RE: Minolta MC, Sigma 2.8/24 und Sony 18-55 an NEX-7

#1 von Phillip , 26.10.2012 22:08

2. Teil meiner Testserie, mein MC 24/2.8 ist weit abgeschlagen. Falls Stevemark mitließt: du hast doch bestimmt auch die 24/2.8er getestet, hat dein Exemplar besser abgeschnitten?

[attachment=11885:24mmComparison.jpg]

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#2 von roseblood11 , 27.10.2012 08:12

Zumindest für die Bildränder kann ich das bestätigen, dass das Sigma da besser dasteht, es ist insgesamt ausgewogener. Das Minolta hab ich aber in der Mitte als genauso gut in Erinnerung. Meine Erfahrungen decken sich jedenfalls mit dem, was 1986 in einem Test der Color Foto herauskam, der hier auch irgendwo verlinkt ist.

Was mich hier viel mehr wundert ist, dass die Kitscherbe so viel kontrastreicher wirkt. Ebenso wirkte in deinem anderen Vergleich das 50er Canon kontrastreicher als die Minoltas. Gibt es da evtl ein Problem mit dem MD-Adapter? Ich habe bei meinem (von Kipon) eine ganze Weile gebraucht, bis ich gemerkt habe, dass er nicht 100% lichtdicht ist. Irgendwann hab ich dann mal in den Sucher gesehen, als ein Deckel auf der Linse war und eine helle Lampe seitlich auf den Entriegelungsknopf leuchtete. Seitdem ist da ein hässliches Stück Tape drauf, bis mir was besseres einfällt...

mfg, Immo


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#3 von Phillip , 27.10.2012 10:32

Habe gerade mal meine Adapter getestet: Ja sie lassen Licht rein, aber ich glaube nicht dass dies ein Grund für den geringen Kontrast ist, bei den verwendeten Belichtungszeiten und Iso 100 spiel der Lichteinfall quasi keine Rolle.
Was ich nicht ausschließen kann, sind innere Reflexionen, das silberne Bajonett hat ein gewisses Reflexionspotential.
[attachment=11886:adapter1.jpg]
[attachment=11887:adapter2.jpg]
Was mich verduzt macht ist dass dieses Objektiv zu analogen Zeiten einen "Ruf wie Donnerhall" genoß (frei nach O1af) und jetzt an der Nex-7 (ich habe mit einem anderen Exemplar an der Nex-3 mal eine ähnlich schlecht ausfallende Testserie geschossen, die damals aufgrund mangelnder Sorgfalt aber nicht veröffentlicht) eine wirklich bescheidene Performance abliefert wo viele andere Minoltas deutlich besser abschneiden.

Nun gut, das MC kam 1973 heraus, das sind 40 Jahre in denen sich bei der Objektiventwicklung so einiges getan hat.

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#4 von roseblood11 , 27.10.2012 12:10

Die AW verstehe ich nicht ganz... Das Verhältnis Licht von vorne vs. Licht durch die Ritzen im Adapter ändert sich doch nicht durch ISO-Wert oder Verschlusszeit, sondern bloß durch die Blende. Bei Offenblende fällt der Ritz kaum ins Gewicht, bei geschlossener Blende mehr. Allerdings geht es vermutlich weniger um die absolute Menge des Lichts, sondern darum, dass dort Licht ziemlich quer auf die hintere(n) Linse(n) treffen dürfte, womit die "nicht rechnen".

Wenn in einem herstellerspezifischen Forum ein Objektiv einen "Ruf wie Donnerhall" hat, gebe ich darauf ehrlich gesagt nicht viel. Bzw. ich interpretiere es als "innerhalb des Systems vergleichsweise sehr gut". So einen Ruf hat das MC 1.4/50 ja auch, aber gute Exemplare zB des vergleichbaren Canon FD sind sichtbar besser...


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#5 von Phillip , 27.10.2012 13:11

ZITAT(roseblood11 @ 2012-10-27, 11:10) Die AW verstehe ich nicht ganz... Das Verhältnis Licht von vorne vs. Licht durch die Ritzen im Adapter ändert sich doch nicht durch ISO-Wert oder Verschlusszeit, sondern bloß durch die Blende. Bei Offenblende fällt der Ritz kaum ins Gewicht, bei geschlossener Blende mehr. Allerdings geht es vermutlich weniger um die absolute Menge des Lichts, sondern darum, dass dort Licht ziemlich quer auf die hintere(n) Linse(n) treffen dürfte, womit die "nicht rechnen".

Wenn in einem herstellerspezifischen Forum ein Objektiv einen "Ruf wie Donnerhall" hat, gebe ich darauf ehrlich gesagt nicht viel. Bzw. ich interpretiere es als "innerhalb des Systems vergleichsweise sehr gut". So einen Ruf hat das MC 1.4/50 ja auch, aber gute Exemplare zB des vergleichbaren Canon FD sind sichtbar besser...[/quote]
Du siehst doch auf dem Bild dass bei einer Belichtungszeit von 1/60 Sekunde und Iso 100 kein Störlicht zu sehen ist und das während ich die Kamera quasi in die Lampe gehalten habe, für mich fällt somit seitlich in den Adapter fallendes Licht im gegebenen Szenario als Störfaktor weg.

Auch glaube ich dass weniger Licht von den Linsen reflektiert wird, als dass es direkt auf den Sensor fällt, Indiz ist die starke Lila-Färbung welches auf sehr schräg einfallende Lichtstrahlen hindeutet.

Zum Donnerhall: Auch innerhalb des Systems waren bei meinen Tests z.B. 28/2, 35/1.8 (jeweils erste Rechnung), alle 50/1.4er, 85/2 (wobei schlechter als der Ruf), 135/2.8 usw. in Relation zum 24/2.8 deutlich besser. Die Erklärung mag an anderen Anforderungen liegen (z.B. wird auf Rokkorfiles die Qualität eines 6MP Scans gelobt, die Nex-7 hat die 8fache Auflösung davon), in technischen Gründen (wobei ich mir damit bestenfalls geringen Kontrast erklären kann, keine Randunschärfen) oder daran das ich jetzt mein 2. Montagsexemplar erwischt habe (ich finde aber zu dem Thema auch nur 2-3 ähnlich schlecht ausfallende Tests).

Naja, das 24/2.8 war eh ein Beifang und ich bin optimistisch es problemlos wieder verkaufen zu können.

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#6 von weberhj , 27.10.2012 15:14

Beim Minolta MC 2.8/24mm findet man fast nur noch Exemplare bei denen die stark konkav gekrümmte interne Oberfläche stark verschmutzt, bzw.mit einem Belag versehen ist.
Das liegt vermutlich daran, dass speziell diese Oberfläche extrem stark zur Kondenswasserbildung neigt. Durch die optische Konstruktion ist diese Trübung selbst beim Durchleuchten mit der Taschenlampe oftmals nicht zu erkennen.

Mein Vater hatte anfang der Siebziger ein MC Rokkor 2.8 24mm das sehr, sehr gut war. Daraufhin hatte ich mir Jahre später ein gebrauchtes optisch baugleiches MD Rokkor 2.8 24mm gekauft, das mich enttäuschte. Später mit dem beginnenden ebay Ausverkauf der Rokkore habe ich mir noch mal ein MD Rokkor 2.8 24mm geleistet das auch nicht gut war. Daraufhin habe ich eins zerlegt und diese Trübung gefunden. Nach gründlicher Reinigung mit Zeiss lens cleaning Fluid waren die Bilder wie vom Anderen Stern. Auch das zweite Exemplar zeigte dann exakt dasselbe Phänomen und war nach erfolgter Reinigung ebenso einwandfrei.

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#7 von Phillip , 27.10.2012 16:17

ZITAT(Hans-J. @ 2012-10-27, 14:14) Beim Minolta MC 2.8/24mm findet man fast nur noch Exemplare bei denen die stark konkav gekrümmte interne Oberfläche stark verschmutzt, bzw.mit einem Belag versehen ist.
Das liegt vermutlich daran, dass speziell diese Oberfläche extrem stark zur Kondenswasserbildung neigt. Durch die optische Konstruktion ist diese Trübung selbst beim Durchleuchten mit der Taschenlampe oftmals nicht zu erkennen.

Mein Vater hatte anfang der Siebziger ein MC Rokkor 2.8 24mm das sehr, sehr gut war. Daraufhin hatte ich mir Jahre später ein gebrauchtes optisch baugleiches MD Rokkor 2.8 24mm gekauft, das mich enttäuschte. Später mit dem beginnenden ebay Ausverkauf der Rokkore habe ich mir noch mal ein MD Rokkor 2.8 24mm geleistet das auch nicht gut war. Daraufhin habe ich eins zerlegt und diese Trübung gefunden. Nach gründlicher Reinigung mit Zeiss lens cleaning Fluid waren die Bilder wie vom Anderen Stern. Auch das zweite Exemplar zeigte dann exakt dasselbe Phänomen und war nach erfolgter Reinigung ebenso einwandfrei.

BG Hans[/quote]
Angefixt habe ich mich gerade an die Demontage gemacht und scheitere an folgendem Punkt:
[attachment=11888emontage24er.jpg]
Die Linsengruppe aus der Fassung zu drehen schaffe ich mit gemäßigter Kraftanwendung nicht, aber vermutlich muss ich einfach noch etwas mehr Kraft anwenden?

Danke für den Tipp,
Phillip


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#8 von weberhj , 27.10.2012 18:05

ZITAT(Phillip @ 2012-10-27, 16:17) Angefixt habe ich mich gerade an die Demontage gemacht und scheitere an folgendem Punkt:
[attachment=11888emontage24er.jpg]
Die Linsengruppe aus der Fassung zu drehen schaffe ich mit gemäßigter Kraftanwendung nicht, aber vermutlich muss ich einfach noch etwas mehr Kraft anwenden?[/quote]
Stop, langsam, bei mir ist das Jahre her, aber ich meine ich hatte damals eine Objektivgruppe mit wesentlich kleinerem Durchmesser von der Bajonettseite her abgeschraubt, die vordere Linsengruppe war IMHO bei mir ok.
Warte mal ein paar Minuten ich such mir mal den Linsenquerschnitt raus dann kann ich mich hoffentlich besser erinnern.

BG Hans


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#9 von weberhj , 27.10.2012 18:56

So mit einem Bild lässt es sich leichter erklären...
[attachment=11890:MinoltaM...2_8_24mm.jpg]
Ich bin mir zu praktisch 100% sicher, dass es eine der beiden markierten konkaven Oberflächen war. Ich kann mich definitiv daran erinnern, dass man an die Oberfläche durch abschrauben einer Bajonettseitig anliegenden Linsengruppe herankam. Ich tendiere deshalb auch eher zur im Bild rechten Seite, aber nur wenn man die Bajonett seitigen beiden Linsen abschrauben kann.

Pass auch auf, Vergütungen an inneren Linsen sind meist nicht so hart und wischfest wie z.B. an der Frontlinse.

Ich hoffe damit helfen zu können.

BG Hans


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#10 von Minomanu , 29.10.2012 09:54

Wenn ich mich recht erinnere, verfügt das MC/ MD 24mm 2,8 über floating elements.

Diese Einrichtung verbessert die Abbildungsqualität im Nahbereich.

Grob gesagt ändert sich mit der Entfernungseinstellung der Abstand gewisser Linsen zueinander. Halt anders als bei der bekannten Geradführung, bei der der komlette Linsensatz hin- und hergefahren wird.

Die Bewegung der Linsen zueinander bewirkt einen Pumpeffekt. So kann es vorkommen, dass sich Partikel - oder bei höheren Temperaturen auch Schmierstoffaerosole - an bestimmten Oberflächen bevorzugt anlagern und diesen Belag bilden.

Zoomobjektive schieben auch eine Menge Luft hin und her. Und Makrofestbrennweiten, die nach einer Art Innenfokussierungs-Prinzip aufgebaut sind, wie z.B. das Leica Apo-Macro-Elmarit-R 100mm 2,8 oder das Micro Nikkor 105mm 2,8 (AIS).

Hat halt alles seine Vor- und Nachteile.

Gruß
Herbert


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RE: Minolta MC, Sigma 2.8/24 und Sony 18-55 an NEX-7

#11 von stevemark , 29.10.2012 14:24

ZITAT(Hans-J. @ 2012-10-27, 14:14) Beim Minolta MC 2.8/24mm findet man fast nur noch Exemplare bei denen die stark konkav gekrümmte interne Oberfläche stark verschmutzt, bzw.mit einem Belag versehen ist.
Das liegt vermutlich daran, dass speziell diese Oberfläche extrem stark zur Kondenswasserbildung neigt. Durch die optische Konstruktion ist diese Trübung selbst beim Durchleuchten mit der Taschenlampe oftmals nicht zu erkennen.
...
Daraufhin habe ich eins zerlegt und diese Trübung gefunden. Nach gründlicher Reinigung mit Zeiss lens cleaning Fluid waren die Bilder wie vom Anderen Stern. Auch das zweite Exemplar zeigte dann exakt dasselbe Phänomen und war nach erfolgter Reinigung ebenso einwandfrei.

BG Hans[/quote]

Könnte es sein, dass sich da ganz einfach Schmiermittel zerlegen? Zur Erinnerung: klassische Schmiermittel sind aus einem Fett und einer Seife zusammengesetzt; wenn sich die Mischung altersbedingt trennt und das Öl zu wandern beginnt, kann davon natürlich auch eine Linsen-Oberfläche betroffen sein! Ganz analog zu den bekannten Problemen mit Blendenmechanismen ...

Gr Steve


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RE: Minolta MC, Sigma 2.8/24 und Sony 18-55 an NEX-7

#12 von marjue ( gelöscht ) , 13.11.2012 15:19

Hallo

Ich habe mir vor einiger Zeit auch das MC 24mm 2.8 geholt für meine NEX weil es sehr gelobt wurde war dann aber enttäuscht von der Leistung im Vergleich zum SEL1855.
Nun wollte ich es wieder verkaufen hab dann aber leider festgestellen müssen dass ich mir eines mit leichten Schimmelbefall eingefangen habe. Damit ist es kaum möglich das teil wieder zu verkaufen und ich muss es wohl behalten.

Da es mir schon gelungen ist ein verstaubtes MD 50mm 1.4 zu zerlegen und zu entstauben machte ich mich also an das 24er. Leider komme ich vorne nur die Frontlinse heraus und hinten bekomme ich nur den inneren Ring raus dann ist Ende. Ich sehe zwar noch Ringe mit den typischen zwei Kerben aber auch mit vorsichtiger Gewalt dreht sich hier nichts.

Seid ihr hier weiter gekommen? Wenn ja habt ihr irgendwo eine Doku gefunden. Wenn ja wäre ich für Tips sehr dankbar. Hier im Forum hab ich bereits gesucht aber außer ein paar einzelnen Bildern von offenen 24er'n nichts hilfreiches gefunden. Auf Youtube war auch nichts zu finden. Vielleicht hilft ja auch ein Doku von einem Objektiv anderer Brennweite aber prinzipiell gleichem Aufbau.


Danke
Marcus


marjue

RE: Minolta MC, Sigma 2.8/24 und Sony 18-55 an NEX-7

#13 von api7710 , 13.11.2012 15:47

Ich kann leider zu der Reinigungsaktion nichts beisteuern. Mich wundert allerdings, dass du von der Leistung des MC 24mm enttäuscht warst. War der Pilz eventuell schon vorhanden? Ich habe an meiner NEX 5n das Kitobjektiv SEL 1855 mit dem MC 21mm verglichen, und das Rokkorobjektiv schnitt klar besser ab, in Sachen Schärfe zum Beispiel. Insbesondere an den Rändern, wo das Kitobjektiv immer wieder Verzeichnungen aufwies. Ähnliche Ergebnisse gab es mit dem 28er MC, daher mein Erstaunen, dass das 24er dazwischen dem SEL unterlegen wäre.


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RE: Minolta MC, Sigma 2.8/24 und Sony 18-55 an NEX-7

#14 von Minomanu , 14.11.2012 10:56

@Steve:

Richtig, Schmierfette bestehen aus einem Grundöl und einer Seife. Der Seifenanteil wirkt wie ein Schwamm, der das Öl an seinem Ort hält. Ist der Ölanteil verbraucht, verbleibt die Seife (Schwamm) als eingetrockneter Rest zurück. Unter Alterung versteht man hauptsächlich Oxydationserscheinungen des Öles, die die Schmierfähigkeit herabsetzen. Nun ist die Schmierfähigkeit des Fettes in einem MF-Objektiv eher von untergeordneter Bedeutung. Es kommt mehr auf die Dämpfungseigenschaften an. Die reine Schmierwirkung könnte man auch mit einem Trockenschmierstoff (z.B. Graphit) erreichen.

Ich vermute, dass leichter flüchtige Bestandteile des Öles unter höheren Temperaturen Aerosole bilden, die dann durch den Pumpeffekt durch die Objektivinnereien vagabundieren. Aber auch Scherkräfte können Seife und Öl voneinander trennen.

Immerhin ist manches MF-Schätzchen an die 40 Jahre alt, da sind solche Erscheinungen nicht ungewöhnlich.

Schmiermittel in optischen Systemen einzusetzen ist nicht ohne. Daher sollte man bei eigenen Reparaturen Schmiermittel immer äußerst sparsam anwenden. Habe schon Objektive gesehen, dei regelrecht in Öl ertränkt wurden ...


@Marcus

Das 2,8 24mm ist wegen der floating elements komlett anders aufgebaut als ein Objektiv mit Geradführung. Will sagen, das ist was für den fortgeschrittenen Selfmade-Man. Ohne Reparaturanleitung ist da aus meiner Sicht ohnehin nichts zu machen.

Ich würde das als Rechenexempel sehen. Was kostet eine fachmännische Reparatur? Lässt sich der Pilz ohne Beschädigung der Vergütungsschichten überhaupt entfernen? Wie teuer ist ein gutes Alternativobjektiv?

Gruß
Herbert


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RE: Minolta MC, Sigma 2.8/24 und Sony 18-55 an NEX-7

#15 von marjue ( gelöscht ) , 14.11.2012 12:05

Hallo

@Siepi

Das Kit hat bei 24mm wohl einen guten Punkt ... hier kanst du meine Testbilder begutachten.
Jedenfalls stimme ich mit Phillip überein das es nicht an die vielen guten Berichte heran reicht. Ich denke auch nicht dass der Pilz hier das Problem ist denn so wild ist der nicht. Und der macht auch keine Randverzerrungen oder CA's.

@Minomanu

Ja dass es nicht so simpel aufgebaut ist wie das 50er das ich mal selbst gereinigt habe ist mir auch bewusst geworden. Nur leider ist nirgends was zu finden. Hatte halt Hoffnung das sich einer der Schreiber in diesem Treat hier auskennt und eine Anleitung oder Tips parat hat.
Reinigen lassen wird sich finanziell nicht lohnen also werd ich es mit Pilz verkaufen und den Verlust in kauf nehmen.

Bye
Marcus


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