Mit Erscheinen der 24MP A77 kam die Frage auf, ob zumindest im unteren ISO-Bereich mit der billigeren und leichteren Kombination A77 + CZ 16-80 die gleiche Bildqualität zu erreichen ist, wie mit der teuren, schweren und klobigen Kombination A900 + CZ 24-70. Diverse Tests legten ja die Annahme nah, dass z.B. der Randabfall am Vollformat problematischer ist, als an APS-C (was sich im Test nur bei der Vignettierung bestätigt hat).
Wir haben am Randes des örtlichen Alphastammtisches Vergleichsaufnahmen zwischen A77 und A900 gemacht. An der A900 kamen das CZ 24mm und das CZ 24-70mm zum Einsatz, an der A77 das CZ 24mm und das CZ 16-80. Die Aufnahmen wurden mit gleichem Blickwinkel aufgenommen. Bei der A77 also bei 24mm und an der A900 bei 35mm (lt. Exif). Beim CZ 24mm f2, das als Referenz für bestmögliche Qualität diente, wurde der gleiche Bildwinkel durch Änderung des Aufnahmeabstandes hergestellt.
Während der Aufnahmen änderte sich das Licht etwas und die Schatten wanderten. Hinsichtlich der Farben und Kontraste gibt es alo leichte Einschränkungen bei der Vergleichbarkeit, aber das Licht war schon relativ konstant. Natürlich wurde mit hochwertigem Stativ, Fernauslöser, SVA usw. gearbeitet. Einen Monat vorher hatten wir das CZ 16-80 und das Sony 16-50 SSM verglichen. Dabei war das Zeiss am Rand etwas besser als das Sony.
Ich zeige jetzt ein Übersichtsbild mit den markierten Ausschnitten, einen Streifen der quer durch das Bild reicht sowie die oberen Bildecken, die allerdings nicht im Schärfebereich liegen! Mein CZ 16-80 scheint eine leichte Dezentrierung zu haben, der linke Rand ist nicht ganz so gut, wie der rechte Rand. Ich habe von links der Bildmitte bis zum rechten Rand ein durchgehendes Stück ausgeschnitten, da dem 24-70 häufig sein gewelltes Fokusfeld angekreidet wird. Davon ist hier allerdings nicht viel zu merken. Aus der rechten Bildecke habe ich nur den Bildrand eingefügt. Fokussiert wurde auf den Zettel (A3) in Bildmitte. Die Bilder wurden mit identischen Einstellungen in ACR 6.6 entwickelt. Bei Blende 4 habe ich zusätzlich beim CZ 16-80 eine Version mit in ACR korrigierten CAs eingefügt.
Die Bilder sind teilweise sehr groß, also bitte allenfalls einmal anklicken, auf dem eigenen Rechner abspeichern und bei wiederholtem Ansehen dort öffnen.
Warnung: Wer mit siner APS-C Ausrüstung zufrieden ist, aber zum Perfektionismus neigt, sollte sich die Bilder bei f4 nicht ansehen!
Übersicht: [attachment=10936:Uebersicht.jpg]
Ausschnitt Blende 4 (Offenblende 16-80): [attachment=10937:Vergleic...sschnitt.jpg]
Ausschnitt Blende 8: [attachment=10940:Vergleic...sschnitt.jpg]
Bildecken Blende 4 und 8: [attachment=10942:Ecken_f4_f8.jpg]

Im Prinzip kam ich zum gleichen Resultat wie du. Die A900 ist noch immer im Sonysystem nicht zu toppen.

aber trotzdem, es erscheint mir hier besonders ausgeprägt.
) zu erklären versucht - flache Testcharts (und ebenso Bilder, bei denen alles im "Unendlichen" liegt) kommen in den Ecken recht schlecht, weil die Bildfeldwölbung des ZA 2.8/24-70mm ausgeprägt ist. Bei Reportagen, Hochzeiten usw fällt das nicht im Geringesten auf - eine Gruppe von Leuten ist nie "flach". Wichtig ist da, dass auch in den Bildecken eine gut definierte Schärfe da ist (also wenig Astigmatismus, CAs, Koma usw); ob die Schärfe in den Ecken nun 10cm weiter vorne ist oder weiter hinten, macht bei solchen Aufträgen überhaupt nichts aus. Wichtig ist aber, das man Gesichter in den Bildecken scharf und klar hinkriegt, selbst bei f2.8. Hätte das ZA 2.8/24-70mm z. B. ausgeprägtes Koma (wie etwa das MinAF 2.8/20mm), so könnte man noch so lange fokussieren - in den Ecken würden die Gesichter "matschig" und flau bleiben. Das tun sie aber nicht; mithin die zufriedenen User-Kommentare