RE: Minolta 50mm 1.2&1.4 bei Offenblende unbrauchbar?

#1 von andk ( gelöscht ) , 05.12.2014 20:17

Ich habe hier ein 50mm 1.4 MD-II und ein 50mm 1.2 MD-III.

Beide Objektive sind bei Offenblende eigentlich nicht zu gebrauchen. Ab Blende 2.8 sind sie gut und ab Blende 4 dann sehr gut.

Habe ich zwei schlechte Modelle erwischt?


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RE: Minolta 50mm 1.2&1.4 bei Offenblende unbrauchbar?

#2 von ChristophPeterS , 06.12.2014 00:43

Hmmm. Brauchbar ... unbrauchbar ... - das sind subjektiv höchst unterschiedliche Bewertungen.
Das MD 1.2/50 erfährt im allgemeinen keine besonders hohe Wertschätzung. Wohingegen die
1.4er als eigentlich ganz gut gelten. Du solltest ein paar aussagekräftige Aufnahmen hochladen,
so dass die entsprechenden Spezialisten (im besten Fall) beurteilen können, ob du ausgeprägte
Zitronen erwischt hast - aber eigentlich sind die Minolta-Objektive eher halbwegs konsistent, was
ihre optischen Leistungen angeht.

Das 1.4er sollte ab F/2 eigentlich ganz brauchbar sein. Die Offenblende hat man damals ™
eigentlich nur benutzt, wenn man sonst überhaupt kein Bild zusammen gebracht hätte. In dem
Sinne hat man es heute besser, da man die ISO Zahl hochdrehen kann, und normalerweise
nicht mehr so extrem von der hohen Lichtstärke abhängig ist - aber ich schweife ab.

Eine ganz andere Sache ist die: du hast bei Offenblende nur eine verschwindend geringe
Schärfentiefe - es ist mithin extrem schwierig, optimal zu fokussieren. Und die Objektive
haben bei grossen Blenden mit Bildfeldwölbung zu kämpfen. Moderne Objektive (z.B. das
1.8/55 FE von Zeiss) sind oft schärfer als ihre klassischen Vorgänger.

Also: gib uns ein paar Bilder, und wir geben unseren Senf dazu...



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RE: Minolta 50mm 1.2&1.4 bei Offenblende unbrauchbar?

#3 von Phillip , 06.12.2014 11:11

Das 1.2/50 hatte ich noch nie, aber das MD Rokkor 1.4/50, MC 1.4/50 und MC 1.2/58.
Meine Erfahrung ist, dass die sich alle bei Offenblende nicht groß unterscheiden: Geringer Kontrast, recht starke Überstrahlung, unruhiges Bokeh und starke Vignettierung.
Bei f/2 wendet sich das Bild dann, im Zentrum ist der Kontrast dann tadellos, die Überstrahlung weg und das Bokeh viel ruhiger.

Man kann mit den Minoltas auch bei Offenblende gut Ergebnisse bekommen, allerdings nicht bei knalligem Sonnenschein, sondern dann wenn sowieso wenig Licht da ist.

Hier ein paar Beispiele:
Beispiel 1

Beispiel 2

Beispiel 3
Die Bilder sind jetzt vom 1.2/58, basierend auf meiner Erfahrung mit den anderen Minoltas würde ich mich aber wundern wenns beim 1.2/50 anders wäre.

Grüße
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RE: Minolta 50mm 1.2&1.4 bei Offenblende unbrauchbar?

#4 von roseblood11 , 06.12.2014 14:35

Ich sehe das MC 1.4/50 bei Offenblende eher als Effektlinse... Bei malerischen Nahaufnahmen von Blumen können die heftigen Überstrahlungen zB sehr interessant wirken. Ebenso bei Portraits, wenn man es schafft, dass sie nur im Hintergrund dominieren.

mfg, Immo


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RE: Minolta 50mm 1.2&1.4 bei Offenblende unbrauchbar?

#5 von andk ( gelöscht ) , 06.12.2014 16:27


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RE: Minolta 50mm 1.2&1.4 bei Offenblende unbrauchbar?

#6 von u. kulick , 06.12.2014 19:14

QUOTE (Phillip @ 2014-12-06, 11:11) Die Bilder sind jetzt vom 1.2/58, basierend auf meiner Erfahrung mit den anderen Minoltas würde ich mich aber wundern wenns beim 1.2/50 anders wäre.[/quote]

Ein leichtsinniges Urteil! Die 58er sind eine eigene Kategorie und stehen hier nicht zur Diskussion.

Von meinen im Forum hochgeladenen Bildern waren eines mit dem 58/1.4 und eines mit dem 58/1.2 mit relativ hoher Anerkennung gesegnet, was zweifellos AUCH an den Objektiven liegt. In der 50-58mm-Kategorie gibt es wenig Spielraum, um allein mittels des Objektives zu punkten, denn die 50er und 55er sind STANDARD- und KIT-Linsen gewesen und daher meistens GUT gemacht, weil sie Aushängeschilder waren, die zum Kauf weiterer Optik animieren sollten.

Bei den besonders lichtstarken teureren Varianten wurde und wird aber Wunder was an Extra-Leistung erwartet, aber nicht immer erfüllt. Sonst hätten ja alle Rokkore der Brennweiten-Kategorie den Ruf der 58er!

Wohl dem, der schon immer mit seinem 50/1.7er zufrieden war


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RE: Minolta 50mm 1.2&1.4 bei Offenblende unbrauchbar?

#7 von Phillip , 06.12.2014 20:47

ZITAT(u. kulick @ 2014-12-06, 19:14) ZITAT(Phillip @ 2014-12-06, 11:11) Die Bilder sind jetzt vom 1.2/58, basierend auf meiner Erfahrung mit den anderen Minoltas würde ich mich aber wundern wenns beim 1.2/50 anders wäre.[/quote]

Ein leichtsinniges Urteil! Die 58er sind eine eigene Kategorie und stehen hier nicht zur Diskussion.

Von meinen im Forum hochgeladenen Bildern waren eines mit dem 58/1.4 und eines mit dem 58/1.2 mit relativ hoher Anerkennung gesegnet, was zweifellos AUCH an den Objektiven liegt. In der 50-58mm-Kategorie gibt es wenig Spielraum, um allein mittels des Objektives zu punkten, denn die 50er und 55er sind STANDARD- und KIT-Linsen gewesen und daher meistens GUT gemacht, weil sie Aushängeschilder waren, die zum Kauf weiterer Optik animieren sollten.

Bei den besonders lichtstarken teureren Varianten wurde und wird aber Wunder was an Extra-Leistung erwartet, aber nicht immer erfüllt. Sonst hätten ja alle Rokkore der Brennweiten-Kategorie den Ruf der 58er!

Wohl dem, der schon immer mit seinem 50/1.7er zufrieden war
[/quote]
Worin siehst du denn beim 1.2/58er das Besondere bei f/1.2? Du schreibst zwar, dass es irgendwie besonders sei, benennst aber nicht was konkret den Charme des 1.2/58 ausmacht.

Ich sehe beim 1.2/58 bei f/1.2 wenig besonderes, da hat Canon mit dem 1.2/55 Aspherical oder später 1.2/50 FD L eine deutlich bessere Leistung zu bieten.

Bei f/2 schätze ich das Objektiv sehr und es wandert deshalb sehr häufig in meine Fototasche, auch wenn es teuer, schwer und groß ist. Die Offenblende nutze ich aber höchst selten, von aktuell 139 Bildern in meinem flickr Album zum Objektiv sind weniger als 20 Aufnahmen bei Offenblende entstanden.
Ich denke der Ruf des Objektivs hat viel mit der Lichtstärke zu tun, alle f/1.2 Objektive der großen Hersteller kosten ein Vielfaches der im praktischen Einsatz meist genauso guten f/1.4 Normalobjektive. Aber auch die einfache Adaptierbarkeit hat da ihren Anteil. Nicht zu letzt ist es das einzige MC oder MD Normalobjektiv mit 8 Blendenlamellen, die anderen haben höchstens 6.

Grüße
Phillip


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RE: Minolta 50mm 1.2&1.4 bei Offenblende unbrauchbar?

#8 von Minolta2175 , 07.12.2014 00:12

ZITAT(andk @ 2014-12-05, 20:17) Ich habe hier ein 50mm 1.4 MD-II und ein 50mm 1.2 MD-III.

Beide Objektive sind bei Offenblende eigentlich nicht zu gebrauchen. Ab Blende 2.8 sind sie gut und ab Blende 4 dann sehr gut.

Habe ich zwei schlechte Modelle erwischt?[/quote]

Hallo,
ein kleiner Überblick.

http://www.rokkorfiles.com/Battle%20of%2050s1.htm

Gruß Ewald


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RE: Minolta 50mm 1.2&1.4 bei Offenblende unbrauchbar?

#9 von roseblood11 , 07.12.2014 00:43

Ich finde auch, das 1,2/58 wird künstlich gehyped ohne Ende. Mir wäre es in der Regel zu schwer und es kostet inzwischen locker das zehnfache des 1,4/50, was in keinerlei Verhältnis zur Leistung steht. Es hat durch seine Eckdaten halt erstmal den Vorteil, an Kameras mit APS-C-Sensor den Bildwinkel eines 85er-Portraitteles an KB bei sehr hohem Freistellungspotential zu bieten. Aber wie oft nutzt man das wirklich? Wenn man den Abstand zum Hintergrund etwas vergrößert, macht man mit einem 1,4/50 bei Blende 2 in der Regel ein ebenso gutes Bild, oft sogar ein besseres.

Gerade bei Portraits ziehe ich ein leichteres und zierlicheres Objektiv vor, weil ich dabei permanent in Bewegung bin und meist ohne Stativ arbeite. Es ist dann einfach weniger Technik im Weg und die Arme werden nicht so schnell lahm...

Wenn man schaut, was die Adapterfreaks mit dem 1,2/58 machen, sind es doch häufig arg malerische bzw träumerische Naturbilder oder Blümchenmakros. Sehr oft lahme Motive, die durch den speziellen Bildeindruck bei Offenblende aufgepeppt werden, um vordergründig zu beeindrucken. Apothekenrundschauniveau also, sowas beeindruckt mich auch dann nicht, wenn es handwerklich gut gemacht ist.

mfg, Immo

PS: Warum der Test von rokkorfiles immer wieder angeführt wird, ist mir schleierhaft. Ja, so ganz ungefähr passt er auch zu meiner Erfahrung, aber er ist doch mit recht ungenauen bzw nur eingeschränkt aussagekräftigen Methoden erstellt, zudem wurde von jedem Objektiv nur ein Exemplar getestet.


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RE: Minolta 50mm 1.2&1.4 bei Offenblende unbrauchbar?

#10 von u. kulick , 07.12.2014 07:43

Eine Beste-50er-Diskussion anderswo wurde quasi beendet mit dieser Grafik

http://www.exaktaphile.com/tests/graph.pdf

die zeigt, wie sehr Serienstreuung und vielleicht auch Zustand bei namhaften Objektiven es zum Würfelspiel macht, ob ein Besitzer ein Objektiv von der technischen Abbildungsleistung bei Offenblende ganz toll oder nicht finden muss. Der rokkorfiles-Test ist doch prima, um zu verstehen, warum das 58/1.2 so "gehypt" wird! Bokeh! Da rechnen sich die Linsenentwickler dumm und dusslig für perfekte "Abbildner", aber vergessen dabei das Bokeh. Beim 58er haben sie mal 5 gerade sei lassen und ein tolles Objektiv kam bei raus. Habe ja selbst schon beim Hypen des Flektogon 35/2.4 mitgeholfen durch einen Beitrag in mi-fo.de: Seitdem kostet es bei ebay fast doppelt soviel. Warum nicht, wenn es im Schnitt einfach gut ist. Die 2.8er-Version fällt in obiger Datei allerdings durch Serienstreuung auf: einmal ganz oben, zweimal ganz unten

Die Lichtstarken gebraucht man zum Fokussieren noch immer offenblendig, z.b. mittels Fokus-Peaking, ein Abblenden nach dem Fokussieren in Available-Light-Situationen hängt von der Leistung des Sensors ab, die A7s ist da die große Spielraumkamera. Im analogen BEreich werten die lichtstarken Objektive SPiegelreflexsucher auf, auch wenn diese nicht die hellste Variante des Herstellers ist. Insofern werden, insbesondere bei mi-fo.de, oft die Kameras mit besonders hellem Sucher auch "gehypt". Speziell was Minoltas 50er angeht, tut ein 1.7er schon immer ausreichende Dienste als available-light-Sucherverstärker. Speziell aus der Zeit, als ich viel available-light fotografiert habe, stammen aber auch meine 1.4 und 1.2 Rokkore.

Aber ansonsten ist Offenblende Bildgestaltungsmittel, wobei weitest offene Blende naturgemäß wenig, aber bisweilen doch genutzt wird, denn meistens will man etwas abbilden und blendet dafür sinnvollerweise mindestens etwas ab. Ansonsten kann man sich amüsieren über so mancherlei Portrait, wo die Augen scharf, aber die Nasenspitze nicht ist


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RE: Minolta 50mm 1.2&1.4 bei Offenblende unbrauchbar?

#11 von weberhj , 07.12.2014 11:54

ZITAT(u. kulick @ 2014-12-07, 8:43) Eine Beste-50er-Diskussion anderswo wurde quasi beendet mit dieser Grafik

http://www.exaktaphile.com/tests/graph.pdf[/quote]
Na ja, diese Graphik ist eigentlich völlig wertlos. Ich habe z.B. mit Dokumentenfilm bereits in den 90iger Jahren beim MC Rokkor 1:1.4 50mm bereits über 150 LP/mm erreicht.

In der obigen Graphik sind die Spitzenwerte um die 60-70 LP/mm, da wird sonst was getestet, aber nicht die Leistung der Objektive.

BG Hans


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RE: Minolta 50mm 1.2&1.4 bei Offenblende unbrauchbar?

#12 von u. kulick , 07.12.2014 14:40

QUOTE (Hans-J. @ 2014-12-07, 11:54) Na ja, diese Graphik ist eigentlich völlig wertlos. Ich habe z.B. mit Dokumentenfilm bereits in den 90iger Jahren beim MC Rokkor 1:1.4 50mm bereits über 150 LP/mm erreicht.

In der obigen Graphik sind die Spitzenwerte um die 60-70 LP/mm, da wird sonst was getestet, aber nicht die Leistung der Objektive.

BG Hans[/quote]

Da wurde von verschiedenen Testern mit T-Max-100-Film gestestet. Das Verfahren war genau vorgegeben, also durchaus ein interessanter Test, getragen von Profis und Enthusiasten, die Negativ-Scans und Kontrastmessungen wurden an zentraler Stelle gemacht. Die Leistung der Objektive wurde nur von einem Teil der Tester damit gemessen, indem der Test auch auf die Bildecken angewendet wurde. Der Test diente also in erster Linie dem Schärfevergleich in der Bildmitte. Und da ist bei den Ergebnissen für gleiche Objektivtypen eine gewisse Streuung nicht zu leugnen. Die Grafik zeigt die ersten Tests bei Blende 8, mit den lp/mm bei noch 10% des Kontrasts im Vergleich zu den dicksten Linien, weil Blende-8-Tests Mindestvoraussetzung zur Testteilnahme waren. Daher nur wenige Ergebnisse von anderen Blenden, die für einige Objektive bessere Auflösungswerte ergaben. Mit dem Rokkor 50/1.4 könnt ich mir auch vorstellen, dass Du bei einer spezifischen Blendenseinstellung und Reprofilm bessere Werte erzieltest, die aber im Rahmen dieses Tests u.U. nicht vergleichbar wären, siehe

http://www.exaktaphile.com/tests/tests2.html

Ergebnis: Ein Objektivname mit bestimmter Brennweite/Lichtstärke-Angabe ist kein Garant für eine ganz bestimmte Ergebnisqualität. Der Test erfasste zwar auch Seriennummern, aber Schwächen bestimmter Produktions-Teilserien sind nicht genau daraus ableitbar, das ist wahr.


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RE: Minolta 50mm 1.2&1.4 bei Offenblende unbrauchbar?

#13 von roseblood11 , 07.12.2014 18:56

Nein, was Hans sagt ist doch ganz eindeutig: Wenn er belegen kann, dass er mit einem der genannten Objektive locker die doppelte Auflösung messen konnte, sagt dieser Test über die Objektive mehr oder weniger nichts - wie so viele.

mfg, Immo


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RE: Minolta 50mm 1.2&1.4 bei Offenblende unbrauchbar?

#14 von weberhj , 07.12.2014 19:21

ZITAT(u. kulick @ 2014-12-07, 15:40) Die Grafik zeigt die ersten Tests bei Blende 8, mit den lp/mm bei noch 10% des Kontrasts im Vergleich zu den dicksten Linien, weil Blende-8-Tests Mindestvoraussetzung zur Testteilnahme waren.[/quote]
Bei Blende 8 sind fast alle 50mm Objektive längst beugungsbegrenzt. Wenn da in derBildmitte so große Unterschiede auftreten zeigt das lediglich wie unbrauchbar das Testverfahren ist. Insbesondere die exakte Fokussierung kann mit analoger Aufnahmetechnik nicht realisiert werden.
Wir hatten das Thema im mi-fo schon des öfteren, all die "guten alten analogen Tests" kann man bestenfalls noch für Randunschärfe, Kontrast, Bokeh und mechanische Qualität heranziehen, aber keinesfalls für die Schärfe bei optimalen Benden in der Bildmitte.

BG Hans


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RE: Minolta 50mm 1.2&1.4 bei Offenblende unbrauchbar?

#15 von u. kulick , 07.12.2014 22:40

A, ja, mit Krauses Schärfentieferechner kommt man dahinter. Nur bei einem 08/15-Zerstreuungskreis von 0,033mm ist Blende 8,1 die optimale Blende. Obwohl der Test gerade viele 2.8er-Objektive drin hat, ist von durchschnittlich überdurchschnittlicher Schärfe bei den Standardobjektiven auszugehen, d.h. einem etwas kleineren Zerstreuungskreis, z.B. 0.25mm, mit dem auch schon ordentliche Ergebnisse auf APS-Format möglich sind. Solche 2.8er 50mm-Objektive hätten eine optimale Blende 7.1, Spitzenobjektive evtl. noch größer?

Extrascharf auf APS-C erwies sich jüngst mein Sigma 90mm macro 1:2.8, was ein Hinweis auf einen tatsächlich recht kleinen Zerstreuungskreis sein könnte. Allein für Z-Kreis 0,025 errechnet sich die optimale Blende 6.9, könnte in dem Fall auch etwas mehr sein, etwa f6.3 oder f5.6?

Dennoch kann dem erwähnten f8-Test seine Sinnhaftigkeit nicht abgesprochen werden: f7.1 und f8.1 liegen soweit nicht auseinander, und vor allem lässt sich f8 bei allen Objektiven einstellen! Außerdem war es ein Test für Analog-Auflösung, und bei einigen Objektiven erzielten verschiedene Tester vergleichbare Ergebnisse, so dass zumindest der Versuch eines gemeinsamen Tests ansatzweise als gelungen bezeichnet werden kann.

Immerhin: Bei "sunny sixteen hast Du stets die Beugung drin" können wir als Faustregel aus der Diskussion mitnehmen für Kleinbild und kleiner jedenfalls


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