RE: Qualität von Diascans

#16 von scanguru , 20.01.2012 20:42

Kopieren mit der DSLR ist eine gute Alternative zu einem schlechten Scanner. Verglichen mit einem guten Scan aus einem hochwertigen Filmscanner zieht die DSLR aber klar den Kürzeren. Das liegt unter anderem an dem derzeit noch recht geringen Dynamikumfang der Kamerasensoren. Wenn die Kameras in dem Punkt irgendwann mal deutlich nachlegen, dann wird das Ganze auch unter Qualitätskriterien interessant werden. Aber soweit ist es eben noch nicht. Was vor allem deswegen sehr schade ist, weil die hochwertigen Filmscanner inzwischen im Amateurbereich komplett vom Markt verschwunden sind. Minolta und Nikon haben die Segel gestrichen und was Plustek da auffährt ist bisher noch kein vollwertiger Ersatz. Da inzwischen praktisch alle Filmscanner bei ein und der gleichen Firma - Pacific Image Engineering - gefertigt werden, gibt es mangels Konkurrenz da eben auch kaum Weiterentwicklung


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RE: Qualität von Diascans

#17 von Giovanni , 20.01.2012 22:26

Da möchte ich doch mal eine Lanze für die Reflecta DigitDia Magazinscanner brechen.

Ja, die Qualität aus einem Nikon LS 4000, V oder 5000 ist noch ein Quentchen besser, aber wirklich nur geringfügig. Mit den richtigen Einstellungen gibt es an der Scanqualität der DigitDia-Modelle 4000 und 5000 nichts auszusetzen. Außerdem haben sie weniger Probleme mit dem Transport unterschiedlich dicker Dias als ein Nikon mit SlideFeeder, und unscharfe Scans durch Fokusfehler kennen sie auch nicht. Einen gebrauchten DigitDia kann man kaufen, scannen, und zum etwa gleichen Preis wieder verkaufen. Mit einem neu gekauften DigitDia 4000 habe ich 17.000 Dias gescannt, dann das Gerät zerlegt, um mal nach dem Rechten zu sehen - alles bestens, funktioniert wie am ersten Tag, keine Verschleißerscheinungen.

Die mitgelieferte Software wirkt zwar etwas hausbacken, liefert bei richtiger Einstellung aber gute Ergebnisse und erkennt unterschiedlich angeordnete Dias relativ sicher (jedenfalls besser als SilverFast bei meinen Vergleichen).

Nachteil der DigitDia-Modelle ist die niedrige Scangeschwindigkeit - aber abgesehen davon, dass auch manchmal ein Dia eingeklemmt wird, kann man sie unbeaufsichtigt laufen lassen (beim Einklemmen schaltet sich der Motor nach ein paar Versuchen ab, es gab bei mir noch nie eine Situation, wo irgend etwas kaputtgegangen wäre). Beim Nikon hatte ich deutlich mehr Transportprobleme mit dem SF200 Feeder (der neuere SF210 ist nur marginal anders).


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