RE: UPS und wie sie mein Objektiv zerstörten

#1 von Kwashiorkor ( gelöscht ) , 30.05.2005 11:55

Hallo Forum!

Wie ihr bestimmt wisst, habe ich meine Kamera mittlerweile zum zweiten Mal nach Bremen geschickt. Eigentlich zum dritten Mal, da das Paket zuerst wegen angeblich mangelhafter Verpackung nicht angenommen wurde (war aber alles in Ordnung, wie ich dann feststellte).

Jedenfalls habe ich am Donnerstag von Minolta einen Anruf gekriegt und es wurde vorsichtig gefragt, ob mein Sigma 2.8/70-210 APO schon immer beschädigt war. Ich dachte, man würde auf den abblätternden Lack abzielen aber als ich erfahren habe, daß das Objektiv gestaucht und die Sonnenblende gerissen ist, fiel ich erstmal aus allen Wolken.

Man hat mir dann noch ein nettes Foto mitgeschickt und dort sieht man recht schön, wie toll das Objektiv jetzt aussieht.

Nun meine Frage an euch: da das Paket ja für 2500 Euro versichert war (waren alle Objektive plus Dynax 7D, alles bis auf das Sigma augenscheinlich in Ordnung), müsste UPS doch die Kosten für das Objektiv übernehmen? Es hat mich 400 Euro gekostet. Also meldete ich den Schaden bei UPS per Internet und bekam am gleichen Tag noch von einer Dame einen Anruf, die, ich muss es leider sagen, nicht unbedingt einen kompetenten Eindruck gemacht hat. Bis sie überhaupt verstanden hat, wem das Objektiv jetzt gehört und daß ich nicht zu Minolta gehöre, vergingen schon einige Versuche und mehrere Minuten.
Sie hat mir dann mitgeteilt, daß das Paket unbedingt im Originalzustand erhalten sein muß, da sonst möglicherweise kein Geld erstattet werden kann.
Aber das ist doch Schwachsinn? Man muß doch die Teile erstmal auspacken, daß man sehen kann, daß was kaputt ist? Wie soll das gehen? Ich hab das zwar an Minolta weitergeleitet, aber ich weiß leider nicht, wie die das handhaben werden.
Das Paket war auch mehrfach gepolstert (mit Luftpolstertüten, Zeitungen und Papierschnipseln) und der Kraftaufwand, der nötig ist, dieses schwere Metallobjektiv dermaßen zu zerstören, muß schon sehr groß gewesen sein. Was mache ich nun, wenn UPS sich weigert, zu zahlen? Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.


Angefügte Bilder:
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Kwashiorkor

RE: UPS und wie sie mein Objektiv zerstörten

#2 von Dr. Kimble ( gelöscht ) , 30.05.2005 13:13

Hallo Kwashiorkor,

ich kann Dir zwar nicht weiterhelfen, aber mein tieftes Beileid /sad.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="sad.gif" />
Die schöööööne Linsenansammlungsröhre! (um Eckhard und seinen Autowagen zu zitieren)!

ZITAT[...] Sie hat mir dann mitgeteilt, daß das Paket unbedingt im Originalzustand erhalten sein muß, da sonst möglicherweise kein Geld erstattet werden kann. [...][/quote]

Solange das Pakett nicht irgendwelche äußeren Schäden aufwies (Druckstellen, Risse, ...), wird sich UPS da rauswinden können und der Fliegenfänger hängt dann wohl eher bei KoMi. Vielleicht ist da jemanden das Objektiv runtergefallen und hat es schnell in einem Pakett versteckt.

Würde mich echt mal interessieren, wie das ganze ausgeht.
Hoffe Du berichtest uns weiter.

Gruß
Der Doc



Dr. Kimble

RE: UPS und wie sie mein Objektiv zerstörten

#3 von Kwashiorkor ( gelöscht ) , 30.05.2005 13:27

Werd ich sicher, aber meinst Du echt, daß die mir das Geld nur erstatten, wenn das Paket äußerliche Beschädigungen aufweist? Das ist sicher nicht der Fall, denn sonst hätte es KoMi ja gar nicht erst angenommen.

So ein Mist!

Danke aber für Dein Beileid. Diese ganze Dynax 7D-Geschichte regt mich momentan nur noch brutal auf! Nicht nur, daß ich die dumme Kamera schon zum zweiten Mal in Bremen habe, nee, jetzt ist auch noch ein Objektiv deswegen draufgegangen. Super!



Kwashiorkor

RE: UPS und wie sie mein Objektiv zerstörten

#4 von joe-cool11 , 30.05.2005 13:43

Boah, herzliches Beileid. Da bin ich aber echt froh, dass meine Ausrüstung den dreimaligen Versand unbeschädigt überlebt hat.

Von den Speditionen weiß ich nur, dass wenn man beschädigte Sendungen nicht sofort reklamiert, bzw. gar nicht annimmt, die Spedition aus der ganzen Sache raus ist. Wie das bei offensichtlich unbeschädigten Sendungen ist, weiß ich nicht. Allerdings glaube ich nicht, dass die Sendung bei einem solchen Schaden unversehrt war...

Informier mal weiter, wie sich die Sache entwickelt!

Viele Grüße,

Jörg



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RE: UPS und wie sie mein Objektiv zerstörten

#5 von Dr. Kimble ( gelöscht ) , 30.05.2005 13:47

ZITAT[...] wenn das Paket äußerliche Beschädigungen aufweist? [...][/quote]

Das ist ja gerade der 'Knackpunkt'.
UPS wird sicherlich sagen, daß das Pakett 'Äußerlich' keine Spuren aufwies, somit also UPS keinen Fehler gemacht hat. KoMi wird sagen, daß das Objektiv schon defekt war. Ergo: ist der Versender der Gelackmeierte. Da Du ja schon mal geschrieben hast, daß die Annahme bei KoMi verweigert wurde, wegen nicht ausreichender Verpackung, wird man sicherlich versuchen, Dir den schwarzen Peter hinzuschieben.

Will Dir jetzt aber keine Angst machen ...

Gruß
Der Doc



Dr. Kimble

RE: UPS und wie sie mein Objektiv zerstörten

#6 von manfredm , 30.05.2005 13:50

Tja, jetzt hatst'e 'ne "Tilt-Optik" /wub.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wub.gif" />
Sorry, aber der musste raus! /ninja.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="ninja.gif" />
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, daß ein - vorher intaktes - Objektiv, wenn es sachgerecht verpackt ist, einen derart massiven mechanischen Schaden erleidet, jedenfalls nicht, ohne daß man auch dem Paket äußerlich einen massiven Transportunfall ansieht. Ich tippe da eher auf ungepolsterten Fall - wo auch immer.



 
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RE: UPS und wie sie mein Objektiv zerstörten

#7 von Kwashiorkor ( gelöscht ) , 30.05.2005 13:58

Das eigenartige dabei ist ja wirklich, daß ich diesmal das Paket so stark gepolstert hatte, wie eigentlich noch nie. Und selbst wenn dem nicht so wäre: wie groß muß denn dann die Kraft sein, um das Objektiv dermaßen zu beschädigen?

Den schwarzen Peter werden sie mir nicht unterschieben, das können sie sich gleich mal sonstwohin schieben. Das Objektiv war einwandfrei intakt und wenn sie versuchen, mir einzureden, daß es beim Versand schon defekt war, werde ich ihnen nicht mehr ganz freundlich versichern, daß sie mir zumuten sollten, selbst feststellen zu können, ob ein Objektiv in Ordnung war oder nicht. Außerdem habe ich eine Zeugin.

Ich bin auch gespannt, was da jetzt noch kommt, aber verarschen lassen werde ich mich bestimmt nicht.



Kwashiorkor

RE: UPS und wie sie mein Objektiv zerstörten

#8 von jotagamma , 30.05.2005 14:07

Das ist einer der Gründe, weshalb ich ungerne teure und empfindliche Technik versende, egal mit wem. UPS, DHL etc. werden nur zahlen, wenn man ihnen zweifelsfrei eine Schuld beweisen kann. Das sieht hier sehr schlecht aus.

Aber selbst wenn eine (Teil-)schuld vom Spediteur eingeräumt wird: Es wird nur der Zeitwert erstattet. Das wird bedeuten, daß man nur einen Bruchteil des Neuwertes erhält. /sad.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="sad.gif" />

Fazit: Versandversicherungen lohnen sich nur, wenn die ganze Sendung verschwindet. Bei Transportschäden ist der Ärger sicher.

Gruß
Joachim



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RE: UPS und wie sie mein Objektiv zerstörten

#9 von Dat Ei , 30.05.2005 14:13

Hey Kwashiorkor,

das ist jetzt eine wirklich saudumme Situation. Allerdings haben wir es in der Firma auch schoon ein paar Mal erlebt, daß Rechner mit ausgerissenen Laufwerkskäfigen (trotz Verschraubung! etc. pp. angeliefert wurden, obwohl die Pakete äußerlich unversehrt waren. Nachdem unser Lieferant ein guter Freund von mir ist, weiß ich, daß er die Ware niemals in diesem Zustand auf den Weg gebracht hat, d.h. unterwegs muß jemand die Ware unsachgemäß behandelt haben. Ein Fall aus größerer Höhe, so daß die Kartons stumpf mit den Flächen aufeinander fallen, hinterläßt keine Spuren am Karton, wohl aber an den Paketinnereien. Die Beschleunigungen, die auftreten, sollte man nicht unterschätzen.


Viel Glück bei der Klärung

Dat Ei



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RE: UPS und wie sie mein Objektiv zerstörten

#10 von enigma , 30.05.2005 14:14

Hi!
ich möchte jetzt keine schlechte Stimmung verbreiten, aber ich glaub, dass Zeitungspapier generell nicht als geeignetes Verpackungsmateial gilt, egal, wie viel davon drin is... das geistert mir irgendwie im hinterkopf rum (kA wo ich das mal gelesen hab...), sodass ich immer auf der Suche nach den Styropor verpackungschips bin...



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RE: UPS und wie sie mein Objektiv zerstörten

#11 von Kwashiorkor ( gelöscht ) , 30.05.2005 14:22

Nun, das Zeitungspapier war ja nicht das einzige. Wie gesagt, ich hatte noch Luftpolstertüten und ne Menge Papierschnipsel drin. Und alles so verpackt, daß es sich nicht mehr bewegen konnte.

@Dat Ei: Danke, das werde ich anscheinend brauchen. Ich habe nicht viel Hoffnung, aber vielleicht geschieht ein Wunder und die Leute von KoMi werden sich mit den Leuten von UPS mal auseinandersetzen. Oh je.

@jotagamma: Die Versandkosten hat zum Glück Minolta übernommen (auch die Transportversicherung) sonst wär ich UPS noch mehr auf's Dach gestiegen. Erst Versicherung abkassieren und dann nicht zahlen wollen. So ne K****!

Falls ich kein Geld kriegen sollte, werde ich die Dynax 7D wieder zurückgeben, egal, ob sie funktioniert, oder nicht und mir für das Geld ein schönes Objektiv kaufen. Denn mit dem Digitalglump hat der ganze Ärger ja angefangen.



Kwashiorkor

RE: UPS und wie sie mein Objektiv zerstörten

#12 von Kwashiorkor ( gelöscht ) , 30.05.2005 14:51

Habe gerade eine e-mail von Minolta erhalten, in der sie mir mitteilten, daß das Paket leider nicht aufbewahrt wurde. Herrlich, jetzt wird's richtig lustig mit UPS.



Kwashiorkor

RE: UPS und wie sie mein Objektiv zerstörten

#13 von klaga , 30.05.2005 15:02

Hallo Kwashiorkor,
erstmal mein Beileid.
ich hoffe für Dich, das Du den Schaden ersetzt bekommst.
Denn so wie ich laut Deinen Beiträgen vernehme hat die Verpackung nicht ausgereicht.
Hast Du das Objektiv im Originalkarton versand oder hast Du es lose im Karton zu Minolta geschickt?
War der Versandkarton ein geprüfter Karton eines TransportUnternehmens,oder vieleicht ein alter Karton aus dem Supermarkt?
Hast Du einen Zeugen,der bestätigen kann daß,das Objektiv noch intakt war?
Wenn Du alle fragen eindeutig mit Ja beantworten kannst,hast Du Chancen auf Entschädigung,ansonsten sehe ich schwarz für Dich. /sad.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="sad.gif" />

Aber ich kann Dich trösten ich hatte auch mal vor Jahren ein Sigma 70-210mm,das hat sich in der Fototasche in seine Einzelteile aufgelöst. Ich habe es weder fallen gelassen,noch sonst was damit angestellt.
Es wurde mir von Sigma auch kostenlos repariert /good.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="good.gif" />
Seitdem bevorzuge ich nur noch Originalobjektive und da bin ich bisher noch nicht enttäuscht worden. /good.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="good.gif" />

Klaus



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RE: UPS und wie sie mein Objektiv zerstörten

#14 von klaga , 30.05.2005 15:05

Zitat von Kwashiorkor
Habe gerade eine e-mail von Minolta erhalten, in der sie mir mitteilten, daß das Paket leider nicht aufbewahrt wurde. Herrlich, jetzt wird's richtig lustig mit UPS.


Das ist doch super für dich,jetzt hat Minolta den schwarzen Peter und die müssen Dir den Schaden ersetzten.
Vieleicht hat es da ja Jemand fallen gelassen.

Klaus



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RE: UPS und wie sie mein Objektiv zerstörten

#15 von Kwashiorkor ( gelöscht ) , 30.05.2005 15:18

Und wie soll ich denen das beweisen oder wie regeln? Das Paket habe ich sozusagen als Zweitbenutzer verwendet, ich hab darin schon was zugeschickt bekommen, weiß aber leider nicht mehr, was.

Und lose war das bestimmt nicht, es war, wie ich oben geschrieben habe, mehrfach gepolstert. Originalverpackung hatte ich leider nicht, denn das Objektiv war gebraucht. Eine Zeugin habe ich, wie schon geschrieben, auch.

Also wie jetzt mein Geld bekommen?



Kwashiorkor

   


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