RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#61 von Michael H , 28.05.2008 16:33

ZITAt (Mark @ 2008-05-28, 14:13) ZITAt (Michael H @ 2008-05-28, 14:28) Da muss ich nochmal widersprechen. Fuer Sony ist es absolut wichtig, dass passende Objektive von Minolta und Konica Minolta schon existieren. Warum haetten sie sonst das Bayonett uebernommen?[/quote]
Sie haben es wegen eines bestehenden system übernommen. Das war aber nicht mein Punkt. Für jedes Objektiv das Minolta mal verkauft hat bekommt Sony genau gar nichts und de facto kann man mit Objektiven viel mehr Geld verdienen als mit Gehäusen.
Der Punkt ist schlicht und ergriefend, das sich nun die meisten "Altlasten" ein Gehäuse gekauft haben und nun? Es muss mehr her und vor allem mit Mehrwert damit Sony etwas verdient.[/quote]
Genau das passiert doch. Mit den neuen Gehaeusen bleiben die Minoltianer erstmal bei der Stange, und der Umstieg von Minolta auf Sony faellt besonders leicht, eben wegen der Kompatibilitaet. Im Laufe der Zeit werden dann auch die Alteingesessenen Lust auf neue Objektive bekommen, und die kommen dann von Sony. Ich sehe z.B. viele Leute mit dem 28-70/2.8 G, die eine Sony A700 gekauft haben, und die jetzt auf das neue 24-70/2.8 schielen. So bekommt man diesen Markt.

ZITAt (Mark @ 2008-05-28, 14:13) Das ist die Sicht des Verkaufenden, nicht des Käufers. Ich glaube nicht das in diesem "Spiel" die Sicht des Käufers wirklich relevant ist.[/quote]
Wenn die Kaeufer das System wegen mangelnder Kompatibilitaet nicht attraktiv finden, dann werden sie eher gleich zur Konkurrenz wechseln, und dann kann Sony so viele tolle Gehaeuse und Objektive anbieten wie sie wollen, diese Kunden werden sie dann so schnell nicht wiedergewinnen. Die Sicht des Kaeufers kann Sony nicht ignorieren, ausser sie wollen unbedingt am Markt vorbei produzieren.

Wie gesagt, wenn Sony die Sicht der Kaeufer ignorieren wuerde, dann haetten sie Minolta links liegen lassen und haetten ihr eigenes Bayonett definiert.


Das Universum dehnt sich aus, aber ich finde trotzdem keinen Parkplatz. Irgendwas ist da faul!
---
Alle Minolta/Sony-AF-Objektive: http://www.mhohner.de/sony-minolta/lenses.php
Alle Minolta/Sony-AF-Kameras: http://www.mhohner.de/sony-minolta/bodies.php
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Alles Minolta/Sony Zubehör: http://www.mhohner.de/sony-minolta/camera_acc.php
Minolta/Sony F.A.Q.: http://www.mhohner.de/sony-minolta/faq.php


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#62 von manfredm , 28.05.2008 16:59

ZITAt (Mark @ 2008-05-28, 14:51) Das ist eigentlich das einzige was ich wirklich erwarte. Ich trage mich im Moment ernsthaft damit dann doch in das MinAF Bajonett digital zu investieren und hoffe das dies so wie es ist eine Weile wird existieren. Daher kommen eigentlich meine Zweifel, ich habe so überblickt was ich habe und was ich noch bräuchte und da ist nicht allzu viel was Sony im Moment ausser dem gehäuse an mir verdienen könnte.
...
Mark[/quote]
Ja, ist bei mir auch so und so wie es aussieht, wird Sony vorerst nichtmal an dem DSLR Gehäuse an mir verdienen, da ich einen Einstieg in die digitale Welt sicher vorsichtig angehen werde - mit einer gebrauchten Dynax 7D oder Alpha 100 oder so.
Aber es ist sicher nicht die große Mehrheit der altMilolakunden, sie so überreichlich in Ihr System investiert haben, daß sie vorerst quasi gesättigt sind. Die Meisten, die ihr Hobby weiterentwickeln, haben immer auch noch Wünsche!
Manfred


Gruß,
Manfred


 
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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#63 von 01af , 28.05.2008 17:13

QUOTE (Mark @ 28. 5. 2008, 15.51 h) ... aber es geht ja um Neueistieg, um Perspektive.[/quote]
Perspektive, na ja. Diejenigen Käufer, die durch eine umfangreiche Altglassammlung zum Sony-Kauf motiviert sind, schaffen doch auch Perspektive. Darauf sollte so ein Neu- bzw. Quereinsteiger wie Sony nicht verzichten. Das sind -- zu Beginn -- die sichersten Kunden, die erzeugen Umsatz, die laufen dann draußen mit einer Sony-Kamera herum und werden von anderen gesehen, was die allerbeste Werbemaßnahme überhaupt darstellt, und die kaufen über kurz oder lang dann auch das eine oder andere neue Objektiv. Klar -- mittel- und langfristig müssen neue Kundenkreise erschlossen werden, keine Frage. Aber die Altkunden geben eine gute Initialzündung, wenn man diese anspricht.

Und da sehe ich ein Problem. Von allen bisherigen Sony-Alpha-Kameras ist allein die A700 halbwegs ernstzunehmen -- alles andere ist Spielkram. Sony begründet das damit, daß Foto-Laien einen weitaus größeren potentiellen Markt darstellen als Profis und Semiprofis. Das stimmt zwar, rein rechnerisch -- aber warum kauft sich ein Neueinsteiger lieber eine Canon als eine Sony? Weil er bei jeder Gelegenheit die Profis mit den dicken Canons rumlaufen sieht, auf'm Sportplatz, in der Sportschau, in den Nachrichten, überall. Ein Anfänger wäre mit einer Anfängerkamera am besten bedient, doch er kauft am liebsten die Marke, die auch von den Profis goutiert wird. Dann "hat man was richtiges" ... selbst wenn's für den Anfang nur zu einer lausigen EOS 450D mit Kit-Linse langt. Die Kameras einer Firma, die sich auf die Bedürfnisse von Einsteigern und Foto-Laien konzentriert, wird von diesen nicht ernstgenommen werden -- auch wenn das unvernünftig sein mag.

Auch wenn Sony also den Amateurmarkt aufrollen will und am Profimarkt eigentlich gar nicht interessiert ist, müssen sie im Profisegment Präsenz zeigen. Sonst wird Sony langfristig den Ruch einer Marke für Amateure und Touristen, der Minolta letztlich den Hals gebrochen hat, niemals loswerden. Das letzte, was ein (etwas betuchterer) Amateur oder Tourist will, ist, daß man schon an der Marke seiner Kamera erkennen kann, daß er Amateur oder Tourist ist. In dem Segment kann man allenfalls mit Kampfpreisen Erfolg haben; will man als Marke ernstgenommen werden, so muß professioneller Stallgeruch her.

Mit einer Sammlung von Einsteigerkameras wie der A100, A200, A300 und A350 wird das aber nie etwas. Nur die A700 ist als Werkzeug für Fotografen halbwegs ernstzunehmen ... aber selbst bei deren Anblick kommen mir persönlich die Tränen, wenn ich sie mit einer Nikon D300 vergleiche. Tatsächlich besteht der einzige Grund, warum ich noch nicht auf Nikon umgestiegen bin, darin, daß es bei Nikon keine gehäuseintegrierte Bildstabilisatoren gibt. Gäbe es diese, so könnte Sony mich am Arsch lecken -- meiner umfangreichen Minolta-Objektiv-Sammlung zum Trotz. Von den Objektiven bin ich zwar nach wie vor überzeugt, und ich würde ihnen mehr als eine Träne nachweinen -- doch die Sony-Kameras sind bislang genauso Scheiße, wie es die Minolta-Kameras immer gewesen sind. Daß es ein wirklich professionelles Alpha-System geben wird, glaube ich erst, wenn ich's sehe.

Und vorletzte Woche hatte ich Gelegenheit, für wenige Minuten eine Nikon D3 mit eingelegtem Akku und Nikkor 14-24 mm in die Hand zu nehmen. In 25 Jahren hatte noch niemals zuvor eine Kamera einen so starken Haben-will-Reflex ausgelöst wie diese, die geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Und ich fürchte, die Sony Alpha Pro (alias "A900" wird der Nikon D3 ebenso wenig das Wasser reichen können, wie es die A700 der D300 nicht kann.

Egal, was es mich kostet -- sobald Nikon den gehäuseintegrierten Stabilisator einführt (und Sony bis dahin nicht endlich zu Potte gekommen ist), wird Sony einen Kunden weniger und Nikon einen mehr haben.

-- Olaf


Politische Korrektheit und Vernunft sind nicht miteinander vereinbar, Am-Stock-Gehen ist eine Sportart, und Minolta baut keine Kameras mehr.


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#64 von anna_log , 28.05.2008 17:52

ZITAt (01af @ 2008-05-28, 16:13) [...]sobald Nikon den gehäuseintegrierten Stabilisator einführt (und Sony bis dahin nicht endlich zu Potte gekommen ist), wird Sony einen Kunden weniger und Nikon einen mehr haben.

-- Olaf[/quote]


Genau das werden die wohl nicht tun, siehe Einführung des VR in Teles ab 400 mm oder 105er Macro. Als Nutzer der F6 begrüße ich das natürlich.


Gruß
Matthias

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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#65 von 01af , 28.05.2008 18:12

QUOTE (anna_log @ 28. 5. 2008, 17.52 h) Genau das werden die wohl nicht tun, siehe Einführung des VR in Teles ab 400 mm oder 105er Makro.[/quote]
Nun -- wenn gehäuseintegrierte Stabilisatoren eingeführt würden, müßte man ja nicht aufhören, VR-Objektive zu bauen. Man müßte nur ein geschicktes Bedienkonzept erfinden, welches die Trottel dieser Welt daran hindert, beide Stabilisatoren zugleich einzuschalten, wenn ein VR-Objektiv auf einem stabilisierten Gehäuse eingesetzt wird. Oder -- besser noch -- man müßte die Kommunikation zwischen beiden Systemen so perfektionieren, daß sie einander ergänzen statt unabhängig voneinander (und damit kontraproduktiv) zu werkeln. So könnte sich etwa das VR um die niederfrequenten und zugleich der Sensor-Stabi um die hochfrequenten Schwingungen kümmern.

Doch ich fürchte, du hast recht -- leider. Ich denke zwar, langfristig kommt kein Hersteller von DSLR-Kameras um gehäuseintegrierte Stabilisatoren herum. Doch allzu bald wird das wohl nicht kommen ...

-- Olaf


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#66 von Neki , 28.05.2008 18:29

QUOTE (nonova @ 2008-05-28, 14:42) QUOTE (marcx88 @ 2008-05-28, 11:40) In FoMag 06/2008 (Seite 38) ist das entsprechende Interview mit Christian Rauch (Sony Manager) zu lesen. Daraus geht hervor das die angekündigte Highend SLR (Alpha 900) im semiprofessionellen Bereich eingeordent wird. Der Aufbau eines Service für professionelle Fotografen ist Zukunftsmusik und das momentane Angebot sei für den Profi noch nicht ausreichend.[/quote]

Da steht aber nicht dass der Profi-Service Zukunftsmusik ist, sondern dass Sony einen entsprechenen renommierten Dienstleister gefunden hat. Für viele Profis wäre das Alpha System jetzt schon ausreichend.
[/quote]
Mir ist immer noch nicht klar, was Sony vorhat: Kommt jetzt die von David Kilpatrick "Pro Alpha" genannte Flagship-Kamera mit einem dekorativen Dislpay in den Handel, und jeder, der sich das Ding hinstellt, ist dann "Pro Center"? Oder wird wirklich langsam ein ernsthafter Service aufgebaut? Das erscheint mir grundsätzlich wichtiger als die ein oder andere Lücke im Objektivprogramm (obwohl ich dort auch viele Wünsche hätte - gerne auch DT-Festbrennweiten, aber an die glaub ich leider nicht).

Ich finde es nicht verwunderlich, dass sich die Marketing-Wortwahl im Bezug auf "Pro" in einzelnen Ländern unterscheidet. Dass das System jetzt noch nicht ernsthaft als professionell einzustufen ist widerspricht m.E. auch nicht der Tatsache, dass ein Profi in gewissen Bereichen mit dem System arbeiten kann.

Aber zu einem - sagenwirmal: "profitauglichen" Service gehört m.E. eine größere Verbreitung im lokalen Fachhandel incl. der Möglichkeit, Geräte ausleihen zu können (im Servicefall Ersatz ausgehändigt zu bekommen). Dazu kommt dann vielleicht noch ein Express-Reparatur-Service oder Präsenz bei Großveranstaltungen. Letzteres ist ja sicher wirklich Zukunftsmusik, aber ersteres mein größter Wunsch für die Alpha-Zukunft.

Meiner Beobachtung nach hat Sony im Foto-Fachhandel doch einen ziemlichen Nachholbedarf. Mir kam es bislang so vor, als dachte Sony sich, wenn man nur genug Kits in Elektro-Supermärkten, Sony-Centern und im Internet absetzt, würde der Fachhandel irgendwann nicht mehr daran vorbeikommen. Mag ja sogar was dran sein, mir wäre eine andere Absatzstrategie aber trotzdem lieber. Und wenn man wirklich in Richtung "Ambitionierter Amateur" und "Pro" gehen will, wird man m.E. nicht umhin kommen, auf den altmodischen Fachhandel zuzugehen. Vielleicht ist der deutsche Markt auch ein bisschen anders als in vielen anderen Ländern: Eine bedeutende überregionale Kette gibt es ja eigentlich nicht (vielleicht abgesehen vom Ringfoto-Verbund).

Wie sind denn eure Erfahrungen damit (habe noch die Gregor-Hausmesse in Erinnerung...)?

Beste Grüße
Neki

edit: Hausmesse bei Lichtblick in Konstanz am 29.05.2008: Nicht vertreten: Sony


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#67 von optical , 28.05.2008 19:21

QUOTE (Neki @ 2008-05-28, 18:29) Und wenn man wirklich in Richtung "Ambitionierter Amateur" und "Pro" gehen will, wird man m.E. nicht umhin kommen, auf den altmodischen Fachhandel zuzugehen. Vielleicht ist der deutsche Markt auch ein bisschen anders als in vielen anderen Ländern: Eine bedeutende überregionale Kette gibt es ja eigentlich nicht (vielleicht abgesehen vom Ringfoto-Verbund).[/quote]

Soviel ist vom altmodischen Fachhandel ja nicht mehr übriggeblieben, Kameras & Zubehör werden möglichst billig über Internet geordert, genauso großformatige Abzüge. Ketten wie Photo Porst & Ringfoto sind massiv geschrumpft. Andere sind jedoch präsenter geworden, zum Beispiel http://www.calumetphoto.de/, die sogar interational vertreten sind, bzw. hier den Ursprung haben. Alles in allem ist Sony aber mit der Marke "alpha" präsenter in Werbung & Medien als Minolta oder Konica - Minolta es in den letzten 20 Jahren war.


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#68 von marcx88 , 28.05.2008 19:31

ZITAt (marcx88 @ 2008-05-28, 11:40) In FoMag 06/2008 (Seite 38) ist das entsprechende Interview mit Christian Rauch (Sony Manager) zu lesen. Daraus geht hervor das die angekündigte Highend SLR (Alpha 900) im semiprofessionellen Bereich eingeordent wird. Der Aufbau eines Service für professionelle Fotografen ist Zukunftsmusik und das momentane Angebot sei für den Profi noch nicht ausreichend.[/quote]
ZITAt (nonova @ 2008-05-28, 15:42) Da steht aber nicht dass der Profi-Service Zukunftsmusik ist, sondern dass Sony einen entsprechenen renommierten Dienstleister gefunden hat.[/quote]
Zitat:
"... Wir arbeiten mit Hochdruck an einer ganzheitlichen Lösung für die Zukunft..."
ZITAt (nonova @ 2008-05-28, 15:42) Für viele Profis wäre das Alpha System jetzt schon ausreichend.[/quote]
Zitat:
"... Dazu zählt ganz klar auch der Profi, für den unser Produktangebot derzeit sicherlich noch nicht umfassend genug ist. ..."


Die größte Lücke besteht Meiner Meinung in dem Fehlen eines hochwertigen Zooms im Bereich Standard-Halbformat bzw. Weitwinkel-Vollformat. Es gibt einfach kein 16/17-35mm 2.8 und das 17-35mm 3.5 wurde nicht weitergeführt. Gut so was wird sicherlich kommen. Also Geduld..


Liebe Grüße
Marcus


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#69 von nonova , 28.05.2008 20:12

QUOTE (01af @ 2008-05-28, 16:13) .... Sony begründet das damit, daß Foto-Laien einen weitaus größeren potentiellen Markt darstellen als Profis und Semiprofis. Das stimmt zwar, rein rechnerisch -- aber warum kauft sich ein Neueinsteiger lieber eine Canon als eine Sony? Weil er bei jeder Gelegenheit die Profis mit den dicken Canons rumlaufen sieht, auf'm Sportplatz, in der Sportschau, in den Nachrichten, überall. Ein Anfänger wäre mit einer Anfängerkamera am besten bedient, doch er kauft am liebsten die Marke, die auch von den Profis goutiert wird. Dann "hat man was richtiges" ... selbst wenn's für den Anfang nur zu einer lausigen EOS 450D mit Kit-Linse langt. Die Kameras einer Firma, die sich auf die Bedürfnisse von Einsteigern und Foto-Laien konzentriert, wird von diesen nicht ernstgenommen werden -- auch wenn das unvernünftig sein mag.

-- Olaf[/quote]

Da wäre ich mir nicht so sicher; viele Kunden steigen heute von einer kompakten DSC auf DSLR um, und da ist Sony zusammen mit Canon eigentlich Marktführer und hat relativ gute Kameras seit Jahren auf dem Markt gehabt. Wennn also jemand mit seiner Cyber-shot Schiess mich tot hochzufrieden war, wird er sicherlich auch Sony Alpha in Erwägung ziehen...
Der Zugpferd/Imageeffekt von sog. Profikameras für normaler Konsumenten wird wahrscheinlich auch überschätzt, bzw. ich habe ihn noch nirgends belegt gesehen. Für Profilierungsdeppen ist das wichtig, aber die sind nicht die Mehrheit...


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#70 von Eugene ( gelöscht ) , 28.05.2008 20:25

ZITAt (nonova @ 2008-05-28, 19:12) Da wäre ich mir nicht so sicher; viele Kunden steigen heute von einer kompakten DSC auf DSLR um, und da ist Sony zusammen mit Canon eigentlich Marktführer und hat relativ gute Kameras seit Jahren auf dem Markt gehabt. Wennn also jemand mit seiner Cyber-shot Schiess mich tot hochzufrieden war, wird er sicherlich auch Sony Alpha in Erwägung ziehen...
Der Zugpferd/Imageeffekt von sog. Profikameras für normaler Konsumenten wird wahrscheinlich auch überschätzt, bzw. ich habe ihn noch nirgends belegt gesehen. Für Profilierungsdeppen ist das wichtig, aber die sind nicht die Mehrheit...[/quote]

Genauso sieht ist das mit dem Sony Zielmarkt.
Neben den "Profilierungsdeppen" sehen das noch die Foren-Sumpf-Schnecken nicht so, die die so tief im Sumpf stecken, dass sie ihre Perspektive unmöglich wechseln können. Tritt man aus Versehen drauf, sprühen sie grünes Gift, also hab Acht.


Eugene

RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#71 von nonova , 28.05.2008 21:01

QUOTE (01af @ 2008-05-28, 16:13) -- doch die Sony-Kameras sind bislang genauso Scheiße, wie es die Minolta-Kameras immer gewesen sind. Daß es ein wirklich professionelles Alpha-System geben wird, glaube ich erst, wenn ich's sehe.
-- Olaf[/quote]

Das ist mal ein Wort! Es ist was Wahres dran. Das Leben ist zu kurz für Scheiss-Kameras.


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#72 von Eugene ( gelöscht ) , 28.05.2008 21:04

Jetzt verstehe ich so manchen verbitterten Kommentar, den ich in diesem Forum lesen durfte. Zwangsaufenhalt trotz S&$%.. Kameras scheint mir die Ursache zu sein.


Eugene

RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#73 von nonova , 28.05.2008 21:47

QUOTE (01af @ 2008-05-28, 17:12) QUOTE (anna_log @ 28. 5. 2008, 17.52 h) Genau das werden die wohl nicht tun, siehe Einführung des VR in Teles ab 400 mm oder 105er Makro.[/quote]
Nun -- wenn gehäuseintegrierte Stabilisatoren eingeführt würden, müßte man ja nicht aufhören, VR-Objektive zu bauen. Man müßte nur ein geschicktes Bedienkonzept erfinden, welches die Trottel dieser Welt daran hindert, beide Stabilisatoren zugleich einzuschalten, wenn ein VR-Objektiv auf einem stabilisierten Gehäuse eingesetzt wird. Oder -- besser noch -- man müßte die Kommunikation zwischen beiden Systemen so perfektionieren, daß sie einander ergänzen statt unabhängig voneinander (und damit kontraproduktiv) zu werkeln. So könnte sich etwa das VR um die niederfrequenten und zugleich der Sensor-Stabi um die hochfrequenten Schwingungen kümmern.

Doch ich fürchte, du hast recht -- leider. Ich denke zwar, langfristig kommt kein Hersteller von DSLR-Kameras um gehäuseintegrierte Stabilisatoren herum. Doch allzu bald wird das wohl nicht kommen ...

-- Olaf

[/quote]

Ich glaube auf cameralabs.com hat mal jemand ein IS Objektiv (Leica) auf einer Olympus 510 mit integriertem Stabi getestet und beide Systeme konnten sogar gemeinsam aktiv sein. Funktionierte nicht.


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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#74 von matthiaspaul , 28.05.2008 22:15

ZITAt (nonova @ 2008-05-28, 21:47) ZITAt (01af @ 2008-05-28, 17:12)
Man müßte nur ein geschicktes Bedienkonzept erfinden, welches die Trottel dieser Welt daran hindert, beide Stabilisatoren zugleich einzuschalten, wenn ein VR-Objektiv auf einem stabilisierten Gehäuse eingesetzt wird. Oder -- besser noch -- man müßte die Kommunikation zwischen beiden Systemen so perfektionieren, daß sie einander ergänzen statt unabhängig voneinander (und damit kontraproduktiv) zu werkeln. So könnte sich etwa das VR um die niederfrequenten und zugleich der Sensor-Stabi um die hochfrequenten Schwingungen kümmern.[/quote]
Ich glaube auf cameralabs.com hat mal jemand ein IS Objektiv (Leica) auf einer Olympus 510 mit integriertem Stabi getestet und beide Systeme konnten sogar gemeinsam aktiv sein. Funktionierte nicht.
[/quote]
Ohne, daß die Systeme voneinander wissen und gemeinsam statt nur gleichzeitig zu stabilisieren zu versuchen, kann das auch nicht funktionieren. Die Regelalgorithmen müssen von bestimmten Charakteristika der Schwingungen ausgehen und versuchen diese auszuregeln. Wenn beide Systeme nichts voneinander wissen, regeln sie beide so, als ob sie das einzige Stabilisierungssystem wären, mit der Folge, daß der Fehler überkompensiert wird. Würden die Systeme nicht gyrobasiert, sondern videobasiert arbeiten, also eine direkte optische Rückkopplung bestehen, könnten sich die Systeme während des Versuchs, zu kompensieren, sogar gegenseitig aufschaukeln. D.h. es ist gut möglich, daß die Resultate dann schlechter sind, als komplett ohne Bildstabilisierung.

Mit anderen Worten: Einfach zwei Systeme in Reihe zu schalten, funktioniert nicht. Die beiden System müßten voneinander wissen und in einer zentral gesteuerten konzertierten Aktion das Bild stabilisieren. Dann, aber nur dann, hätte eine solche Doppellösung ein gewisses Potential, da sich die Bedingungen, unter denen die Systeme ihr jeweiliges Stabilisierungsoptimum haben, unterscheiden. Dort, wo das eine System schwächelt, könnte dann das andere System übernehmen. Das kann sich auf die Schwingungesfrequenz beziehen, aber auch auf die Amplitude.

Viele Grüße,

Matthias


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have been due to individuals of whom the majority faced virulent public opposition."
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RE: Sony bekennt sich zum professionellen Alpha-System

#75 von nonova , 28.05.2008 22:27

QUOTE (matthiaspaul @ 2008-05-28, 21:15) QUOTE (nonova @ 2008-05-28, 21:47) QUOTE (01af @ 2008-05-28, 17:12)
Man müßte nur ein geschicktes Bedienkonzept erfinden, welches die Trottel dieser Welt daran hindert, beide Stabilisatoren zugleich einzuschalten, wenn ein VR-Objektiv auf einem stabilisierten Gehäuse eingesetzt wird. Oder -- besser noch -- man müßte die Kommunikation zwischen beiden Systemen so perfektionieren, daß sie einander ergänzen statt unabhängig voneinander (und damit kontraproduktiv) zu werkeln. So könnte sich etwa das VR um die niederfrequenten und zugleich der Sensor-Stabi um die hochfrequenten Schwingungen kümmern.[/quote]
Ich glaube auf cameralabs.com hat mal jemand ein IS Objektiv (Leica) auf einer Olympus 510 mit integriertem Stabi getestet und beide Systeme konnten sogar gemeinsam aktiv sein. Funktionierte nicht.
[/quote]
Ohne, daß die Systeme voneinander wissen und gemeinsam statt nur gleichzeitig zu stabilisieren zu versuchen, kann das auch nicht funktionieren. Die Regelalgorithmen müssen von bestimmten Charakteristika der Schwingungen ausgehen und versuchen diese auszuregeln. Wenn beide Systeme nichts voneinander wissen, regeln sie beide so, als ob sie das einzige Stabilisierungssystem wären, mit der Folge, daß der Fehler überkompensiert wird. Würden die Systeme nicht gyrobasiert, sondern videobasiert arbeiten, also eine direkte optische Rückkopplung bestehen, könnten sich die Systeme während des Versuchs, zu kompensieren, sogar gegenseitig aufschaukeln. D.h. es ist gut möglich, daß die Resultate dann schlechter sind, als komplett ohne Bildstabilisierung.

Mit anderen Worten: Einfach zwei Systeme in Reihe zu schalten, funktioniert nicht. Die beiden System müßten voneinander wissen und in einer zentral gesteuerten konzertierten Aktion das Bild stabilisieren. Dann, aber nur dann, hätte eine solche Doppellösung ein gewisses Potential, da sich die Bedingungen, unter denen die Systeme ihr jeweiliges Stabilisierungsoptimum haben, unterscheiden. Dort, wo das eine System schwächelt, könnte dann das andere System übernehmen. Das kann sich auf die Schwingungesfrequenz beziehen, aber auch auf die Amplitude.

Viele Grüße,

Matthias
[/quote]

Ja schon klar; ich gehe auch davon aus, dass wir so ein Kombi-System erstmal nicht sehen werden. Gibt es eigentlich schon Vergleichstests mit der Olympus E3? Olympus behauptet 5 EV Stufen Verwacklungsschutz. Sony lehnt sich da nicht so weit aus dem Fenster.


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