RE: Synchro-Adapter für Studioblitzanlage für Sony?

#1 von TS@l ( gelöscht ) , 24.11.2009 21:17

Hallo, ich bin auf der Suche nach einer Möglichkeit, um meine neue Alpha 500 mit Studio-Blitzen anzuschließen.
Von Sony gibt es selbst zwei Adapter, einen für Synrcho Anschluß, und einen für herkömmliche Blitzschuhe (der billiger ist).
Die kosten allerdings über 150 € und von Drittherstellern gibt es welche, die beides in einem anbieten und das viel günstiger.
hat jemand Erfahrung mit diesen Adaptern? Ist der Preis von den Orginal Sony Adaptern berechtigt?

Eine überlegung hätte ich auch noch, evtl. den orginal Adapter von Sony mit dem Blitzschuh, und einen billigen adapter drauf für synchro anschluß


TS@l

RE: Synchro-Adapter für Studioblitzanlage für Sony?

#2 von matthiaspaul , 25.11.2009 00:09

Willkommen im Forum!
ZITAT(TS@l @ 2009-11-24, 21:17) Hallo, ich bin auf der Suche nach einer Möglichkeit, um meine neue Alpha 500 mit Studio-Blitzen anzuschließen.
Von Sony gibt es selbst zwei Adapter, einen für Synrcho Anschluß, und einen für herkömmliche Blitzschuhe (der billiger ist).[/quote]
Ja, Du meinst den FA-ST1AM (mit PC-Synchronisationsbuchse) und den FA-HS1AM (mit Hotshoe). Die beiden Teile sind in der Tat extrem überteuert und obendrein noch schlecht designt, da sie eine eigene Stromversorgung benötigen, statt über den Blitz oder die Kamera mitversorgt zu werden.

Da die Sony Alpha DSLR-A500 und DSLR-A550 aber keine PC-Synchronisationsbuchse besitzen, brauchst Du in jedem Fall irgendeine Form von Hotshoe-Adapter.

Es gibt Lösungen, bei denen die Studioblitzanlage per Funk ausgelöst wird. In diesen Fällen tut's auch eine Billiglösung, solange nur der Sender, der auf der Kamera montiert wird, durch die Kamera ausgelöst werden kann (das ist bei den ganz billigen Adaptern nicht immer zuverlässig möglich, aber zumindest droht der Kamera dabei kein Schaden). Anders sieht das aus, wenn ein Nicht-System-Blitzgerät (z.B. als Servo-Trigger) oder eine Studioblitzanlage direkt an die Kamera angeschlossen werden soll. Die Zündkreisspannung (das ist die Spannung zwischen Masse und Mittenkontakt am Blitzgerät) darf keinesfalls mehr als ca. 5 - 6V betragen, sonst besteht die Gefahr, daß Deine Kamera beschädigt wird. Fremdblitzgeräte und insbesondere Studioblitzanlagen können durchaus einige hundert Volt Zündkreisspannung aufweisen. Wenn Du so ein Gerät ohne Schutz an Deine Kamera anschließt, wird die Schaltung im besten Fall beim Verkabeln auslösen und nicht funktionieren, im schlechtesten Fall wird Deine Kamera dauerhaft geschädigt.

Auf dem Markt gibt es unterschiedlich aufwendige Lösungen zum Anschluß von Studioblitzanlagen an Kameras mit Hotshoe. Im einfachsten Fall enthält der Adapter keinerlei Schutzvorkehrung, und Du selbst mußt dafür Sorge tragen, daß das erlaubte Spannungsniveau nicht überschritten wird. Dann gibt Adapter, die Schutzelemente gegen Überspannung enthalten und damit zwar die Kamera beim versehentlichen Anschluß an einen Hochvoltzündkreis schützen, aber während des Schutzbetriebs ihre eigentliche Funktion nicht erlauben. Bessere Schaltungen enthalten einen Transistor, Thyristor oder Triac, der/das von der Kamera angesteuert wird und das Zünden des Hochvoltzündkreises anstelle der Kamera übernimmt und so die Kamera vor Überspannung schützt. Je nach Schaltung funktionieren solche Schaltung nur mit einer bestimmten Polarität der Zündkreisspannung, oder - besser - sie arbeiten polaritätsunabhängig. Und dann gibt es Schaltungen, die mit Zündkreisspannungen zwischen 1V und bis zu 1000V problemlos arbeiten und solche, bei denen die Zündkreisspannung für eine zuverlässige Funktion auch nicht zu klein werden darf. Die allerwenigsten Schaltungen realisieren jedoch eine galvanische Trennung. Normalerweise ist eine galvanische Trennung nicht notwendig, aber wenn man die Kamera nicht nur an der Studioblitzanlage, sondern auch noch an anderen Geräte wie z.B. Fernsteueranlagen oder PCs angeschlossen hat, kann es ohne galvanische Trennung zu störenden und/oder schädlichen Ausgleichsströmen auf der Masseleitung kommen - in solchen Fällen wird dann eine galvanische Trennung notwendig.

Da ich die Innenschaltung der Sony-Adapter nicht kenne, kann ich leider nicht sagen, welcher Funktionsumfang dort realisiert wird. Die Tatsache jedoch, daß die Adapter eine eigene Stromversorgung benötigen, deutet darauf hin, daß die Ansteuerung relativ aufwendig realisiert worden ist, also sowohl mit sehr kleinen, also auch sehr großen Zündkreisspannungen klarkommt und daß vielleicht sogar eine galvanische Trennung mit Optokoppler realisiert ist. Das würde zwar immer noch keinen Preis von 150 Euro rechtfertigen (denn auch eine solche Schaltung ließe sich in Massenproduktion für wenige Euro produzieren), aber doch immerhin einen Preis deutlich oberhalb der weitverbreiteten Billigadapter.

Vgl. auch: http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=21515

Viele Grüße,

Matthias


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http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=13448 (Minolta Forum Thread Index)


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