RE: Stativ immer dabei?

#31 von Eugene ( gelöscht ) , 16.05.2007 20:47

ZITAt (Michael H @ 2007-05-16, 20:36) ZITAt (Eugene @ 2007-05-16, 19:49) Warum verkauft Canon, der grösste Profi-Lieferant der Fotografie aller Zeiten, nur so viele stabilisierte Objektive, wenn nur das Stativ wirklich professionellen Ansprüchen genügt?[/quote]
Warum fotografieren die Canon-Profis trotzdem so oft mit Stativ?
[/quote]


Weil Canon Stabilisierung schlechter funktioniert als Sony SSS? /rofl.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="rofl.gif" />


Eugene

RE: Stativ immer dabei?

#32 von Eugene ( gelöscht ) , 16.05.2007 20:50

ZITAt (torfdin @ 2007-05-16, 20:36) ZITAt (Eugene @ 2007-05-16, 19:49) Warum verkauft Canon, der grösste Profi-Lieferant der Fotografie aller Zeiten, nur so viele stabilisierte Objektive, wenn nur das Stativ wirklich professionellen Ansprüchen genügt?[/quote]

/smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" />
vielleicht weil es bei Pressekonferenzen in engen Räumen, Kriegsbericht-Erstattung oder Reportagehubschraubern seltsam wirkt, wenn man mir einem PROFI-Studio-Stativ angerollt kommt? /tongue.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="tongue.gif" /> /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />

Grüße
torfdin
[/quote]


und weil es dutzende andere Sujets gibt, wo die Flexibilität des Fotografen wichtiger oder notwendig ist, so dass man gerne das letzte Quentschen Unschärfe durch Kamerabewegung zulässt, weils im Enderesultat dann doch niemand sieht?


Eugene

RE: Stativ immer dabei?

#33 von thomasD , 16.05.2007 20:56

Bei mir sehe ich schon, dass gestaltete Motive mit Stativ besser aussehen, insbesondere durch einen sorgfältigeren Ausschnitt. Oft geht'S natürlich nicht mit Stativ, oft geht's auch nicht ohne. Mit macht's aber mehr Spass.
Wenn man der Theorie vom Anfang folgt, gibt's bei mir noch was dazwischen: Das Einbein. Fällt aber streng genommen in die Kategorie Freihand, da das Einbein nur der Verwacklungsreduzierung, weniger der Ausschnittwahl dient.


Gruß, Thomas

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Sorry, ich übe noch!


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RE: Stativ immer dabei?

#34 von opelgt , 16.05.2007 20:59

ZITAT/smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" />
vielleicht weil es bei Pressekonferenzen in engen Räumen, Kriegsbericht-Erstattung oder Reportagehubschraubern seltsam wirkt, wenn man mir einem PROFI-Studio-Stativ angerollt kommt? /tongue.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="tongue.gif" /> /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />

Grüße
torfdin[/quote]

Obwohl hurmorvoll gemeint, trifft die Aussage eigentlich genau den Punkt. Ein Stativ hat in vielen Bereichen der Fotografie
seine unbestreitbaren Vorteile, in anderen Situationen wirkt es hinderlich oder ist nicht verwendbar.
Ich kann mich nur mit der Darstellung "Stativ=Profi" und "ohne Stativ=Knipser" nicht anfreunden.


 
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RE: Stativ immer dabei?

#35 von torfdin , 16.05.2007 21:41

ZITAt (opelgt @ 2007-05-16, 20:59) ... trifft die Aussage eigentlich genau den Punkt ...[/quote]

Ich hab mir die Situationen mit einem massiven Studio-Stativ vorgestellt -> /smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" />

(OT: Den Begriff Profi mag ich nicht, weil es Profi-Kaugummi, Profi-elektrische-Zahlbürsten, Profi-Nordic-Walking-Stöcke gibt und Dinge nur deswegen besser sind, weil Profi drauf steht...
Bei den Dingen, die extra für die Ansprüche eines Professionellen Einsatzes gedacht sind, paßt der Begriff natürlich)

Grüße
torfdin


edit: versucht, mich verständlicher auszudrücken


Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, daß man an seiner Stelle lügen würde. - Henry Louis Mencken


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RE: Stativ immer dabei?

#36 von moorjunge , 17.05.2007 01:14

Hmm, wenn ich schon wieder das Wort Profi so oft höre, muss ich doch gleich wieder an "Matt" denken. Mit seiner "Profi" Kamera /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" />

Thiemo


Ich stehe zu meiner Handschlaufe

Klar war die Ausrüstung teuer und ich mache keine besseren Bilder dadurch.
Aber ich habe jetzt mehr Spass an meinen schlechten Bildern.
Heiko Kanzler


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RE: Stativ immer dabei?

#37 von manfredm , 18.05.2007 08:17

ZITAt (thomasD @ 2007-05-16, 20:56) ...
Wenn man der Therie vom Anfang folgt, gibt's bei mir noch was dazwischen: Das Einbein. Fällt aber streng genommen in die Kategorie Freihand, da das Einbein nur der Verwacklungsreduzierung, weniger der Ausschnittwahl dient.[/quote]
Jein, ich denke schon, daß man auch in Sachen Ausschnittswahl mit dem Einbein deutliche Vorteile hat! Der Haupt Nachteil des Einbeines int m.E., daß man damit nicht bodennah fotografieren kann.


Gruß,
Manfred


 
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RE: Stativ immer dabei?

#38 von WinSoft , 18.05.2007 09:33

ZITAt (manfredm @ 2007-05-18, 7:17) Der Haupt Nachteil des Einbeines int m.E., daß man damit nicht bodennah fotografieren kann.[/quote]
Wie denn das? Ich fotografiere bodennah IMMER mit dem Einbein! Sowohl Blümchen aus der Schneckenperspektive mit auf dem Boden aufliegender Kamera, als auch Eisformen im Bachbett ganz knapp über der Wasseroberfläche.

Die Technik ist furchtbar einfach, aber höchst wirkungsvoll: Einbein per Kugelkopf abwinkeln! Damit schlägt man drei Fliegen auf einmal:
- Verwacklungs/Verdrehschutz
- Stützmasse gegen weiteres Verwackeln
- Ruhige und sichere Ausschnittswahl

Praktisch alle meine bodennahen Fotos auf meiner Homepage sind auf diese Weise entstanden. Besonders bei bodennahen Fotos in unwegsamem, stark reliefiertem Gelände, wo man absolut kein Dreibein aufstellen kann, führt diese Einbeintechnik noch zum Erfolg.

Fotos aus halber Einbeinhöhe? Kein Problem! Einbein abwinkeln, Kamera (mit Winkelsucher) aufs Knie in Hockstellung. Hier hilft das Einbein wieder gegen Verdrehen und Verwackeln und stabilisiert durch seine zusätzliche Stützmasse.


 
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RE: Stativ immer dabei?

#39 von manfredm , 18.05.2007 11:13

ZITAt (WinSoft @ 2007-05-18, 9:33) ZITAt (manfredm @ 2007-05-18, 7:17) Der Haupt Nachteil des Einbeines int m.E., daß man damit nicht bodennah fotografieren kann.[/quote]
Wie denn das? Ich fotografiere bodennah IMMER mit dem Einbein! Sowohl Blümchen aus der Schneckenperspektive mit auf dem Boden aufliegender Kamera, als auch Eisformen im Bachbett ganz knapp über der Wasseroberfläche.

Die Technik ist furchtbar einfach, aber höchst wirkungsvoll: Einbein per Kugelkopf abwinkeln! Damit schlägt man drei Fliegen auf einmal:
- Verwacklungs/Verdrehschutz
- Stützmasse gegen weiteres Verwackeln
- Ruhige und sichere Ausschnittswahl

Praktisch alle meine bodennahen Fotos auf meiner Homepage sind auf diese Weise entstanden. Besonders bei bodennahen Fotos in unwegsamem, stark reliefiertem Gelände, wo man absolut kein Dreibein aufstellen kann, führt diese Einbeintechnik noch zum Erfolg.

Fotos aus halber Einbeinhöhe? Kein Problem! Einbein abwinkeln, Kamera (mit Winkelsucher) aufs Knie in Hockstellung. Hier hilft das Einbein wieder gegen Verdrehen und Verwackeln und stabilisiert durch seine zusätzliche Stützmasse.
[/quote]
Hm - da fehlt mir wohl die Gelenkigkeit - oder einfach die Übung! Für Makros im Allgemeinen und in Bodennähe im Besonderen bevorzuge ich klar das Dreibein, oft das Berlebach Mini. Mit "bodennah" meine ich im Übrigen weniger "halbe Einbeinhöhe, sondern wirklich am Boden. Wenn es mit Stativ gar nicht mehr geht, verwende ich auch einen Erdnagel.
Das Einbein habe ich früher sehr oft für Libellen eingesetzt, da verpasst man per Dreibein doch oft sein Motiv. Meist bleibt das Einbein heute aber zuhause, da ich nicht beide mitnehme...


Gruß,
Manfred


 
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RE: Stativ immer dabei?

#40 von 01af , 18.05.2007 11:25

ZITAt (tatatu @ 15. 5. 2007, 0.47 h) Ich mag Stativ überhaupt nicht. Mich engt es ein, behindert mich beim Fotografieren.[/quote]
Im Gegenteil: Stativ macht frei!

Stativ macht natürlich auch langsam, und es gibt genügend Gelegenheiten, wo man sich das nicht leisten kann. Doch wann immer man die Zeit hat, wäre es dumm, sich dadurch in seinen Möglichkeiten einzuengen, daß man die Kamera in der Hand behält. Das Stativ befreit nicht nur vom Diktat der Freihandgrenze, sondern erleichtert auch Komposition und Bildgestaltung.


ZITAt (tatatu @ 15. 5. 2007, 2.45 h) Na, das ist ja klar. Wenn die mögliche Zeit-Blenden-Kombination ein Stativ erfordert, dann kommt man eben nicht dran vorbei.[/quote]
Und wann, glaubst du, "erfordert" die mögliche Zeit-Blenden-Kombination ein Stativ? Die meisten Leute unterschätzen die Verwackelungsgefahr dramatisch. Viele glauben, sie seien zum Beispiel bei 50 mm Brennweite bei Kleinbild mit 1/60 s auf der sicheren Seite, und mit 1/125 s erst recht. Tatsächlich aber kann man erst ab 1/250 s halbwegs und ab 1/500 s sehr sicher sein, wirklich absolut gar keine Verwacklungsunschärfen zu produzieren. Wer das nicht glaubt, der stellt eben keine hohen Schärfeansprüche. Die wohlbekannte Faustregel "Kehrwert der Belichtungszeit in Sekunden mindestens gleich Brennweite in Millimetern" gewährleistet nur eine ausreichende Schärfe, keine perfekte Schärfe, ähnlich wie die Tiefenschärfe am Rande des jeweiligen Schärfebereiches.

Genau hierin liegt übrigens auch der hauptsächliche Nutzen der Bildstabilisierung. Die Erweiterung der sog. "Freihandgrenze" ist eigentlich eher ein Nebeneffekt; der Hauptnutzen ist die Beseitigung jener winzigen, oftmals "unterschwelligen" Verwacklungen innerhalb des sog. Freihandbereiches. Deswegen soll man auch bei kurzen Belichtungszeiten den Bildstabilisator nicht ausschalten. Selbst bei z. B. 1/250 oder 1/500 s aus freier Hand wird's mit in der Regel schärfer als ohne.

Doch wie gesagt -- Vermeidung von Verwacklungen ist nur ein Nutzen des Stativs. Der andere besteht in der Unterstützung der Bildgestaltung. Wenn man die Kamera nicht festhalten muß, kann man sich wesentlich entspannter auf die Details der Komposition konzentrieren und Bildausschnitt und Lage der Bildränder präziser festlegen und einhalten. Natürlich nur, wenn's nicht schnell gehen muß.


ZITAt (tatatu @ 15. 5. 2007, 14.26 h) Selbstverständlich muss ich öfter mal im Rohdatenkonverter das Bild insgesamt geraderichten, aber das sind so meist 0,2° bis 0,5°. Der Verlust, der dabei am Rand entsteht, liegt außerhalb dessen, was mir der Sucher bei Aufnahme überhaupt anzeigt.[/quote]
"Selbstverständlich", soso. Und was glaubst du, was der Rohdatenkonverter tut, um das Bild um ein paar Bruchteile eines Grades zu drehen? Der Verschnitt an den Bildrändern ist doch gar nicht der Punkt! Sondern das Problem ist, daß sämtliche Pixel durch das Drehen neu berechnet werden müssen. Da bleibt sozusagen kein Stein auf dem anderen; das komplette Bild muß neu interpoliert werden. Das fördert nicht gerade die Ausnutzung der maximal möglichen Schärfe.

Aber gut, wer sich mit der aus freier Hand erzielbaren Schärfe zufriedengibt, der merkt auch nicht, wenn sein Rohdatenkonverter de facto alle aufgezeichneten Pixel wegwirft und komplett neue herbeiinterpoliert. Ich für meinen Teil benutze lieber ein Stativ.

-- Olaf


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RE: Stativ immer dabei?

#41 von manfredm , 18.05.2007 11:34

Olaf,
wir beide sind uns wohl ziemlich einig, was das Stativ angeht. Aber versuche doch mal etwas weniger scharf zu formulieren!
Gruß,
Manfred


Gruß,
Manfred


 
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RE: Stativ immer dabei?

#42 von tatatu , 18.05.2007 12:36

ZITAt (01af @ 2007-05-18, 11:25) ...[/quote]
ah, unser Vermessungstechniker ist mal wieder unterwegs.
Fotogarfierst Du eigentlich auch manchmal, oder studierst Du das nur?


[EDIT: Zitat repariert durch Moderator.]


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RE: Stativ immer dabei?

#43 von Mark , 18.05.2007 13:33

ZITAt (tatatu @ 2007-05-18, 12:36) ZITAt (01af @ 2007-05-18, 11:25) ...[/quote]
ah, unser Vermessungstechniker ist mal wieder unterwegs.
Fotogarfierst Du eigentlich auch manchmal, oder studierst Du das nur?


[EDIT: Zitat repariert durch Moderator.]
[/quote]

Mhh, ob die Anwort jetzt so sein musste? Und außerdem so ein ganz klein wenig hat er doch Recht oder?

Mark


Der Optimist ist meist genauso im Irrtum wie der Pessimist, aber er ist glücklicher dabei.

Kurt Neff


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RE: Stativ immer dabei?

#44 von Dat Ei , 18.05.2007 14:15

Es gibt Hersteller, die drehen von vornherein den gesamten Chip um 45° und proklamieren auch noch Vorteile für diese Anordnung...
Es ist doch eine Frage der Algorithmik, inwieweit ein Qualitätsverlust auftritt oder auftreten muß. Eine Interpolation und Interpretation findet so oder so statt - auch wenn man das Bild aus der originären Ausgangslage heraus wandelt...


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RE: Stativ immer dabei?

#45 von thomasD , 18.05.2007 17:46

Naja, Frank, aber jede Drehung des Bildes per EDV ist eine zusätzliche Nachberarbeitung bzw. Neuberechnung, und das bringt immer Verluste mit sich. Dein Argument wäre analog zu:
'Macht doch nichts, wenn ich das JPG erneut als JPG abspeichere, es hat ja eh schon Komprimierungsverluste'
Nene, Bildrehungen vermeide ich auch, da hat Olaf schon Recht. Im ungünstigsten Fall landet ein 'altes Pixel' genau zwischen zwei neuen, bzw. zwei benachbarte Pixel teilen sich die Information eines alten Pixels.
Das ist dann so in etwa, wie wenn ich die Bildauflösung halbiere.

Bei dem Bild sieht man den Unterschied: Original - Drehung 10° rechts und 10° links - 8mal Drehung um 45°


Gruß, Thomas

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