RE: Langzeitfotografie bei Tag

#16 von RainerT , 28.06.2004 09:27

Hallo Mark,

ZITATZu den Verlängerungsfaktoren, ein Pol Filter entspricht einem ND4 Filter, hat einen Verlängerungsfaktor 0.6, was 2 Blendenstufen enspricht. Zwei übereinander sind überhaupt nicht kalulierbar, da sie sehr viel mehr als Streulicht filtern können.
Übrigens, ein Verlängerungsfaktor von 3.0 enspricht einer Korrektur von 10 Blenden, einem ND1000. Das schaffst du sicher nicht mir einem Pol-Filter[/quote]

hast natürlich recht. Mir ist die Nomenklatur ein wenig durcheinander geraten. Ich meinte nicht Verlängerungsfaktor, sondern Filterfaktor.
Also Filterfaktor 2 entspricht einem Verlängerungsfaktor von 0,3 bzw. einer Änderung der "Blendenstufe" von einer Blende. Filterfaktor 4> Verlängerungsfaktor 0,6> Zwei Blendenstufen reduktion. Meine B&W Polfilter haben laut Aussage von Schneider-Kreutznach einen maximalen Filterfaktor von 2,8!

ZITATDas ist ja nicht so ganz richtig, richtig gedreht, zeigen zwei übereinander geschraubte PolFilter gar keine Wirkung, sprich das Bild bleibt wie es ist. Im ungeünstigsen Fall hast du ein fast "schwarzes" Bild, wenn du zu viel wegfilterst.[/quote]

Und natürlich kann man bei Polfiltern auf diese Art und Weise zwischen kaum und viel Lichtreduktion erzeugen. Manchmal setzte ich bei anderen Forumsteilnehmern ein wenig Wissen voraus.


Gruß
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RE: Langzeitfotografie bei Tag

#17 von manfredm , 15.07.2004 09:37

Ich habe gestern was interessantes gesehen:
Grauverlauf-Filter von Cokin mit der Zusatzbezeichnung "F". Bei diesen ist der Verlauf nicht mittig, sondern am unteren Rand, so daß man etwa bei Bildern mit viel Himmel und nur wenig "Untergrund", den Großteil des Bildes abdunkeln kann.
Wenn man jetzt aber das größere Cokin P System verwendet und nicht gerade Objektive mit 77mm Filtergewinde oder mehr verwendet, läßt sich auch das ganze Bild abdunkeln und hat beim "G2F" dann einen "ND8-Neutralgraufilter" und quasi zwei Filter in einem.



 
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RE: Langzeitfotografie bei Tag

#18 von Dennis Lohmann ( gelöscht ) , 15.07.2004 11:46

Bei extremen Langzeitbelichtungen (und extrem kurzen Belichtungen) schlägt der Schwarzschildt-Effekt zu: Die Emulsionen reagieren in diesem Bereich anders, man muß länger belichten, als rechnerisch ermittelt. Wieviel genau, gibt der Hersteller der Filmemulsion an. Man kommt bei Belichtungszeiten von wenigen Minuten schon locker in Bereiche, wo man 50% länger belichten muß. Das ist natürlich kein Thema für ND8 oder ähnlich schwache Filter, sondern für die ganz starken ND1000 etc. Damit erreicht man wirklich ganz und gar erstaunliche Ergebnisse.

Das ist schon sehr lange her bei mir, aber ich erinnere mich so etwas mit meinem Vater auf dem Domplatz in Mailand gemacht zu haben. Wir hatten damals Belichtungszeiten von gut 15 Min am hellichten Tag.

Gruß
Dennis



Dennis Lohmann

RE: Langzeitfotografie bei Tag

#19 von Mark , 15.07.2004 11:55

ZITATDas ist schon sehr lange her bei mir, aber ich erinnere mich so etwas mit meinem Vater auf dem Domplatz in Mailand gemacht zu haben. Wir hatten damals Belichtungszeiten von gut 15 Min am hellichten Tag.[/quote]

Ich habe durch die Diskussion angeregt auch mal Tests mit stärkeren Filtern gemacht, ich bin aber maximal auf 4min gekommen. Die Bilder sehen aber trotzdem interessant aus.
Wegen des Schwarzschildes hatte ich vorher extra mit Fuji telefoniert und habe ein schönes Diagramm bekommen, es ist etwas besser als das auf der Homepage und die Korrekturen sind nicht ganz so hoch. Aber die Anwendung ist wirklich interessant, die Aufnahmen haben den Vorteil das die Straßenbeleuchtung nicht an ist und so nicht stört. Ich kann den Test nur jedem empfehlen.

Mark



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