RE: Kontaktlose Zwischenringe an Dynax 505si super

#1 von stani2107 , 21.12.2009 11:23

Guten Tag liebe Mitglieder dieses Forums, ich habe einen Problem und hoffe dass ihr mir helfen könnt.

Habe mir die Zwischenringe für Minolta AF/ Sony Alpha (ohne Kontakten) gekauft, das sind einfach kürtzbare ringe ohne Optik und ohne AF-Steuerung. Zu Kamera und zu Objektiv passen die ganz gut, die Blende wird beim montiren des Objektivs vollständig geöffnet und ist nicht mehr veränderbar. Jetz zum Problem: Meine Kamera will unbedingt die Daten von der Blendeneinstellung sogar in MANUAL Modus und ohne diesen Daten will die nicht auslösen. Diese Daten kann ich auch nicht manuel eingeben, aber so bald ich nur den AF-Objektiv anschliese dann geht es.

Gibt es Möglichkeiten diese unzugehen?

Ich danke für eure Hilfe


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RE: Kontaktlose Zwischenringe an Dynax 505si super

#2 von matthiaspaul , 21.12.2009 11:48

ZITAT(stani2107 @ 2009-12-21, 11:23) Habe mir die Zwischenringe für Minolta AF/ Sony Alpha (ohne Kontakten) gekauft, das sind einfach kürtzbare ringe ohne Optik und ohne AF-Steuerung.
[...]
Meine Kamera will unbedingt die Daten von der Blendeneinstellung sogar in MANUAL Modus und ohne diesen Daten will die nicht auslösen. Diese Daten kann ich auch nicht manuel eingeben, aber so bald ich nur den AF-Objektiv anschliese dann geht es.

Gibt es Möglichkeiten diese unzugehen?[/quote]
Das ist völlig normal, fast alle Minolta-AF-SLRs besitzen eine solche Auslösesperre ohne angesetztes Objektiv - und ohne die durchgeschleiften Kontakte im Zwischenring kann die Kamera nicht mehr erkennen, daß ein Objektiv angesetzt ist - sie erkennt das daran, daß sie die Daten aus dem ROM-Chip auslesen kann oder nicht.

Bis auf die 2xi, 3xi und SPxi kann man diese Sperre aber bei allen Gehäusen, die darüber verfügen, deaktivieren. Wie das geht, ist bei jedem Modell anders gelöst, steht aber meines Wissens in der Bedienungsanleitung. Bei der Minolta Dynax 505si Super geht es so:

http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=113834
ZITAT505si/505si super Press and hold the Selftimer-Drive Mode button and Spot/AE button while sliding the Main Switch to "ON." (OFF appears in LCD panel)[/quote]
Gegenüber der Methode, die Sony bei den neueren Alpha-DSLRs verwendet, hat die Minolta-Vorgehensweise sogar einen gravierenden Vorteil: Nachdem Du die Sperre deaktiviert hast, funktioniert nicht nur der MANUAL-Modus, sondern auch die Zeitautomatik (A-Modus) mit ROM-losen Objektiven. Bei Sony muß man die Sperre nicht deaktivieren, dafür kann man ROM-lose Objektive nur noch im M-Modus verwenden.

Viele Grüße,

Matthias


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#3 von fwiesenberg , 21.12.2009 11:59

ZITAT(stani2107 @ 2009-12-21, 11:23) Gibt es Möglichkeiten diese unzugehen?[/quote]

Möglicherweise ist die Auslösesperre noch aktiviert, die ein Auslösen verhindert, wenn die Kamera kein Objektiv erkennt.

Bei der Dynax 505si ist das Taste "Spot" und "Selbstauslöser" drücken und gleichzeitig die Kamera einschalten zu ändern. Ob das bei der 505si Super genauso geht kann ich dir nicht sagen.


EDIT: Matthias war schneller.


Grüße aus dem Westen der Republik!
Frank.


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#4 von stani2107 , 21.12.2009 12:11

DANKE Matthiaspaul
Hab es ausgeschaltet, aber kann man noch die Blende einstellen, oder sollte man das nicht machen? Hauptsache dass die Auslösezeit entsprechend (automatisch von der Kamera) ausgewählt wird.



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RE: Kontaktlose Zwischenringe an Dynax 505si super

#5 von fwiesenberg , 21.12.2009 12:15

ZITAT(stani2107 @ 2009-12-21, 12:11) Hab es ausgeschaltet, aber kann man noch die Blende einstellen, oder sollte man das nicht machen? Hauptsache dass die Auslösezeit entsprechend (automatisch von der Kamera) ausgewählt wird.[/quote]

Ich gehe davon aus, daß diese Zwischenringe kein Hebelsystem haben, mit dem Kamera die Blende am Objektiv steuern kann.


Grüße aus dem Westen der Republik!
Frank.


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RE: Kontaktlose Zwischenringe an Dynax 505si super

#6 von matthiaspaul , 21.12.2009 12:17

ZITAT(stani2107 @ 2009-12-21, 12:11) DANKE Matthiaspaul
Hab es ausgeschaltet, aber kann man noch die Blende einstellen, oder sollte man das nicht machen? Hauptsache dass die Auslösezeit entsprechend (automatisch von der Kamera) ausgewählt wird.[/quote]
Das wundert mich. Ohne angesetztes (oder erkanntes) Objektiv (wie mit Deinem kontaktlosen Zwischenring) sollte die Kamera anstelle der Blende lediglich "--" anzeigen. Programmautomatik (P-Modus) und Blendenautomatik (S-Modus) und Autofokus sind verständlicherweise auch nicht mehr möglich und die Kamera schaltet von Wabenfeldmessung auf mittenbetonte Integralmessung zurück. Wird da bei Dir etwas anderes als "--" angezeigt?

Viele Grüße,

Matthias


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#7 von stani2107 , 21.12.2009 13:10

Wie du sagtest, zeigt meine Kamera "--" für Blende (ständig), aber wenn ich auf P-Modus gehe und den Auslöser leicht eindrücke ermittelt die Kamera die Auslösezeit (natürlich auf verschiedenen Objekten verschiedene Zeiten)

Mit der Blendeeinstellung habe ich gemeint, wenn die Blende offen ist, dass die Kamera auch das weist wenn auch zwischen beiden keine Verbindung besteht.



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#8 von clintup , 21.12.2009 13:57

ZITAT(stani2107 @ 2009-12-21, 13:10) Mit der Blendeeinstellung habe ich gemeint, wenn die Blende offen ist, dass die Kamera auch das weist wenn auch zwischen beiden keine Verbindung besteht.[/quote]

Wie soll sie das wissen? Ohne Verbindung keine Information. Sie mißt eben das vorhandene Licht, und jede Blende ist für sie die derzeitige vermeintliche Offenblende. Deshalb auch nur M und A.


Gruß, clintup


 
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RE: Kontaktlose Zwischenringe an Dynax 505si super

#9 von matthiaspaul , 21.12.2009 21:49

ZITAT(stani2107 @ 2009-12-21, 13:10) Mit der Blendeeinstellung habe ich gemeint, wenn die Blende offen ist, dass die Kamera auch das weist wenn auch zwischen beiden keine Verbindung besteht.[/quote]
Ach so meintest Du das, jetzt verstehe ich Deine Frage.

Wie Uwe schon schrieb, ohne elektrische Kopplung kann die Kamera nicht wissen, was für ein "Teil" da überhaupt vorne ans Bajonett geflanscht wurde, und ohne mechanische Kupplung könnte sie es auch nicht steuern, selbst wenn sie wüßte, um was es sich handelte.

Aber eigentlich macht die Kamera trotzdem nichts anderes als sonst auch; sie mißt einfach das Licht, das durch das "Loch" vorne fällt. Diese Betriebsart nennt sich Arbeitsblendenmessung oder stopped down metering mode. Den eingestellten Blendenwert oder die Lichtstärke des Objektivs muß die Kamera dafür nicht kennen, der ist im Grunde nur für kosmetische Zwecke (Display-Anzeigen) ganz nett zu wissen.

Überleg mal: Du lädst die Kamera mit einem Film einer bestimmten Empfindlichkeit. Daraus ergibt sich eine bestimmte Menge Licht, die auf den Film fallen muß, um zu einer korrekten Belichtung zu kommen - nicht zu hell und nicht zu dunkel. (Was genau eine korrekte Belichtung ist, lassen wir jetzt mal außen vor, denn sonst wird es kompliziert.) Von Deinem Motiv fällt ebenfalls eine bestimmte Menge Licht in Richtung Objektiv und Kamera. Um jetzt eine korrekte Belichtung zu bekommen, mußt Du diese Lichtmenge ins Gleichgewicht mit der vom Film benötigten Menge Licht bringen. Dazu mußt Du die einfallende Lichtmenge entsprechend drosseln (oder erhöhen - aber zumindest Blitzlicht lassen wir der Einfachheit halber auch außen vor). Eine Spiegelreflexkamera wie Deine bietet Dir dazu zwei Stellschrauben, an denen Du "drehen" kannst, mit denen Du sozusagen das Ventil des Lichtstroms mehr oder weniger weit zudrehen kannst: Bei diesen beiden Parametern handelt es sich um die Verschlußzeit und die Blendenöffnung.
Je länger die Verschlußzeit ist, desto mehr Licht fällt auf den Film, und umgekehrt. Und je größer Du die Blendenöffnung machst (Blende öffnen, kleine Blendenzahlen), desto mehr Licht pro Zeit kommt durch, und umgekehrt.
Die beiden Größen Verschlußzeit und Blendenöffnung gehen aber nur relativ in die Beziehung zwischen dem einfallenden Licht und dem vom Film benötigten Licht ein, nicht als Absolutwerte. Deshalb muß die Kamera auch nicht die Absolutwerte von Zeit und Blende kennen, um richtig belichten zu können. Angenommen, Deine Kamera hätte nur eine Verschlußzeit, dann müßtest Du den Ausgleich halt über die Blende allein schaffen. Und wenn Deine Kamera nur eine Blende hat, bleibt Dir nur die Verschlußzeit als Einstellgröße. Wenn Du ein Objektiv an die Kamera anschließt, mit dem die Kamera nicht kommunizieren kann, dann bleibt ihr nichts anderes übrig, als die ihr unbekannte Blende als fest und nicht (von ihr) veränderbar anzunehmen. Das ist der Grund, warum Dir die Kamera dann auch "--" anzeigt und Du die Blende nicht mehr einstellen kannst, die Verschlußzeit aber trotzdem noch.
Angenommen, Du hättest jetzt kein AF-Objektiv montiert (das bekanntlich keinen Blendenring hat), sondern ein altes Objektiv mit Blendenring, dann könntest Du natürlich über eine Drehung am Blendenring immer noch die Lichtmenge regulieren, die durch das Objektiv kommt. Die Kamera bekäme davon aber nichts mit, sondern sie würde nur merken, daß sich die Lichtmenge entsprechend reduziert und kann diese Änderung dann über eine Anpassung der Verschlußzeit kompensieren (in Zeitautomatik).
Das ist der Grund, warum man das Arbeitsblendenmessung nennt; Du arbeitest mit irgendeiner Blende (die nicht notwendigerweise die Offenblende sein muß, und die Kamera mißt einfach das durchkommende Licht.

Im Grunde ist das ein trivial einfaches Prinzip, und ganz frühe Spiegelreflexkameras (in den 1950er Jahren) haben tatsächlich noch nach diesem Prinzip gearbeitet. Unübersichtlich und etwas schwerer faßbar wird die Sache eigentlich erst dadurch, daß Spiegelreflexkameras seit Jahrzehnten eben normalerweise nicht mehr mit Arbeitblendenmessung sondern mit Offenblendmessung arbeiten.

Wenn Du Dein AF-Objektiv direkt an die Kamera anschließt, dann ist das Objektiv ja normalerweise komplett aufgeblendet, damit Du ein helles, klares Sucherbild bekommst, auf das sich gut fokussieren läßt. Angenommen, Du würdest später auch mit ebendieser Offenblende fotografieren wollen, dann würde sich gegenüber der Beschreibung für die Arbeitsblendenmessung gar nichts ändern, die Offenblende wäre dann gleich der Arbeitsblende.

Anders sieht es aber aus, wenn Du beispielsweise ein 1,4/50mm Objektiv angeschlossen hast, mit dem Du aber auf Blende 2,0 abgeblendet fotografieren möchtest. Der Belichtungsmesser der Kamera mißt nun bei Offenblende das Licht, das bei Blende 1,4 durch das Objektiv fällt. Würde die Kamera auf der Basis dieser Lichtmenge die notwendige Verschlußzeit berechnen, die nötig ist, um zu einer richtigen Belichtung zu kommen, dann würde die Aufnahme unterbelichtet werden, wenn Du nachher nicht mit Blende 1,4, sondern nur mit Blende 2,0 fotografierst (denn mit Blende 2,0 kommt ja weniger Licht durch das Objektiv als mit Blende 1,4).
Deshalb kommt jetzt eine zusätzliche Größe in die Gleichung, nämlich die Differenz zwischen der Offenblende und der später gewünschten Blende (der Arbeitsblende), denn das ist genau der Betrag, um den der Belichtungsmesser der Kamera bei Offenblende "falsch" gegenüber der bei Arbeitsblende geforderten richtigen Belichtung mißt. Kennt die Kamera den Fehler, kann sie ihn schon vorher herausrechnen. Ich habe das Beispiel oben so gewählt, daß bei Blende 2,0 exakt die halbe Lichtmenge durch das Objektiv kommt, wie bei Blende 1,4 (die Differenz beträgt dann genau eine Blendenstufe, das entspricht 1 EV).
Mit dem Wissen, daß die Lichtmenge später um 1 EV zu wenig betragen wird, die vormals ermittelte Verschlußzeit also zu kurz für eine richtige Belichtung sein wird (-1EV), kann die Kamera die Verschlußzeit nun so wählen, daß genau die doppelte Lichtmenge durch den Verschluß kommt (+1 EV). Hätte die Kamera also z.B. vorher für Offenblende eine Verschlußzeit von 1/60s ermittelt, so könnte sie in Zeitautomatik die Verschlußzeit auf 1/30s verlängern, um den Lichtverlust durch das Abblenden von 1,4 auf 2,0 auszugleichen und letztlich wieder zu einer korrekten Belichtung zu kommen.
Natürlich zeigt Dir die Kamera die internen Werte (1,4 -> 1/60s) gar nicht erst an, wenn Du Blende 2,0 eingestellst hast. Obwohl die Blende ja erst im Moment der Aufnahme auf diesen Wert schließen würde, zeigt Dir die Kamera auch schon vorher den in diesem Beispiel zugehörigen Wert von 1/30s als Verschlußzeit an.
Du siehst, das ist ein einfaches Nullsummenspiel und der Kamera ist es im Grunde völlig egal, welche Blendenwerte angezeigt werden, Hauptsache, sie kennt die Differenz zwischen der Offenblende und der späteren Arbeitsblende.
Auch die Blendensteuerung selbst erfolgt nicht etwa absolut, sondern relativ in Bruchteilen von EV-Schritten. Die Ruheposition des Blendenübertragungshebels im Bajonett entspricht der Offenblende. In diesem Beispiel kann die Kamera dem Objektiv-ROM entnehmen, daß die Offenblende des Objektivs mit der Blendenzahl 1,4 korrespondiert (bei einem anderen Objektiv kann das eine andere Blendenzahl sein). Soll nun an diesem Objektiv die Blende 2,0 eingestellt werden, braucht die Kamera von der Offenblendposition ausgehend den Blendenhebel einfach nur um die 1 EV entsprechende Wegstrecke bewegen, um das Objektiv entsprechend weit abzublenden.

Noch etwas genauer und im historischen Entwicklungskontext habe ich das in folgendem Artikel erklärt:

http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=121234 APEX-System
http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=122551 Blendenreihe
http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=122683 Zeitenreihe

Viele Grüße,

Matthias


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RE: Kontaktlose Zwischenringe an Dynax 505si super

#10 von clintup , 21.12.2009 22:38

Wow, das war ja ein richtiger Einführungskurs!


Gruß, clintup


 
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RE: Kontaktlose Zwischenringe an Dynax 505si super

#11 von stani2107 , 22.12.2009 23:31

Hallo Matthias,
ich danke dir für deine Ausführliche Beschreibung, du hast auf einmal meine noch nicht gestellte Fragen beantwortet.

Den Beispiel mit dem 1.4/50 Objektiv hast du passend ausgewählt, ich möchte nämlich auf den umsteigen. Also zur Zeit habe ich für Macroaufnahmen einen Sigma 28-80 f3.5 Macro (Macro bei 80) Objektiv, den habe ich in der Verbindung mit Zwischenringen 63mm und Nahlinsen +1+2+4+10 (alle zusammengeschraubt) und einen Skylight Filter verwendet und habe festgestellt das es ziemlich viel Licht verloren geht.

Aus dem Grung überlege ich folgendes zu bauen und möchte deine/eure Meinung hören: also als erstes 2 Sätze von Zwischenringen zusammenschrauben (~120mm) dann mit Hilfe einen Adaptorringes (entweder M42 oder MC/MD zu Minolta/Sony Bajonett abhängig davon was für ein Objektiv ich finde) und als Letztes ein Objektiv M42 odet MD/MC mit einer Brennweite ab 50mm und einer Blende 1.7 (günstige Objektive mit noch kleinere Blende habe ich nicht gefunden). Diesmal werde ich auf Sky-Filter verzichten da der bei Nahaufnahmen nur das Licht frisst, Nahlinsen werden auch nicht verwendet.

Was sagt ihr zu der Aufbau, Kritik sehr wilkommen

Gruß
stani2107



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RE: Kontaktlose Zwischenringe an Dynax 505si super

#12 von clintup , 22.12.2009 23:55

1. Skyfilter ist für Sky, also Himmel. Sonst immer schlecht.
2. Das massenweise Aneinanderschrauben von Linsen ist immer schlecht.
3. Größere Blende als 1,7 brauchst Du für Makro nicht.
4. Statt Adapterring lieber Umkehrring (Retro-), weil Du ab Maßstab 1:1 bessere Qualität mit umgekehrtem Objektiv erhältst.
5. Ab einer gewissen Länge (mit 120 mm längst erreicht) bietet sich ein Balgengerät an.
6. Für Minolta sind die Minolta- oder die Novoflex-Balgen empfehlenswert. Gibt es günstig bei ebay.
7. Da man im Makrobereich sowieso manuell scharf stellt, bieten sich die günstigen MC/MD-Objektive an.

Soviel auf die Schnelle.


Gruß, clintup


 
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RE: Kontaktlose Zwischenringe an Dynax 505si super

#13 von matthiaspaul , 23.12.2009 00:57

ZITAT(stani2107 @ 2009-12-22, 23:31) Also zur Zeit habe ich für Macroaufnahmen einen Sigma 28-80 f3.5 Macro (Macro bei 80) Objektiv, den habe ich in der Verbindung mit Zwischenringen 63mm und Nahlinsen +1+2+4+10 (alle zusammengeschraubt) und einen Skylight Filter verwendet und habe festgestellt das es ziemlich viel Licht verloren geht.[/quote]
Den richtigen Forscherdrang hast Du jedenfalls für die Makrofotografie. ;-)

Aber im Ernst, der Aufbau ist ohne Grund viel zu kompliziert. Ich gehe mal davon aus, daß Du möglichst große Abbildungsmaßstäbe realisieren möchtest und deshalb diesen komplexen Aufbau versucht hast. Aber das geht einfacher und qualitativ hochwertiger.

Zunächstmal gibt es überhaupt keinen Grund für einen Skylight-Filter in der Makrofotografie. Den kannst Du also schonmal getrost entfernen.

Zweitens kann man Nahlinsen zwar kombinieren, aber schon wenn Du drei Linsen kombinierst, dürften die Ergebnisse qualitativ arg leiden, noch dazu, wenn es sich um einfache Nahlinsen und nicht um Achromate handelt (letzteres nehme ich aufgrund der Abstufung der Dioptrienwerte an).

Auch bei den Zwischenringen mußt Du schon einiges kombiniert haben, um auf 63mm Auszug gekommen zu sein. Das ist den Zwischenringen zwar grundsätzlich egal, aber wenn Du so große Auszüge brauchst (oder gar noch mehr), dann werden Zwischenringe unpraktisch - erst recht, falls sie auch noch Automatikfunktionen übertragen sollen. Stattdessen bietet sich die Verwendung eines Balgengeräts an, das Dir einen variablen Auszug von wenigen Zentimetern bis - je nach Modell - mehr als einem Dezimeter bietet.

Zuletzt würde ich den Weg über Nahlinsen nicht unbedingt mit einer Auszugsverlängerung kombinieren, jedenfalls nicht in so extremem Maße, wie von Dir oben beschrieben.

ZITATAus dem Grung überlege ich folgendes zu bauen und möchte deine/eure Meinung hören: also als erstes 2 Sätze von Zwischenringen zusammenschrauben (~120mm)[/quote]
Statt dieser Kaskade von Zwischenringen solltest Du ein Balgengerät benutzen.
ZITATdann mit Hilfe einen Adaptorringes (entweder M42 oder MC/MD zu Minolta/Sony Bajonett abhängig davon was für ein Objektiv ich finde) und als Letztes ein Objektiv M42 odet MD/MC mit einer Brennweite ab 50mm und einer Blende 1.7 (günstige Objektive mit noch kleinere Blende habe ich nicht gefunden).[/quote]
Lichtstärke kann man zwar immer gebrauchen, aber Objektive sind keine eierlegenden Wollmilchsäue, d.h. wenn man eine Optikrechnung auf einen bestimmten Parameter hin optimiert (z.B. hohe Lichtstärke), dann leiden unweigerlich einige der anderen Eigenschaften (z.B. Auflösungsvermögen, Verzeichnung, etc.) Optimierst Du ein Objektiv hingegen auf maximale Schärfe und geringe Verzeichnung bei sehr kurzen Entfernungseinstellungen (also das, was man in der Makrofotografie benötigt), dann wird nicht gerade ein Lichtriese dabei herauskommen. Deshalb gibt es auch nicht nur ein Universalobjektiv, sondern ganz viele Objektive, die trotz auf den ersten Blick ähnlicher Eckwerte ihr Potential in unterschiedlichen Anwendungen entfalten. Wenn man nichts anderes hat, dann kann man durchaus auch mal ein 1,4/50mm Objektiv für die Makrofotografie "mißbrauchen", aber bessere Ergebnisse wird man mit einem echten Makroobjektiv wie z.B. einem 2,8/50mm Makro bekommen. Dafür eignet sich letzteres halt nicht für Available Light-Fotografie... Leider sind die wirklich guten Makroobjektive auch sehr teuer, so daß man sich eine solche Ausgabe gut überlegen sollte. Um überhaupt erstmal etwas im Bereich der Makrofotografie zu experimentieren, eignen sich aber auch schon einige nicht ganz so gute, aber dafür auch sehr viel günstigere Makroobjektive.

Zunächst mal solltest Du klären, welche Abbildungsmaßstäbe Du überhaupt erreichen willst. Was konkret schwebt Dir denn vor zu fotografieren?

Dann solltest Du überlegen, ob Du Offenblendmessung benötigst oder auch mit Arbeitsblendenmessung arbeiten kannst. Im ersten Fall brauchst Du Automatik-Zwischenringe oder -Balgengeräte, die alle elektronischen und mechanischen Funktionen übertragen, oder Objektive, die Dir schon direkt ohne Auszugsverlängerung die gewünschten Abbildungsmaßstäbe bieten. Im zweiten Fall reichen auch einfache Zwischenringe oder Balgengeräte, die Du kameraseitig auf das A-Bajonett adaptierst und objektivseitig auf ein manuelles Objektiv Deiner Wahl. Hier bieten sich insbesondere Makroobjektive oder -objektivköpfe an oder ein normales Objektiv in Retrostellung.

ZITATDiesmal werde ich auf Sky-Filter verzichten da der bei Nahaufnahmen nur das Licht frisst, Nahlinsen werden auch nicht verwendet.[/quote]
Sehr gut. ;-)

Viele Grüße,

Matthias


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#14 von stani2107 , 23.12.2009 15:10

Ich bedanke mich für eure Hilfe

Schöne Weihnachtstage wünsche ich euch

Gruß
stani2107



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RE: Kontaktlose Zwischenringe an Dynax 505si super

#15 von stevemark , 23.12.2009 16:48

ZITAT(stani2107 @ 2009-12-22, 23:31) ...
Also zur Zeit habe ich für Macroaufnahmen einen Sigma 28-80 f3.5 Macro (Macro bei 80) Objektiv, den habe ich in der Verbindung mit Zwischenringen 63mm und Nahlinsen +1+2+4+10 (alle zusammengeschraubt) und einen Skylight Filter verwendet und habe festgestellt das es ziemlich viel Licht verloren geht.[/quote]
Nicht ideal. Oder eher: ziemlich schlecht !


ZITAT(stani2107 @ 2009-12-22, 23:31) Aus dem Grung überlege ich folgendes zu bauen und möchte deine/eure Meinung hören: also als erstes 2 Sätze von Zwischenringen zusammenschrauben (~120mm) dann mit Hilfe einen Adaptorringes (entweder M42 oder MC/MD zu Minolta/Sony Bajonett abhängig davon was für ein Objektiv ich finde) und als Letztes ein Objektiv M42 odet MD/MC mit einer Brennweite ab 50mm und einer Blende 1.7 (günstige Objektive mit noch kleinere Blende habe ich nicht gefunden).
...[/quote]
Besser, aber immer noch nicht ideal.

Vorschlag:
* 505si
* dann glasloser Übergangsring "Minolta AF - Minolta MD" (ACHTUNG: die lichte Öffnung muss weit genug für Vollformat sein - hat jemand hier einen Link auf so ein Angebot?), ca EUR 25?
* dann gebrauchtes Minolta- (oder Novoflex-) Balgengerät mit MD oder MD Bajonett, ca EUR 30
* und davor ein Minolta MC oder MD 3.5/50mm Macro, ca EUR 40-60

Damit erhältst Du eine simple Kombination, die hochwertige Makroaufnahmen im Bereich <1:1 bis über 4:1 ermöglicht. (d. h. vierfache Vergrösserung; Objektfeld ca. 6x9mm)

Altenativ - aber etwas teurer / schwieriger zu finden:

* Novoflex Universal-Balgengerät mit Anschlussteil "MINA-AF"
* manuelles Makro-Objektiv mit M39 Schraubgewinde (z. B. Novoflex Macro Noflexar 4/60mm)

Allgemein sehr hilfreich für Hintergrundwissen zum Thema "Makro":
* Josef Scheibel: Das Minolta Buch (via amazon.de erhältlich)

Gr Steve


http://www.artaphot.ch


 
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