RE: Technische Leiden diverser Art, Ratschläge gesucht

#16 von fwiesenberg , 02.01.2010 12:24

ZITAT(clintup @ 2010-01-02, 12:10) Gibt es diese Magazine denn noch? Ich habe noch nie eines angeboten gesehen, auch nicht gebraucht und/oder privat.[/quote]

Gebraucht tauchen sie hin und wieder bei eBay auf.


Grüße aus dem Westen der Republik!
Frank.


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RE: Technische Leiden diverser Art, Ratschläge gesucht

#17 von matthiaspaul , 02.01.2010 12:58

ZITAT(clintup @ 2010-01-02, 12:10) Hast Du diese Seriennummern schon irgendwo aufgelistet?[/quote]
Ja, in der Hinweisbox über dem 9000AF-Unterforum. ;-)

http://www.mi-fo.de/forum/viewforum.php?f=189

Viele Grüße,

Matthias


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RE: Technische Leiden diverser Art, Ratschläge gesucht

#18 von ET420 , 02.01.2010 15:41

ZITAT(matthiaspaul @ 2010-01-02, 10:38) Anhand der Seriennummer kann ich Dir übrigens mitteilen, daß Deine 9000AF zu den relativ seltenen Exemplaren gehört, die über ein verbreitertes Langloch an der linken Seite (von hinten gesehen) verfügt und somit ohne Umbau die Montage des Langfilmmagazins EB-90 ermöglicht. (Das geht bei den früheren 9000AF zwar auch, allerdings bekommt man eine Befestigungsschnalle nicht ohne mechanische Bearbeitung derselben fest, und selbst dann sitzt die Rückwand nicht so sicher, wie bei den Exemplaren mit breiterem Langloch.)

Viele Grüße,

Matthias[/quote]

Hallo Matthias!

Da bin ich doch gleich mal hocherfreut - aber mir stellt sich da eine Frage:
Bist Du Gott? Oder zumindest sowas ähnliches? *niederknie*

Woher weiß man sowas? :-D

Hat Minolta da mal entsprechende Listen herausgegeben?

Was diesen Filmcontainer angeht - ich kenne den auch nur von Bildern in Prospekten usw. - in Farbe und 3-D ist mir das Ding noch nie untergekommen. Da es nie irgendwo auftaucht, hatte ich eine ganze Zeit den Verdacht, daß das Ding nie irgendwo verkauft wurde; eine Art früher Hoax.
Zumindest muß es enorm selten sein - dabei finde ich das Teil durchaus praktisch; man muß nicht nach 36 Bildern den Film schon wechseln; 36 Bilder können schnell vorbei sein! ;-)
Wie ist das dann eigentlich mit der Bilderanzahl - was macht das Zählwerk, wenn ein solches Teil montiert ist und eine entsprechende Filmrolle eingelegt ist?

Begeisterte und erfreute Grüße aus München,

Klaus



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RE: Technische Leiden diverser Art, Ratschläge gesucht

#19 von stevemark , 02.01.2010 15:48

ZITAT(ET420 @ 2009-12-31, 18:57) Eine Werkstatt in München - geführt von einem Herren um die 70, der eine ähnliche Meinung zum Thema Digital hat wie ich und seit über 40 Jahren Kameras repariert. Der sollte das zumindest handwerklich zweifelsohne hinbekommen.
Soweit ich das beurteilen kann, verfügt der Mann auch über ein stattliches Lager an Teilen.[/quote]
Tönt doch nicht schlech, oder?

ZITAT(ET420 @ 2009-12-31, 18:57) Stevemark hat zudem geschrieben:
"Einfach eine gut erhaltene 7000i im Net kaufen (<5 EUR)" - ähm; Tippfehler? Ich vermute, Du meinst 50 Euro? Der Preisverfall ist bei den Geräten zwar bisweilen erschreckend (denke ich an das Geld, was ich für meine erste 7000i - wohlgemerkt gebraucht! - gelegt habe...), aber für fünf Schmötten habe ich noch keine gefunden...[/quote]
Zumindest hier in der Schweiz bekommt man die 7000i im Net problemlos für CHF 5.-- (also <EUR 5.--, wie ich geschrieben hatte). Wenn man Glück hat, ist auch noch ein MinAF 3.5-4.5/35-105mm dabei. Beim Fachhändler sind die 7000i für 20.-- - 30.-- CHF im Angebot - falls überhaupt, denn normalerweise weigern sich die Händler, diesen "Ramsch" noch in Zahlung zu nehmen. Als Beispiel: Eine 7000i mit dem optisch sehr respektablen MinAF 3.5-4.5/28-105mm gibt's hier bei Photovision Bern gerade für CHF 48.-- / EUR 32.--. Ich habe nix mit Photovision zu tun - das ist nur einfach ein respektierter Händler, dessen Preis in der Schweiz tonangebend sind.

Gr Steve


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RE: Technische Leiden diverser Art, Ratschläge gesucht

#20 von matthiaspaul , 02.01.2010 17:36

ZITAT(ET420 @ 2010-01-02, 15:41) Hat Minolta da mal entsprechende Listen herausgegeben?[/quote]
Der Hinweis entstammt einem Beipackzettel, der der 100-Exposure Back EB-90 beilag und worin Minolta Käufer der Rückwand darauf hinwies, daß sie ihre Minolta 9000AF gegen Kaufnachweis einer EB-90 kostenfrei beim Minolta-Service auf das längere Langloch umrüsten lassen könnten und daß Gehäuse, deren Seriennummern eine 2 in der ersten Stelle haben, schon ab Werk mit dem geänderten Langloch ausgestattet wären.

Siehe auch:

http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=173468
http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=186500

Daß Gehäuse mit diesen Seriennummern nicht so gängig sein können wie solche mit einer führenden 1, schließe ich daraus, daß ich bisher erst relativ wenige Gehäuse mit Seriennummern aus diesem Bereich gesehen habe (und im Laufe der Jahre hatte ich Dutzende 9000 in den Händen).

Ich selbst besitze leider bisher kein einziges Gehäuse mit dem geänderten Langloch, und daraus ergibt sich dann auch die Antwort auf die nächste Frage:

Ich weiß aus eigener Erfahrung mit der EB-90, daß man diese Rückwand auch an Gehäusen mit kurzem Langloch montieren kann. Die Rückwand rastet genauso wie eine normale Rückwand über das Rückwandscharnier in der linken Flanke der Kamera (von hinten gesehen) ein. Da die EB-90 aber ziemlich schwer ist, gibt es zusätzlich noch eine äußere Halteklammer, die an der linken Seite der EB-90 befestigt ist und in das Langloch an der Kameraseite eingehakt und verspannt werden kann. Da die Rückwand auch ohne diese Klammer nicht abfällt, erschließt sich mit nicht, warum Minolta die Halteklammer nicht einfach ca. 1 - 2mm weniger breit gemacht hat - dann hätte sie nämlich auch in das kleinere Langloch gepaßt, und das wäre wohl auch schon stabil genug gewesen.
Da es die Umbaumöglichkeit beim Service schon lange nicht mehr gibt, muß man nun mit älteren 9000er Gehäusen entweder auf die zusätzliche äußere Arretierung verzichten oder die Halteklammer beidseitig etwas abfeilen, bis diese auch in das kleinere Langloch paßt. Dem Gebrauchsnutzen tut das zwar keinen Abbruch, aber unter dem Sammelgesichtpunkt schmerzt es, erst solche Modifikationen vornehmen und damit den Originalzustand verändern zu müssen.

Siehe auch: http://www.9000.org/index.php?page=backs#EB90
ZITATThe EB-90 may not fit early 9000's due to the camera's slot being too small for the EB-90 latch. According to John Schlichther, "The official solution is a modification to the 9000. I found that it was actually quite easy to disassemble the EB-90 latch (there is a small black cover plate which is glued over the latch, it is easily pried off with a jewellers screwdriver, careful, there are springs) remove the metal tab, and file a little of each end until it fits into the 9000 slot. Carefully reassemble and glue the cover plate back on. Now it fits all 9000's".[/quote]
ZITATWas diesen Filmcontainer angeht - ich kenne den auch nur von Bildern in Prospekten usw. - in Farbe und 3-D ist mir das Ding noch nie untergekommen. Da es nie irgendwo auftaucht, hatte ich eine ganze Zeit den Verdacht, daß das Ding nie irgendwo verkauft wurde; eine Art früher Hoax. [/quote]
Nein, die gab's wirklich. ;-) Ich mußte allerdings - vor Jahren - auch ziemlich lange suchen, bis ich entsprechende Angebote gefunden habe.
ZITATZumindest muß es enorm selten sein - dabei finde ich das Teil durchaus praktisch; man muß nicht nach 36 Bildern den Film schon wechseln; 36 Bilder können schnell vorbei sein! ;-)[/quote]
Wobei der Unterschied zwischen 36 Bildern und 100 auch wieder nicht so groß ist. Ein 250er Langfilmmagazin, wie es das zur SR-M und XM gab, wäre mir da eigentlich lieber, auch wenn es sperriger als diese Lösung für 100 Bilder ist.

Wenn man genügend Filmmagazine für die EB-90 hat, in die man die speziellen Film-Cartridges einsetzen kann, dann kann man diese Magazine als eine Art "Modul" vorbereiten und muß dann nur noch schnell das komplette Filmmagazin wechseln. Das geht schnell, denn die Magazine werden bei geöffneter Rückwand einfach in die EB-90 eingeschoben, bis sie einrasten, und durch Betätigung einer Taste auf der Unterseite der EB-90 kann man sie später wieder ausrasten und entnehmen.
Das Einsetzen der zwei Film-Cartridges in das Filmmagazin und das Einfädeln des Films in das Magazin ist hingegen eine ziemlich friemelige und zeitaufwendige Angelegenheit, abgesehen davon gehen dabei einige Blindbilder verloren. In dieser Zeit hat man locker zwei-, dreimal einen normalen Filmwechsel mit 135er-Patronen absolviert, so daß beim Einsatz der EB-90 mit nur einem Magazin zum Wechseln eigentlich nur ein Vorteil verbleibt: Du minimierst das Risiko, im entscheidenden Moment gerade den Film wechseln zu müssen.
Und da die speziellen Minolta-Cartridges inzwischen sehr rar geworden sind, würde ich sie heute auch nicht mehr sorglos zur Entwicklung abgeben und hoffen, daß die leeren Cartridges beim Abholen mit in der Tüte liegen, wie das früher üblich war - abgesehen davon, daß viele ahnungslose Labormitarbeiter die Cartridges heute beim Öffnen wohl auch noch beschädigen würden. Es bleibt also nur Umspulen oder Selbstentwickeln.
ZITATWie ist das dann eigentlich mit der Bilderanzahl - was macht das Zählwerk, wenn ein solches Teil montiert ist und eine entsprechende Filmrolle eingelegt ist?[/quote]
Das mechanische Zählwerk der Kamera bleibt einfach bei knapp über "36" stehen, genauso, wie es bei normalen überlangen Filmen auch passiert.

Auf der Matrix des LC-Displays der EB-90 gibt es allerdings ein elektronisches Zählwerk, das bis 99 reicht. (Randbemerkung: Die 100-Exposure Back EB-90 enthält ja im Grunde eine komplette Program Back Super 90 als "Beiwerk", nur daß bei der Program Back Super 90 z.B. dieses Zählwerk im Display nicht benutzt wird. Wenn man das LC-Display aber genau anschaut, findet man auch dort unten rechts die Stelle, wo beim EB-90 der Zählwerksstand dargestellt wird.)

Siehe auch:

http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=113601

Das rückwärts laufende Zählwerk am angesetzten Motor Drive MD-90 mußt Du ggfs. zwischendurch zurücksetzen, damit das Motor Drive nicht vorzeitig stoppt.

Ohne den angesetzten MD-90 funktioniert die EB-90 übrigens nicht, denn obwohl sie auch über ein eigenes Batteriefach (genaugenommen sogar über zwei davon) verfügt, wird das Batteriepack des Motor Drives mitgenutzt, um den zusätzlichen Antriebsmotor in der EB-90 mitzuversorgen. Darüber wird aber unverständlicherweise nicht die restliche Elektronik der Rückwand gespeist. Offenbar war die Entwicklung des ganzen Teils damals eine solche Herausforderung, daß man auf solche Details nicht mehr wirklich geachtet hat - ich hatte mir schon mal überlegt, ob ich da nachträglich etwas umbauen sollte, habe es aber bisher gelassen.

Siehe auch:

http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...ost&p=74577
http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=103162

Viele Grüße,

Matthias

PS. Filmmagazine und -cartridges für die EB-90 kaufe ich übrigens gerne auf. ;-)


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RE: Technische Leiden diverser Art, Ratschläge gesucht

#21 von ET420 , 02.01.2010 17:40

ZITAT(stevemark @ 2010-01-02, 15:48) Zumindest hier in der Schweiz bekommt man die 7000i im Net problemlos für CHF 5.-- (also <EUR 5.--, wie ich geschrieben hatte). Wenn man Glück hat, ist auch noch ein MinAF 3.5-4.5/35-105mm dabei. Beim Fachhändler sind die 7000i für 20.-- - 30.-- CHF im Angebot - falls überhaupt, denn normalerweise weigern sich die Händler, diesen "Ramsch" noch in Zahlung zu nehmen. Als Beispiel: Eine 7000i mit dem optisch sehr respektablen MinAF 3.5-4.5/28-105mm gibt's hier bei Photovision Bern gerade für CHF 48.-- / EUR 32.--. Ich habe nix mit Photovision zu tun - das ist nur einfach ein respektierter Händler, dessen Preis in der Schweiz tonangebend sind.

Gr Steve[/quote]

Hallo Steve,

wirklich erschreckend. Wenn man einen Objektivrückdeckel verliert, kommt man mittlerweile fast billiger, wenn man da eine Kamera ranbindet, als sich einen neuen Orginaldeckel zu kaufen...

Ich sollte wirklich mal über einen Ausflug in die Schweiz nachdenken - bei euch gibts nämlich auch schöne Autos! :-)

Gruß aus München,

Klaus



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RE: Technische Leiden diverser Art, Ratschläge gesucht

#22 von fwiesenberg , 02.01.2010 18:01

ZITAT(matthiaspaul @ 2010-01-02, 17:36) ZITAT(ET420 @ 2010-01-02, 15:41) Hat Minolta da mal entsprechende Listen herausgegeben?[/quote]
Der Hinweis entstammt einem Beipackzettel, der der 100-Exposure Back EB-90 beilag und worin Minolta Käufer der Rückwand darauf hinwies, daß sie ihre Minolta 9000AF gegen Kaufnachweis einer EB-90 kostenfrei beim Minolta-Service auf das längere Langloch umrüsten lassen könnten und daß Gehäuse, deren Seriennummern eine 2 in der ersten Stelle haben, schon ab Werk mit dem geänderten Langloch ausgestattet wären.

Siehe auch:

http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=173468
http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=186500

Daß Gehäuse mit diesen Seriennummern nicht so gängig sein können wie solche mit einer führenden 1, schließe ich daraus, daß ich bisher erst relativ wenige Gehäuse mit Seriennummern aus diesem Bereich gesehen habe (und im Laufe der Jahre hatte ich Dutzende 9000 in den Händen).

Ich selbst besitze leider bisher kein einziges Gehäuse mit dem geänderten Langloch, ...
[/quote]

Wir können ja mal bei Gelegenheit vergleichen, denn zwei (21007... und 23001...) von meinen drei 9000AF-Gehäusen fangen mit der 2 an. Interessanterweise fängt die Seriennummer des dritten Gehäuses mit 8 an (80103...)!


Grüße aus dem Westen der Republik!
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RE: Technische Leiden diverser Art, Ratschläge gesucht

#23 von matthiaspaul , 02.01.2010 18:14

ZITAT(fwiesenberg @ 2010-01-02, 18:01) Wir können ja mal bei Gelegenheit vergleichen, denn zwei (21007... und 23001...) von meinen drei 9000AF-Gehäusen fangen mit der 2 an. Interessanterweise fängt die Seriennummer des dritten Gehäuses mit 8 an (80103...)![/quote]
Das ist ja lustig, meine eigenen Gehäuse fangen alle mit 1 an und ein Gehäuse mit einer führenden 8 habe ich noch nie gesehen. ;-)

Viele Grüße,

Matthias


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RE: Technische Leiden diverser Art, Ratschläge gesucht

#24 von ET420 , 03.01.2010 00:40

ZITAT(matthiaspaul @ 2010-01-02, 17:36) (...)

Ich weiß aus eigener Erfahrung mit der EB-90, daß man diese Rückwand auch an Gehäusen mit kurzem Langloch montieren kann. Die Rückwand rastet genauso wie eine normale Rückwand über das Rückwandscharnier in der linken Flanke der Kamera (von hinten gesehen) ein. Da die EB-90 aber ziemlich schwer ist, gibt es zusätzlich noch eine äußere Halteklammer, die an der linken Seite der EB-90 befestigt ist und in das Langloch an der Kameraseite eingehakt und verspannt werden kann. Da die Rückwand auch ohne diese Klammer nicht abfällt, erschließt sich mit nicht, warum Minolta die Halteklammer nicht einfach ca. 1 - 2mm weniger breit gemacht hat - dann hätte sie nämlich auch in das kleinere Langloch gepaßt, und das wäre wohl auch schon stabil genug gewesen.
Da es die Umbaumöglichkeit beim Service schon lange nicht mehr gibt, muß man nun mit älteren 9000er Gehäusen entweder auf die zusätzliche äußere Arretierung verzichten oder die Halteklammer beidseitig etwas abfeilen, bis diese auch in das kleinere Langloch paßt. Dem Gebrauchsnutzen tut das zwar keinen Abbruch, aber unter dem Sammelgesichtpunkt schmerzt es, erst solche Modifikationen vornehmen und damit den Originalzustand verändern zu müssen.

(...)

Nein, die gab's wirklich. ;-) Ich mußte allerdings - vor Jahren - auch ziemlich lange suchen, bis ich entsprechende Angebote gefunden habe.

(...)

Wobei der Unterschied zwischen 36 Bildern und 100 auch wieder nicht so groß ist. Ein 250er Langfilmmagazin, wie es das zur SR-M und XM gab, wäre mir da eigentlich lieber, auch wenn es sperriger als diese Lösung für 100 Bilder ist.

Wenn man genügend Filmmagazine für die EB-90 hat, in die man die speziellen Film-Cartridges einsetzen kann, dann kann man diese Magazine als eine Art "Modul" vorbereiten und muß dann nur noch schnell das komplette Filmmagazin wechseln. Das geht schnell, denn die Magazine werden bei geöffneter Rückwand einfach in die EB-90 eingeschoben, bis sie einrasten, und durch Betätigung einer Taste auf der Unterseite der EB-90 kann man sie später wieder ausrasten und entnehmen.
Das Einsetzen der zwei Film-Cartridges in das Filmmagazin und das Einfädeln des Films in das Magazin ist hingegen eine ziemlich friemelige und zeitaufwendige Angelegenheit, abgesehen davon gehen dabei einige Blindbilder verloren. In dieser Zeit hat man locker zwei-, dreimal einen normalen Filmwechsel mit 135er-Patronen absolviert, so daß beim Einsatz der EB-90 mit nur einem Magazin zum Wechseln eigentlich nur ein Vorteil verbleibt: Du minimierst das Risiko, im entscheidenden Moment gerade den Film wechseln zu müssen.
Und da die speziellen Minolta-Cartridges inzwischen sehr rar geworden sind, würde ich sie heute auch nicht mehr sorglos zur Entwicklung abgeben und hoffen, daß die leeren Cartridges beim Abholen mit in der Tüte liegen, wie das früher üblich war - abgesehen davon, daß viele ahnungslose Labormitarbeiter die Cartridges heute beim Öffnen wohl auch noch beschädigen würden. Es bleibt also nur Umspulen oder Selbstentwickeln.

(...)

Auf der Matrix des LC-Displays der EB-90 gibt es allerdings ein elektronisches Zählwerk, das bis 99 reicht. (Randbemerkung: Die 100-Exposure Back EB-90 enthält ja im Grunde eine komplette Program Back Super 90 als "Beiwerk", nur daß bei der Program Back Super 90 z.B. dieses Zählwerk im Display nicht benutzt wird. Wenn man das LC-Display aber genau anschaut, findet man auch dort unten rechts die Stelle, wo beim EB-90 der Zählwerksstand dargestellt wird.)

(...)

Das rückwärts laufende Zählwerk am angesetzten Motor Drive MD-90 mußt Du ggfs. zwischendurch zurücksetzen, damit das Motor Drive nicht vorzeitig stoppt.

Ohne den angesetzten MD-90 funktioniert die EB-90 übrigens nicht, denn obwohl sie auch über ein eigenes Batteriefach (genaugenommen sogar über davon zwei) verfügt, wird das Batteriepack des Motor Drives mitgenutzt, um den zusätzlichen Antriebsmotor in der EB-90 mitzuversorgen. Darüber wird aber unverständlicherweise nicht die restliche Elektronik der Rückwand gespeist. Offenbar war die Entwicklung des ganzen Teils damals eine solche Herausforderung, daß man auf solche Details nicht mehr wirklich geachtet hat - ich hatte mir schon mal überlegt, ob ich da nachträglich etwas umbauen sollte, habe es aber bisher gelassen.

(...)

PS. Filmmagazine und -cartridges für die EB-90 kaufe ich übrigens gerne auf. ;-)[/quote]

Hallo Matthias!

*ächz* BEEINDRUCKEND!

Das mit dem Langloch habe ich soweit verinnerlicht; das war auch der einfachere Teil. Ich würde offen gesagt auch nicht an so einem Gehäuse rumfeilen oder -fummeln; ehrliche "Gebrauchsspuren" sind ja i. O. - aber das würde ich auch nicht machen.

Erheblich interessanter wirds aber ein paar Zeilen weiter - sobald es en detail um das EB-90 geht. Ich bin da ganz offensichlich längjährigen Irrtümern aufgesessen; was nur bedingt verwunderlich ist - meine 9000er habe ich erst seit ein paar Jahren und ein paar Suchen nach diesem Teil waren erfolglos; ich hatte es ja auch nie in 3-D gesehen.
Ich fasse das jetzt mal so weit wie möglich zusammen:
EB-90 -> nur funktionabel i. V. m. MD-90 (da wäre ich vsl. schon schön reingetreten, wenn ich tatsächlich so ein Teil bekommen hätte - wobei der MD-90 vermutlich erheblich leichter zu bekommen ist).

Die Beschickung des Containers liest sich etwas kompliziert - Du schreibst ja selbst von Frickelarbeit (und ich vermute mal, Du hast da viel Übung!. In meinem jugendlichen Leichtsinn bin ich dem Wahn verfallen, daß man dafür in Fachgeschäften quasi übergroße Filmdosen kaufen kann, die mit genügend Film für 100 Bilder ausgerüstet sind. Am Ende spult man das zurück und gibts ab - das war wohl der Irrtum der Woche. ardon:
- es darf herzhaft gelacht werden -

Deute ich das richtig, daß - sofern man den passenden Film überhaupt bekommt - dieser Film nur lose aufgerollt in einer lichtgeschützten Tüte steckt und dann auf extra Spulen für das EB-90 umgespult werden muß?

- bei Bedarf bitte auch hier beeumeln -

Damit ist das Drama aber wohl noch nicht rum; irgendwie muß der belichtete Film raus aus dem Container und man sollte - interpretiere ich das richtig? - die "Gefäße", in denen sich dann der belichtete Film befindet, keinesfalls zum Entwickeln abgeben, da man sonst große Chancen hat, die Dinger nicht mehr oder kaputt wiederzubekommen - was eine erneute Filmbeschickung eher unmöglich macht?

Jetzt ist die 9000 an sich schon ein ganz netter Brummer und liegt satt in den Pratzen. Das ist keinesfalls unangenehm - aber wenn ich davon ausgehe, daß der Winder nicht gerade nur aus Plastik ist, das EB-90 nebst Inhalt dürfte auch ein paar Gramm wiegen - der Inhalt fällt vermutlich eher unter den Tisch - da dürfte einiges zusammenkommen! Denkt man sich da noch ein pralles Ofenrohr dazu - Heidewitzka! ;-)

Was die letzte Bemerkung angeht - hätte ich welche, ich würde sie Dir sogar schenken; Deine Ausführungen sind beeindruckend. Aber mir mangelt es sowohl an den Dosen als auch am MD-90 sowie der EB-90!

Sollten mir also unverhofft welche zulaufen - Du bist der Erste, ders erfährt! ;-)

Grüße aus München,

Klaus



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RE: Technische Leiden diverser Art, Ratschläge gesucht

#25 von fwiesenberg , 03.01.2010 09:26

ZITAT(ET420 @ 2010-01-03, 0:40) EB-90 -> nur funktionabel i. V. m. MD-90 (da wäre ich vsl. schon schön reingetreten, wenn ich tatsächlich so ein Teil bekommen hätte - wobei der MD-90 vermutlich erheblich leichter zu bekommen ist).[/quote]
Zum MD-90 (der ja nur das Motorteil an sich ist) gehört natürlich noch ein Energieteil, also BP-90 oder (für Batterien, wenig empfehlenswert, da schnell leer und unheimlich schwer und noch klobiger als das) NC-Akkuteil NP-90. Mit MD-90 und NP-90 liegt die 9000AF richtig satt in der Hand, aber mit dem Langfilmmagazin wird es natürlich etwas unhandlich.

ZITATDie Beschickung des Containers liest sich etwas kompliziert - Du schreibst ja selbst von Frickelarbeit (und ich vermute mal, Du hast da viel Übung!. In meinem jugendlichen Leichtsinn bin ich dem Wahn verfallen, daß man dafür in Fachgeschäften quasi übergroße Filmdosen kaufen kann, die mit genügend Film für 100 Bilder ausgerüstet sind. Am Ende spult man das zurück und gibts ab - das war wohl der Irrtum der Woche. ardon: [/quote]
Tja, ganz so einfach ist es wohl nicht. Es sieht nicht gerade nach einer genormnten Lösung aus, sondern erfordert etwas mehr Eigeninitiative.

ZITATDeute ich das richtig, daß - sofern man den passenden Film überhaupt bekommt - dieser Film nur lose aufgerollt in einer lichtgeschützten Tüte steckt und dann auf extra Spulen für das EB-90 umgespult werden muß?[/quote]
Kennst Du die Gerätschaften (bulk film loader), mit denen Du Dir selbst Film konfektionieren kannst? Dafür gibt es 17,5m oder 35m Film in einer (zu meiner Zeit) hübschen Metall-Filmdose im doppelt-dicken Nivea-Creme-Format. Das würde ich hierfür nehmen (also nicht die Creme... ). Zum Umspulen gab es spezielle Spulgeräte für das Langfilmmagazin der SR-M und eben der 9000AF, die sich ziemlich ähnlich sehen, wenn nicht sogar identisch sind.

ZITATDamit ist das Drama aber wohl noch nicht rum; irgendwie muß der belichtete Film raus aus dem Container und man sollte - interpretiere ich das richtig? - die "Gefäße", in denen sich dann der belichtete Film befindet, keinesfalls zum Entwickeln abgeben, da man sonst große Chancen hat, die Dinger nicht mehr oder kaputt wiederzubekommen - was eine erneute Filmbeschickung eher unmöglich macht?[/quote]
Ich denke, daß Cewecolor damit etwas überfordert wäre.
Aber mit meinen kleinen Entwicklungsdosen wäre ich bei 100 Bildern auch etwas überfordert...

ZITATJetzt ist die 9000 an sich schon ein ganz netter Brummer und liegt satt in den Pratzen. Das ist keinesfalls unangenehm - aber wenn ich davon ausgehe, daß der Winder nicht gerade nur aus Plastik ist, das EB-90 nebst Inhalt dürfte auch ein paar Gramm wiegen - der Inhalt fällt vermutlich eher unter den Tisch - da dürfte einiges zusammenkommen! Denkt man sich da noch ein pralles Ofenrohr dazu - Heidewitzka! ;-)[/quote]
Naja, das Langfilmmagazin ist wohl kaum für Westentascheneinsätze gedacht, sondern eher etwas für stationäre Anwendungen, Überwachungem, etc. Dann ist die Unhandlichkeit natürlich kein Problem mehr.


Grüße aus dem Westen der Republik!
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(Terry Pratchett in "Schöne Scheine"

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RE: Technische Leiden diverser Art, Ratschläge gesucht

#26 von matthiaspaul , 03.01.2010 14:20

ZITAt (ET420 @ 2010-01-03, 0:40) ZITAt (matthiaspaul @ 2010-01-02, 17:36) (...)
Ohne den angesetzten MD-90 funktioniert die EB-90 übrigens nicht, denn obwohl sie auch über ein eigenes Batteriefach (genaugenommen sogar über zwei davon) verfügt, wird das Batteriepack des Motor Drives mitgenutzt, um den zusätzlichen Antriebsmotor in der EB-90 mitzuversorgen. Darüber wird aber unverständlicherweise nicht die restliche Elektronik der Rückwand gespeist. Offenbar war die Entwicklung des ganzen Teils damals eine solche Herausforderung, daß man auf solche Details nicht mehr wirklich geachtet hat - ich hatte mir schon mal überlegt, ob ich da nachträglich etwas umbauen sollte, habe es aber bisher gelassen.[/quote]
EB-90 -> nur funktionabel i. V. m. MD-90
[/quote]
Ja, aber das ist bei dem anvisierten Einsatzgebiet für die EB-90 auch kein Problem, da ist sowieso immer der Motor Drive MD-90 nebst Energiepack drunter.
ZITATZITAT
Wenn man genügend Filmmagazine für die EB-90 hat, in die man die speziellen Film-Cartridges einsetzen kann, dann kann man diese Magazine als eine Art "Modul" vorbereiten und muß dann nur noch schnell das komplette Filmmagazin wechseln. Das geht schnell, denn die Magazine werden bei geöffneter Rückwand einfach in die EB-90 eingeschoben, bis sie einrasten, und durch Betätigung einer Taste auf der Unterseite der EB-90 kann man sie später wieder ausrasten und entnehmen.
Das Einsetzen der zwei Film-Cartridges in das Filmmagazin und das Einfädeln des Films in das Magazin ist hingegen eine ziemlich friemelige und zeitaufwendige Angelegenheit, abgesehen davon gehen dabei einige Blindbilder verloren. In dieser Zeit hat man locker zwei-, dreimal einen normalen Filmwechsel mit 135er-Patronen absolviert, so daß beim Einsatz der EB-90 mit nur einem Magazin zum Wechseln eigentlich nur ein Vorteil verbleibt: Du minimierst das Risiko, im entscheidenden Moment gerade den Film wechseln zu müssen.
Und da die speziellen Minolta-Cartridges inzwischen sehr rar geworden sind, würde ich sie heute auch nicht mehr sorglos zur Entwicklung abgeben und hoffen, daß die leeren Cartridges beim Abholen mit in der Tüte liegen, wie das früher üblich war - abgesehen davon, daß viele ahnungslose Labormitarbeiter die Cartridges heute beim Öffnen wohl auch noch beschädigen würden. Es bleibt also nur Umspulen oder Selbstentwickeln.[/quote]
Die Beschickung des Containers liest sich etwas kompliziert - Du schreibst ja selbst von Frickelarbeit [...] In meinem jugendlichen Leichtsinn bin ich dem Wahn verfallen, daß man dafür in Fachgeschäften quasi übergroße Filmdosen kaufen kann, die mit genügend Film für 100 Bilder ausgerüstet sind. Am Ende spult man das zurück und gibts ab - das war wohl der Irrtum der Woche. ardon:

Deute ich das richtig, daß - sofern man den passenden Film überhaupt bekommt - dieser Film nur lose aufgerollt in einer lichtgeschützten Tüte steckt und dann auf extra Spulen für das EB-90 umgespult werden muß?
[/quote]
Für die EB-90 kaufst Du Film als Meterware "auf Rolle". Die übliche Darreichungsform dafür sind Spulen (film drums) mit 30,5m (seltener wohl auch 17m) perforiertem 35mm-Kleinbildfilm. Früher gab es eigentlich alle Filmsorten auch als Meterware, heute beschränkt sich die Auswahl auf wenige. Bei Schwarzweißfilmen sieht es noch ganz gut aus, aber Farbdiafilme auf Rolle zu bekommen, ist schon schwierig. Die Spulen, auf denen der Film aufgewickelt ist, sind normalerweise in einer lichtdichten und wiederverschließbaren Dose verpackt. Aber vielleicht gibt es das auch einfach nur in lichtdichtes Papier eingewickelt. Nicht immer ist der Film schon auf Spulen aufgewickelt, falls nicht, muß man ihn zunächst auf eine Leerspule setzen.

Die Spulen bestehen aus einer "Hohlachse", früher wohl aus Holz, teilweise auch aus Metall gefertigt, heute meist aus Kunststoff. An den beiden Stößen ist je eine runde Metallplatte angeschraubt, heute oft ebenfalls Kunststoff aus einem Guß. Diese Spulen sehen zwar bei jedem Hersteller (und über die Jahrzehnte) immer irgendwie anders aus, aber es scheint eine Art Standard zu geben, so daß sie untereinander austauschbar sind, was den Durchmesser der Achse und der seitlichen Platten und was die Löcher in der Achse angeht. (Auf einer der unten angehängten Abbildungen ist so eine 30,5m Spule als Leerspule zu sehen.) Auch die kleineren 100er und 250er-Minolta-Spulen besitzen denselben Innendurchmesser, passen also auf die gleiche Achse.

Diesen "losen" Film mußt Du nun in Patronen oder Cartridges Deiner Wahl konfektionieren.

Dafür steckt man die Filmspule (in der Dunkelkammer) in einen sog. Filmlader, der über einen Kurbelspulmechanismus und ein Zählwerk verfügt, das sich oft auch akustisch mit Ticks bemerkbar macht oder phosphorizierende Skalenanzeigen besitzt. Aus dem Filmlader kann man den Film dann (ebenfalls in der Dunkelkammer) je nach Bedarf in normale 135er-Kleinbildpatronen umspulen, die Länge ganz nach Bedarf. Wie das im einzelnen geht, ist bei jedem Filmlader etwas anders gelöst. Normalerweise kann man die Filmspule im Filmlader belassen, bis der Film aufgebraucht ist und üblicherweise sind diese Filmlader auch lichtdicht, so daß Du nur zum Wechseln der Spulen und während der Umspulung selbst in die Dunkelkammer mußt. Das kann man sogar unterwegs in einem Wechselsack erledigen.

Es gibt aber auch offene Modelle für den stationären Einsatz, wo Du den Restfilm entfernen und zurück in die Transportdose verfrachten mußt, bevor Du das Licht wieder einschaltest. Zu dieser letzteren Sorte gehören die beiden Minolta-Filmlader:
Minolta Motordrive Film Loader for 250-exposure film cartridges (with film drum) (8114-300)Minolta Film Loader FL-90 (with film drum) (8752-300, 0-43325-70511-3)
Das erste Gerät ist für das 250-Bilder-Langfilmmagazin gedacht, das Minolta für die SR-M und XM-motor/XK-motor/X-1 motor anbot, der zweite Filmlader FL-90 speziell für die 100-Exposure Bulk Film Back EB-90. Bis auf das Zählwerk (bis 100 bzw. 250 Bilder) und die automatische Berücksichtigung der Vorspannlänge beim FL-90 sind diese beiden Geräte aber identisch aufgebaut. Den älteren Filmlader kann man problemlos auch für die Beschickung der Cartridges für die EB-90 verwenden, wenn man den Vorspann berücksichtigt, umgekehrt ist dies nicht möglich, es sei denn, man stellt das Zählwerk in der Dunkelkammer neu.
Vereinfacht dargestellt kommt auf die eine Steckachse die Spule mit dem frischen Film, auf die andere die jeweilige Spule der Cartridge. Diese Cartridge-Spulen sind natürlich herstellerspezifisch, und auch die Cartridges für das 250-Bilder-Langfilmmagazin unterscheiden sich komplett von denen für die 100-Bilder-Rückwand. Lediglich der Achsendurchmesser der Spulen ist gleich. Auch die Art und Weise, wie diese Cartridges letztlich in der Rückwand eingesetzt werden, unterscheidet sich grundlegend. Wie auch immer, ist der Film einmal in die Cartridge umgespult, ist er darin wieder vor Licht geschützt. Für die Cartridges gibt es spezielle Dosen (Container), so daß man den Film darin auch länger lagern kann (ähnlich, wie es das für 135er-Patronen auch gibt, aber eben doch anders).

Die EB-90 hat im Innern ein großes eckiges "Loch". Dort kommt das Filmmagazin rein (das "Modul", von dem ich oben sprach) und kuppelt dann mit dem in die Rückwand integrierten Antriebsmotor.

Dieses Filmmagazin besteht aus einem relativ kompakten Grundkörper aus Metall und Kunststoff mit diversen Schlitzen und Metallumlenkrollen, über die der Filmweg innerhalb des Magazins definiert wird. Das Filmmagazin enthält auch eine eigene Filmandruckplatte (eigentlich sogar zwei, wobei die eine nur ganz klein ist), an der der Film vorbeiläuft. An den beiden Enden des Filmwegs befinden sich zwei größere rundliche Aussparungen, in die jeweils eine der Film-Cartridges eingesetzt wird.

Die eine Cartridge enthält den frischen unbelichteten Film, den wir oben in diese Cartridge gespult haben. Die andere Cartridge ist leer und nimmt den belichteten Film auf. Der Film wird also nicht, wie man das von normalen Filmpatronen her kennt, am Ende wieder in die Cartridge zurückgespult, sondern stattdessen einfach von einer zweiten Cartridge aufgenommen. Beide Cartridges sind identisch aufgebaut, so daß nach der Belichtung des kompletten Films die erste Cartridge entnommen und zur Leer-Cartridge für den nächsten Durchgang umfunktioniert werden kann.
Wichtig zu beachten ist, daß der Filmweg relativ lang ist und der belichtete Film entlang des verschlungenen Wegs durch das Filmmagazin noch ein ganzes Wegstückchen zurücklegen muß, bis er letztlich in der Aufnahme-Cartridge verschwindet (und damit wieder sicher vor Licht ist).

Man sieht, daß man bei der EB-90 zwar im Prinzip mit einem Filmmagazin und zwei Cartridges auskommt, aber dann ist nach den ersten 100 Aufnahmen erstmal eine längere Prozedur angesagt. Das ist nicht wirklich praktikabel. Deshalb gab es die Filmmagazine und Cartridges auch einzeln. So konnte man schon im Vorfeld mehrere Cartridges mit Film laden und/oder noch besser direkt mehrere Filmmagazine mit je zwei Cartrdiges vorbereiten. Dann geht das Neuladen der Kamera auch ziemlich schnell und die weitere Behandlung der Filmmagazine oder Cartridges kann man auf "ruhige Momente" verschieben:
Vorbereitetes Filmmagazin aus Transporttasche entnehmenEB-90 Rückwand öffnen (Rückspulkurbel der 9000AF hochziehen)Filmspanndrehknopf rausziehen und Knopf zur Entnahme des alten Filmmagazins mit dem belichteten Film drückenAltes Filmmagazin entnehmen und in leerer Transporttasche verstauenVorbereitetes Filmmagazin in Rückwand einsetzen und durch Druck auf den PUSH-"Knopf" einrasten lassenEB-90 Rückwand schließen (Filmspanndrehknopf spring dabei automatisch zurück)Film etwas vorspulen
ZITATDamit ist das Drama aber wohl noch nicht rum; irgendwie muß der belichtete Film raus aus dem Container und man sollte - interpretiere ich das richtig? - die "Gefäße", in denen sich dann der belichtete Film befindet, keinesfalls zum Entwickeln abgeben, da man sonst große Chancen hat, die Dinger nicht mehr oder kaputt wiederzubekommen - was eine erneute Filmbeschickung eher unmöglich macht?[/quote]
Letztlich hast Du den belichteten Film nachher in diesen proprietären Minolta-Film-Cartridges vorliegen. Die konnte man früher durchaus zum Entwickeln abgeben und man bekam dann die leere Cartridge zusammen mit dem entwickelten Film zurückgeliefert. Voraussetzung dafür war natürlich, daß Du genügend Leer-Cartridges hattest, um die Zwischenzeit zu überbrücken. Aber die konnte man, wie gesagt, auch einzeln bei Minolta nachkaufen. Heute wäre mir das Risiko zu groß, daß die Cartridges verloren gehen oder ein Labormitarbeiter überhaupt nicht mehr weiß, was damit anzufangen ist, wie sie zu öffnen sind, und daß sie beim Versuch, sie mit Gewalt zu öffnen, beschädigt werden - besonders stabil sind die Cartridges für die EB-90 nämlich nicht (Kunststoff). Wenn sie auch definitiv für die Mehrfachverwendung gedacht sind, so sind sie doch auch sowas wie ein Verbrauchsartikel. Ich denke, mehr als 100 Zyklen wird eine Cartridge nicht verkraften (aber ich habe dazu noch nie etwas gelesen).

Also bleibt fast nur Selbstentwickeln, wo Du alles selbst unter Kontrolle hast.

Oder Du mußt den belichteten Film aus den Cartridges in irgendein anderes lichtdichtes Behältnis Deiner Wahl umspulen.
Aus Laborsicht wäre es vermutlich am einfachsten, wenn Du den Film auf - je nach Filmdicke - zwei oder drei normale 135er-Patronen verteilen würdest (die gibt es ja auch als wiederbefüllbare Leerpatronen, und die sind auch noch regulär im Handel zu bekommen und - anders als die Minolta-Cartridges - nichtmal teuer, so daß ein Verlust nicht schwer wiegen würde). Das ist aber nicht praktikabel, denn wo willst Du den Film schneiden? Die Wahrscheinlichkeit, daß Du gerade zufällig die Stege zwischen den belichteten Filmfeldern triffst, ist wohl extrem gering. Du würdest dabei also immer Bilder verlieren - vielleicht sind das aber gerade die, auf die es ankam? ;-)

Viele Grüße,

Matthias

PS. Zwei Fotos des FL-90 für die 100-Bilder-Bulk Film Back EB-90 der 9000 AF und ein Foto des älteren Film Loaders für das 250-Bilder-Langfilmmagazin für SR-M und XM-motor aus dem Netz, weiterhin Fotos aus zwei eBay-Auktionen:


"All the important human advances that we know of since historical times began
have been due to individuals of whom the majority faced virulent public opposition."
--Bertrand Russell

http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=13448 (Minolta Forum Thread Index)

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RE: Technische Leiden diverser Art, Ratschläge gesucht

#27 von clintup , 05.01.2010 01:24

ZITAT(fwiesenberg @ 2010-01-02, 18:01) Wir können ja mal bei Gelegenheit vergleichen, denn zwei (21007... und 23001...) von meinen drei 9000AF-Gehäusen fangen mit der 2 an. Interessanterweise fängt die Seriennummer des dritten Gehäuses mit 8 an (80103...)![/quote]

Bei mir sind es auch zwei mit 2, das dritte hat die 1. Leider hatte ich bisher nicht darauf geachtet (zwei weitere sind nämlich vor längerer Zeit in der Bucht baden gegangen). Die 2-er scheinen aber nicht sooo selten zu sein!?


Gruß, clintup


 
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RE: Technische Leiden diverser Art, Ratschläge gesucht

#28 von clintup , 05.01.2010 01:42

ZITAT(matthiaspaul @ 2010-01-02, 12:58) ZITAT(clintup @ 2010-01-02, 12:10) Hast Du diese Seriennummern schon irgendwo aufgelistet?[/quote]
Ja, in der Hinweisbox über dem 9000AF-Unterforum. ;-)[/quote]

Laut diesen Angaben wären alle 2xxxx mit dem längeren Schlitz ausgestattet. Bei mir gibt es aber zwischen dem 1-er und 2-er keinen Unterschied (habe gerade nachgeschaut). Ist also der 1-er umgerüstet oder gibt es doch 2-er, die "alt" sind? Wie groß genau soll denn dieser Schlitz im kurzen/langen Zustand sein? Oder sind das nur Zehntel Unterschied?


Gruß, clintup


 
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RE: Technische Leiden diverser Art, Ratschläge gesucht

#29 von minolDi , 05.01.2010 09:46

ZITAT(clintup @ 2010-01-05, 1:42) Laut diesen Angaben wären alle 2xxxx mit dem längeren Schlitz ausgestattet. Bei mir gibt es aber zwischen dem 1-er und 2-er keinen Unterschied (habe gerade nachgeschaut). Ist also der 1-er umgerüstet oder gibt es doch 2-er, die "alt" sind? Wie groß genau soll denn dieser Schlitz im kurzen/langen Zustand sein? Oder sind das nur Zehntel Unterschied?[/quote]


Genauso verhält es sich bei meiner Kollektion: 2 x 2xxxx und 1 x 1xxxx. Die Dimension der Langlöcher ist identisch.

EDIT: Was würde wohl Gauss dazu sagen?


 
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RE: Technische Leiden diverser Art, Ratschläge gesucht

#30 von ET420 , 05.01.2010 13:50

ZITAT(clintup @ 2010-01-05, 1:42) Laut diesen Angaben wären alle 2xxxx mit dem längeren Schlitz ausgestattet. Bei mir gibt es aber zwischen dem 1-er und 2-er keinen Unterschied (habe gerade nachgeschaut). Ist also der 1-er umgerüstet oder gibt es doch 2-er, die "alt" sind? Wie groß genau soll denn dieser Schlitz im kurzen/langen Zustand sein? Oder sind das nur Zehntel Unterschied?[/quote]

ZITAT(matthiaspaul)Der Hinweis entstammt einem Beipackzettel, der der 100-Exposure Back EB-90 beilag und worin Minolta Käufer der Rückwand darauf hinwies, daß sie ihre Minolta 9000AF gegen Kaufnachweis einer EB-90 kostenfrei beim Minolta-Service auf das längere Langloch umrüsten lassen könnten und daß Gehäuse, deren Seriennummern eine 2 in der ersten Stelle haben, schon ab Werk mit dem geänderten Langloch ausgestattet wären.

Siehe auch:

http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=173468
http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=186500

Daß Gehäuse mit diesen Seriennummern nicht so gängig sein können wie solche mit einer führenden 1, schließe ich daraus, daß ich bisher erst relativ wenige Gehäuse mit Seriennummern aus diesem Bereich gesehen habe (und im Laufe der Jahre hatte ich Dutzende 9000 in den Händen).[/quote]

Nun denn - daraus schließe ich mal, daß zumindest die theoretische Möglichkeit besteht, daß die 1er vielleicht umgerüstet wurde. Es gäbe eigentlich nur zwei spannende Fragen:
1. Wie hat die "Umrüstung" ausgesehen - wurde da ein Gehäuseteil getauscht oder hat da ein Feinmechaniker mit einer Art Dremel Hand angelegt - kann man also bei ganz genauem Hinsehen eine feinmechanische Bearbeitung erkennen?
2. Wie sind die Größenunterschiede? Ich würde die Maße von mir gerne veröffentlichen - aber seit gestern ist das Gerät zum richten; ich komme also gerade schlecht dran. Viel kanns nicht gewesen sein - das schließe ich daraus:

Zitat von 'matthiaspaul'
Ich weiß aus eigener Erfahrung mit der EB-90, daß man diese Rückwand auch an Gehäusen mit kurzem Langloch montieren kann. Die Rückwand rastet genauso wie eine normale Rückwand über das Rückwandscharnier in der linken Flanke der Kamera (von hinten gesehen) ein. Da die EB-90 aber ziemlich schwer ist, gibt es zusätzlich noch eine äußere Halteklammer, die an der linken Seite der EB-90 befestigt ist und in das Langloch an der Kameraseite eingehakt und verspannt werden kann. Da die Rückwand auch ohne diese Klammer nicht abfällt, erschließt sich mit nicht, warum Minolta die Halteklammer nicht einfach ca. 1 - 2mm weniger breit gemacht hat - dann hätte sie nämlich auch in das kleinere Langloch gepaßt, und das wäre wohl auch schon stabil genug gewesen.



Was vielleicht noch viel spannender wäre:
Wieviel von den EB-90 wurden eigentlich verkauft - gemessen am Gesamtverkauf von 9000ern? Soviele können das eigentlich nicht gewesen sein - denn sonst würden die Dinger nebst dem faszinierenden Zubehör (nochmal Danke an Matthias! ja erheblich öfter verklingelt werden. Anders gesagt: Warum sollte jemand nur seine 9000er versteigern, aber das EB-90 mit Gewalt behalten wollen? Bringt ja wohl eher nix.
Aus den geschätzten Zahlen könnte man (ebenfalls über den Daumen gepeilt) die ungefähre Chance bestimmen, ein geändertes 1er-Gehäuse zu besitzen.

Da die 9000er als Profigerät konstruiert ist, halte ich das zumindest nicht für völlig daneben, daß gerade die Profis gleich zu Beginn zugeschlagen haben - ergo ein 1er-Gehäuse hatten - und von dem Änderungsangebot nach Erscheinen der EB-90 bei Bedarf Gebrauch gemacht haben. Allerdings habe ich keine Ahnung, wie weit die 9000er (eigentlich auch eine interessante Frage! unter den Profis aller Coleur verbreitet war.

Grüße aus München,

Klaus

EDIT: Absatz eingefügt



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