RE: Überschärfte Erstabzüge bei DM

#1 von Alison , 15.09.2007 00:40

Hallo,

ich gebe seit mehreren Jahren unsere Filme immer zu DM (hier in Aachen) um erstmal einen Satz 9*13 Abzüge zu bekommen, der für viele Zwecke (Scrapbooking) auch schon reicht. Ich war mit der Qualität und dem Preis/Leistungsverhältniss immer sehr zufrieden.

Seit ein paar Wochen sind mir allerdings immer wieder Abzüge aufgefallen, die überschärft aussahen. Da das soweit ich weiß bei analogen Abzügen nicht möglich ist kann (wenigstens nicht da wo im Bild die Schärfeeben liegt), fing ich schon an an der Qualität meines Zooms (Minolta 28-75/2.8) zu zweifeln (ist es zu sehr auf Schärfe ausgelegt? Habe ich CAs, ...) bis ich gerade zufällig einen Erstabzug neben eine 10*15 Nachbestellung gelegt habe.

Die Nachbestellung zeigte keine übertriebenen Kontraste, so dass ich mal eine gute Lupe zu Rate gezogen habe und siehe da:

Der Erstabzug ist definitiv überschärft: man sieht z.B. am Übergang von einer dunklblauen Fläche zum bedeckten Himmel (hellblau) eine zusätzlich weiße Linie, die da physikalisch nicht hingehört und auf der Nachbestellung auch nicht da ist.

Außerdem erkennt man ein sehr feines Linienraster ... /dry.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="dry.gif" />

Man kann also davon ausgehen, dass man bei uns bei DM neuerdings keine echten Abzüge mehr bekommt, sondern ausbelichtete Scans. Vielleicht war euch das schon klar, mir nicht, ich hätte gedacht dass das Scannen noch zu langsam und teurer ist - falsch gedacht. /angry.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="angry.gif" />

Auf alle Fälle fehlt mir jetzt genau das, was ich (ja ich, was jetzt kommt ist bekanntlich Geschmackssache) an den analogen Abzügen schätze: Eine angenehme Farbwiedergabe, ein angenehmes Korn und die Abwesenheit von Artefakten. Zusätzlich ist auch die Detailwiedergabe des Scans nicht umwerfen, aber dass könnte ich bei 9*13 noch am ehesten verschmerzen.

Bleibt die Frage: Gibt es eine Alternative, die in einem ähnlichen Preisbereich liegt?

Beste Grüße von einem enttäuschten Alison


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RE: Überschärfte Erstabzüge bei DM

#2 von krog ( gelöscht ) , 15.09.2007 01:53

Naju... So "neuerdings" ist das nicht... das wirst du wohl schon einige Jahre "ertragen haben". So ziemlich alle Vergrößerungen aus nicht-Fachlaboren sind schon recht lange solche Digitale-Ausbelichtungen.

Alternative... Teures Fachlabor, was wirklich noch Farbabzüge von Hand macht. Ich erwarte aber in den genannten Größen keine Vorteile. Eher den Nachteil, dass keiner sich den Aufwand macht bei kleinen Sachen die lokale Schärfe zu erhöhen.


krog

RE: Überschärfte Erstabzüge bei DM

#3 von Alison , 16.09.2007 23:06

Hallo krog
ZITAt (krog @ 2007-09-15, 1:53) ... das wirst du wohl schon einige Jahre "ertragen haben".wand macht bei kleinen Sachen die lokale Schärfe zu erhöhen.[/quote]
Nö. Ich habe mal einen Blick auf alte die Abzüge geworfen: Eine Stichprobe ergab, dass im April 2007 die Abzüge digital waren im Herbst 2006 noch analog.

ZITAt (krog @ 2007-09-15, 1:53) Ich erwarte aber in den genannten Größen keine Vorteile.[/quote]
Ich schon, denn wie gesagt ist mir der Unterschied an solchen Formaten aufgefallen und die alten Abzüge (und die 10*15 Nachbestellung) sind besser.

Die mit bloßem Auge sichtbaren Unterschiede liegen in der Farbwiedergabe und der Überschärfung. Unter Lupe sieht man auch eine schlechtere Detailwiedergabe.

Ich habe mal versucht die Überschärfung sichtbar zu machen und beide Abzüge eingescannt. Leider schaffe ich es nicht sie hochzuladen ... ich arbeite daran. Edit: Habe gerade nachgelesen dass es am Serverupdate hängt ... also arbeitet schon wer anderes dran /rolleyes.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="rolleyes.gif" />
Edit: Bilder hinzugefügt.


ZITAt (krog @ 2007-09-15, 1:53) Eher den Nachteil, dass keiner sich den Aufwand macht bei kleinen Sachen die lokale Schärfe zu erhöhen.[/quote]
Ich verstehe leider nicht was du hier meinst: Ich möchte ja gerade keine Erhöhung der Schärfe?

Ein Blick auf die Fachlaborpreise zeigt dass ich etwa das 6-fache des Bisherigen zahlen müsste. Das ist eine ganze Menge, eigentlich suche ich doch "nur" ein Großlabor das ohne Scannen arbeitet ...

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RE: Überschärfte Erstabzüge bei DM

#4 von ingobohn , 17.09.2007 08:00

ZITAt (Alison @ 2007-09-16, 23:06) Hallo krog
ZITAt (krog @ 2007-09-15, 1:53) ... das wirst du wohl schon einige Jahre "ertragen haben".wand macht bei kleinen Sachen die lokale Schärfe zu erhöhen.[/quote]
Nö. Ich habe mal einen Blick auf alte die Abzüge geworfen: Eine Stichprobe ergab, dass im April 2007 die Abzüge digital waren im Herbst 2006 noch analog.
[/quote]
Wie willst Du das anhand eines Blickes auf die Abzüge feststellen? /unsure.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="unsure.gif" />


"Das mit dem Leben habe ich nicht so drauf. Ich sehe lieber anderen dabei zu." (Frank Goosen, So viel Zeit)


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RE: Überschärfte Erstabzüge bei DM

#5 von Alison , 17.09.2007 09:06

ZITAt (ingobohn @ 2007-09-17, 8:00) Wie willst Du das anhand eines Blickes auf die Abzüge feststellen? /unsure.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="unsure.gif" />[/quote]

Hallo Ingo,

indem ich mir die Feinstruktur mit der Lupe ansehe. Da erkennt man bei neueren Abzügen feine Linien, bei älteren das Korn. (Als "Lupe" dient mir übrigens ein alten 1.4/50 noch ohne Springblende /smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" /> ). Allerdings sehe ich die Unterscheide inzwischen auch ohne Lupe recht zuverlässig: die digitalen Bilder haben einen höheren Kontrast, einen Rotstich und (das allerdings erst seit kurzem) besagte Überschärfung.

Vielleicht noch ein bis zwei Erklärungen warum mir das so wichtig ist: Ich finde die Möglichkeiten der digitalen Fotografie faszinieren und habe schon einiges dazu gelesen, aber immer wenn ich mal ein Bild bearbeite merke ich wie schwierig es ist, das sauber hinzubekommen (ist der Weißabgleich so gut? Sollte ich die Schatten noch etwas anheben? Ist das jetzt genug geschärft? /wacko.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wacko.gif" />). Da ich noch nicht einmal einen kalibrierten Monitor habe würde das Ganze auf ziemlich viel ausprobieren herauslaufen. Da ich beruflich eh viel Zeit vor dem Bildschirm verbringe, bin ich froh, dass ich (bisher) die Fotografie weitgehen computerfrei halten konnte (o.k. dafür hänge ich dann Abends bei eBay und suche Objektive ... /happy.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="happy.gif" /> ). Ich kenne die Nachteile analoger Fotografie, keine Sorge, aber immerhin brauche ich bisher mich nicht ums Nachschärfen zu sorgen … /glare.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="glare.gif" />

Gruß,
Alison


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RE: Überschärfte Erstabzüge bei DM

#6 von krog ( gelöscht ) , 17.09.2007 11:08

Du siehst da keinen Unterschied zwischen gescanned/Digital und Analog, sondern zwischen Digital und verhunztem Digital. Wenn du die seit Jahren zu DM gibst siehst du auch seit Jahren gescannte Ausbelichtungen (ohne es zu merken /smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" /> ). DM wird denk ich auch alles an CeweColor schicken wie sehr viele.

Was dich stört ist nicht das digitale, sondern dass Cewe öfter mal Mist baut und übel verschlimmbessert. Sollte in Aachen eigentlich auch normale Fotoläden geben die günstig Vergrößerungen machen ohne es an Cewe o.ä. zu schicken. Diese werden ebenfalls wie fast überall mit Scans arbeiten, nur mit hoffentlich mehr Sorgfalt /smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" />


krog

RE: Überschärfte Erstabzüge bei DM

#7 von Neki , 17.09.2007 12:02

ZITAt (Alison @ 2007-09-17, 9:06) ZITAt (ingobohn @ 2007-09-17, 8:00) Wie willst Du das anhand eines Blickes auf die Abzüge feststellen? /unsure.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="unsure.gif" />[/quote]

Hallo Ingo,

indem ich mir die Feinstruktur mit der Lupe ansehe. Da erkennt man bei neueren Abzügen feine Linien, bei älteren das Korn. (Als "Lupe" dient mir übrigens ein alten 1.4/50 noch ohne Springblende /smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" /> ). Allerdings sehe ich die Unterscheide inzwischen auch ohne Lupe recht zuverlässig: die digitalen Bilder haben einen höheren Kontrast, einen Rotstich und (das allerdings erst seit kurzem) besagte Überschärfung. (...)
[/quote]
Hallo Alison,

ich habe keine Ahnung, wie das Labor von DM in Aachen aussieht, bin mir aber sicher, dass "digitale" Abzüge möglich sind, die nicht die von dir genannten Probleme aufweisen. Vielleicht lässt DM ja in verschiedenen Laboren arbeiten, je nach Angebot, Auslastung o.ä., und die haben unterschiedliche Einstellungen an wohlmöglich den gleichen Maschinen?

Dass die Negative gescannt werden heißt übrigens nicht automatisch, dass es sich um billige Drucke handelt - aber vielleicht hast du genau solche erhalten. Viele Maschinen lasern "das Gescannte" auf "richtiges Fotopapier", und dann geht's ab in den Entwickler, genauso wie ein normal/analog belichtetes Bild. Linien sollten da nicht zu sehen sein, wohl aber das Korn.

Die Minilab-Maschinen von Fujifilm scannen bereits seit ca. 10 Jahren, und die anderen tun das auch schon sehr lange. Langsamer und teurer ist das nicht (vermutlich kostet so eine Maschine mehr als eine vergleichbare früher, dafür verbraucht sie weniger Strom, Wasser und Chemie). Gescannt wird bei den o.g. Fujifilm-Maschinen in der Auflösung, die ausgegeben wird, also für 300dpi auf der gewählten Papiergröße. Die Parameter wie Schärfe, Kontrast, Sättigung etc. kann man einstellen, so dass es also nicht prinzipiell zu Überschärfung oder zu hohem Kontrast kommen muss. Farbstiche können bei analogen Abzügen natürlich genauso auftreten wie bei digitalen.

Gruß
Neki


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RE: Überschärfte Erstabzüge bei DM

#8 von Alison , 17.09.2007 12:21

Hallo krog, hallo Neki,

danke für die weitere Infos, jetzt sehe ich etwas klarer. Mir war immer klar, dass man von einem Großlabor keine Wunder erwarten darf, aber wie gesagt, war ich die letzten Jahre immer zufrieden und die Nachbestellungen sind ja auch immer noch o.k. Ich werde mal bei DM nachfragen, vielleicht habe ich ja Glück und erwische jemand Kompetenten. Ansonsten muss ich mir wohl angewöhnen die Bilder doch schon im Laden zu öffnen und entsprechend zurückgehen zu lassen.

Falls es nicht besser wird, begebe ich mich dann mal auf Tour duch unsere Fotoläden. Allerdings habe ich gerade mit dem bekanntesten hier bislang keine guten Erfahrungen gemacht.

Gruß,

Alison


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RE: Überschärfte Erstabzüge bei DM

#9 von klaga , 17.09.2007 14:54

Hallo ,

ich habe vor ein paar Jahren eine Besichtigung in einem Bonner Großlabor (Bonner Color) gemacht.Dort wurden alle Filme von DM, Idea usw. entwickelt und vergrößert.
Die Negativfilme wurden damals schon alle eingescannt. Das Labor gehörte damals zu Fuji und nicht zu Cewe, ob das allerdings heute noch so ist, ist mir nicht bekannt.

Übrigens gibt es doch bei DM eine OK-Garantie, man kann alle Bilder die einem nicht gefallen zurückgeben ( selbst die,die man selber verhudelt hat). /dry.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="dry.gif" />


Viele Grüße Klaus

knipst Du noch? oder fotografierst Du schon?

ich mache beides

"Wer nur einen Hammer besitzt, für den ist jedes Problem ein Nagel" (Abraham Maslow)


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RE: Überschärfte Erstabzüge bei DM

#10 von Alison , 17.09.2007 16:14

ZITAt (klaga @ 2007-09-17, 14:54) Übrigens gibt es doch bei DM eine OK-Garantie, man kann alle Bilder die einem nicht gefallen zurückgeben ( selbst die,die man selber verhudelt hat). /dry.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="dry.gif" />[/quote]
Ja, ich weiß, habe sie bisher aber nicht genutzt, weil ich es bequemer fand die Bilder zu Hause anzusehen und man manchmals auch die miesem Bilder noch brauchen kann - und sei es als abschreckendes Beispiel.

Aber wie oben schon angedeutet werde ich das wohl in zukunft anders handhaben ...

Danke und Gruß,

Alison


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RE: Überschärfte Erstabzüge bei DM

#11 von opelgt , 17.09.2007 19:39

ZITAt (klaga @ 2007-09-17, 14:54) Hallo ,

ich habe vor ein paar Jahren eine Besichtigung in einem Bonner Großlabor (Bonner Color) gemacht.Dort wurden alle Filme von DM, Idea usw. entwickelt und vergrößert.
Die Negativfilme wurden damals schon alle eingescannt. Das Labor gehörte damals zu Fuji und nicht zu Cewe, ob das allerdings heute noch so ist, ist mir nicht bekannt.[/quote]

Zumindest in NRW gehen die Filme von DM, Schlecker und Saturn nach Cewe.

Ich lasse grundsätzlich nur noch die Filme entwickeln und scanne die Filmstreifen mit meinem Coolscan ein. Falls ich Papierbilder benötige, gehen die bearbeiteten
Dateien über das Internet zu Schlecker oder DM. Dadurch entfällt das Einscannen bei Cewe und ich erhalte annähernd die gewünschten Ergebnisse.


 
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RE: Überschärfte Erstabzüge bei DM

#12 von Alison , 06.11.2007 21:46

ZITAt (opelgt @ 2007-09-17, 19:39) Ich lasse grundsätzlich nur noch die Filme entwickeln und scanne die Filmstreifen mit meinem Coolscan ein. Falls ich Papierbilder benötige, gehen die bearbeiteten
Dateien über das Internet zu Schlecker oder DM. Dadurch entfällt das Einscannen bei Cewe und ich erhalte annähernd die gewünschten Ergebnisse.[/quote]

Hallo opelgt,
danke für den Tip, ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, aber der Aufwand ist mir zu hoch: ich brauche von allen Bildern Abzüge ... (auch wenn ich die Tips die Olaf zum Scannen von Negativen gerade geschrieben bzw. verlinkt hat faszinierend sind Negative scannen).

Ansonsten:
Ich habe also die Sache mal eine Weile beobachtet: Einige Filme sind sehr gut (im Rahmen dessen was man von einem Großlabor erwarten kann) einige wie oben beschrieben überschärft.
Ich habe gerade wieder zwei Filme zurückbekommen die missraten sind. Ich werde die jetzt mal reklamieren, wenn dabei neue Erkenntnisse herauskommen, melde ich mich wieder.

Gruß, Alison

(P.S. Weiter oben habe ich jetzt zwei Beispiele eingebunden)


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RE: Überschärfte Erstabzüge bei DM

#13 von Alison , 18.01.2008 12:36

Hallo,

es gibt inzwischen ein paar neue Erkenntnisse in der Sache, die ich euch nicht vorenthalten wollte.
Ich erzähl es mal in (ungefähr) zeitlicher Reihenfolge.
Zuerst habe ich zwei Filme reklamiert und einen Brief ans Labor mit der Bitte um Erklärung beigelegt. Die Reklamation wurde auch durchgeführt, es kamen gute Abzüge mit einer netten Entschuldigung und einem neuen Film extra zurück /smile.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="smile.gif" /> - aber keine Erklärung. /sad.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="sad.gif" />

Danach habe ich mir die Abzüge der letzten Jahre noch mal angesehen und dabei den Aufdruck hinten drauf verglichen. Dort steht neben Datum und Bildnummer noch ein Code, dessen genaue Bedeutung ich nicht kenne, der aber das Labor, oder die Entwicklungsstraße oder Ähnliches auszuweisen scheint. Tatsächlich hatten alle überschärften Abzüge den Aufdruck EBO-4 (und ein Film auch EBO-3) wohingegen alle guten Abzüge die Nummern 2,5 8 oder 11 hatten. Es gab keine Ausnahmen, alle EBO-4 zeigten "digitale" Probleme (zu hohe Schärfe, zu hoher Kontrast, Artefakte) und unter der Lupe zeigte sich ein Linienmuster, genauso wie alle Bilder mit anderen Aufdrucken ausnahmslos in Ordnung waren.

Ich habe die nächsten Filme daraufhin mit dem Vermerk "bitte nicht EBO-4" abgeben … der Vermerk wurde ignoriert, es kam EBO-4 zurück /angry.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="angry.gif" /> .

Der DM Markt bei uns konnte übrigens wenig machen, allerdings waren sie auch nicht allzu glücklich weil es in letzter Zeit vermehrt zu Reklamationen gekommen war.

Daraufhin hab ich dann doch nach einem anderen Anbieter gesucht, wobei ich Farbglanz und Ähnliche immer noch als Notlösung sehe … ich glaube ja, dass die gut sind aber dafür über 1000 Euro mehr pro Jahr ausgeben …

Ich bin dann bei Ihr Platz gelandet: Im Gegensatz zu DM (CeWe) läuft da alles über Futjifilm. Die Abzüge kamen zurück … und .. [Spannung] … EBO-4. gleiches Problem /dry.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="dry.gif" />

Meine Frau hat es dann geschafft eine freundliche und kompetente Mitarbeiterin an der DM Fotohotline zu erreichen (damit rechnet man ja gar nicht mehr, oder?). Die hat bestätigt, dass die neueren Abzüge "digital optimiert" werden. Interessanter und ehrlicher Weise hat sie unsere Bedenken zu keinem Zeitpunkt versucht wegzudiskutieren, sondern konnte durchaus verstehen, dass bei einer hochwertigen anlogen Ausrüstung, die Ergebnisse schlechter sein können. Sie gab allerdings an, dass die meisten Kunden den "digitalen" Look mögen – und dass glaube ich ihr auch sofort (schärfer, bunter, besser … "boah, guck mal was aus der alten Kamera noch rauskommt, sieht ja aus wie von 'ner Digitalen".
Erfreulicherweise gibt es einen workaround: Man muss die Fototüten zusätzlich einem Servicezettel versehen (bei DM sind das so rosa Zettel, die man beim Personal bekommen kann). Ein einfacher handschriftlicher Vermerk auf der Tüte reicht nicht, denn die werden komplett automatisch verarbeitet. Diese Zettel werden z.B. auch bei Reklamationen verwendet. Den klebt man an die Tüte mit der Bitte "nicht digital optimieren". Dann kann der Kundendienst sicherstellen, dass der Film auf einer analogen Maschine landet.

Bei uns hat das jetzt schon ein paar Mal gut geklappt, einziger Nachteil ist, dass es einen Tag länger dauert.

Ich will nicht verschweigen, dass man dann auch wieder mehr die analogen Problemen hat, z.B. dass Schatten eher zulaufen, weil sie nicht digital hochgezogen werden. Dafür habe ich aber die schönen Farben (tiefgrünes Gras! wieder, der Nebel von der Wanderung im Hochmoor ist auch nicht mehr einem künstlichen Sommertag gewichen und die Äste von Bäumen sind auch wieder vollständig.

Bleibt die Frage, wie lange die analogen Maschinen noch laufen … ist wohl eine Frage der Nachfrage /wink.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="wink.gif" />

Gruß,

Alison


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RE: Überschärfte Erstabzüge bei DM

#14 von Alison , 03.04.2008 14:29

So, das war's jetzt für mich mit DM / CeWe.

Ich habe einen Brief zurückbekommen, dass analoge Abzüge nicht länger möglich sind, weil jetzt alles digital umgestellt wurde.

Es folgt dann noch ein Kommentar wie toll das neue System ist, den ich als persönliche Beleidigung empfinde, denn bei den Abzügen ist einfach alles falsch:

Hautfarbe tendiert zu rot
Rot geht ins violette
Grün ins Blaue (Grasgrün gibt es nicht)
Der Himmel ist immer zu blau und zu dunkel
Die Scanauflösung ist zu niedrig, so dass feine Konturen verloren gehen
Der Kontrast ist zu hoch
und natürlich ist alles überschärft, was bei Gesichtern eine Katastrophe ist und das Bokeh grauenhaft macht.

Ich werde das vielleicht noch mal an das Labor schreiben, nicht weil es etwas ändern wird, sondern als Abschiedsbrief.

Aber was nun? Ich fotografiere gern analog und ich brauche viele, kleinformatige Abzüge. Meine Ansprüche sind mittel, ich war ja mit analogen Großlaborabzügen jahrelang zufrieden.

Falls also jemand einen Tipp hat, wo man gute 9*13 Abzüge bekommt, ohne 20 Euro pro Film auszugeben, wäre ich sehr angetan (ich denke 5 Euro /Film wären kein Problem, meine Schmerzgrenze liegt irgendwo bei 10 Euro/Film)

Und nein: Scannen ist keine Option, das dauert mir zu lange.

Und ebenfalls nein, digital ist keine Option solange Sony nicht eine Vollformatkamera unter 1500 Euro herausbringt.

Wie gesagt, für Tips ware dankbar

Alison


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RE: Überschärfte Erstabzüge bei DM

#15 von 01af , 04.04.2008 01:01

QUOTE (Alison @ 3. 4. 2008, 14.29 h) Und ebenfalls nein, digital ist keine Option, solange Sony nicht eine Vollformatkamera unter 1500 Euro herausbringt.[/quote]
So 'n Quatsch!

Erstens brauchst du keine Vollformat-Kamera, um die Qualität deiner Kleinformat-Abzüge (der analogen wohlgemerkt) mühelos um ein Vielfaches zu übertreffen. Selbst eine gebrauchte Dynax 5D wäre ein großer Schritt vorwärts.

Zweitens -- wieviele Filme verbrauchst du denn so pro Jahr? Rechne 15 Euro pro Film (für den Film selber, die Filmentwicklung und einen Satz Abzüge, unter der Annahme, daß es analog nicht ganz so billig bleibt wie bisher), dann hätten sich die Anschaffungskosten z. B. einer Sony A700 schon nach rund 80 Filmen amortisiert. Von der höheren Bildqualität, der blitzschnellen Erfolgskontrolle und dem 100%igen Verzicht auf den Ärger mit ignoranten Laboranten, zerkratzten Negativen und falsch ausgeführten Aufträgen ganz zu schweigen. Selbst eine 3000-Euro-Kamera rechnet sich ziemlich rasch. Natürlich nur, wenn du einen Computer mit gutem Bildschirm und großer Festplatte schon hast, sonst müßtest du dessen Anschaffung noch dazurechnen.

-- Olaf


Politische Korrektheit und Vernunft sind nicht miteinander vereinbar, Am-Stock-Gehen ist eine Sportart, und Minolta baut keine Kameras mehr.


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