RE: Fragen zu Minolta SR-T-Modellen wie der 303-Serie

#91 von Stallberger ( gelöscht ) , 08.12.2012 07:35

Hallo zusammen!
Ich lese hier immer von Batterieproblemen. Da ich die gleichen Sorgen auch schon hatte (für einen Belichtungsmesseraufsatz der Exakta Varex, den ich dann allerdings doch nicht bekommen habe), habe ich mich mal ein paar Links von http://www.dresdner-kameras.de/service/bat...erieersatz.html entlanggehangelt und bin bei der Smallbatteries Company gelandet. Sind die bekannt oder hat die mal jemand getestet? http://www.smallbattery.company.org.uk/sbc_mr9_adapter.htm
Das ist ein kleines Gehäuse in Form der 625 mit eingelötetem Widerstand, der eine handelsübliche 386 Silberoxid Knopfzelle (ca. 1&euro auf 1,35V bringt. Anschaffung ist mit 29 Pfund zwar etwas teurer, aber da man sich die teuren Weincells erspart, hat man das schnell wieder drin. Für die doppelte Höhe bieten die auch einen Adapter an, da braucht man nicht zwei kleine kaufen.
Wie gesagt, ich habe den Adapter am Ende doch nicht gekauft, es schien mir aber wirklich die beste Lösung für das Problem zu sein, da die Silberoxidbatterie länger hält, stabiler ist und wirklich an jeder Ecke zu bekommen ist.
Auf http://www.ihagee.org/ (etwas unübersichtlich, unter "Equipment") gibt es auch eine Selbstbauanleitung für diesen Adapter.

Den gibt es auch günstiger als "MR-9 Adapter" bei ihbay, allerdings aus Bangkok (Umwandlung der Spannung mittels Microchip laut Beschreibung, aber k.A. ob da wirklich einer drin ist).

Sieht vielleicht ein wenig komisch aus für das Erste Posting in einem Forum, aber ich arbeite nicht für diese Firma. Deshalb habe ich mal die Ursprungs-Links mit reingepackt. Schließlich sollen die alten Kameras nicht in einer Vitrine vor sich hingammeln, wie meine Varex auch schon bitter erfahren musste.


Stallberger

RE: Fragen zu Minolta SR-T-Modellen wie der 303-Serie

#92 von roseblood11 , 08.12.2012 19:58

Das ist nicht ein bisschen teuer, sondern eher ziemlicher Wucher. Sowas kann man mit etwas Geschick auch selbst bauen. Die einfachste Lösung ist es, eine entspr. Diode direkt in die Kamera einzubauen und im Batteriefach nur einen einfachen Adapter zu haben, der die Größe anpasst. Das Problem aller dieser Lösungen: Sie funktionieren nicht wirklich. Die Besonderheit der alten Quecksilberbatterien war, dass sie ihre Nennspannung quasi über die gesamte Lebenszeit ziemlich konstant hielten, erst wenn sie fast leer waren, brach die Spannung sehr abrupt ein. Silberoxidzellen haben ihre Nennspannung nur, wenn sie ganz frisch sind, dann fällt die Spannung kontinuierlich ab. Da die SR-T aber auf eine sehr exakte Spannung angewiesen ist, kann man diese Lösung mehr oder weniger vergessen. Praktikabler wäre eine Batterie mit deutlich höherer Spannung und dahinter ein low drop Spannungsregler, der aber eben auch eine gewisse Reserve braucht, um ordentlich zu arbeiten.
Aber wozu die ganze Mühe bei einer Kamera, die die Batterie eh nur für den Belichtungsmesser braucht? Sehr gute externe Belichtungsmesser zum Aufstecken auf den Blitzschuh kriegt man gebraucht für fast nichts, und die sind exakter und bieten oft mehr Funktionen, zB kann man sie meist nicht nur für Objekt- sondern auch für Lichtmessung (vom Motiv Richtung Kamera messen) benutzen.

mfg, Immo


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RE: Fragen zu Minolta SR-T-Modellen wie der 303-Serie

#93 von Stallberger ( gelöscht ) , 08.12.2012 23:16

Mmh, Silberoxid haben doch gerade den Vorteil gleichbleibender Spannung über längeren Zeitraum, im Gegensatz zu den sonstigen "Behelfslösungen".
Und wenn man ca. 4 Weincells gekauft hat, ist das Thema "Wucher" auch gegessen, dann hat sich so ein Teil schon amortisiert.

Die Selbstbauanleitung habe ich übrigens auch gepostet, siehe ihagee.org.


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RE: Fragen zu Minolta SR-T-Modellen wie der 303-Serie

#94 von Stallberger ( gelöscht ) , 08.12.2012 23:20

Verdammt, editieren geht nicht?
Wenn man sich die Bewertungen bei ihbay durchliest, scheint der MR-9 Adapter aus Bangkok auch gut zu funktionieren, und das für die Hälfte. Dafür kommt das Teil dann allerdings über die Seidenstraße...


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RE: Fragen zu Minolta SR-T-Modellen wie der 303-Serie

#95 von roseblood11 , 08.12.2012 23:38

Ups, da war ich grad etwas verschnarcht...

Am einfachsten und zum Preis einer Diode geht es so: http://www.rokkorfiles.com/conversion.htm


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RE: Fragen zu Minolta SR-T-Modellen wie der 303-Serie

#96 von Stallberger ( gelöscht ) , 09.12.2012 00:03

O.k., meine Lösung ist dann eher für die handwerklich Unbedarften, oder die, die nur einen Dachrinnen-Lötkolben zu Hause haben.


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RE: Fragen zu Minolta SR-T-Modellen wie der 303-Serie

#97 von matthiaspaul , 09.12.2012 01:14

Die folgenden drei Schaltungsvorschläge für Negativspannungsregler sind für den Betrieb an einer einzigen Silberoxidzelle (1,55V) ausgelegt und können klein genug aufgebaut werden, um auch noch in das Gehäuse des Batterieadapters eingebaut werden zu können. Die zweite und dritte Schaltung haben bei richtiger Auslegung einen so geringen Eigenstromverbrauch, daß sie auch in Kameras ohne Ein-/Ausschalter verwendert werden können:

1,35V-Negativspannungsregler per Bandgapdiode (aka Referenzspannungsquelle):

http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=130223

1,35V-Negativspannungsregler per Bandgapdiode (aka Referenzspannungsquelle) mit Stromverstärker:

http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=241844

Diskreter 1,35V-Ultra-Low-Drop-Negativspannungsregler:

http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=241848

Viele Grüße,

Matthias


"All the important human advances that we know of since historical times began
have been due to individuals of whom the majority faced virulent public opposition."
--Bertrand Russell

http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=13448 (Minolta Forum Thread Index)


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