RE: Entscheidungshilfe gesucht

#1 von ET420 , 23.03.2010 05:06

Ein Hallo ins Forum!

Angesichts der Tatsache, daß es für diesen Themenbereich ein eigenes Unterforum gibt, scheint mein "Problem" kein Einzelfall zu sein. Ganz offensichtlich hat da seinerzeit unser bevorzugter Kamera- und Objektivhersteller ein bißchen geschlafen...man ist somit auf Drittanbieter angewiesen. "Leider" herrscht hier m. E. das absolute, marktwirtschaftliche Chaos - zig Anbieter bieten zig Lösungen. EDIT: Internetsuche bringt hier garnix; ich bin auf Erfahrungswerte anderer "Leidensgenossen" angwiesen.

Folgende Problemstellung:

Es soll das "große Besteck" verpackt werden - also gesucht wird ein Transportbehältnis, das viel Material (s. u.) aufnehmen kann. Kein Rucksack; das mag zwar vom Tragekomfort her das Optimum sein, birgt aber zweifelsohne den Nachteil, daß man ohne vier Ellenbogengelenke, Armlänge ab 1,50 m aufwärts und Augen nach hinten-unten-um-die-Ecke stets die ganze Rückentüte abstreifen muß, ablegen, öffnen...usw. Das gleiche Problem stellt sich mit Koffern - tolle Aufbewahrungsmöglichkeit (nutze ich daheim, trage ich aber nicht mit mir rum), aber ähnlich unpraktisch. Es bleibt also nur die klassische Schultertasche.

Sicher verpackt werden soll:
1 x 8000i nebst "Standarddrauf" 28-105 mm
1 x 9000 AF oder 7000 AF mit ebenfalls "Standarddrauf" 28-105 mm (alternativ auch 7000i)
1 x 70-210 mm
1 x 75-300 mm
1 x 50 mm (suche ich noch - hat jemand zufällig eines zu verschenken? )
1 x ein noch undefiniertes Fach für ein weiteres Objektiv (diverse Überlegungen)
1 x Blitz 4000 AF
1 x Blitz 5200i
6 x Filter (Orginal Minolta nebst Hülle - nicht übereinander gestapelt, sondern möglichst nebeneinander griffbereit); ggf. auch 1-2 mehr
dazu noch Ersatzbatterien (für Blitze und Kamera), Filme, Kabelauslöser usw. usw.
idealerweise: Stativhalterung/Befestigung für ein Durchschnittsdreibein
Besonders praktisch wäre noch ein bißchen Platz für "fremdes Zubehör" - eine Schachtel beste Gitanes Filtre und/oder eine 0,5-Liter-Flasche Vösslauer...

Die Kunst liegt im Prinzip ja nicht darin, das ganze in eine gepolsterte Tasche zu feuern - das wäre zu einfach. Es sollte alles leicht erreichbar und ohne großen Aufwand griffbereit sein. Rein vom Platzbedarf her könnte ich das auch in den dienstlich gelieferten Rucksack knallen - oder die dienstlich gelieferte Beischlafutensilientasche nehmen. Enormer Stauraum; aber für diese Anforderungen einfach untauglich.

Bis jetzt waren/sind zwei Taschen in der engeren Auswahl - einmal
Lowepro Nova AW 200 (da mangelt es aber an der Stativhalterung/-befestigung)
Tamrac Pro 12

Preislich liegen beide in etwa in dem Bereich, den ich mir vorstelle - bei max. 130 Euro. Lowepro ist im Netz für 57 zu finden; das Tamrac-Teil für ca. 99.

Ich bin sofort offen für andere Hersteller - sollte es ein Produkt aus dem Hause Minolta geben (gegeben haben), das diese Anforderungen erfüllt - her mit der Artikelnummer!

Zugegeben - in 80 % der Fälle reicht meine kleine Minolta-Tasche völlig aus. In 10 % der Fälle tuts auch ein an den Gürtel schnallbares Fremdfabrikat. Allerdings habe ich mich in den restlichen 10 % schon grün und grau geärgert, daß ich genau das, was ich eigentlich gebraucht hätte, zwar habe - aber schön daheim im Schrank, weil im gewählten Transportbehältnis kein Platz mehr war (oder man lässig darüber hinweggesehen hat - "brauchst' ja eh nicht..." - denkste!.

Das sollte aber nicht in der Gestalt ausarten, daß ich mir einen Handwagen/eine Sackkarre/eine Schrankwand mit Rädern/einen Spind mit Riemen ans Bein binde. Vom "Nettogewicht" würde ich mich als belastbar einstufen; man hat schließlich gedient!

Danke für jeden Praxistipp!

Klaus

EDIT: P.S.: Aus unerfindlichen Gründen "gefällt" meiner Holden die Lowepro-Tasche besser; mir sagt aus praktischen Aspekten die Tamrac-Lösung eher zu. Für weitere Beiträge zur interfamiliären Debatte bin ich überaus dankbar! ;-)



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RE: Entscheidungshilfe gesucht

#2 von Surkan , 23.03.2010 07:58

Mh so richtig kann ich dir nicht hefen. Aber ich hab ein Link für dich: Taschenfreak

Ist eine wirklich gute Seite mit vielen Bildern und Erfahrungsberichten.

Zwei Sachen die ich beim Kauf meiner Tasche noch berücksichtigt habe:
- ist die Anordnung eher über oder nebeneinander? Wenn ich die Tasche viel Trage ist eine Anordnung übereinander besser, damit die Tasche nicht so weit vom Körper absteht. Wenn es eine Transporttasche ist, dann wäre das egal. Ich muss zwar manchmal "umschichten" aber dafür kann ich die Tasche auch lange tragen.
- Eigengewicht der Tasche

Das mit der Stativhalterung ist eigentlich hinfällig da es bei einer guten Tasche immer irgendwo Laschen und/oder Schlaufen gibt.

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RE: Entscheidungshilfe gesucht

#3 von BerndFranzen , 23.03.2010 09:12

ZITAT(ET420 @ 2010-03-23, 5:06) Danke für jeden Praxistipp![/quote]
Wo und was fotografierst Du, dass Du diese Vielfalt _jederzeit_ griffbereit haben musst?

Wäre es nicht besser, für den schnellen Zugriff eine kleine Tasche und für den Rest dann einen vernünftigen Rucksack zu nehmen?

Mit einer Schultertasche in dieser Größenordnung kann man sich doch nicht mehr bewegen, ohne den Eindruck eines Elefanten im Porzellanladen zu hinterlassen.


"Wer ein guter Fotograf sein will, muss mehr sehen als die anderen und anders sehen als die anderen. Wenn er auf den Auslöser gedrückt hat, dann muss er auch wissen, wie er aus dem Filmmaterial Negative macht, mit denen er alle Ideen verwirklichen kann, die ihm bei der Verarbeitung kommen." (Chargesheimer)

Bernd


 
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RE: Entscheidungshilfe gesucht

#4 von ET420 , 23.03.2010 15:07

ZITAT(BerndFranzen @ 2010-03-23, 9:12) Wo und was fotografierst Du, dass Du diese Vielfalt _jederzeit_ griffbereit haben musst?

Wäre es nicht besser, für den schnellen Zugriff eine kleine Tasche und für den Rest dann einen vernünftigen Rucksack zu nehmen?

Mit einer Schultertasche in dieser Größenordnung kann man sich doch nicht mehr bewegen, ohne den Eindruck eines Elefanten im Porzellanladen zu hinterlassen.[/quote]

Nundenn - es mangelt nicht an kleineren Transportbehältnissen. Wie ich bereits geschrieben habe, deckt das 95 % des Bedarfs auch völlig ab. Vielleicht auch 97 %.
Auf Deine Frage hin - welchen Anlaß es fürs "große Besteck" gibt:

Zwei Gründe:
Die zwei Gehäuse - zum einen möchte ich die knapp bemessene Freizeit nutzen; wenn ich mich damit auf den Weg mache, dann soll in einem der Gehäuse ein s/w-Film sein. Um sich das ständige Objektivgewechsle zu ersparen, finde ich es praktisch, auf dem s/w-Gehäuse ebenfalls ein Objektiv draufzuhaben. Das würde sich z. B. im Wildpark anbieten - bei Messen oder anderen "geschlossenen" Veranstaltungen ist das in der Tat der Overkill; aber dafür hats ja kleinere Behältnisse.

Grund Nummer zwei sitzt gerade hinter mir - meine Holde hat mittlerweile auch Spaß an der Sache mit der Photographie gefunden und (daher der Verweis) eine 7000i nebst Objektiv. Entweder haben wir - wenn wir uns zu zweit auf den Weg machen - also zwei kleinere Taschen dabei oder packen das in eine große Tasche. Ein bißchen "Gentleman" ist man ja auch!

Gleiches gilt übrigens für den reinen Transport von A nach B - z. B. in den Urlaub. Für den Zweck scheint zwar ein Koffer die bessere Lösung zu sein; ist aber dann auf genau diese Aufgabe nebst Aufbewahrung daheim beschränkt.

Ich hoffe, ich konnte Dir Deine Frage beantworten - warumwiesoweshalb!

Grüße aus München,

Klaus



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RE: Entscheidungshilfe gesucht

#5 von damn ed ( gelöscht ) , 23.03.2010 15:11


damn ed

RE: Entscheidungshilfe gesucht

#6 von BerndFranzen , 23.03.2010 15:35

Es liegt mir fern, Deine Art zu Packen und zu Fotografieren, kritisieren zu wollen, aber wahrscheinlich habe ich mich zu weit von der Vorstellung entfernt, immer alles dabeihaben zu wollen.

ZITAT(ET420 @ 2010-03-23, 15:07) Gleiches gilt übrigens für den reinen Transport von A nach B - z. B. in den Urlaub. Für den Zweck scheint zwar ein Koffer die bessere Lösung zu sein; ist aber dann auf genau diese Aufgabe nebst Aufbewahrung daheim beschränkt.[/quote]
Für den reinen Transport habe ich eine (oder mehrere) gepolsterte Taschen für die einzelnen Systeme - SLR, Blitzgeräte, Kompakt-Digi, Pinhole usw., je nachdem, welches "Spielzeug" ich gerade mitnehme.
Vor Ort wird dann je nach Ziel und Wetter umgepackt, entweder in den Rucksack oder auch nur am Trageriemen.

Ganz allgemein gehe ich aber nach der Devise vor: "Meistens hat man zuviel dabei", ich packe als sehr stark restriktiv ein.

Ist sicher ganz anders als bei Dir, deshalb werde ich leider auch bei der Lösung Deines Problems nicht weiterhelfen können.

P.S. Wer fotografieren will, soll auch tragen!


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RE: Entscheidungshilfe gesucht

#7 von Reisefoto , 23.03.2010 15:53

Für das, was Du suchst, wäre ein Mittelding zwischen Rucksack und Umhängetasche am Besten: Ein Sling. Das ist ein Rucksack mit einem schrägen Tragegurt, der blitzschnell nach vorn gezogen und dann seitlich geöffnet wird. In diesem Zustand ist er wie eine Fototasche. Ich war auch ein Freund der Schultertaschen und ein richtiger Rucksack käme für mich nicht in Frage, aber die Slings haben mich überzeugt.

Für Deine Zwecke wäre vielleicht ein Lowepro Slingshot 200 passend:
[attachment=7458ackbeis...hot200kl.jpg]

Auf dem Bild siehst Du die A700 mit dem Zeiss 16-80 sowie eine A300 mit dem Minolta 100-300APO. Statt des 100-300APO passt auch das 100-400 APO gerade noch so. Unter dem Telekonverter befindet sich noch ein Minolta 2,8/200. oben im Deckelfach ist ein Sigma 10-20mm. Diesen Sling habe ich benutzt, bis ich das 70-400G gekauft habe, dass an der Kamera nicht mehr in den Slingshot 200 passt, wenn man darin zwei Objektive mit angesetzter Kamera griffbereit haben will. Im Normalfall hat man den Sling nicht so geöffnet, wie ich es auf dem Bild gezeigt habe, sondern das Fach ist nur seitlich und nicht an der ganzen Frontseite geöffnet. Ein versehentliches volles Öffnen kann durch Sicherungsclips verhindert werden. Noch ein Stückchen größer ist der Slingshot 300. Bezüglich Stativ müsstest Du gucken, ob es eine passende Halterung gibt.

Inzwischen benutze ich einen Kata 3n1 30:
[attachment=7459:Kata_3n1...0_sammel.jpg]
Er ist wesentlich größer, kann sowohl als Sling als auch als Rucksack mit zwei Gurten (wahlweise gekreuzt oder parallel) getragen werden. Ich benutze ihn als Sling mit diagonal angestecktem Tagegurt und bei längeren Wegen schließe ich zusätzlich noch den Beckengurt, bewege mich dann also mehr in Richtung Rucksack, der sich aber selbst dann mit 2 Handgriffen schnell als Tasche nach vorn ziehen lässt. Das Deckelfach ist sehr groß und lässt sich bei Bedarf mit dem Hauptfach verbinden. Zum Rucksack kann man eine Stativhalterung dazukaufen. Ich hänge das Einbein an die Metallöse (Bild oben links) und bei Bedarf sichere ich es unten noch mit einem mit Karabinerhaken befestigten Band gegen Pendeln.


Keine Links mehr in der Signatur möglich. Schade.

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