RE: Extreme Objektivkorrekturen in der Sony DSC-RX100

#16 von Reisefoto , 24.10.2012 09:09

Da kommt Sony mit einer Kamera mit einer Bildqualität, von der man im Kompaktkamerabereich bisher nur träumen konnte (und mit der auch so manche DSLR nicht mithalten kann) und dann finden sich doch glatt Zweifler (ich meine nicht das Startposting), denen es nicht recht ist, wie die Kamera das erreicht. In diesem Punkt halte ich es ausnahmsweise mal wie Birne: Wichtig ist, was hinten raus kommt!


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RE: Extreme Objektivkorrekturen in der Sony DSC-RX100

#17 von Panflam , 24.10.2012 15:54

Ist doch klar daß in einem Forum in dem so viele analoge Fotografen unterwegs sind solche `Selbst-Korrigierenden-Aufnahmegerät' auf eine gewisse Kritik stoßen. Damit kann jeder Anfänger/in nach kurzer Einarbeitungszeit hervorragende Bilder schießen, warum auch nicht!
Aber mit Fotografie im herkömmlichen Sinne als Beruf oder Kunst oder als Hobby das man mit Ergeiz betreibt und mit anderen austauscht hat das dann mMn wenig zu tuen.

@Reisefoto: Warum so dünnhäutig in letzter Zeit wenn Sony-Artikel kritisiert werden, oder empfinde ich das nur so?

Gruß Jörg



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RE: Extreme Objektivkorrekturen in der Sony DSC-RX100

#18 von matthiaspaul , 24.10.2012 17:08

ZITAT(Panflam @ 2012-10-24, 15:54) Aber mit Fotografie im herkömmlichen Sinne als Beruf oder Kunst oder als Hobby das man mit Ergeiz betreibt und mit anderen austauscht hat das dann mMn wenig zu tuen.[/quote]
Ich denke, wir müssen hier zwei Sachen auseinanderhalten:

- Software-Korrekturen, die deterministisch immer gleich nach streng mathematischen Regeln arbeiten und als integraler Bestandteil der Objektivrechnung anzusehen sind.

- Nachbearbeitung eines Bildes, um eine Aufnahme zu optimieren (Horizont, Ausschnitt, stürzende Linien, Retusche, Belichtungskorrekturen, Kontrastanpassungen, Farbe, Schärfe etc.) oder bestimmte Effekte zu erzielen.

Das, was Du meinst, bezieht sich meiner Ansicht nach nur auf den zweiten Punkt. Wovon hier in diesem Thread aber die Rede ist, ist der erste Punkt.

Viele Grüße,

Matthias


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RE: Extreme Objektivkorrekturen in der Sony DSC-RX100

#19 von Reisefoto , 25.10.2012 00:51

ZITAT(matthiaspaul @ 2012-10-24, 16:08) Ich denke, wir müssen hier zwei Sachen auseinanderhalten:

- Software-Korrekturen, die determinstisch immer gleich nach streng mathematischen Regeln arbeiten und als integraler Bestandteil der Objektivrechnung anzusehen sind.

- ...

Wovon hier in diesem Thread aber die Rede ist, ist der erste Punkt.[/quote]
Sehr gut beschrieben, so sehe ich das auch.

ZITAT(Panflam @ 2012-10-24, 14:54) @Reisefoto: Warum so dünnhäutig in letzter Zeit wenn Sony-Artikel kritisiert werden, oder empfinde ich das nur so?[/quote]

Es kommt mir auch so vor. Entweder bin ich einfach genervter, oder die Art der Kritik hat sich geändert. Es kommt mir derzeit so vor, dass egal was Sony macht, immer und häufig auch grundlos genörgelt wird. Bei der RX100 hat Sony aus meiner Sicht nahezu alles richtig gemacht und eine Kamera präsentiert, die die Konkurrenz weit hinter sich lässt. Dann wird der interessante Punkt der Objektiveigenschaften und der internen Korrektur diskutiert und schon wird ein Haar in der Suppe gesucht. Dass andere Hersteller auch interne Korrekturen vornehmen (das ist jasogar schon bei den DSLRs der Fall und Sony war nicht die erste Firma die das einführte), aber bei weitem nicht eine so gute Qualität wie die RX100 liefern, die nebenbei auch ein vorbildliches Benutzerinterface hat, bleibt außen vor. Statt dessen wird die negative Energie auf einem Nebenschauplatz abgeladen.

Sony bringt derzeit Kameras, Verbesserungen und Innovationen auf den Markt, die beachtlich sind. Sony ist vom Hinterherhecheln (und der leider vom Markt kaum honorierten Führerschaft in einign Bereichen, wie z.B. dem Sucher der A900) auf die Überholspur gegangen. Mit der Vollformatinitiative und dem Aufbau eines Profiservices werden weitere Zeichen gesetzt (hier aber nicht mehr als bei den großen Konkurrenten). Das sollten wir würdigen und konstruktiv begleiten. Dazu gehören für mich unbedingt Verbesserungsvorschläge an Hard- und Firmware, aber weniger Weltschmerz und allgemeines Frustablassen. Letzteres führt dazu, dass die vielen Vorteile der neuen Kameras übersehen werden und statt dessen teilweise unerhebliche oder vergleichsweise geingee Nachteile im Vordergrund stehen. Das ergibt ein verzerrtes Bild.

Als wirklichen Fehler sehe ich nur den scheinbaren Komplettausstieg aus dem optischen Sucher im Vollformat. Hinzu kommt, das zu einem ernstzunehmenden Vollformatsystem auch ein brauchbares Reisezoom gehört (z.B. f4 24-105 bzw. 120mm). Die letzten Wochen meiner derzeitigen Reise haben mich wieder davon überzeugt, dass ich eine A77 mit dem Zeiss 16-80 einer Vollformatkamera mit einem f2,8 24-70mm eindeutig vorziehe. Sony kann aber weder das Geld für die Entwicklung und die Produktionsstätten noch die Experten für den Ausbau der Objektivpalette herbeizaubern. Geben wir ihnen also noch etwas Zeit (wie schon seit vielen Jahren) und machen wir weiterhin Druck, aber konzentriert an den richtigen stellen.


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RE: Extreme Objektivkorrekturen in der Sony DSC-RX100

#20 von Itscha , 25.10.2012 11:19

ZITAT(Reisefoto @ 2012-10-24, 23:51) Es kommt mir auch so vor. Entweder bin ich einfach genervter, oder die Art der Kritik hat sich geändert. Es kommt mir derzeit so vor, dass egal was Sony macht, immer und häufig auch grundlos genörgelt wird.[/quote]

Es gibt zwei Arten von Nörglern:
Diejenigen, die grundsätzlich mit dem Sonysystem recht zufrieden sind, aber einige Sachen einfach nicht akzeptieren können oder wollen. Das ist für mich völlig in Ordnung. Da kann ich mit leben, auch wenn diese Kritik, wenn sie in JEDEM Thread auftaucht, schon etwas "anstrengendes" hat. Und dann gibt es natürlich auch immer berechtigte Kritik. Gehört nicht nur dazu, sondern ist auch wichtig um sich z.B. als Neueinsteiger vorherin den Foren richtig informieren zu können.

Daneben gibt es ein paar Leute, die offensichtlich hier und nebenan nur Mitglied sind, um sich bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit theatralisch an den Kopf zu fassen, und ein gequältes "Was hat Sony sich denn dabei schon wieder gedacht?" hervorzupressen. Diese Art von Kritik ist es, die mir so langsam den Spaß raubt. Das nervt. Und zwar nicht zu knapp. Eigentlich wäre es angebracht, sowas zu ignorieren. Das ist aber schwer.


Gruß,

Itscha

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RE: Extreme Objektivkorrekturen in der Sony DSC-RX100

#21 von ddd , 26.10.2012 02:55

moin,

um wieder etwas konstruktiver zu werden, hier das versprochene Bild des Linsenschnitts. Ist vom Beamer abfotografiert und musste daher heftig durch die EBV-Mangel, aber für einen Eindruck reicht es:
[attachment=11883:rx100_ue...DSC09887.jpg]
Es zeigt das Objektiv bei Fokus auf unendlich, die Nahgrenzen-Stellung habe ich verpasst. Die Brennweite ist wohl am "langen Ende".
Aufbau ist 7 Elemente in 6 Gruppen, 8 asphärische Oberflächen (1, 2, 6, 7, 11, 12, 13, 14) an 4 Elementen.
Wieviele Bewegungsgruppen es sind, ist nicht bekannt, und auch nicht die Zuordnung der Linsen zu diesen Gruppen und welches die Fokus- und die Zoom-Gruppe(n) sind.

gruesze, thomas


wieder da ...

Angefügte Bilder:
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 f125t32796p291943n1.jpg 

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RE: Extreme Objektivkorrekturen in der Sony DSC-RX100

#22 von matthiaspaul , 30.03.2014 22:07

ZITAT(ddd @ 2012-10-26, 1:55) hier das versprochene Bild des Linsenschnitts.[/quote]
Danke, Thomas!

Vgl. auch: http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=291545 SAL-50F14Z

Viele Grüße,

Matthias


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