RE: Tamron 90mm Makro als Portraitobjektiv?

#1 von S?nke Henning , 24.11.2007 21:20

Hallo,

das oben genannte Objektiv gibt es für unter 400 Euro. Es wird zuweilen auch als "Portrait-Makro" bezeichnet, nicht zuletzt deswegen, weil es seine max. Schärfe schon bei etwa f:4.0 erreicht. Die hervorragende Schärfe wird von vielen Tests belegt; ich zweifle also nicht daran. Mit geht es um die Handhabbarkeit im Bereich der Portrait-Fotografie. Drum meine Fragen:

1. Reicht f:2.8? Tatsächlich ist wohl eher von f:3.0 auszugehen, also 1/3 weniger max. Blendenöffnung.
2. Lohnt sich die 2/3 Blende-Differenz im Vergleich zu meinem 28-135mm, das auch bei Offenblende (f:4.0) schon recht scharf ist?
3. Wie schnell ist der Autofokus? Reicht er auch für Portraits auf der Straße, wo es schnell gehen soll?
4. Auch das 50 f:1.4, das ich in der 1. Version besitze, eignet sich am 1,5 Crop (7D, nächstes Jahr vielleicht A-700) recht gut für Portraits; man muss allerdings näher ran bzw. bekommt ein wenig mehr vom Menschen aufs Foto. Auch hier wären Erfahrungsberichte (von Leuten, die beide Objektive, vielleicht auch das f:1.7 besitzen) hilfreich.

Nochmals: Die Fragen beziehen sich ausschließlich auf Portraits. Makrofotografie interessiert mich nicht wirklich. Portraits mag ich besonders dann, wenn der Hintergrund möglichst unscharf aufgelöst ist. Angeblich bietet das Tamron ja ein schönes Bokeh.
Vielleicht kann auch jemand Beispielbilder einstellen?

Herzlichen Dank für eure Antworten.

Henning


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RE: Tamron 90mm Makro als Portraitobjektiv?

#2 von Alison , 24.11.2007 21:43

Hallo Henning,

ich benutzte das Objektiv (genauer gesagt den Vorgänger) an einer analogen Dynax und es ist definitiv mein Lieblingsobjektiv für Portraits. Ich hätte allerdings gelegentlich gerne auch noch ein längeres so um die 130 mm, die Funktion hätte es dann wohl an deiner Dynax 7D.

Was sehr gut ist der breite Fokusring. Gerade bei Portraits empfinde ich das manuelle Scharfstellen mit diesem Objektiv als sehr angenehm.

Gruß,

Alison


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RE: Tamron 90mm Makro als Portraitobjektiv?

#3 von weberhj , 24.11.2007 23:02

Hallo Henning,

Zu:
1. In meinen Augen reicht die Lichtstärke von f2.8 des Tamrons weil es da bereits richtig gut ist.
Für Portraits (auch sonst) reichen die Freistellensmöglichkeiten sehr gut aus.
Mehr Lichtsärke bringt in der Praxis meist auch nichts mehr, weil dann die Tiefenschärfe schon zu extrem gering ist.
2. Ja das Tamron eignet sich besser als das 28-135 wenn man eben kein Zoom braucht, das Bokeh ist beim Tamron auch 1A.
3. Fokus ist bei mir an der A100 deutlich langsamer als z.B. beim CZ16-80, an der A700 ist es spürbar schneller. Für Portraits
hat aber auch an der A100 die Fokussiergeschwindigkeit immer mühelos gereicht, wobei ich aber auch ganz gern auf
manuell umschalte, aber nur um die maximale Schärfe da hin zu bekommen wo ich sie haben will. Es ist dann langsam,
wenn man in den Makrobereich hineingeht, das ist aber logisch weil da die Verstellwege ja auch entsprechend groß sind.
Dafür stellt es aber mit Autofokus sehr exakt scharf.
4. Das 1.4 und das 1.7 50mm hab ich auch aber das Tamron ist mir für Portaits deutlich lieber.
Reihenfolge ganz klar Tamron vor 1.4 ganz knapp vor 1.7.

Das Tamron SP ist wirklich ein erstklassiges Objektiv. Nur im wirklichen Makrobereich ist es einen
winzigen Hauch (wirklich absolut minimal) hinter meinem alten MD Macro Rokkor 1:4 100mm
(an einem linsenlosen SR-AF Adapter betrieben) zurück.

Klare Empfehlung für das Tammy von mir.


In the mind of Minolta...


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RE: Tamron 90mm Makro als Portraitobjektiv?

#4 von S?nke Henning , 25.11.2007 18:41

Danke für die Rückmeldungen. Schade aber, dass es anscheinend nur einen User gibt, der Erfahrungen mit dem oben genannten Objektiv an einer digitalen SLR mit 1,5x Crop gemacht hat.

HGvH


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RE: Tamron 90mm Makro als Portraitobjektiv?

#5 von T.Hein , 26.11.2007 16:54

ZITAt (Sönke Henning @ 2007-11-25, 18:41) Danke für die Rückmeldungen. Schade aber, dass es anscheinend nur einen User gibt, der Erfahrungen mit dem oben genannten Objektiv an einer digitalen SLR mit 1,5x Crop gemacht hat.

HGvH[/quote]
Erfahrung mit der DI-Version an der 7D hab ich auch, aber nur im Macrobereich und da halte ichs für überragend gut.
Den Vergleich mit dem 4/100 am entlinsten Adapter hab ich auch gemacht, seh da die Vorteile aber beim Tamron.
Portraits hab ich halt noch keine damit gemacht.

MfG T.Hein


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RE: Tamron 90mm Makro als Portraitobjektiv?

#6 von sendogan67 ( gelöscht ) , 26.11.2007 18:40

hii,
ich befinde mich gerad an dem selben punkt der entscheidung welches objektiv ich mir zulegen sollte...
ich habe die Dynax 7d und mir geht es eigentlich auch nur um protrait aufnahmen! und ne 90er 0der mehr brennweite finde ich eigentlich perönlich schon zu viel... so weit weg will ich mich auch nicht gerade vom model weg stellen... ein 50er ist glaube ich da etwas besser geeignet.
eben habe ich in einem forum gelesen, das einer der meinung war das die makro objektive eigentlich zu scharf abbilden... und das das auch nicht immer erwünscht ist...
mal sehen zu was ich mich entscheide.../smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" /> tierchen zu fotografieren denke ich eher nicht! ich will halt menschen fotografieren und dann werde ich wohl eher zu einem 50er mit 1,7 greifen.
mfg


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RE: Tamron 90mm Makro als Portraitobjektiv?

#7 von Schmetterling im Eis , 26.11.2007 19:12

hm, ich verstehe nicht so ganz, warum du ein Macro für Portrait verwenden willst. Ist denn die maximale Schärfe das, was man bei schönen Porträits will? Ich meine doch, man will eben nicht diese brutale Schärfe!? Das ist aber vielleicht nur meine Meinung.

Und da würde ich eher in Richtung 1,4/85 luken. Allerdings hab ich keine Ahnung was das gebraucht kostet.
Oder aber ein altes 2/100.

vielleicht verfehle ich aber auch grandios diesen Fred ;-)

Mfg
Marian


"man muss daran glauben, dass da etwas wervolles herauskommt und nicht, dass man es hinterher am Computer schönt"
Jim Rakete


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RE: Tamron 90mm Makro als Portraitobjektiv?

#8 von Noelle , 26.11.2007 19:40

Hallo!

Ich habe mich auch schon ausgiebig mit dem Tamron 90 2,8 beschäftigt. Ich habe analog meine meisten Portraits mit 135mm gemacht (wahrscheinlich auch weil ich kein 85 habe /tongue.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="tongue.gif" /> ) und fand die Brennweite immer ganz angenehm.
Die Schärfe ist wohl Geschmackssache, ich finde es gibt sehr gute knackscharfe Portraits aber auch sehr schöne weiche. Ich für meinen Teil würde mir auch lieber ein knackscharfes Objektiv zulegen. Das Tamron wird wohl auch das nächste Objektiv sein, das ich mir anschaffe.
Bisher habe ich viel gutes über das Objektiv gelesen auch und grade in Bezug auf Portraits. Ich konnte es bisher leider nur mal kurz testen und war ziemlich angetan. Meiner Meinung nach gibt es für den Preis! nichts besseres!

Gruß
Niels

PS: Ich denke eine Blende von 2,8 ist ausreichend für (fast alle) Portraits!


ein kleiner Teil meiner Bilder bei Picasa


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RE: Tamron 90mm Makro als Portraitobjektiv?

#9 von S?nke Henning , 26.11.2007 22:51

Ärgerlich ist ja, dass die 2.0-Serie (ich denke an diesem Fall an das 100 2.0) offenbar nicht wieder aufgelegt wird. Stattdessen beschert uns Sony mit dem Zeiss 85 1.4 eine Neuauflage des viel gelobten Minolta 85 1.4 - gerade so, als ob sich irgend jemand über dessen Qualität mal beschwert hätte. Umgekehrt hab ich auch noch keine Jubelschreie hinsichtlich des Zeiss gehört - vielleicht deshalb, weil 1.300 Euro doch ne Stange Geld sind, für das sich manch einer einen noch halbwegs ordentlichen kleinen Gebrauchtwagen kauft.

Hätte ich eine C... oder N..., wäre die Sache einfach. Für 920 (! Euro weniger bekomme ich dort ein 85 1.8. Und mal ehrlich - wer siehts denn den Bildern an? Ok ok, der eine oder andere Profi wird das vielleicht ein wenig anders sehen. Aber für den ambitionierten Amateur tut sich hier eine riesige Lücke auf. Sonys Objektiv- bzw. Preispolitik treibt die Preise für (gebrauchte) 85er und 100er dermaßen in die Höhe, dass man für solche Teile mittlerweile mehr zahlt als den ehemaligen Neupreis - oder ein neues Objektiv bei den beiden Mitbewerbern. Für den Preis eines gebrauchten uralten Minolta 100 2.0 bekomme ich bei C... oder S... ein neues Objektiv mit Garantie.

Die mittlere Preisklasse gibt es bei Sony nicht mehr. Stattdessen hat man nahezu alle höherwertigen Objektive kräftig im Preis angehoben. Preislich gesehen gibt es für die A-700 nur wenige adäquate Objektive. Kostproben gefällig? Ich suche mal Objektive heraus, wie ich sie habe bzw. sie mir gefallen würden:
(Preise jeweils von der Online-Seite von Foto Koch, nur so als Richtschnur)

20 2.8: C 469,- N 549,- S 725,-
35 2.0: C 236,- N 309,- S 1425,- (für das 1.4, weil 1.8 oder 2.0 nicht vorhanden)
50 1.4: C 344,- N 279,- S 359,-
85 1.8: C 379,- N 379,- S 1299,- (für das 1.4, weil 1.8 oder 2.0 nicht vorhanden)
ca. 12-20 4-5,6: C 677,- N 1028,- S 599,-
ca. 80-200 2.8: C 1249,- N 996,- S 2399,-
ca. 100-400 4-5,6: C 1479,- N 1367,- S nichts dergleichen derzeit im Sortiment

Gut, ich weiß, nicht alle Objektive sind gleich in der Qualität. Das schwächste 35er ist wohl das C, das S 20er rechtfertigt aber auch nicht den Preis. Das S 11-18 dürfte wiederum das schwächste im Vergleich sein. Auch die Qualität des S 50er 1.4 rechtfertigt nicht den höchsten Preis im Feld. Tatsache ist aber, dass wohl kaum einer der hier Anwesenden einen Unterschied zwischen diesen Objektiven auf 20x30 Abzügen sehen wird. Jedenfalls: Bei allen genannten Festbrennweiten kommt mich Sony am teuersten, ebenso beim beliebten (aber, seien wir ehrlich, bei S unerschwinglichen) 80-200, während in der Kategorie 100-400 nichts (Neues) im Sony-Regal zu finden ist.

Dabei muss ja keines der fehlenden Objektive neu berechnet werden! Es gab sie doch schon längst! Oder hat sich irgendjemand über die Qualität des 35 2.0, des 100 2.0 oder des 100-400 APO beschwert? Dann muss ich wohl was verpasst haben.

Kurz: Wer aufs Geld achten muss, geht am besten zu C... oder N... Wer nicht aufs Geld achten muss, geht eh zu Canon - wegen Vollformat.

Fazit: Sonys Preispolitik empfinde ich als Unverschämtheit, gerade auch gegenüber den treuen KoMiKern, die so lange gewartet haben. SO gewinnt man keine neuen Kunden - und verliert noch alte dazu. Wer weiterhin formuliert (wie vor ein paar Tagen hier im Forum) "Sony, d.h. wir", der ist und bleibt wohl ein Komiker. Und das ist kein Kompliment, sondern so gemeint, wie Sony "uns" behandelt.

HGvH


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RE: Tamron 90mm Makro als Portraitobjektiv?

#10 von tatatu , 27.11.2007 00:06

ZITAt (Sönke Henning @ 2007-11-26, 22:51) Tatsache ist aber, dass wohl kaum einer der hier Anwesenden einen Unterschied zwischen diesen Objektiven auf 20x30 Abzügen sehen wird.[/quote] Bei den paar direkten Vergleichen (die ich gesehen habe) zw. D200 und A100 mit jeweils den lichtstärksten Objektiven der betreffenden Brennweite hat die Sony-Kapelle vorne gespielt. Abgeblendet haben sich die Unterscheide aufgehoben. Es waren nur ein paar Bilder, aber ich glaube mit 35mm, 50mm und 85mm aufgenommen. Aber frag bitte nicht, wo das war ... ist lange her.
Die Unterschiede waren so, dass man sie auf einem 20x30Print (immerhin in etwa volle Größe der 10MP bei 300dpi) ganz sicher sieht.

ZITATWer weiterhin formuliert (wie vor ein paar Tagen hier im Forum) "Sony, d.h. wir", der ist und bleibt wohl ein Komiker.[/quote] Damit zitierst Du nun ausgerechnet einen der diesbezügl. kritischsten Köpfe hier im Forum. Du hast vermutlich nicht wirklich verstanden, wie es gemeint war.


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RE: Tamron 90mm Makro als Portraitobjektiv?

#11 von marcx88 , 27.11.2007 01:35

Hier der Vergleich der 85er: klick


Liebe Grüße
Marcus


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RE: Tamron 90mm Makro als Portraitobjektiv?

#12 von T.Hein , 27.11.2007 09:23

ZITAt (Sönke Henning @ 2007-11-26, 22:51) Ärgerlich ist ja, dass die 2.0-Serie (ich denke an diesem Fall an das 100 2.0) offenbar nicht wieder aufgelegt wird. Stattdessen beschert uns Sony mit dem Zeiss 85 1.4 eine Neuauflage des viel gelobten Minolta 85 1.4 - gerade so, als ob sich irgend jemand über dessen Qualität mal beschwert hätte. Umgekehrt hab ich auch noch keine Jubelschreie hinsichtlich des Zeiss gehört - vielleicht deshalb, weil 1.300 Euro doch ne Stange Geld sind, für das sich manch einer einen noch halbwegs ordentlichen kleinen Gebrauchtwagen kauft.


HGvH[/quote]
Bei eBay wird gerade ein 2,0/100 verkauft.

Thomas


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RE: Tamron 90mm Makro als Portraitobjektiv?

#13 von S?nke Henning , 27.11.2007 15:45

Schon gesehen. Wetten, dass es für deutlich über 400 Euro weggeht?
Kennt jemand den ehemaligen Verkaufspreis?

HGvH


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RE: Tamron 90mm Makro als Portraitobjektiv?

#14 von S?nke Henning , 27.11.2007 16:41

Übrigens hab ich, dem Link folgend, nicht den Eindruck gehabt, dass das Zeiss schärfer abbildet als das Minolta 85 1.4. Nun weiß ich wohl, dass Schärfe nicht das einzige Kriterium bei der Beurteilung eines Objektives ist bzw. sein sollte. Aber wer so viel Geld (ca. 450 Euro) neuerdings obendrauf packen muss und zudem ein so lichtstarkes Objektiv sucht, für den ist ja gerade die Schärfe bei Offenblende ein ganz wichtiges Kriterium. Nochmals stellt sich mir die Frage, warum Sony das Minolta durch das Zeiss ersetzen musste - und gleichzeitig keine günstige Alternative im Bereich 1.8/2.0 herausbringt. Man denkt dort wohl, die bisherigen (Konica)Minolta-Besitzer ließen sich ausquetschen. Ich hoffe sehr, dass Sony sich mit dieser Einschätzung in erster Linie selbst wirtschaftlichen Schaden zufügt, um schließlich daraus zu lernen. Fragt sich nur, wer schneller zur Einsicht gelangt - bzw. zum Wechsel zu einer anderen Marke.

HGvH


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RE: Tamron 90mm Makro als Portraitobjektiv?

#15 von 01af , 27.11.2007 17:04

ZITAt (Sönke Henning @ 24. 11. 2007, 21.20 h) Reicht f/2,8? Tatsächlich ist wohl eher von f/3,0 auszugehen, also 1/3 weniger max. Blendenöffnung.[/quote]
Wie kommst du denn darauf? Wenn 1:2,8 draufsteht, dann ist auch von 1:2,8 auszugehen. Natürlich sind Abweichungen von der Nennlichtstärke möglich -- doch wenn, dann sind sie so gering, daß es sich nicht lohnt, darüber nachzudenken ... gewiß keine drittel Blendenstufe.

Und wenn 1:2,8 nicht reicht, dann ist's eben zu dunkel. Dreh die Empfindlichkeit hoch, oder stell noch einen Scheinwerfer auf, oder warte auf besseres Wetter, oder nimm ein Blitzgerät.


ZITAt (Sönke Henning @ 24. 11. 2007, 21.20 h) Lohnt sich die 2/3 Blende Differenz im Vergleich zu meinem 28-135 mm, das auch bei Offenblende (f/4) schon recht scharf ist?[/quote]
Im fraglichen Brennweitenbereich hat dein 28-135 eine Lichtstärke von 1:4,5. Das sind 4/3 Blenden weniger als 1:2,8. Ob sich das "lohnt", kannst allein du entscheiden. Das hängt ganz davon ab, was für Bilder du unter was für Umständen machen willst. Das Minolta AF 28-135 mm ist als Portrait-Objektiv nahezu unbrauchbar ... es deckt zwar den idealen Brennweitenbereich (und noch mehr) ab, doch seine Nahgrenze ist mit 1,5 m zu lang.


ZITAt (Sönke Henning @ 24. 11. 2007, 21.20 h) Wie schnell ist der Autofokus? Reicht er auch für Portraits auf der Straße, wo es schnell gehen soll?[/quote]
Keine Ahnung. Aber generell sind AF-Makroobjektive mehr auf Präzision getrimmt, was stets auf Kosten der Geschwindigkeit geht. Ich würde also vermuten, das Objektiv sei nicht das schnellste.

Übrigens -- mit schnellgeschossenen Portraits auf der Straße wäre ich an deiner Stelle vorsichtig. Stichwort: Recht am eigenen Bild. Du darfst zwar Personen im öffentlichen Raum ohne deren Zustimmung aufnehmen (in nichtöffentlichen Bereichen darfst du nicht einmal das), doch du darfst die so gewonnenen Bilder nicht ohne deren Erlaubnis veröffentlichen. Und in diesem Zusammenhang gilt bereits das Herumzeigen im Bekanntenkreise als Veröffentlichung. Ausnahmen sind z. B. Personen bei öffentlichen Auftritten (Politiker bei einer Rede, Schauspieler bei einer Premiere, professionelle oder Laienkünstler bei einer Vorstellung usw.) und deren Zuschauer, sofern diese auf dem Bild in ihrer Rolle als (aktive oder passive) Teilnehmer einer öffentlichen Veranstaltung erscheinen. Werden sie aber mit einem Teleobjektiv freigestellt und somit visuell aus dem Kontext gerissen, gilt diese Ausnahme nicht mehr.

Und du mußt achtgeben, ob du dich wirklich in einem öffentlichen Raum befindest. Viele Räume sind zwar öffentlich zugänglich, aber trotzdem kein öffentlicher Raum. Beispiele wären Bahnhöfe, Flughäfen, Ämter, Zoos, Parks, Badeanstalten, Theater, Schlösser, Kirchen, Kaufhäuser usw. Dort gibt's jeweils einen Hausherrn, und der kann das Fotografieren generell oder im Einzelfall erlauben oder verbieten.


ZITAt (Sönke Henning @ 24. 11. 2007, 21.20 h) Auch das 1:1,4/50 mm, das ich in der ersten Version besitze, eignet sich bei Formatfaktor 1,5 (Dynax 7D, nächstes Jahr vielleicht A-700) recht gut für Portraits; man muss allerdings näher ran bzw. bekommt ein wenig mehr vom Menschen aufs Foto. Auch hier wären Erfahrungsberichte (von Leuten, die beide Objektive, vielleicht auch das 1:1,7 besitzen) hilfreich.[/quote]
Mir persönlich ist ein 50er am APS-C-Format (75 mm Kleinbildäquivalent ... genau genommen eigentlich 79 mm) für Portraits eher noch zu kurz. Aber das hängt vom Arbeitsstil, dem Geschmack und der Bildabsicht ab. Man kann mit dem 50er wunderbare Portraits machen, doch für sehr eng aufgefaßte Nur-Gesichts-Portraits ist's definitiv zu kurz. Und ob 1:1,4 oder 1:1,7 -- das ist völlig wurscht. Ideal wären meines Erachtens 90 - 120 mm Kleinbildäquivalent -- also etwa 60 - 80 mm auf APS-C. Leider gibt es in diesem Bereich kaum Festbrennweiten, außer dem neuen Sigma 70-mm-Makro. Aus dem Minolta- oder Sony-Programm kommt das 85er diesem Ideal am nächsten. Ein 90er auf APS-C ist also einen Tick zu lang für meinen Geschmack, geht aber gerade noch bzw. ist ideal, wenn man es gern etwas länger mag.

Viel problematischer als die Frage der Brennweite aber ist die Abbildungscharakteristik. Die von Makroobjektiven ist für Portraits in der Regel weniger schön (zu hart). Trotzdem ... besser als ein Zoom mit unharmonischem Bokeh ist's allemal. Sehr gut geeignet wäre auch ein 50er am 1,4fach-Telekonverter oder ein Zoom mit schönem Bokeh und hinreichend kurzer Nahgrenze (wie z. B. AF 4/70-210 mm).

Das 90er Tamron ist ein prima Makroobjektiv, das nebenbei einen Zweitnutzen als Portraitobjektiv entfaltet. Doch wenn du speziell ein Portraitobjektiv wünschst und Makro für dich uninteressant ist, dann würde ich kein Makroobjektiv kaufen.

-- Olaf


Politische Korrektheit und Vernunft sind nicht miteinander vereinbar, Am-Stock-Gehen ist eine Sportart, und Minolta baut keine Kameras mehr.


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