RE: Frage eines digitalen Einsteigers

#1 von fredsowieso ( gelöscht ) , 28.05.2003 13:29

Hallo,

ich war lange Jahre überzeugter Analog-Fotograf, habe jetzt aber digitales Blut geleckt. Ich bin dabei, mein Equipment umzustellen und habe eine grundsätzliche Frage, die sich mir bei der Prüfung der verschiedenen Möglichkeiten von verschiedenen digitalen Geräten (Fotoapparat, Scanner) stellt:

Gute digitale Kameras bieten verschiedenste Möglichkeiten der Bildbeeinflussung (Histogramm, Kontrastbestimmung, Weissabgleich, Farbraum, Farbeinstellungen etc.). Bei Scannern findet man die gleichen oder ähnliche Optionen.

Ich möchte mir z.B. eine Minolta Dimage 7Hi, einen Dualscan III (für meine Dias) und Photoshop 7 zulegen. Ist meine Überlegung richtig, wenn ich für die "Produktion" von erstklassig printfähigen und für die Vorführung (Beamer) geeigneten Bildern folgendes Verfahren sehe:

- bevor ich mich bei jedem Bild (na ja, nicht bei jedem) mit den diversen Einstellungs- und
Beeinflussungsmöglichkeiten der Kamera bzw. des Scanners beschäftige, müsste es doch effektiver sein, ein
Bild mit soviel Informationen (Pixel, möglichst keine Komprimierung) wie möglich zu erzeugen (unabhängig von
vorhandenem Kontrastumfang, Farbstichen etc.).

- mit der Bildbearbeitungssoftware (in diesem Falle Photoshop 7) werden dann die notwendigen Korrekturen
vorgenommen...oder lassen sich auf dieser Stufe evtl. bestimmte Veränderungen nicht mehr vornehmen?
(..also: Über- bwz. Unterbelichtungen würde ich nach Möglichkeit schon noch bei der Aufnahme berücksichtigen
wollen)

Es wäre nett, wenn man mir hierzu eine Meinung übermitteln könnte.

Vielen Dank und herzlicher Gruss
Fredsowieso



fredsowieso

RE: Frage eines digitalen Einsteigers

#2 von Bernd , 28.05.2003 14:10

Hallo Fredsowieso,

herzlich willkommen hier im Forum /smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" />

Was die Bildqualität betrifft ist es grundsätzlich am besten, in der höchsten Auflösung und der geringsten - sprich keiner - Kompression die Bilder bereits in der Kamera zu speichern.

Bei der Minolta Dimage 7xx bieten sich hier 2 Dateiformate an:

RAW
Das RAW-Format beinhaltet die vom Chip produzierten "Rohdaten" der Kamera.
Vorteile
Verlustfreie Bildspeicherung
Kleinere Dateigrößen gegenüber TIFF
Weitestgehende Möglichkeiten der anschliessenden Bildbearbeitung
Nachteile
Im Vergleich zu JPEG trotzdem noch sehr große Bilddateien
RAW liefert das Bild, so wie es der Chip "sieht", was sich stellenweise von unseren Sehgewohnheiten unterscheidet. Das bedeutet, man kann nicht nur weiterbearbeiten, man muss es meistens sogar /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />
Das RAW-Format ist herstellerspezifisch, also untereinander inkompatibel und wird von den meisten Bildbearbeitungsprogrammen nicht eingelesen.
Zumindest für Photoshop gibt es meines Wissens ein Plugin hierfür

TIFF
TIFF ist ein unkomprimiertes Dateiformat für Bilddateien.
Vorteil
Eigentlich nur die verlustfreie Bildspeicherung
Nachteile
Ergibt riesige Bilddateien
Sehr lange Speicherzeiten, die Kamera ist so lange blockiert

Photoshop
Warum Photoshop?
Das Programm ist sehr leistungsfähig - keine Frage.
Aber es ist relativ schwer zu erlernen und auch nicht gerade billig.
Falls Du also noch keine Vorkenntnisse in Photoshop hast, würde ich Dir eher zu Photoshop Elements raten.
Es hat eine ähnliche Oberfläche, ist leichter zu bedienen und vor allem - viel billiger /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />
Oftmals liegt es verschiedenen Artikeln sogar in unbeschränkter Version bei.



 
Bernd
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Registriert am: 10.07.2002


RE: Frage eines digitalen Einsteigers

#3 von Qwertz ( gelöscht ) , 28.05.2003 16:49

Die 7Hi nimmt bis zu drei TIFF und 5 RAW in den Zwischenspeicher, ohne dass die Kamera "blockiert" wäre. Erst wenn die Akkuanzeige auf "halbvoll" geht, kann sie nur nacheinander abspeichern und wieder aufnehmen. Mit Photoshop 7 anzufangen ist recht mutig, ad es ein sehr umfangreiches Programm ist, teilweise sehr unübersichtlichen Menustrukturen. Die erwähnten Funktionen kannst Du mit nahezu jedem gängigen Bildbearbeitungsprogramm durchführen, lediglich die nach meiner Meinung wichtige Ebenenverwaltung bieten einige Programme nicht an.



Qwertz

RE: Frage eines digitalen Einsteigers

#4 von Stefan E. Breit ( gelöscht ) , 28.05.2003 19:54

Zitat von Knofie
Warum Photoshop?
Das Programm ist sehr leistungsfähig - keine Frage.
Aber es ist relativ schwer zu erlernen und auch nicht gerade billig.
Falls Du also noch keine Vorkenntnisse in Photoshop hast, würde ich Dir eher zu Photoshop Elements raten.
Es hat eine ähnliche Oberfläche, ist leichter zu bedienen und vor allem - viel billiger  
Oftmals liegt es verschiedenen Artikeln sogar in unbeschränkter Version bei.


Genauso ist es: PSE hat eigentlich nur des Nachteil des fehlenden CMYK-Farbraumes, was Profis brauchen (offsetdruck usw.). Mit einigen kleinen features, die fehlen (Alpha-Kanal, keine 16-Bit-Frabtiefe) kann der Amateur sicher leben).
Vom Handling her ist es aber immer noch sehr kompliziert; das Handbuch ist eigentlich für den Altpapiercontainer. Allerdings ist PSE IMO immer noch leichter/intuitiver zu bedienen als PS7.

Fazit: PSE ist das Programm der Wahl wenns schon von Adobe sein muss.

Ach ja, zum Einscannen der alten Dias: viel Spaß und vor allem ein langes Leben /biggrin.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="biggrin.gif" /> !
Ich hab jetzt rund 1000 auf CD (alles Tiffs unbearbeitet 27MB groß, weitere 9000 warten noch ... /drinks.gif" style="vertical-align:middle" emoid="rinks:" border="0" alt="drinks.gif" />

Und es werden immer mehr...

LG

Stefan
*deralsbekennenderAnalogitrotzdembeiDiasbleibt*



Stefan E. Breit

RE: Frage eines digitalen Einsteigers

#5 von Bernd , 28.05.2003 20:35

ZITATDie 7Hi nimmt bis zu drei TIFF und 5 RAW in den Zwischenspeicher, ohne dass die Kamera "blockiert" wäre. Erst wenn die Akkuanzeige auf "halbvoll" geht, kann sie nur nacheinander abspeichern und wieder aufnehmen[/quote]

Wenn die Akkuanzeige bei der Hi in etwa genau so "zuverlässig" ist, wie bei der 7i, dann hast Du aber nicht allzu viel davon, denn diese schaltet schon nach wenigen Bildern auf halbvoll /dry.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="dry.gif" />
(Was mich aber nicht daran hindert, trotzdem 100-150 Bilder pro Akkusatz zu machen)

Ansonsten hat die Hi schon einen kleinen Vorteil durch den größeren Pufferspeicher.



 
Bernd
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RE: Frage eines digitalen Einsteigers

#6 von Qwertz ( gelöscht ) , 28.05.2003 21:02

Mit stärkeren Akkus (2100, 2200mAh) sind es um die 20 Bilder, wenn die Akkus frisch sind. Es sei denn, man schraubt ein DPS-9000 drunter /smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" /> oder die LiIons von Imagetank oder, für den markenbewussten Fotografen, das Minoltateil - dann kommt eine Hi erst richtig in Fahrt und die "Halbvollanzeige" ist irgendwas aus der Gebrauchsanweisung.



Qwertz

   


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