RE: Minolta MD 75-200mm F/4.5 - träge Blende

#16 von sven_hiller , 03.10.2009 13:20

Dieses Bild zeigt von außen die Montage der Gleitlager des ersten, untersten Linsensystems (das flache). Die Schraubsockel für diese Gleitlager sind als Schlitzschrauben ausgeführt und drehen sich etwas kräftiger als man erwarten würde.
Es ist sehr einfach, sich diese zu versauen, wenn man keinen passenden Schraubendreher hat, und zwar sowohl in der Breite als auch in der Stärke der Schraubklinge (oder wie sagt man?).
Ich habe mir beholfen, indem ich einen grob passenden nahm und diesen zurechtgeschliffen habe. Das ist sehr simpel und geht schnell. Man nimmt ein Brettchen, ein Stück 600er Schmirgelleinen und zieht die Schraubklinge solange diszipliniert (von beiden Seiten) in flachem Winkel darüber, bis es paßt. Die Breite der Klinge läßt sich genauso bearbeiten. Ich bin mit dieser Vorgehensweise noch nie gescheitert.

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#17 von sven_hiller , 03.10.2009 13:28

Hier eine "Außenaufnahme" von der Montage des vorderen Systems (kegelförmige Fassung). Dies ist bedeutend einfacher, weil man den Ort des Geschehens besser mit den Fingern erreicht. Ansonsten absolut gleich.

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#18 von sven_hiller , 03.10.2009 13:31

Ich habe, um das Eindringen von Staub zu verhindern, anschleßend die Frontlinse aufgeschraubt. Hier nur mal einen Einblick in das fertig zusammengesetzte Innenleben.

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#19 von sven_hiller , 03.10.2009 13:35

An dieser Stelle könnt Ihr mal testen, ob Ihr alles richtig gemacht habt.
Mittels Verschiebung (Drehung nicht möglich! des außen befindlichen Tubus gegen den inneren in axialer Ebene sollten sich die beiden inneren Linsengruppen gegeneinander bewegen.
Bitte versucht das nicht vorher, es wird definitiv erst ohne Hakeln funktionieren, wenn Ihr das letzte Gleitlager eingeschraubt habt.

Damit funktioniert jetzt schonmal wieder die Brennweitenregulierung

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#20 von sven_hiller , 03.10.2009 13:39

So sieht's von der Seite aus.

Bis hierher gibt's nichts zu justieren oder einzustellen. Solange man die Sache so wieder zusammenschraubt wie sie zerlegt wurde, ist alles im grünen Bereich.

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#21 von sven_hiller , 03.10.2009 14:10

Im nächsten Schritt wird der - von innen nach außen gezählt - dritte Tubus verbaut. Dazu muß kurz die Frontlinse abgedreht werden, die ja bisher als Staubschutz für den Innenraum diente. Dann kann der Tubus von derselben Seite her aufgeschoben und die Frontlinse wieder aufgeschraubt werden. Im Bild zu sehen sind zwei metallisch glänzende Schrauben an der vorderen Mündung. Diese sind Begrenzer für den Fokusweg. Im Inneren des gerade aufgesetzten Tubus befinden sich entsprechende Anschläge, die einfach nur als Durchmesserverjüngung mit Unterbrechungen ausgeführt sind.
Ich möchte empfehlen, die Madenschräubchen vorerst nicht einzusetzen sondern die Verbindung zwischen Frontlinsenrand und Tubus mittels Klebestreifen herzustellen (einfach einmal herumwickeln). Das Erleichtert die Suche nach dem Fokusweg und am Ende die Justage der Unendlichkeits-Einstellung.

Wenn Ihr Eure Markierung zur Stellung der Frontlinse zum Tubus nach der Schrauborgie noch sehen könnt, möchte ich fast sagen, daß der Rest ein Spaziergang ist.

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#22 von sven_hiller , 03.10.2009 14:20

Jetzt kann der äußerste Tubus mit dem Griffgummi verbaut werden. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, habe ich ihn von der Bajonettseite her aufschieben müssen. Er ist so auszurichten, daß seine beiden seitlichen Schienen genau über den am unteren Rand des direkt darunterliegenden Tubus befindlichen Schraublöchern liegen. Wer das jetzt nicht verstanden hat (ich auch nicht), sieht sich bitte mal das Bild an. Anschließend werden die letzten beiden Gleitlager eingesetzt.
Tut Euch den Gefallen und fixiert das abgelöste Giffgummi mit einem Klebestreifen.
Nun kann der abgebildete Ring, für den Ihr ein _Spezialwerkzeug_ (abgebildet am Schluß benötigt, aufgeschraubt werden, um das ganze zu fixieren.

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#23 von sven_hiller , 03.10.2009 14:22

So sieht's dann aus:

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#24 von sven_hiller , 03.10.2009 15:29

Als nächstes wird die Blendenmechanik komplettiert. Auf dem Foto zu sehen sind 2 Bohrungen. Diese befinden sich ziemlich genau gegenüber der kleinen Spiralfeder, welche die Blende offenhält.

Die vertiefte Bohrung nimmt einen kleinen Kupferring und den Hebelarm auf.
Die andere ist für einen kleinen Anschlag, welcher als Metallwinkel ausgeführt ist.

Eigentlich müßte man es in dieser Reihenfolge montieren:

A. Anschlag
B. kleine Unterlegscheibe in die Vertiefung, Hebelarm drauf, achtet darauf, daß der von der kleinen Spiralfeder gehaltene Blendennippel in die Aussparung am halbkreisförmigen Ausleger gelangt.
C. Hinteres Linsenpaket abschrauben, Sprengring, Unterlegtscheibe und das Teil aus Messing draufschieben, welches ich mal als Blendenvorwahl bezeichnen würde. Dieses wird nach oben hin abgedeckt und fixiert mit einem Kupferring und einem darüberliegenden Sprengring aus Kupfer. Vorsicht, das Zeug ist für ein Metallteil relativ weich.

Siehe Bilder.

Ihr könnt auch eine andere Reihenfolge versuchen, oder Euch mit 'nem Stück Klebeband behelfen. Der Hebelarm ist erst halbwegs stabil, wenn die Blendenvorwahl mit dem Sprengring fixiert ist.

Wie es ganz fertig aussieht, findet Ihr im nächsten Beitrag.

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#25 von sven_hiller , 03.10.2009 15:32

Das ist jetzt der fertige innere Blendenmechanismus.

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#26 von sven_hiller , 03.10.2009 15:53

Nun ist der Tubus mit der Brennweiteneinteilung und der Skalenring für den Fokus an der Reihe. Der Skalenring besitzt im Innern eine mit Kunsstoff verkleidete Stabfeder. Deren Widerstand gilt es beim Aufschieben zu überwinden. Es kann helfen, sie mit einem Zahnstocher ein wenig zur Seite zu drücken, um den Weg frei zu haben.

Danach den Tubus ansetzen und nach dem Ende des Blendenarms ausrichten, die zwei übrig gebliebenen Kupferscheiben dazwischensetzen und alles mit den 4 Kreuzschlitzschrauben fixieren. Die Blende sollte sich danach mit dem kleinen Hebel problemlos öffnen und schließen lassen.

Dann Fokus auf Unendlich-Stellung drehen, Skalenring entsprechend ausrichten und mit den 3 Madenschrauben leicht befestigen.

Bitte dreht momentan die Madenschrauben nicht richtig fest, da je nach Qualität Eurer Markierungen kleinere Verschiebungen der Entfernungsskala nötig werden.

Fertige Ansicht im nächsten Beitrag.

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#27 von sven_hiller , 03.10.2009 16:05

Abgebildet ist der fertig montierte hintere Tubus. Was noch fehlt ist der Bajonettanschluß mit dem Ring der Blendenskala.

Setzt ales erstes den Messingring, welcher als Abstandhalter dient.
Danach ist es eine kleine Fummelei, den Ausleger so zu plazieren, daß der in die richtige Lage kommt um den Fortsatz der Blendensteuerung kontrolieren zu können. Ihr solltet es spätestens nach einer kleinen Pause schaffen. Sobald das erreicht ist, einmal kurz den Blendenhebel oben schnapen lassen, dann rutscht die Baugruppe satt in die Auflage.
Festhalten und testen. Achtet darauf, daß der Blendenring nicht herunterrutscht, um die kleine Kugel nicht zu verlieren. Die Bewegung des Blendenrings sollte nun tatsächlich eine Veränderung der Blendenöffnung bewirken.
Wenn nicht - nochmal Pause.

Anschließend Blendenring in eine bestimmte Position drehen, bei welcher die Schraublöcher freiliegen. Nun mit den 4 langen Schrauben fixieren.

Zuguterletzt den verbliebenen Ring ansetzen und verschrauben.

/ letzte Aktualisierung: Details zur Montage

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#28 von sven_hiller , 03.10.2009 16:14

Jetzt müßte Euer Minolta MD 75-200mm f/4.5 ziemlich genau so aussehen. Was noch fehlt ist die Fokus-Feineinstellung für unendlich, siehe Beitrag #13.

Rein technisch sollte Euer Objektiv jetzt funktionieren. Es bleibt der teilabgezogene Gummigriff. Will jetzt keine Werbung machen und kann auch nicht sagen, ob es wie beschrieben funktioniert, aber es gibt von UHU einen Sprühkleber (Baumarkt), der eine wiederholt ablösbare Verklebung verspricht.
Werde meine Erfahrung damit hier noch niederschreiben.

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#29 von sven_hiller , 03.10.2009 16:16

Verwendetes Werkzeug.
Wenn einer weiß, wie das abgebildete Spezialwerkzeug heißt, bitte mal hier schreiben.
Danke.

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#30 von sven_hiller , 03.10.2009 16:21

Abschließend möchte ich nochmal sagen, daß es mir viel Spaß gemacht hat, diese kleine Doku zu hinterlassen.
Wenn es nur einem hilft, ein wenig Mut zu fassen und Hand anzulegen, hat es sich schon gelohnt.

Die Gläser sind es wert.

Gruß Sven


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