RE: Kondensator für Minolta X-300

#1 von Knipsfee ( gelöscht ) , 03.07.2008 14:53

Hallo,

da ich bisher keine Antwort auf meine Frage gefunden habe, möchte ich um eure Hilfe bitte.

Meine X300 löst nicht mehr aus. Kondensator ausgelaufen. Hab das Teil ausgelötet und bei Conrad mir neue geben lassen. Problem Was drin war: 200 µF 4 V (schwarz). Bekommen habe ich in passender Größe 100 µF 16 V oder in der längeren Größe 200 µF 16 V. Conrad hat wohl keine anderen (sagte mir die Verkäuferin). Die 16V machen mir Gedanken. Kann man die trotzdem einbauen, oder lieber nicht? Wenn die 16V keine Sorgen machen, ginge der kleinere mit 100µF. Oder doch mit Fummelei der größere mit 200µF.

Danke Euch
Knipsfee


Knipsfee

RE: Kondensator für Minolta X-300

#2 von Giovanni , 03.07.2008 15:13

QUOTE (Knipsfee @ 2008-07-03, 13:53) Die 16V machen mir Gedanken. Kann man die trotzdem einbauen, oder lieber nicht? Wenn die 16V keine Sorgen machen, ginge der kleinere mit 100µF. Oder doch mit Fummelei der größere mit 200µF.[/quote]
Hallo Knipsfee,

die Spannungsangabe bei normalen Elektrolytkondensatoren ist die Spannungsbelastbarkeit. Wenn ein 4 V-Kondensator für eine Anwendung reicht, reicht ein 16 V locker. Die 16 V brauchen dir keinerlei Sorge zu bereiten.

Bei der Frage, ob die 100 µF Kapazität bei der X-300 reichen, muss ich passen. Ich würde es aber nicht auf einen Versuch ankommen lassen, denn wenn der Kondensator etwas altert, verliert er meist an Kapazität. Selbst wenn es erst mal funktioniert, dürfte der nächste Ausfall daher schneller kommen als der erste. Wenn es machbar ist, würde ich also den 200 µF (bzw. 220 µF) einbauen.

Übrigens: Achte unbedingt auf die Polarität. Diese Elkos haben einen Plus- und einen Minuspol. Unbedingt so herum anschließen wie es beim alten Kondensator war.

Ciao

Johannes


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RE: Kondensator für Minolta X-300

#3 von Zoowilli , 03.07.2008 16:15

Auf jeden Fall die gleiche Kapazität einbauen, die Spannung von 16V spielt keine Rolle, sie zeigt nur an, dass der Kondensator mit höher als 16V nicht betrieben werden darf.


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RE: Kondensator für Minolta X-300

#4 von SteffDA , 03.07.2008 17:11

Gleiche Kapazität, mindestens gleiche Spannungsbelastbarkeit einbauen.
Die richtige Polung nicht vergessen. Schau mal bei
http://www.reichelt.de die sollten eine große Auswahl an Bauformen haben.

Grüße
Steffen


SteffDA  
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RE: Kondensator für Minolta X-300

#5 von Knipsfee ( gelöscht ) , 03.07.2008 17:34

Danke, für die Infos: UUpps Polung? Ich hab nicht drauf geachtet, wie der alte angeschlossen war. Wie find ich denn das heraus? Wass passiert, wenn es falsch gepolt wird? Ausser, dass gar nix passiert. Kann die Minolta einen Schaden nehmen?

LG


Knipsfee

RE: Kondensator für Minolta X-300

#6 von SteffDA , 03.07.2008 17:39

Bei einer Kapazität von 200µF sollte das ein Elektrolykondensator sein.
Die sind gepolt, bei Verwechslung raucht der Kondensator ab.
D.h. es entsteht (meines Wissens nach) eine leitende Verbindung zwischen
beiden Anschlüssen. Das könnte zu einer Beschädigung deiner
Kamera führen. Im schlechtesten Fall platzt der Kondensator (ja, so
richtig mit Knall und es kann Elektrolyt austreten) das kann die deine Kamera
auch beschädigen.

Grüße
Steffen


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RE: Kondensator für Minolta X-300

#7 von Giovanni , 03.07.2008 17:50

QUOTE (Knipsfee @ 2008-07-03, 16:34) UUpps Polung?[/quote]
Hallo Knipsfee,

bitte entschuldige, wenn ich zu neugierig bin: Wo hast du das Löten gelernt? Ich wundere mich, dass du selbstverständlich eine Kamera zerlegen und einen Kondensator löten kannst, aber so gut wie kein Hintergrundwissen über diese Bauelemente hast. Kommst du aus der Juwelierbranche oder so?

Ciao

Johannes


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RE: Kondensator für Minolta X-300

#8 von Giovanni , 03.07.2008 17:56

QUOTE (Knipsfee @ 2008-07-03, 16:34) UUpps Polung?[/quote]
Schau mal hier. Hilft das weiter?

Der Minuspol ist auf den Kondensatoren meist mit einem entlanggezogenen, deutlich sichtbaren Streifen mit Minuszeichen markiert.

Ciao

Johannes


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RE: Kondensator für Minolta X-300

#9 von Knipsfee ( gelöscht ) , 03.07.2008 19:26

Hi

@ Johannes: Danke für das Bild. Das hilft weiter

Ich hab von Elektronik wirklich keinen blassen Schimmer, aber auch ein Zahnmediziner kriegt das Löten hin .
Hab auch noch nie was gehimmelt. Allerdings hab ich bei dem Kondensator wirklich nicht nachgedacht. Sonst mach ich mir ne Zeichnung, wie rum die Teile müssen. Normalerweise

Doch jetzt sollte die OP auch ohne Betäubung hinhauen.

Vielen Dank


Knipsfee

RE: Kondensator für Minolta X-300

#10 von matthiaspaul , 03.07.2008 21:45

Die Frage wurde ja schon beantwortet, nichtsdestotrotz hier noch ein Verweis auf einen älteren Artikel zum Thema (allerdings die Minolta X-500 betreffend):

http://www.mi-fo.de/forum/index.php?s=&...st&p=213873

Ich schrieb dort zwar, daß man auch nicht eine zu hohe Spannungsfestigkeit wählen sollte (sofern man die Wahl hat), aber das ist mehr "akademischer" Natur in dem Sinne, daß es nicht prinzipiell egal ist. Ich glaube allerdings nicht, daß Du bei der Anwendung eines 16V-spannungsfesten Kondensators in der X-300 irgendeinen Unterschied gegenüber einem 6V-spannungsfesten Kondensator feststellen würdest. Die Kapazität des Kondensators, und natürlich, daß die Spannungsfestigkeit nicht unterschritten wird, ist in jedem Fall um Größenordnungen wichtiger.

Viele Grüße,

Matthias

EDIT: Siehe auch: http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showto...st&p=260079


"All the important human advances that we know of since historical times began
have been due to individuals of whom the majority faced virulent public opposition."
--Bertrand Russell

http://www.mi-fo.de/forum/viewtopic.php?t=13448 (Minolta Forum Thread Index)


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RE: Kondensator für Minolta X-300

#11 von Giovanni , 03.07.2008 22:18

QUOTE (matthiaspaul @ 2008-07-03, 20:45) Ich schrieb dort zwar, daß man auch nicht eine zu hohe Spannungsfestigkeit wählen sollte (sofern man die Wahl hat), aber das ist mehr "akademischer" Natur in dem Sinne, daß es nicht prinzipiell egal ist. Ich glaube allerdings nicht, daß Du bei der Anwendung eines 16V-spannungsfesten Kondensators in der X-300 irgendeinen Unterschied gegenüber einem 6V-spannungsfesten Kondensator feststellen würdest.[/quote]
Das sehe ich auch so, zumal in dieser Schaltung. Da würde ich sogar eine etwas höhere Spannungsfestigkeit als die 4 V des Original-Kondensators generell vorziehen. Die Funktion ist, dass der Kondensator über einen 1 K-Widerstand von der Batterie vorgeladen wird, während der Minuspol über den Verschlussmagneten mit Masse verbunden ist. Zur Auslösung wird der Pluspol durch einen Transistor gegen Masse gezogen, woraufhin am Minuspol des Kondensators eine negative Spannung gegen Masse auftritt, die dann natürlich über den Magneten schnell abgebaut wird: Dieser löst den Verschluss aus.

In der Ersatzteilliste ist dieser Kondensator (C7) übrigens spezifiziert als Tantalkondensator mit 150 µF/3,15 V. Minolta Teilenummer 9531-1575-61. Stattdessen wurden wohl - vermutlich aus Kostengründen - normale Becherelkos verbaut, mit ein paar µF mehr als Reserve, die dafür irgendwann austrocknen bzw. auslaufen und die Kamera damit außer Gefecht setzen. Allerdings könnte auch die Impulsfestigkeit bei der Entscheidung eine Rolle gespielt haben.

Gruß

Johannes


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