RE: Minolta X-700 und Cullmann DC 25

#1 von Stefanotis ( gelöscht ) , 02.08.2011 18:10

Hallo liebe Community

Ich lese schon seit einer geraumen Zeit immer mal wieder hier im Forum nach, wie ich meine Fotografien mit meiner analogen Kamera verbessern kann. Angefangen habe ich mit einer Minolta X-300. Da ich häufig in schlechter Lichtumgebung fotografiere, habe ich mir schnell das Rokkor 50mm 1:1,4 besorgt, von dessen Abbildungsqualität ich begeistert bin. Auch die Möglichkeiten des Freistellens von Motiven und das angenehm weiche Boket begeistern mich, das ist schon meine Lieblingslinse. Allerdings sind die Lichumgebungen häufig so schlecht, dass ich auch damit an meine Grenzen stoße. Daher habe ich vor einiger Zeit auf eine X-700 aufgerüstet, da sie TTL Fähigkeit unterstützt. Gepaart mit einem Cullmann DC 25 habe ich erste Gehversuche mit der Blitzfotografie unternommen. Allerdings bin ich nicht ganz zufriegen. Folgende Probleme haben sich ergeben:

Häufig sind meine Motive zu hell belichtet. Ich fotografiere immer im TTL Modus. Wenn ich das richtig verstanden habe, misst der Blitz durch die Linse, wie lange der Blitz ausgelöst wird, richtig? Dennoch kommt es häufig vor, dass meine Motive vollkommen überbelichtet, gar verwaschen aussehen.

Ich stelle mir außerdem vor, den Blitz nur kurz einzusetzen, allerdings länger als die Synchonisationszeit des Blitzes zulässt (1/60) zu belichten, um auch das Umgebungslicht mit einzufangen. Dazu habe ich mir bereits eine X-500 bestellt, mit der das ja ohne umständliche Lötungen möglich ist.

Werden dadurch meine Überbelichtungsprobleme korrigiert oder muss ich da an an anderer Stelle nachkorrigieren? Ich hänge mal ein gut gelungenes Foto und einige Überbelichtungen an. Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen...

Außerdem stellt sich mir derzeit die Frage, ob es Sinn machen, einen Original Minolta Blitz anzuschaffen. Beispielsweise den 360PX, da er sich schwenken lässt. Habe ich dadurch irgendwelche Vorteile gegenüber dem Cullmann DC 25?

Könnt ihr vielleicht auch einen guten Einführungstext in die analoge, manuelle Blitzfotografie empfehlen? Alles was ich im WWW finde, bezieht sich bereits auf State-of-the-Art Blitze der neueren Generationen. Da ich allerdings mit einem 'alten' Blitz fotografiere, kommt diese Lektüre nicht für mich in Fragen. Ich wüsste allerdings trotzdem gerne mehr über die Funktionsweise und den Workflow mit einem manuellen, analogen Blitz, damit ich Fehler besser korrigieren kann.

Im Anhang einige Beispielbilder meiner Blitzversuche. Das erste ist wirklich schön ausbelichtet, die anderen beiden nicht, oder nur teilweise.

Angefügte Bilder:
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 f160t30101p278048n1.jpg   f160t30101p278048n2.jpg   f160t30101p278048n3.jpg 

Stefanotis

RE: Minolta X-700 und Cullmann DC 25

#2 von Winterdienst ( gelöscht ) , 02.08.2011 19:48

Hallo,
ist da auch der richtige SCA -Adapter für Minolta drunter (vorausgesetzt es ist ein SCA-Modell)
Hast du mal Vergleichsbilder mit den Blitzcomputer gemacht?

Meine Minolta PX-Blitze machen die TTL-Messung mit X-500 und X-700 schon immer erstaunlich gut.

Ach ja, hatte damals ein Taschenbuch von Herbert Kasper aus dem Laterna Magica Verlag zur X-500. Da war das Blitzen und das Blitzen mit längerer Synchronzeit erklärt (sofern ich mich recht erinnere). Ich kann mal am Wochenende schauen, ob ich es noch irgendwo habe.


Grüße
Andreas


Winterdienst

RE: Minolta X-700 und Cullmann DC 25

#3 von Stefanotis ( gelöscht ) , 02.08.2011 20:09

Hallöchen

Vielen Dank für die Antwort Ich habe die X-700 zusammen mit dem Blitz gekauft und da war der richtige Adapter dabei (denke ich zu mindest). SCA 331 steht drauf.

vielen Dank für den Literaturhinweis, ich mach mich mal auf die Suche, ob man das noch irgendwo bestellen kann! Dank!


Stefanotis

RE: Minolta X-700 und Cullmann DC 25

#4 von mhofmeist ( gelöscht ) , 02.08.2011 20:23

ZITAt (Stefanotis @ 2011-08-02, 17:10) Allerdings bin ich nicht ganz zufriegen. Folgende Probleme haben sich ergeben:
Häufig sind meine Motive zu hell belichtet. Ich fotografiere immer im TTL Modus. Wenn ich das richtig verstanden habe, misst der Blitz durch die Linse, wie lange der Blitz ausgelöst wird, richtig? Dennoch kommt es häufig vor, dass meine Motive vollkommen überbelichtet, gar verwaschen aussehen.[/quote]

Auf den ersten Eindruck hin würde ich sagen, die Bilder sind nicht wirklich vollständig überbelichtet, sondern die Richtung des Lichtes ist nicht gut: Wenn Du direkt geradeaus blitzt, werden nahe Objekte unter Umständen stark überbelichtet, da die Kamera auch den dunklen Hintergrund mit berücksichtigt. Das heißt, insgesamt - gewissermaßen im Durchschnitt - belichtet sie das Bild richtig. Die Kamera ist eine Maschine und doof, sie weiß nicht, daß es Dir auf die Personen im Vordergrund ankommt. Diese Anordnung des Blitzgerätes ist meist nicht optimal, nur in manchen Aufnahmesituationen nicht zu vermeiden.
Wenn irgend möglich, blitze indirekt, d.h. gegen die - hoffentlich weiße und nicht zu hohe - Decke, oder gegen eine andere Reflexionsfläche (notfalls ein Bettlaken aufhängen oder sowas). Einfach den Reflektor entsprechend schwenken. Das ist immer noch nicht das absolute Optimum, dürfte aber schon viel verbessern. Da die Messung ja immer durch das Objektiv ("TTL" erfolgt, ist es theoretisch fast egal, wo Du hinblitzt. Die dadurch entstehenden Lichtverluste werden automatisch durch die Messung berücksichtigt. An Grenzen stößt Du dabei bezüglich der Leistung Deines Blitzes. Es kann Dir leicht passieren, daß vom reichlich verteilten Licht nur noch ein (zu) kleiner Teil auf Deinem Objekt ankommt.
In Fällen, wo Du deswegen diese Methode nicht anwenden kannst (beispielsweise Reportagephotos in einem hohen Raum, dunkle Balkendecke oder so), bleibt Dir nur, auf die Ausleuchtung des Hintergrundes zu verzichten und manuell etwas knapper zu belichten. Das müsste mit dem entsprechenden Belichtungskorrektur-Schalter an der Kamera zu machen sein, wie viel ist ein Erfahrungswert, das musst Du probieren.
Möglicherweise gibt es da noch ganz andere Tricks, damit bin ich aber immer recht weit gekommen.

Was Anleitungen angeht würde ich auf eine alte, langsam in Vergessenheit geratende Kulturtechnik zurückgreifen und mir Bücher besorgen. Bei booklooker.de oder abebooks kannst Du Dir für sehr wenig Geld ganze Stapel von Fotobüchern aus den Achtzigern bestellen. Das war die Zeit, wo die manuell fokussierenden Spiegelreflexkameras noch aktuell waren. Zumindest die elementaren Grundlagen sind in fast jedem besseren Fotobuch aus der Zeit beschrieben.

Viel Erfolg,

M.


mhofmeist

RE: Minolta X-700 und Cullmann DC 25

#5 von Stefanotis ( gelöscht ) , 03.08.2011 13:25

Vielen vielen Dank für die hilfreichen Tipps!

ZITATWenn irgend möglich, blitze indirekt, d.h. gegen die - hoffentlich weiße und nicht zu hohe - Decke, oder gegen eine andere Reflexionsfläche (notfalls ein Bettlaken aufhängen oder sowas). Einfach den Reflektor entsprechend schwenken. Das ist immer noch nicht das absolute Optimum, dürfte aber schon viel verbessern.[/quote]

Ah ja! Vielen Dank für den Tipp, das probiere ich gleich bei den nächsten Fotos mal aus. Ich habe hier auch noch einen Cullmann CX 40, der lässt sich auch noch drehen, eignet sich vll. noch eher dazu.

ZITATWas Anleitungen angeht würde ich auf eine alte, langsam in Vergessenheit geratende Kulturtechnik zurückgreifen wink.gif und mir Bücher besorgen. Bei booklooker.de oder abebooks kannst Du Dir für sehr wenig Geld ganze Stapel von Fotobüchern aus den Achtzigern bestellen. Das war die Zeit, wo die manuell fokussierenden Spiegelreflexkameras noch aktuell waren. Zumindest die elementaren Grundlagen sind in fast jedem besseren Fotobuch aus der Zeit beschrieben.[/quote]

Ich suche schon eine Weile nach guten Büchern zur Fotografie aus den 80ern, kann allerdings nicht wirklich einschätzen, welches Werk da gut ist und auch etwas über die Technik hergibt. Zur Fotokomposition und generellen Fototechnik habe ich "Die Hohe Schule der Fotografie" vom Altmeister Andreas Feininger gelesen, welches mich große Schritte nach vorne gebracht hat, was die Bildkomposition angeht. Die Technik mit den Blitzgeräten wird allerdings nicht abgehandelt, da finde ich kein gutes Buch bzw, kenne mich nicht genügend in der Literatur aus, um zu wissen, welches der Bücher empfehlenswert ist.

Noch eine kleine weitere Frage: Hat der Minolta Electroflash PX 360 denn an einer X-500 gegenüber den Cullmännern einen Vorteil, weil er direkt von Minolta stammt?


Stefanotis

RE: Minolta X-700 und Cullmann DC 25

#6 von Winterdienst ( gelöscht ) , 03.08.2011 17:40

ZITAt (Stefanotis @ 2011-08-03, 12:25) Noch eine kleine weitere Frage: Hat der Minolta Electroflash PX 360 denn an einer X-500 gegenüber den Cullmännern einen Vorteil, weil er direkt von Minolta stammt?[/quote]

Wenn er alle Funktionen übernimmt, gibt es vermutlich keinen Unterschied. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Cullmann Blitze in den 1980er Jahren einen schlechten Ruf hatten. Ist halt ein Hersteller wie Metz und andere auch. Ein Metz Blitz mit SCA Adapter habe ich auch jahrelang an der X-500 betrieben-ohne Probleme.

Die 360PX und 280PX waren als Originalblitze (wie heute auch bei anderen Marken) nur um einges teurer als die Fremdhersteller.

Der 360PX kann u.a. aber auch am Power Grip angeschlossen werden und hat verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, die vielleicht am Cullmann nicht möglich sind (ich kenne deinen Blitz leider nicht näher), dazu ist es Bestandteil des Minolta Programm Systems und kann mit allerlei Kabeln und Steckern verbunden werden die Minoltaspezifisch sind.

Relativ häufig kann man alte Minolta-Prospekte günstg ersteigern- halt mal nach dem "X-700 und Systemzubehör" ausschau-da müssten die Möglichkeiten beschrieben sein.

Grüße


Winterdienst

   


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