlen wird (was bei Stativaufnahmen genial zum manuellen Feinfokussieren wäre, wenn's richtig implementiert ist), steht ja sogar jetzt schon fest.


QUOTE (japro @ 30. 5. 2008, 10.09 h) Es gibt Leute, die kaufen Kameras und finden sich mit den Objektiven ab, die es dazu gibt, und solche, die machen es umgekehrt.[/quote]
Genau so ist es. In den letzten 15 Jahren stand ich schon mehrmals kurz vor der Entscheidung zum Wechsel, und es waren jedesmal die Objektive, die mich dann doch davon abhielten.


QUOTE (Hans-J. @ 29. 5. 2008, 19.49 h) Und dazu noch: Hattest nicht gerade du noch vor "kurzem" das Nikon-Bajonett am Vollformat-Sensor für Weitwinkel untauglich erklärt?[/quote]
Nicht umsonst hat es "bis vor kurzem" keine Nikon-DSLR mit Vollformat-Sensor gegeben. Und nicht umsonst hat Nikon zusammen mit der D3 ein brandneues Vollformat-Weitwinkelzoom vorgestellt. Tatsache ist und bleibt nämlich, daß das Nikon-F-Bajonett von allen SLR-Bajonetten das mit dem engsten lichten Durchmesser und zugleich das mit dem größten Auflagemaß ist. Kunststück -- es ist unter den heute noch verwendeten das dienstälteste; es wird nächstes Jahr sein 50jähriges Bestehen feiern (nur das Leica-M-Bajonett ist noch etwas älter, aber eben nicht für SLR-Kameras).

Und kleiner Durchmesser zusammen mit großem Auflagemaß bedeutet starkes Vignettierungspotential, erst recht bei Digitalkameras (weil Sensoren noch empfindlicher auf schräg eintreffende Lichtstrahlen reagieren als Film). Man kann diesen Nachteil durch gewisse Raffinessen bei der Objektivkonstruktion wettmachen -- aber das ist mühsam und kostet Geld. Insbesondere bedeutet das, daß man richtig gute Ergebnisse nur mit neukonstruierten Weitwinkelobjektiven erzielen wird. Man kann zwar z. B. ein 30 Jahre altes 20-mm-Nikkor an eine D3 setzen. Doch die Leistung des neuen AF-Nikkor 14-24 mm wird es bei weiten nicht erreichen, obwohl die alte Linse auf Film einwandfrei funzt. Und daß Nikon die Probleme mit dem engen F-Bajonett nun offenbar überraschend gut in den Griff bekommen hat, beweist das großartige neue 24er-Tilt-Nikkor ... das aber -- o Wunder -- erheblich teurer ist als das Pendant von Canon, welches sich an dem großen EF-Bajonett mit seinem kurzen Auflagemaß naturgemäß viel leichter tut.

-- Olaf


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#92 von ChrisA , 30.05.2008 17:20

Sorry, etwas off topic...

ZITAt (01af @ 2008-05-30, 14:26) Seit 1973 gibt es keine Minolta mit Spiegelarretierung, und erst seit der Dynax 7 immerhin wenigstens eine 2-s-Spiegelvorauslösung, die aber eine Spiegelarretierung nicht wirklich ersetzen kann.[/quote]
Die SVA wurde zuvor mit der Dynax 9 eingeführt.

ZITAt (01af @ 2008-05-30, 14:26) Außer der XM und XM-Motor gibt es bis heute keine Minolta (oder Sony Alpha) mit vom Benutzer auswechselbaren Mattscheiben.[/quote]
Die Dynax 9 bietet selbständig wechselbare Mattscheiben.

ZITAt (01af @ 2008-05-30, 14:26) Und mehr als 5 B/s sind bis heute nicht möglich, nicht einmal für viel Geld. Und so weiter und so fort.[/quote]
Die Dynax 9 bietet 5,5 Bilder pro Sekunde, immerhin. ;-) Ist das nicht sogar Rekord ohne zusätzlichen Motor/Booster?

Viele Grüße,
Chris


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#93 von anna_log , 30.05.2008 18:57

ZITAt (ChrisA @ 2008-05-30, 16:20) Sorry, etwas off topic...
[...]
Die Dynax 9 bietet 5,5 Bilder pro Sekunde, immerhin. ;-) Ist das nicht sogar Rekord ohne zusätzlichen Motor/Booster?

Viele Grüße,
Chris[/quote]

Wenn ich mich richtig erinnere, 5,5 Bilder ohne Nachführ-AF, 4,5 Bilder mit Nachführ-AF. Ausserdem bot die Kamera 1/12000 Sekunde als kürzeste Verschlußzeit. Weder das noch die 4,5 Bilder/sek. hatte jemals genutzt. Ja und dann gab es 1/300 Sekunde als kürzeste Blitzsynchronzeit. Und Ergonomie vom Feinsten


Gruß
Matthias

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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#94 von matthiaspaul , 30.05.2008 19:11

ZITAT(ChrisA @ 2008-05-30, 17:20) ZITAT(01af @ 2008-05-30, 14:26) Seit 1973 gibt es keine Minolta mit Spiegelarretierung, und erst seit der Dynax 7 immerhin wenigstens eine 2-s-Spiegelvorauslösung, die aber eine Spiegelarretierung nicht wirklich ersetzen kann.[/quote]
Die SVA wurde zuvor mit der Dynax 9 eingeführt.
[/quote]
Allerdings nur in dieser 2-Sekunden-Variante. Schöner wäre es natürlich, wenn zusätzlich auch noch die dauerhafte Spiegelvorauslösung zur Verfügung stünde.
http://www.mi-fo.de/forum/index.php?s=&...st&p=110024

Immerhin, wenn es nur um die Adaptierung von in den Spiegelkasten ragenden Objektiven geht und ein externer Sucher zur Verfügung steht, kann man sich zumindst bei einigen Modellen (möglicherweise auch bei anderen oder sogar allen Modellen?) damit behelfen, einfach den Spiegel vorsichtig hochzuklappen und ggfs. den hineinragenden Tubus mit Filz zu bekleben. Man könnte den Spiegel auch vorsichtig mit einem Streichholz in der "Oben"-Position fixieren. Selbst getestet mit Minolta X-700, Minolta 9000 AF, 7000 AF und 5000 AF (ich übernehme selbstredend keine Gewähr für die Funktion - Ausprobieren auf eigene Gefahr!:

http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=9554

ZITATZITAT(01af @ 2008-05-30, 14:26) Außer der XM und XM-Motor gibt es bis heute keine Minolta (oder Sony Alpha) mit vom Benutzer auswechselbaren Mattscheiben.[/quote]
Die Dynax 9 bietet selbständig wechselbare Mattscheiben.
[/quote]
Hier eine Übersicht, für welche Kameras welche Einstellscheiben zur Verfügung standen/stehen, und welche selbst wechselbar waren/sind:

http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...ost&p=82850

Olaf meint aber vermutlich, daß die XM die einzige Minolta-Kamera mit Wechselsuchern war (was ich übrigens ebenfalls sehr bedaure - oft würde ich mir einen Schachtsucher und einen Sportsucher wünschen, wie es das z.B. bei Pentax- und Nikon gab).
ZITATZITAT(01af @ 2008-05-30, 14:26) Und mehr als 5 B/s sind bis heute nicht möglich, nicht einmal für viel Geld. Und so weiter und so fort.[/quote]
Die Dynax 9 bietet 5,5 Bilder pro Sekunde, immerhin. ;-) Ist das nicht sogar Rekord ohne zusätzlichen Motor/Booster?
[/quote]
Zur Einordnung: Die Minolta 9000 AF kam 1986 auf 5,0 Bilder/Sekunde, allerdings nur mit MD-90 in Verbindung mit NC-90M ohne automatische Schärfenachführung (in Auslösepriorität), mit Autofokus in Schärfepriorität waren es maximal 4,0 Bilder/Sekunde, und ohne angesetzten Motor hing alles von der Agilität des Fotografen ab... ;-)

Die Minolta XM-motor von 1976 kam im freien Lauf immerhin schon auf 3,5 Bilder/Sekunde.

Zum Vergleich: Die Nikon F6 ohne Booster: 5,5 Bilder/Sekunde (mit MB-40 jedoch 8 Bilder/Sekunde), die Nikon F5 kam auf 8 Bilder/Sekunde, die Nikon F4(s) nur auf 2 Bilder/Sekunde ohne "Booster", auf 5,7 Bilder/Sekunde mit MB-21.

Vielleicht sollten wir mal einen "Booster" für die Dynax 9 basteln... ;-)

Viele Grüße,

Matthias

Siehe auch: http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=299662


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#95 von Eugene ( gelöscht ) , 30.05.2008 20:08

Nach der Bemerkung zur "tollen" Eos 450D bin ich hin zum Laden, wo die Einsteigerkameras und einige Mittelklassemodelle in der Reihe angekettet standen.
Das hat sich wirklich gelohnt kann ich nur sagen. Nach der 7D als Vertreter der Mittelklasse und der A100 für die Einsteigerklasse geht's nur noch um Kosteneinsparungen und bergab. Die Einsteigerkameras sehen durch die Bank so billig aus wie sie sich anfühlen. Wenn ich ab jetzt in Foren zu solchen Modellen Streitereien lese, welche Kamera die bessere sei, werde ich nur noch lachen können. Das Niveau der Gehäuse ist so niedrig, dass sich Dispute nicht mehr lohnen.
Die A350 greife ich doch nochmal heraus. Die Mechanik des ausklappbaren displays hat mich erschreckt. Der Sucher ist ein Tunnel, an dessen Ende ein kleiner Bereich hell ist. Ich kann mir nicht vorstellen, damit noch ein Bild gestalten zu können. Danach habe ich die Pentax K20 verglichen. Das Sucherbild ist subjektiv wahrgenommen viermal so gross. Insgesamt liegt der Eindruck der Pentax ein ganzes Stück hinter der 7D und wohl auch der A700. Ich kann nicht das gute Image der Pentax bezüglich Robustheit, Staubabdichtung usw. nachvollziehen.
Wenn ich nicht wüsste, dass die elektronischen Elemente der Einsteigerkameras etwas kosten, würde ich zu den aktuellen Einsteigerkameras sagen: Materialwert vielleicht 10-20 €. Bedienelemente gerade so, dass sie ihre Funktion erfüllen, Klappmonitor gerade so, dass man ihn irgendwie aus- und einklappen kann, an der Rückseite des Monitors siehts fürchterlich (Designer vergessen?) aus. Zum Vergleich: Billigstscharnier bzw. Schubladenführung eines Küchenschranks für 20€, wohingegen man gerne das Gefühl beim Öffnen einer Tür oder Schliessen einer Schublade einer hochwertigen Markenküche erwarten würde. Aber insgesamt auf Wettbewerbsniveau.
Trotz eines inwischen geringeren Preisniveaus werden die Hersteller bei den Einsteigerkameras noch richtig Gewinn pro verkaufter Kamera machen.
Wenn ich mir meine kleine Panasonic Lumix ansehe, so macht diese einen wesentlich wertigeren Eindruck, ist nahezu liebevoll designed. Ich habe aber keine Hoffnung, das man sich bei Einsteiger DSLRs nochmal irgendwann ähnliche Mühe macht.


Eugene

RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#96 von opelgt , 30.05.2008 21:02

ZITATDie Nikon F6 ohne Booster: 5,5 Bilder/Sekunde (mit MB-40 jedoch 8 Bilder/Sekunde), die Nikon F5 kam auf 8 Bilder/Sekunde, die Nikon F4(s) nur auf 2 Bilder/Sekunde ohne "Booster", auf 5,7 Bilder/Sekunde mit MB-21.[/quote]
Nun weiß ich endlich, was mir 25 Jahre lang gefehlt hat - 8 Bilder/Sekunde...

Jetzt mal ehrlich - wann hat man damals 8 Bilder/Sekunde (4,5 Sek. für einen 36er Film) vermisst?
Es ging vielen Fotografen in erster Linie um ein gutes Preis / Leistungsverhältnis, gute Objektive, robuste und langlebige Gehäuse
und reichhaltiges Zubehör. All diese Anforderungen hat Minolta für den Massenmarkt erfüllt. Mit zahlreichen Innovationen haben sie die Mitbewerber
nicht selten recht alt aussehen lassen. Einzig der sogenannte "Profimarkt" wurde nie erobert. Aber da fällt mir immer unser Tennisclub ein,
wo die sogenannten Profis mit ihren megateuren High-End-Schlägern die Bälle hauptsächlich ins Gehölz ballern...

Damals™ konnte (und musste) Papi halt nicht alle zwei Jahre für 3000,- DM einen neuen Body kaufen. Die Kameras, die primär an den
Bedürfnissen der Profis orientiert sind, landen in der Mehrzahl in den Händen der "betuchten Amateure". Ob deren Ergebnisse dadurch besser
werden steht in den Sternen...


 
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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#97 von matthiaspaul , 30.05.2008 22:37

ZITAt (opelgt @ 2008-05-30, 21:02) ZITATDie Nikon F6 ohne Booster: 5,5 Bilder/Sekunde (mit MB-40 jedoch 8 Bilder/Sekunde), die Nikon F5 kam auf 8 Bilder/Sekunde, die Nikon F4(s) nur auf 2 Bilder/Sekunde ohne "Booster", auf 5,7 Bilder/Sekunde mit MB-21.[/quote]
Nun weiß ich endlich, was mir 25 Jahre lang gefehlt hat - 8 Bilder/Sekunde...

Jetzt mal ehrlich - wann hat man damals 8 Bilder/Sekunde (4,5 Sek. für einen 36er Film) vermisst?
[/quote]
Nur damit kein falscher "Verdacht" aufkommt, ich gehöre jedenfalls nicht dazu. ardon: Von Ausnahmen abgesehen bräuchte ich noch nicht mal einen motorischen Filmtransport, der verleitet nur unnötig zum "Knipsen".

Viele Grüße,

Matthias


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#98 von opelgt , 30.05.2008 22:55

ZITATNur damit kein falscher "Verdacht" aufkommt, ich gehöre jedenfalls nicht dazu. ardon: Von Ausnahmen abgesehen bräuchte ich noch nicht mal einen motorischen Filmtransport, der verleitet nur unnötig zum "Knipsen".

Viele Grüße,

Matthias[/quote]

Ist auch nicht auf dich gemünzt ardon:

Ich frage mich nur was die selbsternannten Experten dauernd mit Spiegelarretierung oder 8 Bildern/Sekunde so fotografieren, dass eine Kamera ohne diese Features
gleich "scheiße" ist.


Ernst Haas hat es einst so auf den Punkt gebracht: "The camera doesn't make a bit of difference. All of them can record what you are seeing. But, you have to SEE."


 
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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#99 von matthiaspaul , 31.05.2008 00:02

ZITAt (opelgt @ 2008-05-30, 22:55) Ich frage mich nur was die selbsternannten Experten dauernd mit Spiegelarretierung oder 8 Bildern/Sekunde so fotografieren, dass eine Kamera ohne diese Features gleich "scheiße" ist.[/quote]
Olaf übertreibt. Aber zumindest was die Spiegelvorauslösung angeht, bin ich bei ihm.

Es ist nicht essentiell, aber doch immer wieder ärgerlich, wenn man nicht die volle Kontrolle über die Kamera hat - das ist doch eigentlich, was sich die meisten technikbegeisterten Kamealiebhaber wünschen: Auf alle Parameter Einfluß nehmen zu können, für alle Eventualitäten "gerüstet" zu sein.

Die Spiegelvorauslösung hatte ja ursprünglich nicht den Zweck, die durch den Spiegelschlag verursachten Vibrationen zu unterdrücken, sondern eine Möglichkeit zu schaffen, Extremweitwinkekobjektive zu montieren. Früher ragten diese Objektive tief in den Spiegelkasten hinein und ohne Spiegelvorauslösung kollidierten sie mit dem Spiegel. Olaf hat wohl mehrere alte Ultra-Weitwinkel oder Fisheyes, bei mir ist es ein Cosina Voigtländer Ultra Wide-Heliar 5,6/12 SL Aspherical. Letzteres Objektiv wurde nur mit Nikon F-Bajonett und mit M39-Anschuß angeboten. Bei den Meßsucherkameras stellt sich das Problem Spiegelkollision konstruktionsbedingt nicht und bei Nikon gibt es bei vielen Gehäusen eine echte Spiegelvorauslösung. Logischerweise hätte ich das Objektiv lieber mit Minolta-A-Fassung gekauft, wenn es das gegeben hätte. Und warum gab es das nicht? Nicht zuletzt auch deshalb, weil eben keines der Gehäuse für das A-Bajonett eine echte Spiegelvorauslösung bietet (jedenfalls offiziell nicht, s.o.). Angenommen, Minolta hätte das einfach mal eingebaut, was ja technisch durch ein paar Zeilen Code mehr in der Firmware hätte realisiert werden können - geschätzte Entwicklungszeit maximal eine Stunde; die Elektromechanik wäre durchaus fähig, eine echte Spiegelvorauslösung bereitzustellen -, hätte es dieses tolle Objektiv vielleicht auch mit Minolta-Anschluß gegeben und das Bajonett wäre wieder etwas attraktiver. Kleinvieh macht auch Mist.

Für den Anwendungsfall "Vibrationsreduzierung" ist die Zwei-Sekunden-Lösung sicherlich in den meisten Fällen (für statische Motive) gut geeignet, aber auch hier kann ich mir Situationen vorstellen, wo es zu stark einschränkt. Stell Dir vor, die Kamera ist irgendwo fest montiert, um ein Ereignis aufzunehmen, von dem Du nicht genau weißt, wann es eintrifft, das aber so schnell wieder vorbei ist, daß Du keine zwei Sekunden Vorlauf hast. Hier wäre es praktisch, wenn Du die Kamera, nachdem Du alle Einstellungen vorgenommen hast, schon mal "vorauslösen" könntest (Fokus, Spiegel hoch, Blende zu) und Du nur noch im richtigen Moment auslösen mußt. Mit zwei Sekunden Vorlauf hast Du hier verloren, also kannst Du in so einer Situation nur ohne Spiegelvorauslösung arbeiten und handelst Dir damit u.U. unnötige Vibrationen ein, in jedem Fall aber eine längere Reaktionszeit der Kamera (Spiegel hoch, Blende zu, Verschluß auf), als wenn einfach nur noch der Verschlußvorhang aufgehen muß.

Oder Du stellst innerhalb der zwei Sekunden fest, daß es doch nicht der richtige Moment war. Hast Du den Auslöser bei der aktuellen Lösung einmal gedrückt, gibt es kein Zurück mehr. Der Zwei-Sekunden-Timer läßt sich (im Gegensatz zum Zehn-Sekunden-Timer) nicht abbrechen. Also geht die Aufnahme verloren. Okay, das ist digital nicht mehr so ein großes Problem, außer Du hast vielleicht noch Blitzgeräte drangekoppelt, die dann auch feuern, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und danach erstmal wieder aufladen müssen. Unter Umständen verpäßt Du aber so gerade den Moment, den Du eigentlch einfangen wolltest. Klar, das ist relativ unwahrscheinlich, aber warum ohne Grund Möglichkeiten und Freiheitsgrade verbauen?

Es ist halt immer schön, wenn sich die Kamera solchen eher speziellen Anforderungen nicht in den Weg stellt. Ein Grund, warum ich die Minolta 9000 AF für eine so einzigartige Kamera halte, liegt gerade darin, daß sie halt in viele Betriebsabläufe immer noch Eingriffsmöglichkeiten bietet. Deshalb würde ich mir eine Wahlmöglichkeit (Custom-Funktion) zwischen verschiedenen Spiegelvorauslösemodi wünschen, etwa so:
Aus2-Sekunden-Vorlauf Kombination mit Abblendtaster (wobei der Abblendtaster wahlweise auch mit Rastverhalten konfigurierbar sein sollte http://www.mi-fo.de/forum/index.php?s=&...st&p=112319 )Erster Druck auf Auslöser löst Spiegelvorauslösung und Blende aus, zweiter Druck löst Verschluß aus ("löschbar" durch Druck auf Abblendtaster)

Viele Grüße,

Matthias


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#100 von 01af , 31.05.2008 09:10

QUOTE (opelgt @ 30. 5. 2008, 22.55 h) Ich frage mich nur was die selbsternannten Experten dauernd mit Spiegelarretierung oder 8 Bildern/Sekunde so fotografieren ...[/quote]
Wenn du dich das fragst, dann kann es mit deiner Phantasie und deiner fotografischen Erfahrung nicht allzu weit her sein.


QUOTE (opelgt @ 30. 5. 2008, 22.55 h) ... dass eine Kamera ohne diese Features gleich "scheiße" ist.[/quote]
"Scheiße" ist eine Kamera immer dann, wenn wichtige Ausstattungsmerkmale unnötigerweise -- d. h. aus Gedankenlosigkeit, aus marktpolitischen Gründen oder um den Benutzer vor seiner eigenen Dummheit zu schützen -- weggelassen wurden (wie z. B. Abblendtaste und Spiegelvorauslösung bei Sony A200, A300 & A350), und erst recht dann, wenn Kameras der Konkurrenz für das gleiche oder nur wenig mehr Geld besser ausgestattet sind.


QUOTE (opelgt @ 30. 5. 2008, 22.55 h) Ernst Haas hat es einst so auf den Punkt gebracht: "The camera doesn't make a bit of difference. All of them can record what you are seeing. But, you have to SEE."[/quote]
Das ist nicht auf den Punkt gebracht, sondern dummdreist dahergeschwafelt. Klar muß der Fotograf sehen und visualisieren können. Aber wenn du einmal versucht hast, Landschaften mit 'ner Minox B zu fotografieren, oder die Reportage eines Sportereignisses mit einer optischen Bank aufzunehmen, oder Insektenmakros mit 'ner Pocketkamera zu machen, oder Wildtieren mit einer Meßsucherkamera aufzulauern, dann wirst du schon merken, was für einen Unterschied die Kamera macht. Du brauchst ja nur einmal eine fremde Kamera zu benutzen, deren Bedienkonzept anders ist als du es magst und gewohnt bist, und du wirst den Tag verfluchen, an dem die Kamera hergestellt worden ist.

-- Olaf


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#101 von Peanuts , 31.05.2008 11:05

QUOTE (01af @ 2008-05-31, 9:10) "Scheiße" ist eine Kamera immer dann, wenn wichtige Ausstattungsmerkmale unnötigerweise -- d. h. aus Gedankenlosigkeit, aus marktpolitischen Gründen oder um den Benutzer vor seiner eigenen Dummheit zu schützen -- weggelassen wurden (wie z. B. Abblendtaste und Spiegelvorauslösung bei Sony A200, A300 & A350), und erst recht dann, wenn Kameras der Konkurrenz für das gleiche oder nur wenig mehr Geld besser ausgestattet sind.[/quote]
Was bin ich froh, dass eine Canon 450D doppelt soviel wie eine Soy A200 kostet.


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#102 von Giovanni , 31.05.2008 11:29

QUOTE (01af @ 2008-05-31, 9:10) "Scheiße" ist eine Kamera immer dann, wenn wichtige Ausstattungsmerkmale unnötigerweise -- d. h. aus Gedankenlosigkeit, aus marktpolitischen Gründen oder um den Benutzer vor seiner eigenen Dummheit zu schützen -- weggelassen wurden (wie z. B. Abblendtaste und Spiegelvorauslösung bei Sony A200, A300 & A350)...[/quote]
... oder zum Beispiel die Abblendtaste bei Nikon DSLRs: Bei den Modellen, die überhaupt eine haben, kann man die Blende nicht verstellen, während man die Abblendtaste gedrückt hält. Eine lustige drücken - drehen - drücken-Sequenz, bis man die richtige Einstellung hat. Irgendwann ist man genervt und sagt "Scheiße" ...


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#103 von opelgt , 31.05.2008 12:01

ZITAt (opelgt @ 30. 5. 2008, 22.55 h) Ich frage mich nur was die selbsternannten Experten dauernd mit Spiegelarretierung oder 8 Bildern/Sekunde so fotografieren ...[/quote]
ZITATWenn du dich das fragst, dann kann es mit deiner Phantasie und deiner fotografischen Erfahrung nicht allzu weit her sein.[/quote]

Ich arbeite noch an mir, um einmal dein hohes Niveau zu erreichen

ZITAT... dass eine Kamera ohne diese Features gleich "scheiße" ist.[/quote]
ZITAT"Scheiße" ist eine Kamera immer dann, wenn wichtige Ausstattungsmerkmale unnötigerweise -- d. h. aus Gedankenlosigkeit, aus marktpolitischen Gründen oder um den Benutzer vor seiner eigenen Dummheit zu schützen -- weggelassen wurden (wie z. B. Abblendtaste und Spiegelvorauslösung bei Sony A200, A300 & A350)[/quote]

Oder weil nicht jeder Benutzer bereit ist, den Aufpreis für 8 Bilder/Sekunde und eine Spiegelarretierung zu zahlen. Weil viele Benutzer diese Features einfach
nicht oder zu selten benötigen. Ob sie damit vor ihrer eigenen Dummheit geschützt wurden?


 
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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#104 von ebarwick , 31.05.2008 12:49

ZITAt (Giovanni @ 2008-05-31, 10:29) ... oder zum Beispiel die Abblendtaste bei Nikon DSLRs: Bei den Modellen, die überhaupt eine haben, kann man die Blende nicht verstellen, während man die Abblendtaste gedrückt hält. Eine lustige drücken - drehen - drücken-Sequenz, bis man die richtige Einstellung hat. Irgendwann ist man genervt und sagt "Scheiße" ...[/quote]

Nichts für ungut - aber dadurch, dass du die Behauptung so oft wiederholst, wird sie auch nicht richtig.
Wenn mir die Funktion wichtig ist, stelle ich die Blendeneinstellung auf den Blendenring um.
Dann kann ich sehr wohl bei gedrückter Abblendtaste jederzeit die Wirkung der gewählten Blende kontrollieren - ganz ohne das nervige Geklapper der Minolta-Modelle.
Geht z. B. auch bei jeder Leica ganz genau so, oder bei meiner XD7, oder...
Kannst du das bei deiner 5D auch?

Grüße
Erhard


Die Welt ist so, wie man sie sieht.
Marion Gräfin Dönhoff


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ebarwick
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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#105 von marcx88 , 31.05.2008 14:46

ZITAt (ebarwick @ 2008-05-31, 12:49) ZITAt (Giovanni @ 2008-05-31, 10:29) ... oder zum Beispiel die Abblendtaste bei Nikon DSLRs: Bei den Modellen, die überhaupt eine haben, kann man die Blende nicht verstellen, während man die Abblendtaste gedrückt hält. Eine lustige drücken - drehen - drücken-Sequenz, bis man die richtige Einstellung hat. Irgendwann ist man genervt und sagt "Scheiße" ...[/quote]Nichts für ungut - aber dadurch, dass du die Behauptung so oft wiederholst, wird sie auch nicht richtig.
Wenn mir die Funktion wichtig ist, stelle ich die Blendeneinstellung auf den Blendenring um.
[/quote]

Um so ärgerlicher, dass genau dieser Blendenring bei allen Neuerscheinungen nicht mehr vorhanden ist. Da wäre es vielleicht an der Zeit diese Funktion in das Gehäuse zu verlagern.
Irgend eine Schwachstelle findet sich bei allen Herstellern.


Liebe Grüße
Marcus


marcx88  
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