RE: Minolta SR-Objektive an der Digitalkamera

#1 von Phillip , 07.11.2013 11:48



Vorwort
Viele von euch haben eine mehr oder minder große Sammlung an manuellen Minolta Objektiven im Schrank haben die nicht mehr genutzt werden und fragen sich gleichzeitig wie es möglich ist die Objektive an einer Digitalkamera zu nutzen.

Ich möchte mit dieser Einführung euch die Nutzung eurer Rokkore an einer digitalen Kamera schmackhaft machen, weil ich aus eigener Erfahrung weiß wieviel Spaß das macht.

Kamerawahl
Zuerst ist die Frage zu klären welchen Kameratyp man nutzen möchte.

Zur Wahl stehen einerseits Spiegelreflexkameras und andererseits spiegellose Systemkameras. Der Hauptunterschied zwischen beiden Typen von Kamera ist, dass man bei eine Spiegllosen keinen optischen Sucher hat sondern auf einem elektronsichen Display oder in einem elektronischen Sucher eine Livebild betrachtet.

Ihr könnt hier im Forum lange Diskussionen über Vor- und Nachteile eines optischen oder elektronischen Suchers nachlesen, wobei beide Technologien ihre Anhänger haben. Um herauszufinden welches System einem besser liegt hilft nur Ausprobieren.

DSLR
Wenn es eine Digitale Spiegelreflex (DSLR) werden soll ist die Verwendbarmachung der aufwendiger oder nur mit Einschränkung möglich, als dies mit einer spiegellosen Systemkamera der Fall ist.

Das Problem ist, dass Minolta SR-Objektive für ein Auflagemaß von 43.5 mm gerechnet sind, moderne DSLR Systeme haben alle ein größeres Auflagemaß (Canon EF 44mm, Sony A 44.5mm, Nikon 46.5mm und Pentax 45.46mm). Adapter sind aber nur für Objektive mit einem höheren Auflagemaß als dem der verwendeten Kamera möglich (es gibt noch andere mechanische Vorraussetzungen aber wenn es schon am Auflagemaß scheitert kann man es vergessen).

Eins vorneweg: Mit den normalen Mattscheiben ist es meist schwierig zu Fokussieren da sie auf Helligkeit optimiert sind. Will man lichtstarke Objektive verwenden ist es empfehlenswert eine spezielle Mattscheibe zu verwenden die für das manuelle Fokussieren optimiert ist. Nachteil ist dann allerdings, dass das Bild beim Abblenden schneller dunkel wird.

Um das Problem des geringen Auflagemaßes zu umgehen gibt es fünf mir bekannte Möglichkeiten.

1. Adapter mit optischem Korrekturelement.
Diese Adapter wirken wie leichte Telekonverter (üblicherweise Faktor 1.2) und resultieren meistens in deutlich verschlechtereter Abbildungsleistung.
Unser Forumsmitglied Stevemark meinte einmal dass er einen Adapter hatte der mit einem 2.5/100 sehr gut harmonierte und vermutete das der Adapter auf dieses Objektiv hin grechnet sei.
Im Allgemeinen würde ich von diesen Adaptern aber die Finger lassen, weil die Qualität so leidet.

Außerdem gab es beim Übergang vom SR-Bajonett auf das A-Bajonett einen Adapter der ein 2-fach Telekonverter mit objektivseitigem SR-Bajonett und kameraseitigem A-Bajonett. Heute sind diese Adapter selten und die Alltagstauglichkeit ist sicherlich eingeschränkt.

Einen ähnlichen Adapter gab es auch von Sigma einen 1.6 fachem Telekonverter mit dem die manuellen Objektive AF-Unterstützung bekommen! Leider funktionieren diese Adapter aber nur an den Gehäusen der ersten Generation (AF 5-/7-/9000).

Wesentlich detailierter hat Matthias das ganze nocheinmal in diesem Beitrag erläutert.

2. Adapter ohne optisches Element
Diese Adapter sind bei Ebay günstig zu haben und für verschiedene Anschlüsse zu haben, man sollte darauf achten das sie einen ausreichen großen Innendurchmesser haben.
Sie wirken wie ein Zwischenring, d.h. man kann Objektive nicht mehr auf Unendlich fokussieren und sie nur in einem Nahbereich verwenden.

Der verwendbare Fokusbereich hängt dabei von der Brennweite des Objektivs ab, je größer diese ist, desto weiter entfernte Objekte lassen sich fokussieren.
Mit einem Minolta MC 1.2/58 ist es ca. ein halber Meter.
Die Portraitobjektive wie ein 2.8/135 lassen sich auf ca. 1.5 m fokussieren und somit an einer Vollformatkamera durchaus für Portraits einsetzen.
Ein 8/500 Spiegeltele konnte ich an einer Canon 5dII bis auf ca. 50m fokussieren.
Auch die Verwendung von Makroobjektiven auf diesem Wege kann sinvoll sein.

Beispielbild 1: mit glaslosem Adapter an eine Canon 5dII adaptiertes Minolta MC 1.2/58.


Beispielbild 2: mit glaslosem Adapter an eine Canon 5dII adaptiertes Minolta MC Macro 2.5/100 an der Ferngrenze.


3. Reversibler Austausch des Bajonetts
Das Minolta MC 1.4/58 und 1.2/58 sind so konstruiert, dass es möglich ist das Minolta MC Bajonett reversibel gegen ein speziell angefertigtes Sony A- oder Canon EF-Bajonett auszutauschen.
An einer Sony DSLR/SLT kann dann auch die unendlich Stellung erreicht werden.
An einer Canon 5d (1,2 oder 3) ist ohne weiteres damit leider kein unendlich zu erreichen, da das Objektiv mit dem Spiegel kollidiert. Man muss um unendlich zu erreichen entweder den Spiegel oder das Objektiv beschleifen.
Wie man einen solchen Adapter kostengünstig und ohne Spezialbohrmaschine fürs A-Bajonett baut habe ich einmal hier beschrieben: Minolta Rokkor 58/1,4 für A-Bajonett modifizieren
Minolta MC 1.2/58 auf Canon EF Adapter Ich habe hier auch noch einen solchen Adapter den ich nicht mehr benötige, bei Bedarf bitte melden.
Adapter von Jim Buchanan (möglicherweise bietet er auch aktuell welche an, einfach fragen, falls ihr keinen Account in dem Forum anlegen wollt frage ich auch gerne für euch)
Umbau auf Canon EF Bajonett

Beispielbild 3: Minolta MC 1.2/58 mit EF-Bajonett an einer Canon 5dII


4. Irreversibler Umbau des Objektivs
Hier müssen passionierte Minolta Liebhaber etwas leiden: Es gibt zahlreiche Umbauten bei denen Rokkoren ein neues Bajonett "eingepflanzt" wird. Danach sind sie nicht mehr an einer Kamera mit SR-Bajonett zu verwenden.
Auf dieser Website gibt es dafür Zahlreiche Dokumentationen: 4photos

Besonders saubere Umsetzungen könnt ihr hier betrachten: Minolta MD Rokkor 1.2/50mm | Umbau Minolta MC Rokkor 1.7/85mm

5. Umrüstung einer Kamera auf das SR-Bajonett
Hierbei wird das originale Bajonett einer Kamera entfernt und durch ein Minolta SR-Bajonett ersetzt.
Der Vorteil ist, dass dann alle Objektive verwendet werden können.
Der große Nachteil, dass man die Kamera dann nur noch mit SR-Optiken verwenden kann und das eine solche Operation weder einfach noch ohne Risiko für die Kamera ist.

Hier ist ein solcher Umbau furs EF-Bajonett dokumentiert, inkl. Evaluation einiger Objektive dokumentiert
Stevemark hat seine A900 auch einmal mit einem SR-Bajonett ausgestattet, konnte die Objektive allerdings nicht verriegeln und hat die Kamera vorallem zum Testen von Objektiven genutzt.

All diese beschrieben Verrenkungen waren nötig um das Problem des hohen Auflagemaßes moderner DSLRs zu umgehen. Glücklicherweise gibt es seid einigen Jahren einen Kameratyp der auf den Spiegel verzichtet aber gleichzeitig ein Wechselbajonett und großen Sensor bietet.

Spiegellose Systemkameras, haben ein deutlich kürzeres Auflagemaß als Spiegelreflexkameras und deshalb ist die Adaptierung von Rokkoren (und anderen) sehr einfach. Man kann einfach einen Adapter kaufen und dann problemlos alle Objektive mit SR-Bajonett verwenden (eine Ausnahme stellen die symmetrischen 21mm Weitwinkelobjektive dar).

Es gibt im aktuell 5 große Hersteller von spiegellosen Systemkameras mit großem Sensor.

Im folgenden findet ihr eine sehr kurze Vorstellung der Kamerasysteme. Es liegt in der Natur der Sache, dass dies keine erschöpfende Kaufberatung ist sondern nur einen ersten Eindruck vermitteln soll der sicherlich auch durch meine eigene Meinung gefärbt ist.

Fuji bietet mit der XE-1 eine Kamera im Retrodesign an, deren wesentliche Merkmale einen eingebauten Sucher, sehr gute JPG Qualität und ein APS-C Sensor sind, der Sensor ist halb so groß wie das Kleinbildformat.
Gebraucht ist die XE-1 um 250¤ zu haben. Es gibt auch noch ein paar andere Modelle mit demselben Bajonett, z.B. die aktuelle X-T1 welche einen deutlich verbesserten Sucher und einen ausgeprägteren Griff hat, für den Einsteig ins Altglas ist sie aber sehr teuer.Olympus/Panasonic beide Hersteller bieten Kameras mit dem selben Bajonett an, der Sensor hat hier aber nur 1/4 der Größe des KB-Formats. In der Folge nutzt die Kamera nur einen kleinen Ausschnitt des Bildkreises und ein 50mm Objektiv verhält sich auf einmal wie ein 100mm Ojektiv an einer Kleinbildkamera (siehe auch crop-Faktor am Ende des Artikels). Das ist schade, denn insbesondere die Olympus OM-D E5 ist eine höchst interessante Kamera mit sehr effektivem eingebautem Bildstabilisator und gutem elektronischen Sucher. Gebraucht liegt die Kamera ohne Objektiv um 400¤.Samsung bietet auch ein System von Kameras mit Sensoren in APS-C Größe an. Die inzwischen bezahlbare NX-300 bietet Focuspeaking, bei der die (gebraucht-)preislichlich sehr attraktiven NX-20 ist eine Verschiebung der Sucherlupe leider nicht möglich und sie produziert unansehliche JPGs.Canon hat eine einzige spiegellose Systemkamera herausgebracht, die EOS-M. Die Kamera hat leider kein Klappdisplay welches beim manuellen Fokussieren sehr wichtig ist und auch der Sensor liefert eine geringere Bildqualität als die anderen hier besprochenen Kameras.Sony bietet das nach meiner Einschätzung mit den Nex Kameras das beste System für die Adaption.
Die meisten Kameras verwenden einen APS-C Sensor, haben alle ein Klappdisplay und sind sehr kompakt. Hauptkritikpunkt ist eine verkorkste Menüstruktur bei den Nex kameras (die aber sobald die Kamera einmal eingestellt ist meist kein Problem mehr darstellt).
Für die Adaption würde ich entweder eine gebrauchte NEX-5n (unter 200¤) oder eine gebrauchte NEX-6 um 300¤ empfehlen.
Die aktuelle a6000 hat eine bessere Menüstruktur und ein klein wenig bessere Bildqualität, wenn es rein um manuelle Objektive geht würde ich sie aber nicht empfelen.
Außerdem hat Sony im Herbst 2013 die Alpha 7 und 7r vorgestellt welche jeweils einen großen Sensor im KB-Format nutzen. Mit gut 1200¤ (A7) bzw. 1700¤ (A7r) spielen die Kameras freilich im gehobenen Preisbereich.
Ich selbst nutze eine Alpha 7 und kann sie nur wärmstens empfehlen auch viele Rokkore machen am Vollformat eine gute Figur und ich finde dass der Charakter der Objektive viel besser rüber kommt. Im Weitwinkelbereich reizen Rokkore zum Teil den 24MP Sensor nicht aus, aber ab 28mm gibt es hervorragende Objektive mit denen Aufnahmen sehr hoher Qualität möglich sind.


Adapterwahl

Okay, jetzt hat man sich eine Kamera besorgt, einfachheitshalber nehme ich mal an dass es eine Sony Nex ist, und möchte jetzt seine Rokkore an die Kamera anschließen.

Dafür benötigt man einen Adapter. Für den Einstieg reicht eigentlich ein günstiges Modell welches man bei ebay für um die 10¤ kaufen kann. Alternativ gibt es auch von der Firma Novoflex Adapter made in Germany für um 125¤. Bisher war ich mit den günstigen Adaptern aber zumeist zufrieden.


Sollte man zum günstigen China Adapter gegriffen haben, so würde ich eine kurzen Check empfehlen:


Erreicht das Objektiv unendlich? am besten ein Weitwinkelobjektiv verwenden und gucken, ob man ein sehr weit entferntes Objekt scharf stellen kann.
(Hintergrund: Die meisten Adapter haben ein etwas geringeres Auflagemaß, so dass man über unendlich hinaus fokussieren kann. Das ist sinvoll weil die viele ältere Objektive ungenau auf unendlich justiert sind, an analogen Kameras fiel das nicht auf, an der deutlich höher auflösenden Nex würde es auffallen, man könnte mit einem perfekt justierten Adapter ein sehr weit entferntes Objekt nicht scharf stellen.Hat das Objektiv Spiel? Das Objektiv sollte fest im Adapter sitzen ohne dass man Gewalt anwenden muss es rein zu drehen. Wenn man die Drehrichtung des Fokusrings ändert sollte das Bild auch mit der Fokuslupe keinen Sprung machen. Minimales Spiel haben aber auch Systemobjektive, da ist ganz normal.Sitzt der Adapter ohne störendes Spiel an der Kamera?

Falls einer der Punkte nicht zutrifft würde ich mich einfach an den Anbieter wenden, die sind nach meiner Erfahrung kooperativ.

Fokussieren
Mit einer spiegellosen Systemkameras verwendet man entweder das Display welches in der Regel vertikal klappbar ist oder einen elektronsichen Sucher zum Fokussieren.

Aktiviert man die Sucherlupe, so wird ein kleiner Ausschnitt des Bildes vergrößert dargestellt und es ist möglich sehr präzise zu fokussieren.

Auch lässt sich bei den meisten Kameras so genanntes Focuspeaking zuschalten welches Kontrastkanten hervorhebt und das Fokussieren erleichtert.
Eine 100%ige Fokussierung in der unvergrößerten Vollansicht ist damit meistens nicht möglich, aber es ist hilfreich wenn man schnell Fokussieren muss und auch um in der vergrößerten Ansicht den genauen Fokuspunkt zu finden.

Persönlich macht mir die Fotografie mit Systemkameras deutlich mehr Spaß und führt zu besseren Ergebnissen, als wenn ich eine DSLR verwende. Gleichzeitig gibt es Fotografen die auf optischen Sucher und ein großes, griffiges Gehäuse nicht verzichten möchten.
Herauszufinden ob einem diese Art der Fotografie liegt ist nicht besonders teuer: Für unter 300¤ bekommt man (eine gebrauchte) Kamera + Adapter und kann diese bei Nichtgefallen ohne große Verluste wieder verkaufen.

Bildqualität
Die erreichbare Bildqualität ist sehr gut und viele moderne Zooms kommen nicht an das Leistungsniveau der alten Rokkore heran.

Stevemark hier aus dem Forum hat sehr viele Minoltas an der NEX-5n getestet, seine Ergebnisse findet ihr hier[&url.

Bildbeispiele gibt es
hier im Forum einige, aber auch in diesem [url=http://www.flickr.com/photos/birnenbaumgarten/sets/72157631555330011/]flickr-set von mir.

An der Vollformat NEX-a7r habe ich auch schon einige Rokkore testen können und sie machten eine recht gute Figur.



FAQ


Was hat es mit dem Crop Faktor auf sich?
Der in den meisten Kameras wie z.B. der Sony Nex Serie verwendete Sensor hat das APS-C Format, das heißt der Sensor ist ca. 18x24mm groß, also in etwa halb so groß wie das Kleinbildformat von 24x36mm.
Dies hat - wenn man nur den Bildausschnitt betrachtet - den selben Effekt, wie wenn man an einer Kleinbildkamera ein Objektiv mit 1.5 facher Brennweite verwenden würde. Also z.B. statt einem 200mm Objektiv ein 300mm Objektiv.


Ein 1.4/50 Objektiv verhält sich an einer APS-C Kamera wie ein 2/75 Objektiv.


Beispielhaft habe ich es einmal in einem Bild illustriert:



Beispielbilder
Um euch lust auf Minolta Altglas zu machen ein paar Bildbeispiele














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RE: Minolta SR-Objektive an der Digitalkamera

#2 von stevemark , 08.11.2013 15:10

ZITAT(Phillip @ 2013-11-07, 11:48) ...
[*]Samsung bietet auch ein System von Kameras mit Sensoren in APS-C Größe an, ich würde es aber für die Adaption aus diversen Gründen nicht empfehlen
...[/quote]

Kannst Du das noch etwas präzisieren? Bei den andern Herstellern führst Du ja nachvollziehbare Kriterien an - bei dieser Zeile über Samsung vermisse ich sie hingegen ein wenig

Merci & Gruess, Steve


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RE: Minolta SR-Objektive an der Digitalkamera

#3 von boxer62 ( gelöscht ) , 08.11.2013 20:35

ZITAT(Phillip @ 2013-11-07, 11:48) ...Samsung bietet auch ein System von Kameras mit Sensoren in APS-C Größe an, ich würde es aber für die Adaption aus diversen Gründen nicht empfehlen
...[/quote]

Ja, warum eigentlich keine Samsung?

Ich kann mich da Steve nur anschließen und freue mich auf Deine Antwort auf seine Frage hinsichtlich dieser Einschätzung.

VG,

Guido


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RE: Minolta SR-Objektive an der Digitalkamera

#4 von Phillip , 08.11.2013 22:13

Weil sich die Sucherlupe nicht verschieben lässt und Peaking nur in der teuren NX300 vorhanden ist.


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RE: Minolta SR-Objektive an der Digitalkamera

#5 von stevemark , 09.11.2013 14:26

ZITAT(Phillip @ 2013-11-08, 22:13) Weil sich die Sucherlupe nicht verschieben lässt und Peaking nur in der teuren NX300 vorhanden ist.[/quote]
Gut - ich werde Deine Wünsche mal an entsprechender Stelle deponieren

Gr Steve


EDIT:

Dein Statement scheint mir nach wie vor etwas allzu plakativ ... ich hab mal die NX-300 bei dpreview gegoogelt und u. a. den folgenden Satz gefunden:

"Even in the relatively low light of a CES meeting room, focus with the 85mm F1.4 was fast and positive, with almost no 'jitter' - certainly a clear improvement on the solely contrast-detection system in earlier NX bodies and many competitive mirrorless interchangeable lens cameras. "

Sowas macht mich neugierig (Kamera UND 1.4/85mm!! - ich denke, ich besorge mir mal eine entsprechende Kamera und schaue mir das Ding im Vergleich zu meiner NEX-5N an ...


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RE: Minolta SR-Objektive an der Digitalkamera

#6 von Phillip , 09.11.2013 21:23

ZITAT(stevemark @ 2013-11-09, 14:26) ZITAT(Phillip @ 2013-11-08, 22:13) Weil sich die Sucherlupe nicht verschieben lässt und Peaking nur in der teuren NX300 vorhanden ist.[/quote]
Gut - ich werde Deine Wünsche mal an entsprechender Stelle deponieren

Gr Steve


EDIT:

Dein Statement scheint mir nach wie vor etwas allzu plakativ ... ich hab mal die NX-300 bei dpreview gegoogelt und u. a. den folgenden Satz gefunden:

"Even in the relatively low light of a CES meeting room, focus with the 85mm F1.4 was fast and positive, with almost no 'jitter' - certainly a clear improvement on the solely contrast-detection system in earlier NX bodies and many competitive mirrorless interchangeable lens cameras. "

Sowas macht mich neugierig (Kamera UND 1.4/85mm!! - ich denke, ich besorge mir mal eine entsprechende Kamera und schaue mir das Ding im Vergleich zu meiner NEX-5N an ...
[/quote]
In diesem Artikel geht es mir darum Menschen die ihre Rokkore gerne ins Digitalzeitalter holen würden einen einfachen Weg aufzuzeigen wie das gehen könnte. Und wirklich nur darum.

Aktuell finde ich da die Nex-5n einfach unschlagbar, gebraucht liegt sie um 250¤ und bietet einen sehr guten Sensor sowie ein Klappdisplay, einen Touch screen und Peaking. Ich denke kein Mitbewerber bietet mehr und vorallem nicht zu dem Preis.

Du findest mein Statement plakativ und kommst dann mit AF-Objektiven? Das 85/1.4 ist sicherlich interessant ich möchte dich bitten es nicht hier zu diskutieren, hier soll es um Rokkore gehen.

Wenn du meine Ausführliche Meinung zum Thema Kamerakauf mit breiterem Fokus von mir lesen willst guck einfach hier vorbei.

Grüße,
Phillip


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RE: Minolta SR-Objektive an der Digitalkamera

#7 von stevemark , 09.11.2013 23:45

ZITAT(Phillip @ 2013-11-09, 21:23) In diesem Artikel geht es mir darum Menschen die ihre Rokkore gerne ins Digitalzeitalter holen würden einen einfachen Weg aufzuzeigen wie das gehen könnte. Und wirklich nur darum.

Aktuell finde ich da die Nex-5n einfach unschlagbar, gebraucht liegt sie um 250¤ und bietet einen sehr guten Sensor sowie ein Klappdisplay, einen Touch screen und Peaking. Ich denke kein Mitbewerber bietet mehr und vorallem nicht zu dem Preis.[/quote]
Damit wir uns nicht falsch verstehen - ich nutze genau die von Dir als "unschlagbar" bezeichnete NEX-5N für Altglas. Über den Sensor brauchen wir keine Worte zu verlieren; seine Qualität ist unbestritten.
Allerdings widerspricht das verkorkste User-Interface der NEX-5N ganz entschieden dem gediegenen Feeling der alten Rokkore - weshalb ich die Kombination (trotz meinem ausgeprochenen Flair für Altglas) nur selten nutze: Sie macht mir einfach zu wenig Spass, im Vergleich zur 900er. Und so hat mich Dein Thread dazu animiert, mal über Sony hinaus zu denken - ich werde mir in den nächsten Wochen wohl eine NX besorgen und damit arbeiten. Nach einer Weile kann ich dann fundiert über Stärken und Schwächen der jeweiligen Kamera berichten.

ZITAT(Phillip @ 2013-11-09, 21:23) Du findest mein Statement plakativ und kommst dann mit AF-Objektiven? Das 85/1.4 ist sicherlich interessant ich möchte dich bitten es nicht hier zu diskutieren, hier soll es um Rokkore gehen.[/quote]
Ja, ich fand/finde es plakativ - als einzige Begründung, weshalb Samsung NICHT für Altglas geeignet sein soll, einfach zu schreiben "Weil sich die Sucherlupe nicht verschieben lässt und Peaking nur in der teuren NX300 vorhanden ist" - das reicht mir nicht . Klar würde ich das 1.4/85er nicht hier diskutieren, falls ich eins ausgeliehen bekäme! Keine Sorge

Wenn Du Systeme vergleichst, dann hast Du eine gewisse Verantwortung, das auf eine substanzielle Art und Weise zu machen.
Selbstverständlich ist es Dir aber nicht genommen, Deinen Thread einfach auf das Sony-System zu beschränken, ohne andere Marken schlechtzureden. Genau aus diesem Grund habe ich mich immer wohlweislich gehütet, auf die Schnelle über andere Marken zu urteilen. Ich wollte Dich nur vorsichtig darauf hinweisen, dass Du Dir mit wenig fundierten Statements langfristig keinen Gefallen tust - that's all

Gruß Steve


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RE: Minolta SR-Objektive an der Digitalkamera

#8 von Neonsquare , 10.11.2013 03:12

@Steve
Muss das Samsung-Zeugs unbedingt in diesem Thread diskutiert werden?



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RE: Minolta SR-Objektive an der Digitalkamera

#9 von Dennis , 10.11.2013 09:56

ZITAT(Neonsquare @ 2013-11-10, 3:12) Muss das Samsung-Zeugs unbedingt in diesem Thread diskutiert werden? [/quote]Hast Du den Titel dieses Threads gelesen?


Viele Grüße,
Dennis.
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RE: Minolta SR-Objektive an der Digitalkamera

#10 von Neonsquare , 10.11.2013 12:39

Zur Klarstellung ich meine damit das ganze Werbe-BlaBla um das Samsung System im allgemeinen, nicht von mir aus spezifische Infos zu daran adaptierten SR-Bajonett-Objektiven.



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RE: Minolta SR-Objektive an der Digitalkamera

#11 von Dennis , 10.11.2013 14:28

ZITAT(Neonsquare @ 2013-11-10, 12:39) ...das ganze Werbe-BlaBla um das Samsung System im allgemeinen...[/quote]
Wo soll das sein? Ich finde hier kein Samsung-Werbe-Blabla. Wenn Steve meint, eine NX sei gut zur Rokkor-Adaption geeignet, dann ist das hier genau der richtige Platz, um das en detail zu erörtern.


Viele Grüße,
Dennis.
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RE: Minolta SR-Objektive an der Digitalkamera

#12 von stevemark , 10.11.2013 19:56

ZITAT(Dennis @ 2013-11-10, 14:28) ZITAT(Neonsquare @ 2013-11-10, 12:39) ...das ganze Werbe-BlaBla um das Samsung System im allgemeinen...[/quote]
Wo soll das sein? Ich finde hier kein Samsung-Werbe-Blabla. Wenn Steve meint, eine NX sei gut zur Rokkor-Adaption geeignet, dann ist das hier genau der richtige Platz, um das en detail zu erörtern.
[/quote]

Nochmals zur Klarstellung - ich besitze keine Kamera (und auch keine anderen Sachen) von Samsung. Ich besitze aber ein paar Rokkore, eine Handvoll schöner manueller Nikkore, sowie einzelne sehr gute Canon FD Linsen. Leider haben mir die Rokkore an der NEX bislang nicht sowiel Spass gemacht wie erhofft (und das liegt beileibe nicht an den Rokkoren!!!. Da der Thread ganz klar "Minolta-SR-Objektive an Digitalkameras" heisst, habe ich angenommen, dass das Hauptaugenmerk des Threads auf dem Zusammenspiel der Rokkore mit unterschiedlichen Digitalkameras liegt.

Ich halte das Thema für interessant und wichtig, eben weil die bislang produzierten NEXen wegen ihres User-Interfaces nicht wirklich zu den Minolta-SR-Objektiven passen. Mögliche Auswege mit "grossem" Sensor sind zB

* Spiegellose Samsung-APS-C-Kameras
* Spiegellose Canon APS-C-Kameras
* Sony A7/A7R (mit dem klareren, an die RX-1 angelehnten User Interface)
* Leica M-System
* Und - last but not least - umgebaute / adaptierte Rokkore an (FF-)DSLRs

Gerade mit letzterem habe ich deutlich bessere Erfahrungen gemacht als mit "Rokkoren & NEX"; zudem haben wir hier im Forum glücklicherweise Experten, die bereits hochpräzise Umbausätze für Rokkore auf das Alpha-Bajonett konstruiert (! und gefräst haben (so für das 1.8/35mm, 1.2/58mm, 1.4/58mm, 2.8/200mm usw).

Es wäre sicher sinnvoll, wenn wir in diesem Thread die Vor- und Nachteile der einzelnen Lösungen präzise beschreiben und diskutieren könnten, damit jeder das für seine Bedürfnisse geeignetste System auswählen kann.

Gruß Steve


NACHTRAG:
* Da fällt mir gerade noch was ein: Die mit einem Minolta-SR-Bajonett versehenen Canon-(FF-)DSLRs


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RE: Minolta SR-Objektive an der Digitalkamera

#13 von nonova , 11.11.2013 13:23

Das Bedien-Konzept und die Funktionen auch der ersten NEX-Generation sind supergut für die Verwendung von Rokkor Objektiven geeignet, denn sie bieten z.B.:
konfigurierbares Peakingfrei verschiebbare Fokus-Lupe mit variabler Vergrößerung per SchnellwahlknopfHistogramm im M-ModusGitterlinienZeitautomatik für rein manuelle Objektive (geht das überhaupt bei Canon/Samsung?)und das alles im schnell aufzurufendem Setup-Menu.

Bei den aktuelleren Nex (NEX-6,5R, 5T, A7, A7R) kann man sogar per Objektivkorrektur-App eigene Objektivprofile integrieren, die bereits kameraintern auch bei rein mechanisch angekoppelten "Fremd"-Objektiven Vignettierung, Verzerrung und CA kompensieren können


Das möchte ich erst gar nicht mit dem Samsung-Menu oder gar der überwiegend Touchscreen-basierten Canon EF-M vergleichen.

Ich würde jedoch Olympus nicht aussen vor lassen: denn dort kann man den gehäuseintegrierten Stabilisator verwenden,indem man manuell die Brennweite des adaptierten "Fremd"-Objektivs eingibt.



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RE: Minolta SR-Objektive an der Digitalkamera

#14 von Phillip , 13.11.2013 23:28

Okay, mein eigentliches Ziel war einen guten Guide zu entwickeln um dem ein oder anderen die Verwendung der Rokkore an einer digitalen Kamera schmackhaft zu machen und ich würde mich freuen wenn ihr mich unterstützt daraus einen guten guide zumachen, dass er bisher zu kurz griff sehe ich ein.

Ich poste jetzt gleich eine neue Version die als Diskussionsgrundlage zu sehen ist, bitte nehmt sie auseinander wie sie wollt, aber bleibt dabei sachlich.

Der Artikel enthält nachwievor eine gute Portion Meinung, das will ich auch kurz Begründen, ich denke aber es ist transparent genug gehandhabt.

Wenn ich in einem mir unbekannten Feld unterwegs bin, so bin ich immer froh wenn eine erfahrene Person mir einen Weg aufzeigt und sagt: Sieh her, so würde ich es machen, aber es gibt auch 1000 andere Wege es zu tun. Wenn ich die Muße habe lese ich mich dann tiefer ein, aber ich habe auch die Möglichkeit den vorgezeichneten Weg zu gehen und kann mich darauf verlassen das es halbwegs funktionieren wird. Nicht so optimal wie wenn ich mich genauer damit beschäftigt hätte immernoch deutlich besser als wenn ich auf gut Glück meinen eigenen Weg gegangen wär.

@Stevemark: Über andere Umbausätze als die für das 1.2/58 weiß ich nichts, magst du das etwas genauer erläutern?

Grüße,
Phillip


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RE: Minolta SR-Objektive an der Digitalkamera

#15 von roseblood11 , 14.11.2013 09:16

Komplette Übersicht über die Systemkameras des Jahres 2013:
http://www.systemkamera-forum.de/blog/2013...m_medium=E-Mail


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Minolta-Objektive an der Alpha 7
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