RE: Frust: Minolta X-300 defekt

#1 von Przystojny , 04.10.2006 16:28

Daß auf einen 36er-Film gut 39 Aufnahmen passen, ist zunächst ja erfreulich. Wenn aber nach dem über 40-ten Bild der Film immer noch nicht voll ist, wird es ärgerlich.

Ich habe den Rückdeckel geöffnet und festgestellt, daß der Film nicht transportiert wurde. Ohne Film funktioniert alles einwandfrei. Mit korrekt eingelegtem Film rutscht der untere (graue) Teil der Aufwickelspule durch. (Der Spannhebel fühlt sich dabei gut an, so daß man es nicht merkt, wenn man nicht immer die Rückspulkurbel beachtet.) Auch mit dem Finger lässt sich die Rolle halten. Irgendwas ist im Getriebe defekt, bei Belastung rutscht die Rolle durch. Weiß jemand, wie die Rolle zur weiteren Prüfung ausgebaut werden kann?

Auf dem nicht transportierten Film waren bestimmt die besten Bilder, die ich je gemacht habe. Dieses Gefühl ist noch unangenehmer, wie der Schaden an der Kamera!



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RE: Frust: Minolta X-300 defekt

#2 von fwiesenberg , 04.10.2006 16:55

ZITAt (Al.Le @ 2006-10-04, 16:28) Daß auf einen 36er-Film gut 39 Aufnahmen passen, ist zunächst ja erfreulich. Wenn aber nach dem über 40-ten Bild der Film immer noch nicht voll ist, wird es ärgerlich.

Ich habe den Rückdeckel geöffnet und festgestellt, daß der Film nicht transportiert wurde. Ohne Film funktioniert alles einwandfrei. Mit korrekt eingelegtem Film rutscht der untere (graue) Teil der Aufwickelspule durch. (Der Spannhebel fühlt sich dabei gut an, so daß man es nicht merkt, wenn man nicht immer die Rückspulkurbel beachtet.) Auch mit dem Finger lässt sich die Rolle halten. Irgendwas ist im Getriebe defekt, bei Belastung rutscht die Rolle durch.[/quote]
Das ist normal so, daß der graue Teil der Rolle durchrutscht.
Wichtig ist, daß die zwei Transporträder für die Filmperforation transportieren.
Prüfe das zunächst einmal!

ZITATAuf dem nicht transportierten Film waren bestimmt die besten Bilder, die ich je gemacht habe. Dieses Gefühl ist noch unangenehmer, wie der Schaden an der Kamera![/quote]
Kenne ich. /ninja.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="ninja.gif" />
Und das ist mir bisher nur EINMAL passiert.
Seitdem kontrolliere ich bei den Manualfocus-Kameras IMMER, ob sich die Rückspulkurbel beim transportieren mitdreht... /cool.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="cool.gif" />



 
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RE: Frust: Minolta X-300 defekt

#3 von Przystojny , 04.10.2006 17:33

Die Rolle, die jeweils oben und unten in die Perforation greift, zieht kraftvoll. Die Aufwickelrolle bleibt bei der leichtesten Belastung stehen. (Normal lässt die sich mit dem Finger nur in die falsche Richtung drehen - Ratschenmechanik. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die sich in Zugrichtung so leicht festhalten lässt.) Der ursprüngliche Fehler war der defekte Kondensator, durch den die Auslösung nicht funktioniert. Ich denke, daß der Vorbesitzer mit Gewalt zweimal "gespannt" hat. Die Kamera hört und fühlt sich aber ganz gesund an und man merkt den Fehler erst, wenn man einen Film nach Anleitung eingelegt hat. Wenn man den Film sparsam, von rechts nach links (rückwärts), einlegt, merkt man erst nichts von dem Fehler. Ich habe mich zunächst gewundert, das nach über 40 Bildern immer noch Platz ist. Und erst nach näherer Prüfung habe ich mich geärgert, daß ich schon lange nicht mehr auf das Mitlaufen der Rückspulkurbel achte. Ich bin Leica verwöhnt, nach 10 Jahren Minolta-Abstinenz muß ich wieder lernen.



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RE: Frust: Minolta X-300 defekt

#4 von fwiesenberg , 04.10.2006 17:45

ZITAt (Al.Le @ 2006-10-04, 17:33) Die Rolle, die jeweils oben und unten in die Perforation greift, zieht kraftvoll. Die Aufwickelrolle bleibt bei der leichtesten Belastung stehen. (Normal lässt die sich mit dem Finger nur in die falsche Richtung drehen - Ratschenmechanik. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die sich in Zugrichtung so leicht festhalten lässt.)[/quote]

Doch, läßt sie.
Zunächst einmal: Die graue Aufwickelspule und die Perforationsräder sollten sich miteinander drehen.

Aber: Vom erfolgten Transportvorgang aus läßt sich die graue Wickelspule problemlos und fast wiederstanslos in Transportrichtung weiterdrehen (die Perforationsräder drehen dann mit).
In Gegenrichtung läßt sich die Wickelspule hingegen gegen einen leichten (federnden?) Widerstand drehen. Hierbei bleiben die Perforationsräder stehen.

Die Hauptarbeit wird beim Filmtransport wie schon angedeutet von den Perforationsrädchen geleistet. Die Wickelspule dient eben nur zum Filmstraffen/Aufwickeln - und da eine mechanisch unflexible Verbindung den im Abhängigkeit vom aufgewickelten Film wechselnden Rollendurchmesser nicht berücksichtigen würde, ist IMHO hier diese "federbelastete Durchdrehmöglichkeit" im Bereich der Wickelspule eingebaut.



 
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