RE: ADI und P-TTL an digitaler SLR

#1 von thomasD , 17.04.2005 16:02

Sorry, dass ich wieder ein neues Thema diesbezüglich öffne, aber die bestehenden Therads scheinen mir etwas verworren mittlerweile.

Habe (wieder in der fM) Artikel zu Systemblitzgeräten gelesen. Interessant dabei ist die Kompatibilität zu digitale Kameras:

So steht beim 5600 HS(D) und beim 3600 HS(D):
Digitaleignung: bedingt (ev. Korrektur erforderlich) /huh.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="huh.gif" />

beim 2500 (D):
Digitaleignung: ja /huh.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="huh.gif" />

weiter beim 3600 HS(D) (und ähnlich beim 5600 HS(D)):
..., wobei die Vorblitzsteuerung auf die Reflexion von der Filmoberfläche abgestimmt ist. Daher kann beim Einsatz an Digicams eine manuelle Blitzbelichtungskorrektur erforderlich sein .

beim 2500 (D):
..., das sowohl an den analogen Dynax-Kameras (und der digitalen 7D) als auch an den digitalen Dimage-Modellen mit gutem Erfolg eingesetzt werden kann.

An anderer Stelle steht, dass die Reflexionen der Aufnahmechips deutlich geringer ist als die von analogem Film und sich außerdem von Modell zu Modell recht stark unterscheidet, wohingegen die Reflexionen der unterschiedlichen Filme weitgehend identisch sind. Daher funktioniert die klassische TTL-Messung wärend der Blitz-Belichtung nicht mehr und die Vorblitzmessung ist notwendig.

Ich denke, hier liegt daher das Problem: der 5600 und der 3600 senden einen zu schwachen Vrblitz aus, sodass es zu Fehleinschätzungen kommt. Auch kann dies erklären, dass indirektes Blitzen korrekte Belichtung bringt, da dann evtl. ein stärkerer Messblitz ausgesendet wird.
Möglicherweise wird der Vorblitz beim Service stärker eingestellt, veilleicht auch abhängig von der Kamera.



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RE: ADI und P-TTL an digitaler SLR

#2 von mts , 17.04.2005 16:36

Vergiss den foto-Magazin-Bericht oder fass ihn als verspäteten April-Scherz auf. Ich habe selten soviel Unfug auf vier fM-Seiten gelesen.



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RE: ADI und P-TTL an digitaler SLR

#3 von thomasD , 17.04.2005 18:38

Zitat von mts
Vergiss den foto-Magazin-Bericht oder fass ihn als verspäteten April-Scherz auf. Ich habe selten soviel Unfug auf vier fM-Seiten gelesen.


Mag sein, dass einiges nicht ganz der Wahrheit entspricht. Aber dass der Bericht grundsätzlich falsch ist, kann ich nicht sagen. Kannst du Deine Aussage konkretisieren? Was ganau stimmt nicht?

Edit: Falsch zum Beispiel, dass man den Vorblitz nicht erkennt. Aber das sind Details.



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RE: ADI und P-TTL an digitaler SLR

#4 von matthiaspaul , 17.04.2005 18:49

Zitat von thomasD
An anderer Stelle steht, dass die Reflexionen der Aufnahmechips deutlich geringer ist als die von analogem Film und sich außerdem von Modell zu Modell recht stark unterscheidet, wohingegen die Reflexionen der unterschiedlichen Filme weitgehend identisch sind. Daher funktioniert die klassische TTL-Messung wärend der Blitz-Belichtung nicht mehr und die Vorblitzmessung ist notwendig.


Zwar stimmt es, daß CCD-Chips im Gegensatz zu Film ein unterschiedliches
Reflexionsverhalten zeigen, aber die daraus vom Autor abgeleiteten Schluß-
folgerungen bzgl. diverse Minolta-Blitze scheinen mir doch mehr als fragwürdig.
Ich habe das fotoMagazin nicht abonniert - steht das wirklich so da drin?!?

Das Reflexionsverhalten war übrigens früher auch bei Film unterschiedlich,
aber mit dem Aufkommen der TTL-Messung auf Filmebene (bei Minolta auch
Direktmessung genannt) haben sich die Filmhersteller relativ schnell auf ein
einheitlich normiertes Reflexionsverhalten geeinigt - weil's relativ einfach
möglich war. Nur bei wenigen Filmen war das technisch nicht möglich, so z.B.
bei Polaroid-Sofortbildfilmen. Das ist auch genau der Grund, warum in jedem
Kamerahandbuch steht, daß die Blitz-TTL-Messung auf Polaroidfilm offiziell nicht
"unterstützt" wird, man also Belichtungsreihen machen muß. Vgl. auch:

http://www.mi-fo.de/forum/index.ph...st&p=109666

Doch zurück zu DSLRs: Sollte es bei einem bestimmten Sensor /überhaupt/
möglich sein, daß die TTL-Blitzmessung auf "Filmebene" generell noch funktioniert
(wenn auch vielleicht nur mit Korrekturfaktor), so würde der Hersteller das
bestimmt direkt ab Werk unterstützen, statt dem Benutzer die Eingabe eines
Korrekturfaktors abzuverlangen. Allein schon, um eine möglichst nahtlose
Integration in das bisherige System zu erreichen. D.h. den gegenüber Film
notwendigen Korrekturfaktor würde die Kamera schon ohne Benutzereingriff
einbeziehen, schließlich kennt niemand den Sensor und damit dessen
Reflexionsverhalten besser als der Hersteller der Kamera. Das könnte man
also völlig transparent lösen.
Daß es - meines Wissens - bei (den meisten oder allen?) DSLRs so nicht
gemacht wird, deutet eher darauf hin, daß die Lichtbrechung und -reflexion
heute verfügbarer CCD-Module /so/ anders aussieht, daß diese CCDs für
eine Messung auf "Filmebene" faktisch überhaupt nicht in Frage kommen.

Daß das so ist, ist überhaupt erst einer der Gründe dafür, daß man die
Blitzbelichtung bei neueren (analogen wie digitalen) Kameras nicht mehr auf
Filmebene vornimmt, sondern eben mit einem Vorblitz arbeitet, der von den
normalen Belichtungssensoren für Dauerlicht (bei noch runtergeklapptem Spiegel)
gemessen wird. Die früher für die TTL-Messung-auf-Filmebene nötigen Fotozellen
im Spiegelkasten /gibt/ es bei diesen Kameras überhaupt nicht mehr (siehe z.B. die
Dynax 7 D (http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=6793), aber
auch die analoge Dynax 3L/Maxxum 3/Maxxum GT
(http://www.mi-fo.de/forum/index.ph...ost&p=85107)
und die Dynax 30/Dynax 40/Maxxum 50
(http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=7043).
Dementsprechend ist dann bei diesen Kameras auch das Reflexionsverhalten des
CCDs völlig belanglos, da es eh nicht mehr gemessen wird...

Und für die Preflash-Messung wird (mit sehr großer Wahrscheinlichkeit) ein
völlig anderes digitales Blitzprotokoll gefahren (wenn auch kompatibel zum
alten Protokoll: http://www.mi-fo.de/forum/index.ph...ost&p=50472,
http://www.mi-fo.de/forum/index.ph...ost&p=74577,
http://www.mi-fo.de/forum/index.ph...ost&p=85107),
als beim klassischen TTL-auf-Filmebene-Ansatz, bei dem einfach das von den
Fotozellen im Spiegelkasten gemessene Licht in einem Kondensator o.ä. integriert
und bei Erreichen einer bestimmten Schwelle das TTL-OK-Signal an den Blitz
gesendet wird, das diesen vorzeitig abschaltet - das geschieht (je nach Blitz) in
einem Zeitraum von 1/50.000s bis 1/500s nachdem der erste Verschlußvorhang
voll geöffnet hat und hängt von den Lichtverhältnissen /während/ der Belichtung ab.

Bei Preflash-Messung passiert da (meines Wissens) gar nichts mehr, da die
Lichtmenge, die der Blitz abgeben soll, schon vor dem Öffnen des Verschlusses
feststeht.

Theoretisch wäre es möglich, beide Verfahren zu kombinieren:

Entweder, indem beide Methoden wirklich parallel arbeiten (Preflash zur Einstellung
einer oberen Grenze zur Vermeidung von Überbelichtungen bzw. Ermittlung der
Reflexionseigenschaften, TTL-auf-Filmebene um kurzfristige Änderungen noch
zu berücksichtigen). Das ginge aber nur bei analogen SLRs (oder bei digitalen
SLRs mit solchen CCDs, die ein filmähnliches Reflexionsverhalten aufweisen).
Ob das irgendwo so realisiert ist, weiß ich nicht - bei Minolta jedenfalls nicht.

[EDIT: Oder doch? Siehe: http://www.mi-fo.de/forum/index.ph...st&p=167035]

Oder, indem die Kamera durch die Vorblitzmessung die Lichtmenge ermittelt,
die der Blitz abfeuern soll und daraus - ziemlich blitzmodellabhängig - die
Verzögerungszeit bestimmt, mit der sie die TTL-OK-Leitung ansteuern muß,
um den Blitz zur Abgabe genau dieser vorherberechneten Lichtmenge zu
verleiten, /ohne/ das während der Belichtung noch kontrollieren zu können.
Letztere Methode würde es wohl auch erlauben, auch ältere Blitze noch mit
Digitalkameras zusammenarbeiten zu lassen. In jedem Fall wäre diese Methode
ziemlich modellabhängig, da die Kamera Informationen über das Blitzgerät
benötigt, ohne daß während der Belichtung eine Regelschleife existiert, wie das
bei TTL-Messung auf Filmebene der Fall ist. Eventuell könnte sich die Kamera
während des Vorblitzes selbst auf das Leuchtverhalten (Intensität und
Helligkeitsverlauf über der Zeit) des angeschlossenen Blitzgerätes kalibrieren,
aber ich bezweifle, daß das zuverlässig für alle Blitzgeräte machbar ist, da
der Helligkeitsverlauf über der Zeit nur dann gleich wäre, wenn der Vorblitz
ein Vollblitz wäre, der dann je nach Lichtmenge einfach irgendwo "abgeschnitten"
wird. In der Praxis werden Vorblitz-taugliche Blitzgeräte (das sind in der Regel
auch die Geräte, die Stroboskop- und FP-Langzeitblitz/Einstelllicht-Funktionen
aufweisen) aber keinen Vollblitz abfeuern, sondern nur einen sehr viel
schwächeren Blitz, der einen völlig anderen Helligkeitsverlauf über der Zeit
haben kann. Kleine spekulative Überschlagsrechnung: Um den Helligkeitsverlauf
eines Blitzes über der Zeit mit genügender Genauigkeit zu samplen, müßte man
während einer solchen Kalibrierungsphase mit einer zeitlichen Auflösung von
vielleicht 256 Schritten (8 Bit) Ereignisse von einer Dauer von (im Extremfall nur)
1/50.000s in der Amplitude immer noch mit einer Quantisierung von mindestens
sechs, besser ebenfalls 8 Bit erfassen. Da sind wir schon bei einer Samplingrate
von 12,8 MHz... Die Speicherkapazität während des Samplings muß andererseits
reichen, um auch den Signalverlauf eines Blitzes mit einer Leuchtdauer von 1/500s
zu erfassen - dafür bräuchte man dann eine SRAM-Speichertiefe von 25 KB, sofern
kein multiple-shot Verfahren mit variabler, sich adaptiv anpassender Samplingrate
zur Anwendung kommt. Das ist alles technisch machbar, aber wohl nur von einem
speziell dafür konstruierten Hardware-Modul - die CPU des Kameracomputers wäre
mit derartigen Echtzeitvorgaben hoffnungslos überfordert, die könnte höchstens
die zeitunkritische Offline-Bearbeitung der angefallenen Daten besorgen. Problem:
Kostenmäßig nicht gerade etwas für einen Low-Cost- Massenmarkt... Ich denke,
wenn so etwas bei den Kameraherstellern überhaupt schon realisiert ist, dann
wahrscheinlich bisher nur im Labor, da noch zu aufwendig und zu teuer.
(Schon wieder was für die Dynax 9 D und die Dynax 9 Mk II? ;-) Siehe:
http://www.mi-fo.de/forum/index.ph...ost&p=67125)

Bei einer DSLR böte sich natürlich noch eine andere echte TTL-auf-Filmebene-
Meßmethode an: Warum überhaupt erst das reflektierte Licht von in den
Spiegelkasten eingebauten Sensoren aufnehmen lassen, wenn man in der
Filmebene sowieso einen elektronisch auslesbaren CCD liegen hat?
Theoretisch wäre das Ergebnis also sogar mit einer konstruktiv viel weniger
aufwendigen Lösung zu erreichen - und das Reflexionsverhalten des CCDs ist
dabei noch nicht mal mehr wichtig.
Anscheinend gibt es aber auch mit diesem Ansatz Probleme - vermutlich
ebenfalls wegen der ultrakurzen Leuchtdauer eines Elektronenblitzes und
der Notwendigkeit, quasi in Echtzeit darauf reagieren zu müssen - /so/ schnell
läßt sich die im CCD gespeicherte Bildinformation nicht auslesen: CCD steht
ja für charge coupled device. Die in den einzelnen Kondensatoren gespeicherten
Ladungsmengen werden zeilenweise nach dem Eimerkettenprinzip ausgelesen.
Illusorisch, auf diese Weise innerhalb eines Zeitraumes von weniger als einer
1/50.000s den Chip komplett auszulesen, die Informationen zu verarbeiten
und daraus das TTL-OK-Signal für die Abschaltung des Blitzes zu generieren.
Sicherlich wäre es möglich, einen speziellen CCD (z.B. in einem mehrschichtigen
Aufbau) zu konstruieren, der in zweiter Ebene einige großflächige Elemente
speziell für den Blitzbetrieb aufweist, die sich auf direktem Wege und damit
unabhängig von den anderen Pixeln auslesen lassen, aber das ist wohl derzeit
noch Zukunftsmusik... Die Kamerahersteller sind z.T. davon abhängig, was die
CCD-Hersteller anbieten.

Ich stelle mir gerade drei Fragen:

- Gibt es an der Dynax 7 D neben der vollmanuellen Blitzmessung auch noch
Blitzmodi, die keinen Vorblitz verwenden? Michael Hohner listet "14S-TTL, with
preflash", "ADI" und "manual". Für meine Begriffe ist ADI eine Verfeinerung der
AF-gewichteten Multi-Segment-Blitzbelichtung durch zusätzliches Einbeziehen von
Entfernungsinformationen aus D-Objektiven, hat aber mit der Methodik der
Blitzlichtmessung selbst nichts zu tun. Frage deshalb: Kann die Dynax 7 D
überhaupt irgendeine Form von TTL-Blitz ohne Vorblitz? Würde mich wundern...

- Wie arbeitete eigentlich die Blitzmessung an der RD-175, die laut Michael Hohner
nur CW-TTL unterstützte? Was mich wundert: Von Vorblitz steht da nichts...

http://forums.dpreview.com/forums/read.asp...essage=19080153

- Wäre nicht auch ein Blitz wie der alte Minolta 360PX mit eingebauten Sensor gut
an der Dynax 7 D zu betreiben (jedenfalls besser als AF-aber-nicht-D-Blitze)?
Zwar ist damit kein TTL möglich, aber immerhin noch "Computer-Blitz" mit
Automatik...

Viele Grüße,

Matthias

PS. Siehe auch:

http://www.mi-fo.de/forum/index.ph...ost&p=79200
http://www.mi-fo.de/forum/index.ph...ost&p=72989
http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=7021
http://www.mi-fo.de/forum/index.ph...ost&p=81312
http://www.mi-fo.de/forum/index.ph...ost&p=74577
http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=5260
http://www.mi-fo.de/forum/index.ph...ost&p=84869
http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=10555
http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=9230
http://www.sonyuserforum.de/phpBB2/viewtopic.php?p=422503
http://www.sonyuserforum.de/phpBB2/viewtopic.php?p=420591
http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=15025
http://www.mi-fo.de/forum/index.ph...showtopic=18712
http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=235334
http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=263218 TTL-OTS



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RE: ADI und P-TTL an digitaler SLR

#5 von Michael H , 17.04.2005 18:57

Der Vorblitz mit dem 3600 ist keinesfalls zu schwach. Eher im Gegenteil. Wenn man ein helles Objekt auf kurze Entfernung mit einem lichtstarken Objektiv anmißt, dann kann es sogar vorkommen, daß schon der Vorblitz die Meßzellen übersteuert, so daß der eigentliche Hauptblitz dann viel zu schwach ausgeführt wird. Siehe auch

http://www.mi-fo.de/index.php?act=...indpost&p=80254

Wenn die Belichtung bei indirektem Blitzen besser wird, dann liegt das daran, daß der gleiche Vorblitz schwächer beim Objekt ankommt und die Meßzellen nicht übersteuert.

Wenn der Artikel deiner Zusammenfassung entspricht, dann ist das Humbug. Mit Vorblitz-Messung kann prinzipiell immer eine Belichtungskorrektur nötig sein, weil sie, wie die Messung mit Dauerlicht, von der Helligkeit/Reflektivität des Objekts abhängt und man ggf. gegensteuern muß, wenn das Objekt recht hell oder dunkel ist. Das hat auch mit digital/analog nichts zu tun.



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RE: ADI und P-TTL an digitaler SLR

#6 von mts , 17.04.2005 19:00

Zitat von thomasD

Zitat von mts
Vergiss den foto-Magazin-Bericht oder fass ihn als verspäteten April-Scherz auf. Ich habe selten soviel Unfug auf vier fM-Seiten gelesen.


Mag sein, dass einiges nicht ganz der Wahrheit entspricht. Aber dass der Bericht grundsätzlich falsch ist, kann ich nicht sagen. Kannst du Deine Aussage konkretisieren? Was ganau stimmt nicht?



Artur Landt schreibt zwar zunächst, die Blitzdosierung bei der neueren Vorblitzmessung erfolge anhand eines Messblitzes vor der eigentlichen Aufnahme (gemeinhin auch P-TTL, Pre-Flash-TTL, genannt). Dann behauptet er aber über den 3600 HS(D) und den 5600 HS(D), es seien Blitzgeräte für die analogen Dynax-Kameras der neuen Generation, wobei die Vorblitzsteuerung auf die Reflexion von der Filmoberfläche abgestimmt sei. "Daher kann beim Einsatz an Digicams eine manuelle Belichtungskorrektur erforderlich sein", so Landt. Wie bitte soll es zu Reflexionen auf der Filmebene kommen, wenn der Verschluss noch nicht offen ist?
Dass der 5600 HS(D) und der 3600 HS(D) auch zur Vorblitzsteuerung an digitalen Dynax-Kameras und Dimage-Modellen geeignet sind, scheint Herrn Landt nicht bekannt zu sein.
Unglücklich finde ich, die Leitzahlen mal beim engsten Leuchtwinkel, mal bei 35 mm anzugeben. Das ist einfach schlampig recherchiert, genauso wie die die Angabe von Sonderfunktionen wie drahtloser Ansteuerung und Kurzzeitsynchronisation bei einigen Geräten, die bei anderen verheimlicht werden. Landt behauptet, am 3600 HS(D) sowie am 5600 HS(D) seien Blitzbelichtungskorrekturen am Gerät möglich.
Im Übrigen wirft Herr Landt die Begriffe "ADI" und "Vorblitz-Messung bei Minolta" etwas durcheinander bzw. meint damit das gleiche. Ist es aber nicht.
Den Pentax-Blitzen bescheinigt Landt ebenfalls nur eine bedingte Eignung und scheint damit, im Gegensatz zu seinen Minolta-Angaben, richtig zu liegen. Gibt es zu den *ist-D-Modellen keine uneingeschränkt kompatiblen Blitzgeräte?



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RE: ADI und P-TTL an digitaler SLR

#7 von thomasD , 17.04.2005 19:04

@ Matthias:

Eines steht wohl fest: Die Messung der Refelexion der Chipoberfläche taugt nicht zur Online-Messung der traditionellen TTL-Blitzbelichtung.
Bei Deinem letzten Punkt - Abschalten des Hauptblitzes älterer Blitzgeräte über das (alte) TTL-Protokol nach einer Vorblitzmessung - könnte es aber noch einen Haken geben (wovon ich immer ausgegangen bin): Ältere Blitzgeräte können gar keinen entsprechenden Vorblitz abgeben, zumindest nicht so kurz vor dem Hauptblitz. Ob das so ist, weiß ich nicht.

Übrigens: Die Schlußfolgerung für die Minolta-Blitzgeräte am Ende meines Beitrages beginnen mit 'Ich denke'. Dies steht also so nicht im Artikel von fM. Dies gilt es zu diskutieren. Alles andere steht schon drin.



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RE: ADI und P-TTL an digitaler SLR

#8 von thomasD , 17.04.2005 19:07

Zitat von mts

Zitat von thomasD

Zitat von mts
Vergiss den foto-Magazin-Bericht oder fass ihn als verspäteten April-Scherz auf. Ich habe selten soviel Unfug auf vier fM-Seiten gelesen.


Mag sein, dass einiges nicht ganz der Wahrheit entspricht. Aber dass der Bericht grundsätzlich falsch ist, kann ich nicht sagen. Kannst du Deine Aussage konkretisieren? Was ganau stimmt nicht?



Artur Landt schreibt zwar zunächst, die Blitzdosierung bei der neueren Vorblitzmessung erfolge anhand eines Messblitzes vor der eigentlichen Aufnahme (gemeinhin auch P-TTL, Pre-Flash-TTL, genannt). Dann behauptet er aber über den 3600 HS(D) und den 5600 HS(D), es seien Blitzgeräte für die analogen Dynax-Kameras der neuen Generation, wobei die Vorblitzsteuerung auf die Reflexion von der Filmoberfläche abgestimmt sei. "Daher kann beim Einsatz an Digicams eine manuelle Belichtungskorrektur erforderlich sein", so Landt. Wie bitte soll es zu Reflexionen auf der Filmebene kommen, wenn der Verschluss noch nicht offen ist?
Dass der 5600 HS(D) und der 3600 HS(D) auch zur Vorblitzsteuerung an digitalen Dynax-Kameras und Dimage-Modellen geeignet sind, scheint Herrn Landt nicht bekannt zu sein.
Unglücklich finde ich, die Leitzahlen mal beim engsten Leuchtwinkel, mal bei 35 mm anzugeben. Das ist einfach schlampig recherchiert, genauso wie die die Angabe von Sonderfunktionen wie drahtloser Ansteuerung und Kurzzeitsynchronisation bei einigen Geräten, die bei anderen verheimlicht werden. Landt behauptet, am 3600 HS(D) sowie am 5600 HS(D) seien Blitzbelichtungskorrekturen am Gerät möglich.
Im Übrigen wirft Herr Landt die Begriffe "ADI" und "Vorblitz-Messung bei Minolta" etwas durcheinander bzw. meint damit das gleiche. Ist es aber nicht.
Den Pentax-Blitzen bescheinigt Landt ebenfalls nur eine bedingte Eignung und scheint damit, im Gegensatz zu seinen Minolta-Angaben, richtig zu liegen. Gibt es zu den *ist-D-Modellen keine uneingeschränkt kompatiblen Blitzgeräte?



Völlige Übereinstimmung /good.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="good.gif" />

Ich gebe zu, da hatte ich selber nicht geschalten. Preflash und Reflexionsmessung haben miteinander nichts zu tun. Also streichen wir diesen Thread /wub.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wub.gif" />


Edit: Gut, dass sowas im Forum geklärt werden kann.



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RE: ADI und P-TTL an digitaler SLR

#9 von Dennis , 20.08.2005 21:50

Hab mal was altes ausgegraben /smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" />

ZITATBei einer DSLR böte sich natürlich noch eine andere echte TTL-auf-Filmebene-
Meßmethode an: Warum überhaupt erst das reflektierte Licht von in den
Spiegelkasten eingebauten Sensoren aufnehmen lassen, wenn man in der
Filmebene sowieso einen elektronisch auslesbaren CCD liegen hat? [..] Die in den einzelnen Kondensatoren gespeicherten Ladungsmengen werden zeilenweise nach dem Eimerkettenprinzip ausgelesen.
Illusorisch, auf diese Weise innerhalb eines Zeitraumes von weniger als einer
1/50.000s den Chip komplett auszulesen, die Informationen zu verarbeiten
und daraus das TTL-OK-Signal für die Abschaltung des Blitzes zu generieren.[/quote]

Vor allem steht dem das Prinzip der Arbeitsweise eines CCD-Chips in einer Digitalkamera entgegen: Die Zellen werden erst nach der Aufnahme ausgelesen, es gibt da also keine Möglichkeit, während der Belichtungszeit etwas auszulesen/zu steuern. Dafür benötigte man einen live stream, das nagt aber wiederum extrem an der Bildqualität. Bei einem CCD geht sowas prinzipiell nicht. Anders bei einem CMOS, dort ließe sich ja die Ladung kontinuierlich auslesen. Könnte man das nicht auch sehr effektiv zur Kontraststeuerung/Verhinderung von Clipping einsetzen?

ZITATSicherlich wäre es möglich, einen speziellen CCD (z.B. in einem mehrschichtigen Aufbau) zu konstruieren, der in zweiter Ebene einige großflächige Elemente speziell für den Blitzbetrieb aufweist.[/quote]

Das dürfte wiederum an der Eigenschaft des Siliciums scheitern, die Photonen abhängig von ihrer Energie (Wellenlänge) unterschiedlich tief eindringen zu lassen. Der Bereich bis 800nm sollte für die Bildaufzeichnung an sich genutzt werden, da ist also kein Platz für sowas. Denkbar wäre das nur, wenn das Blitzlich tief ins IR geht, so daß man nicht genutzte Spektren dafür verwendet. Was aber, wenn sich die Blitze hinsichtlich ihres IR-Spektrums unterscheiden?



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RE: ADI und P-TTL an digitaler SLR

#10 von andreask74 ( gelöscht ) , 22.08.2005 08:37

Na Spitze /blink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="blink.gif" />,
da freu ich mich ja schon auf den Erhalt meines 3600(D) Anfang dieser Woche...
Ich schreib dann mal meine ersten Erfahrungen...

Andreas



andreask74

RE: ADI und P-TTL an digitaler SLR

#11 von kjebo02 , 22.08.2005 09:47

Da wir schon wieder mal beim Thema Blitzen wären:

Nach über einem halben Jahr Dynax 7D-Praxis habe ich das Gefühl,
dass auf w e s e n t l i c h mehr Personen-Blitzaufnahmen die Augen der Fotografierten geschlossen sind, verglichen mit der Kombination Dynax 7 + 3600er Blitz! Erst dachte ich, ich bilde mir das nur ein, heute glaube ich, dass das mit dem Vorblitz zu tun haben muss! /angry.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="angry.gif" />

Was sind eure Erfahrungen diesbezüglich? Gibt es Tricks dies zu vermeiden? Ob da der Rote-Augen-Vorblitz hilft (denn nutzte ich fast nie)?



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RE: ADI und P-TTL an digitaler SLR

#12 von AndreasPeters , 22.08.2005 14:39

Kann ich definitiv bestätigen.
Ich habe den 5600 HS(D) und habe den gleichen Effekt festgestellt.

Da ich noch nicht zu ausgiebigem Testen gekommen bin, habe ich bisher nur Schnappschüsse nebenbei gemacht. Eine Bekannte schafft es dabei jedesmal, die Augen halb oder ganz geschlossen zu haben.
Ich brauche 3-4 Fotos und die Dame muß sich drauf konzentrieren die Augen offen zu halten. Nur dann wird es was.

Dafür meine ich (rein subjektiv), daß die Abstände zwischen Vor- und Hauptblitz variieren, also mal ist die Pause merklich, mal nicht. Kann das auch einer bestätigen?

A.



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RE: ADI und P-TTL an digitaler SLR

#13 von Krawallo ( gelöscht ) , 22.08.2005 16:56

Zitat von AndreasPeters
Kann ich definitiv bestätigen.
Ich habe den 5600 HS(D) und habe den gleichen Effekt festgestellt.

Da ich noch nicht zu ausgiebigem Testen gekommen bin, habe ich bisher nur Schnappschüsse nebenbei gemacht. Eine Bekannte schafft es dabei jedesmal, die Augen halb oder ganz geschlossen zu haben.
Ich brauche 3-4 Fotos und die Dame muß sich drauf konzentrieren die Augen offen zu halten. Nur dann wird es was.

Dafür meine ich (rein subjektiv), daß die Abstände zwischen Vor- und Hauptblitz variieren, also mal ist die Pause merklich, mal nicht. Kann das auch einer bestätigen?

A.


Hi...

Das die Zeit zwischen Vor- und Haptblitz bei der 7D variiert glaube ich nicht, sie ist aber merklich länger als bei der D7 und D9.



Krawallo

RE: ADI und P-TTL an digitaler SLR

#14 von bubu , 22.08.2005 20:38

ZITATIch brauche 3-4 Fotos und die Dame muß sich drauf konzentrieren die Augen offen zu halten. Nur dann wird es was.[/quote]
So eine Dame hatte ich auch vor der Linse /laugh.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="laugh.gif" />

bubu


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RE: ADI und P-TTL an digitaler SLR

#15 von thomasD , 22.08.2005 23:18

Ui, eine Eule blitzen habe ich immer vermieden ...

Ich hatte mal eine Portrait-Session. Der Liedschlussreflex war ein echtes Problem. Bei solchen Studioaufnahmen kann man es mit der 2sec-Spiegelvorauslösung probieren, den Hinweis bekam ich aber erst danach, sodass ich keine Erfahrung habe.



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