RE: Minolta AF 2.8/100 Macro: Welche Ausgabe besser?

#16 von stevemark , 23.08.2008 23:31

ZITAt (loosingchris @ 2008-08-21, 8:28) Moin allerseits,

trage mich mit dem Gedanken, mir mein erstes richtiges Makro-Objektiv zu besorgen. Habe dabei das viel gelobte 100/2.8 Macro von Minolta im Auge. Eigentlich bin ich aus sentimentalen Gründen auf die 1. Generation eingeschossen. Nun wurde mir aber eines der 2. Generation angeboten und ich weiß nicht genau, ob ich zuschlagen soll.

Die optische Leistung soll sich ja nichts nehmen, aber der AF soll wg. der besseren Mechanik etwas fixer sein. Nun meine Frage an Euch: Lohnt sich sich die 2. Generation? Ist ja schließlich auch etwas teurer ...

Will die Linse an der analogen D7 betreiben und habe bisher nur welche der 1. Generation.

Was meint ihr?

Danke!

Gruß,

Chris[/quote]

Von der optischen Leistung her ist die erste Variante von 1987 ebenso gut wie die Sony-Variante (Kurztest an a700):
http://artaphot.ch/index.php?option=com_co...1&Itemid=43

Mir persönlich sagt das Styling der ersten AF-Generation am besten zu, zudem sind die neueren Varianten (letzte MinAF und jetzige SAL) zu wesentlichen Teilen aus Kunststoff (der Tubus selbst ist aber nach wie vor Metall!!. Nach Mitteilung eines ehemaligen Mechanikers von Minolta Schweiz waren die ersten MinAF 2.8/100mm mechanisch recht anfällig; auch meines musste - noch zur Garantiezeit - neu justiert werden. Seitdem (d. h. seit 20 Jahren) hatte ich aber nie mehr Probleme; siehe Test oben

Gr Steve


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RE: Minolta AF 2.8/100 Macro: Welche Ausgabe besser?

#17 von Eugene ( gelöscht ) , 24.08.2008 08:38

ZITAt (stevemark @ 2008-08-23, 22:31) Von der optischen Leistung her ist die erste Variante von 1987 ebenso gut wie die Sony-Variante (Kurztest an a700):
http://artaphot.ch/index.php?option=com_co...1&Itemid=43

Mir persönlich sagt das Styling der ersten AF-Generation am besten zu, zudem sind die neueren Varianten (letzte MinAF und jetzige SAL) zu wesentlichen Teilen aus Kunststoff (der Tubus selbst ist aber nach wie vor Metall!!. Nach Mitteilung eines ehemaligen Mechanikers von Minolta Schweiz waren die ersten MinAF 2.8/100mm mechanisch recht anfällig; auch meines musste - noch zur Garantiezeit - neu justiert werden. Seitdem (d. h. seit 20 Jahren) hatte ich aber nie mehr Probleme; siehe Test oben

Gr Steve[/quote]

'Optische Leistung' ist ja ein sehr weitreichender Begriff. Das kann man mit einem 'Kurztest' sicherlich nicht ausreichend bewerten.
Die reale Praxis geht doch weiter als mal ein Testmotiv in EINER bestimmten unkritischen Lichtsituation zu nehmen und mehrere Vergleichsaufnahmen mit einer Entfernung mit unterschiedlichen Blenden hinsichtlich Schärfe zu bewerten.
Ein paar Beispiele, wo sich je nach Objektiv hinsichtlich Vergütungen recht dramatische Unterschiede ergeben können: Gegenlichtsituationen bei kleinen Blenden (besonders kritisch bez. Reflexionen vom Sensor und nichtvergüteter Hinterlinse), starke Motivkontraste bei grossen Blenden, überhaupt Situationen z.B. Naturmotive mit starkem Einfall des Sonnenlichts (->Übertrahlungseffekte).
Weitere zu testende Szenarien z.B. Kontrastleistung bei großen Abbildungsmaßstäben, Schärfe bei unterschiedlichen Entfernungen, CA Anfälligkeit.

Die genannten Beispielpunkte müssen nicht alle auf das 100er Makro zutreffen, können aber. Um das herauszufinden bedarf es sehr komplexer Tests, besser aber zusätzlich einer längeren Praxis, in der die zu vergleichenden Objektive in einer vielseitigen Praxis eingesetzt werden.


Eugene

RE: Minolta AF 2.8/100 Macro: Welche Ausgabe besser?

#18 von Mark , 24.08.2008 21:59

ZITAt (Eugene @ 2008-08-24, 7:38) 'Optische Leistung' ist ja ein sehr weitreichender Begriff. Das kann man mit einem 'Kurztest' sicherlich nicht ausreichend bewerten.
Die reale Praxis geht doch weiter als mal ein Testmotiv in EINER bestimmten unkritischen Lichtsituation zu nehmen und mehrere Vergleichsaufnahmen mit einer Entfernung mit unterschiedlichen Blenden hinsichtlich Schärfe zu bewerten.
Ein paar Beispiele, wo sich je nach Objektiv hinsichtlich Vergütungen recht dramatische Unterschiede ergeben können: Gegenlichtsituationen bei kleinen Blenden (besonders kritisch bez. Reflexionen vom Sensor und nichtvergüteter Hinterlinse), starke Motivkontraste bei grossen Blenden, überhaupt Situationen z.B. Naturmotive mit starkem Einfall des Sonnenlichts (->Übertrahlungseffekte).
Weitere zu testende Szenarien z.B. Kontrastleistung bei großen Abbildungsmaßstäben, Schärfe bei unterschiedlichen Entfernungen, CA Anfälligkeit.

Die genannten Beispielpunkte müssen nicht alle auf das 100er Makro zutreffen, können aber. Um das herauszufinden bedarf es sehr komplexer Tests, besser aber zusätzlich einer längeren Praxis, in der die zu vergleichenden Objektive in einer vielseitigen Praxis eingesetzt werden.[/quote]

Was praktisch bedeuten würde das es keinen "vernünftigen" Test gibt, da kaum jemand alle diese Konstellationen wird testen können, denn kaum jemand hat die Zeit dafür und dann auch noch die Objektive alle Generationen. Was in der kausalen Kette bedeuten würde hier kann eigentlich jeder schreiben was er will, ist eh nur subjektives Geschreibel, weil getestet hat er das ja eh nicht.

Was mich hier eher ein wenig überrascht das hier jeder Zweite davon spricht getestet zu haben und was für großartige Resultate er dabei ermittelt hat…
Mir fehlen die Bilder. ich meine wenn schon subjektives Verhalten, dann doch bitte mit Bildern. So hat jeder selbst die Möglichkeit die Resultate zu beurteilen. Bisher erscheint mir nur das was Steve (stevemark) schreibt zuverlässig, da ich die Bilder zu den Probeaufnahmen gesehen habe. Alles andere, mmh, na ja.

Mark


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Kurt Neff


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RE: Minolta AF 2.8/100 Macro: Welche Ausgabe besser?

#19 von Eugene ( gelöscht ) , 24.08.2008 23:31

ZITAt (Mark @ 2008-08-24, 20:59) Was praktisch bedeuten würde das es keinen "vernünftigen" Test gibt, da kaum jemand alle diese Konstellationen wird testen können, denn kaum jemand hat die Zeit dafür und dann auch noch die Objektive alle Generationen. Was in der kausalen Kette bedeuten würde hier kann eigentlich jeder schreiben was er will, ist eh nur subjektives Geschreibel, weil getestet hat er das ja eh nicht.

Was mich hier eher ein wenig überrascht das hier jeder Zweite davon spricht getestet zu haben und was für großartige Resultate er dabei ermittelt hat…
Mir fehlen die Bilder. ich meine wenn schon subjektives Verhalten, dann doch bitte mit Bildern. So hat jeder selbst die Möglichkeit die Resultate zu beurteilen. Bisher erscheint mir nur das was Steve (stevemark) schreibt zuverlässig, da ich die Bilder zu den Probeaufnahmen gesehen habe. Alles andere, mmh, na ja.

Mark[/quote]

Zum ersten Absatz. Vernünftig finde ich die Tests von Steve aber schon. Die Qualität der Aussagekraft eines Tests ist auch davon abhängig, welchen Teil der optischen Leistung man testen möchte. Und das was Steve testet, macht er sicher gut.
Für Tests die das Ziel haben, ein Gesamturteil über ein Objektiv zu fällen, finde ich die Fotomagazintests gar nicht so schlecht, Vorurteilsträger mögen mich dafür steinigen. Dort steht immerhin ein Testlabor mit komplexen Testverfahren dahinter, dessen Ergebnisse um einen Praxistest erweitert werden, der einige der von mir genannten zusätzlichen Optikeigenschaften berücksichtigt, je nachdem was an dem getesteten Objektiv davon ins Auge fällt.
Entsprechendes kann sicher keiner der Forenten leisten, soweit geht der Anspruch aber auch nicht.

ZITAt (Mark @ 2008-08-24, 20:59) Was mich hier eher ein wenig überrascht das hier jeder Zweite davon spricht getestet zu haben und was für großartige Resultate er dabei ermittelt hat…
Mir fehlen die Bilder. ich meine wenn schon subjektives Verhalten, dann doch bitte mit Bildern. So hat jeder selbst die Möglichkeit die Resultate zu beurteilen. Bisher erscheint mir nur das was Steve (stevemark) schreibt zuverlässig, da ich die Bilder zu den Probeaufnahmen gesehen habe. Alles andere, mmh, na ja.[/quote]

Eigentlich testet nur Steve mit Bildbeispielen, vorrangig die Auflösung auf unendlich wenn ich mich recht erinnere. Olaf schreibt er testet auch. Ich glaube ohne Bildbeispiele.
Die übrigen kommentieren mit eigenen Praxiserfahrungen zustimmend oder korrigierend. Je nachdem, wer was mit einem Objektiv in der Praxis macht, fallen bestimmte Objektivdefizite auf oder nicht. Das können dann andere wiederum nicht immer nachvollziehen, insbesondere wenn es ein eigenes Lieblingsobjektiv betrifft.
Deine Ermahnung, eigene Bemerkungen verstärkt mit Beispielbildern zu hinterlegen ist berechtigt. Wahrscheinlich scheitert das bei den meisten jedoch daran, dass Aufnahmen in denen technische Defizite eines Objektivs verstärkt zum Tragen kommen, gleich gelöscht werden. Ich werde es mir merken und solche Beispiele nicht gleich löschen, sondern für mögliche Forumsdiskussionen abspeichern. Bisher galt bei mir: ein total überstrahltes Bild des 1,4/50 wanderte als Schrottt in den Papierkorb, ein mit CA's überfrachtetes ebenso.


Eugene

   


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