RE: Filtern oder nicht filtern, das ist hier die Frage

#1 von Frank , 04.01.2004 14:35

Es gibt Puristen, die sagen bloß keine Filter!
... und generell sollte man bei Personen eigentlich überhaupt gar keine Filter benutzen, außer ggf. Weichzeichner.

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Vielen Dank für diesen Beitrag an Dynax 7top (Marcus)!


Ich führe nachfolgend auf, warum und welche Filter ICH bisher an meiner A-SLR benutzte:

1. Mein Hauptfilter für ALLE Objektive ist ein Skylight 1a (oder 1b). Er soll in erster Linie die Frontlinse des jeweiligen Objektives schützen und gleichzeig den Bildern einen etwas wärmeren Charakter geben.
Skylightfilter sind leicht rosa eingefärbt.

Früher benutzte man UV-filter, heute jedoch brauchen neue Objektive aufgrund ihrer besseren Glasvergütung (ED, LD, SD, APO etc.) einen solchen UV-Filter eigentlich nicht mehr. Jetzt setze ich wieder welche für meine DSLR zum Schutz der Frontlinse ein.

2. Für die meisten meiner Objektive (Brennweiten) habe ich einen Polarisationsfilter (kurz: Polfilter).
Der Polfilter nach Kaesemann von B&W ist einer der besten auf dem Markt. Die Verarbeitung ist einfach super und der Effekt ist genial!

Ein Kaesemann-filter ist besonders "gerechnet", sodaß irgendwie die Farben kräftiger und wärmer rüberkommen als bei herkömmlichen Polfiltern. Außerdem ist er gegen äußere Einflüsse versiegelt.


3. Warmfilter 81b. Diesen Filter benutze ich gelegentlich in "tiefen" Schatten oder an bedeckten Tagen. Dieser Filter ist recht rötlich gefärbt, daher ist er nur für ganz bestimmte Situationen geeignet und sollte mit Vorsicht eingesetzt werden.

Rote Farbtöne bei z.B. Felslandschaften oder herbstlichem Blättern können damit sehr schön verstärkt werden. => Dank EBV überflüssig für eine DSLR!

4. Neutralgrauverlaufsfilter in Verbindung mit Cokin P Filterhalter (49 – 82mm Filtergewindedurchmesser). Diese dienen dazu helle Zonen wie z.b. Himmel bei der Belichtung x-Blendenstufen "zurückzuhalten" und somit die hell/dunkel Kontraste zu reduzieren, was sich besonders bei Diafilmen bemerkbar macht. Ich benutze hier SingRay ND-filter, weil sie qualitativ super sind und weil sie länger als z.b. Cokinfilter sind und sich dadurch bessser positionieren lassen als quadratische Filter.

Von den runden Schraubfiltern kann ich hier nur abraten, da man die Verlaufslinie nicht frei im Bild positionieren kann und man immer nur eine 50/50 Einteilung hat. => auch weiterhin nützlich für DSLRs

5. Nahlinsen sind eigentlich keine "richtigen" Filter, werden aber auch auf ein Objektiv aufgeschraubt (auch in Kombination). Sie setzen die Naheinstellgrenze eines Objektives herunter, vergrössern um einen Faktor "x" und erlauben somit einen kostengünstigen Einstieg in die Nah- bzw. Makrofotografie. Es empfielt sich hier auf qualitativ hochwertige, 2-elementige Linsen zurückzugreifen (z.b. Canon, Nikon, Minolta oder B&W). Ich benutzte Minolta # 0,1, & 2, die leider nur in den Durchmessern 49 und 55mm erhältlich sind. => auch weiterhin nützlich für DSLRs

6. Es gibt noch viele weitere Effektfilter, die aber nur sparsam eingesetzt werden können. Kürzlich habe ich einige gebrauchte Effektfilter recht billig "zum Spielen" erworben:
darunter ein Weichzeichner. Diesen setze ich für Portraits und auch schon mal für Landschaftsobjekte ein. => Dank EBV überflüssig für eine DSLR!

7. gleiches gilt für einen Centerspotfilter, bei dem nur die Bildmitte scharf wiedergegeben wird. => Dank EBV überflüssig für eine DSLR!

8. Gitterfilter gibt es in vielen Variationen, und kommen hauptsächlich bei Nachtaufnahmen zum Einsatz. Lichtquellen die im Bild einhalten sind werfen sternartige Lichtstrahlen. => weiterhin nützlich für digital?

9. Für Sonnenauf- und -untergänge möchte ich noch Sepia- oder ähnliche farbige Verlaufsfilter ausprobieren, bisher nie recht die Gelegenheit gehabt... => auch weiterhin nützlich für DSLRs

Was die Markenauswahl angeht, so nutze ich bisher bis auf wenige Ausnahmen B&W, einige Hoya Pro1 (extra dünn für Weitwinkel <24mm um Randabschattung zu vermeiden) und Minolta Filter.
Die Hoyas lassen sich nicht so angenehm schrauben wie die B&W oder Minoltas. Letztere sind aus Messing (=schwerer) und verkanten weniger. Dennoch zähle ich auch die Hoyas zu den besseren Filtern!
Wichtig ist es mehrfach vergütete Filter zu wählen (HMC, SHMC oder MRC etc.), sie sind qualitativ etwas besser und verdrecken auch etwas weniger (antistatischer?).

Zusatzinfo:
Zitat:
B&W: Was ist anders am Polfilter nach Käsemann? Aus dem Angebot der B+W Polfilter hat die Ausführung nach Käsemann die höchste optische Qualität. Die Polfolie ist farbneutraler, der Wirkungsgrad (Löschung störender Reflexe) ist höher und die Deckgläser sind zusätzlich geschliffen und poliert. Dadurch wird die Bildschärfe (MTF) des hochwertigen Aufnahmeobjektives nicht beeinträchtigt (insbesondere bei asphärischen Teleobjektiven). Außerdem erhält der zentrierte Rand des Polfilterglases eine gegen Feuchtigkeit schützende Randlackierung, was sich auf die Lebensdauer des Filters und die Einsatzfähigkeit in tropischen Gebieten günstig auswirkt. Dies alles sind für einen guten Polarisationsfilter ganz entscheidende Kriterien. Darum verwenden professionelle Anwender (Berufsfotografen) ausschließlich B+W Käsemann Polfilter. Lohnen sich die Mehrausgaben für ein Filter mit MRC-Vergütung? Qualität beginnt vor dem Objektiv und dort wird bekanntlich das Filter platziert. Ein Filter darf die Leistung einer Optik nicht einschränken. MRC (Multi Resistant Coating) vergütete Filter haben auf beiden Seiten eine Multicoating-Schicht, welche für eine maximale Reflexminderung sorgt und störendes Streulicht eliminiert. Diese beidseitigen Schichten schützen durch eine gesteigerte Schichthärte das Filter vor Kratzern und bewahrt somit die hohe optische Qualität. Zusätzlich ist diese MRC-Schicht schmutz- und wasserabweisend (hydrophob). Die Reinigung wird somit zum "Kinderspiel".



 
Frank
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