RE: Anschluß von KB Objektiven an DSLR Kameras

#1 von Ernst-Dieter aus Apelern , 05.04.2005 10:40

Aufgrund der Grösse des Chips zeigen Kleinbildobjektive an der 7D eine 1,5 fache Ausschnittsvergrößerung des Bildfeldes in Vergleich zum Kleinbildformat, soweit so gut!
Aus einer 100mm Brennweite wird eine 150 mm Brennweite, aber nicht mit der Perspektiiven und Schärfentiefeeigenschaften einer 150mm Brennweite. Die Perpektive und Schärfentiefe bleibt bei den 100mm,so habe ich eine kleine Ausführung im Fotomagazin verstanden. War mir dieses logischen Phänomens bisher noch gar nicht bewusst gewesen. Seht Ihr darin einen kleinen Nachteil in der Gestaltung von Bildern?
Wie sieht es Olympus aus mit dem Crop von 2,0. Die Objektive sind ja auf die Grösse des kleineren Chips getrimmt .
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RE: Anschluß von KB Objektiven an DSLR Kameras

#2 von hendriks , 05.04.2005 10:48

Die Perspektive bleibt die gleiche. Das kannst mit jeder Zoomkamera ausprobieren, also z.B. das Zoom von 100 auf 150mm verstellen, da ändert sich rein gar nichts an der Perspektive. Alte Urban Legend. /laugh.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="laugh.gif" />



 
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#3 von Ernst-Dieter aus Apelern , 05.04.2005 11:05

Zitat von hendriks
Die Perspektive bleibt die gleiche. Das kannst mit jeder Zoomkamera ausprobieren, also z.B. das Zoom von 100 auf 150mm verstellen, da ändert sich rein gar nichts an der Perspektive. Alte Urban Legend. /laugh.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="laugh.gif" />


Eben,deswegen verstehe ich die Abhandlung im Fotomagazin auch nicht,und bin irritiert!Die Perspektive wird nur durch den Aufnahmestandpunkt und die Kameraposition bestimmt (außer bei Fachkameras,wo die Bildstandarte verstellt werden kann). So mein mageres Basiswissen /huh.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="huh.gif" />



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#4 von korfri ( gelöscht ) , 05.04.2005 11:38

Was sich im Vergleich zu einem echten 150mm Objektiv am Kleinbild anders darstellt, das ist die Schärfentiefe des wahren 100-mm Objektives, das Dir nur als 150-er erscheint.

Bei einem Crop von 2 (wie bei Olympus) wird der Unterschied noch größer ausfallen, und bei einer Dimage A1/2/200 noch stärker, da sie fast einen Crop-Faktor von 4 hat (das 28-200 mm Objektiv ist in Wahrheit ein 7.2 – 50.8 mm Objektiv)

D.h. während Du mit einem echten 150 mm Objketiv sehr leicht freistellen kannst, fällt dies mit einem echten 100 mm Objektiv etwas schwerer, obwohl es an einer dSLR mit Crop 1.5 den Bildausschnitt eines 150-er Objektives liefert. Es ist eben immer noch ein 100-er.



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#5 von hendriks , 05.04.2005 12:11

Eigentlich würde dann ja die D7 (und jede andere DSLR mit KB Objektiven und Crop) eine falsche Blende angeben. Denn die 2.8 am 100er wäre ja nimmer 2.8 wenn das 100er als 150er an D7 verwendet wird. Richtig? /huh.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="huh.gif" />



 
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#6 von Stefan68 , 05.04.2005 12:21

Ja, das war mir auch beim Lesen des Artikels aufgefallen.
Da sieht man mal wiedr die Qualifikation von manchen Journalisten.



 
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#7 von Goodspeed , 05.04.2005 12:42

Zitat von hendriks
Eigentlich würde dann ja die D7 (und jede andere DSLR mit KB Objektiven und Crop) eine falsche Blende angeben. Denn die 2.8 am 100er wäre ja nimmer 2.8 wenn das 100er als 150er an D7 verwendet wird. Richtig?  /huh.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="huh.gif" />


IMHO: Nein!

An der Physik und Mechanik des Objektivs ändert sich ja nichts. Die Blendenzahl, also in Deinem Beispiel 2.8, ist ja Öffnungsdurchmesser geteilt durch die Brennweite. Und die Brennweite bleibt ja bei 100 mm. Egal, ob man nun einen APS-C- oder einen KB-Bildausschnitt auswählt.

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RE: Anschluß von KB Objektiven an DSLR Kameras

#8 von RainerT , 05.04.2005 12:46

Jungs,

die Brennweite wird überhaupt nicht verändert! Nix, Null, Gar Nicht! Es wird nur ein Ausschnitt des abgebildetet Bildes genommen der so und so viel kleiner ist als bei Kleinbild.
Ein 100mm/2,8 ist an der Dynax 7D ein 100mm/2,8 oder hat einer von euch das Linsensystem umgebaut? Lediglich die Abbildung auf dem Chip zeigt einen kleineren Bildausschnitt als an einer KB-Kamera. Und somit erscheint es so als hätte man mit einem kleinere Aufnahmewinkel fotografiert. Dieser kleinere Aufnahmewinkel wird dann mit einer größeren Brennweite assoziieren. In Wirklichkeit stimmt das aber nicht.

Wenn ihr eine Aussschnittvergrößerung eines Bildes macht ändert ihr die Brennweite mit der das Bild aufgenommen wurde ja auch nicht.



 
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RE: Anschluß von KB Objektiven an DSLR Kameras

#9 von Goodspeed , 05.04.2005 12:48

Über die Begriffe "Perspektive", "Bildausschnitt", "Brennweite" usw. un die Vermengung dieser Begriffe in der Umgangssprache gibt es auf der Homepage von Michael Hohner einen ausführlichen Artikel: Was ist "Perspektive"?

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RE: Anschluß von KB Objektiven an DSLR Kameras

#10 von 01af , 05.04.2005 12:48

"Ernst-Dieter aus Apelern" schrieb:
ZITATAufgrund der Größe des Chips zeigen Kleinbildobjektive an der 7D eine 1,5fache Ausschnittsvergrößerung des Bildfeldes im Vergleich zum Kleinbildformat, so weit so gut!
Aus einer 100-mm-Brennweite wird eine 150-mm-Brennweite, aber nicht mit der Perspektiiven und Schärfentiefeeigenschaften einer 150-mm-Brennweite.[/quote]
Ich werde nie begreifen, wie man obige zwei Sätze in einem Atemzug herausbringt, ohne sich mit einem "Plopp" in ein Logikwölkchen aufzulösen. Der erste Satz ist korrekt, der zweite Satz ist Unsinn. Aus einer 100-mm-Brennweite wird selbstverständlich keine 150-mm-Brennweite! Jemand hat es mal so formuliert: "Wenn die Objektive jetzt alle länger werden, muß ich mir dann eine 1,5fach größere Fototasche kaufen?" /blum.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="blum.gif" />

Ein 100-mm-Objektiv ist ein 100-mm-Objektiv ist ein 100-mm-Objektiv.


Ernst-Dieter schrieb weiter:
ZITAT... so habe ich eine kleine Ausführung im Fotomagazin verstanden.[/quote]
Die fachliche Qualität redaktioneller Artikel im Foto-Magazin und ähnlichen "Fach"-Zeitschriften ist heutzutage oft genug nur noch zum Weinen. Ja, sogar in der Betriebsanleitung der Dynax 7D ist das Phänomen des Formatfaktors und der daraus erwachsenden scheinbaren "Brennweitenverlängerung" nicht wirklich korrekt beschrieben. /sad.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="sad.gif" />

Ich denke, die Verwirrungen entstehen aus derm Mißverständnis, daß aus einer Brennweite ein Bildwinkel folge ... eine Auffassung, die daher kommt, daß immer mehr Leute niemals etwas anderes im Leben gesehen haben -- oder gar benutzt haben -- als Kleinbildkameras. Doch in Wirklichkeit ist der Bildwinkel eine Funktion von Brennweite und Bildformat. Leider reden viele Leute von Brennweiten, wenn sie in Wirklichkeit Bildwinkel oder Bildfeldgrößen meinen -- das hat sich im Kleinbildbereich so eingebürgert, und für viele ist das nun ein und dasselbe.

Solange sich die Brennweiten stets auf dasselbe Bildformat beziehen, ist der Zusammenhang zwischen Brennweite und Bildwinkel ja auch tatsächlich eindeutig. Wer aber daraufhin meint, Brennweite und Bildwinkel seien irgendwie dasselbe (was man daran merkt, daß solche Leute plötzlich von Dingen wie "echter Brennweite" oder "effektiver Brennweite" reden), der bekommt natürlich große Verständnisprobleme, sobald mehr als ein Bildformat im Spiel ist.

Also nochmal: die Brennweite allein definiert keinen Bildwinkel -- genau wie eine Distanz per se keine Geschwindigkeit, eine Menge per se keinen Verbrauch oder ein Strom per se keinen Widerstand definiert. Erst durch den Bezug auf ein Bildformat ergibt sich ein Bildwinkel. So ist ein 50-mm-Objektiv an der 9×12-cm-Großbildkamera ein extremes Superweitwinkel (sofern es den Bildkreis schafft), an einer Mittelformatkamera ein mittleres Weitwinkel, an der Kleinbildkamera ein Standardobjektiv, an der DSLR mit Sensor im APS-C-Format ein sehr kurzes Tele, and er Pocketkamera oder an der 35-mm-Filmkamera ein Portrait-Tele und an der Kompakt-Digiknipse ein Supertele. Das Denken von Bildwinkeln bzw. Bildfeldgrößen in "Kleinbild-Brennweitenmillimetern" ist eine dumme Angewohnheit von Nur-Kleinbild-Nutzern -- die aber nicht mehr funktioniert, sobald andere Bildformate ins Spiel kommen.

Und was die Perspektive angeht -- die hängt ausschließlich vom Standort ab, insbesondere von der Distanz von der Kamera zum Motiv. Die Brennweite hingegen hat auf die Perspektive keinerlei Einfluß. Fotografiert man also sein Motiv vom selben Standort aus einmal mit 150 mm an einer Kleinbildkamera und einmal mit 100 mm an einer APS-C-Kamera, so erhält man den gleichen Bildwinkel und die gleiche Perspektive (benutzt man andere Brennweiten, so erhält man andere Bildwinkel, aber trotzdem vom selben Standort immer dieselbe Perspektive). Will man auch die gleiche Schärfentiefe, so muß man allerdings mit der Kleinbildkamera um etwa eine Blendenstufe weiter abblenden.

Denn bei gleicher Blende, gleicher Distanz und gleichem Bildwinkel ist die Schärfentiefe umso größer, je kleiner das Bildformat ist. Und zwar ist sie grad umgekehrt proportional zur linearen Bildgröße. Das heißt, eine Kamera mit Formatfaktor 1,5× liefert 1,5mal mehr Schärfentiefe.

Damit ist die Schärfentiefe mit einem 100-mm-Objektiv an einer Dynax 7D zwar geringer als bei einem 100-mm-Objektiv an einer Kleinbildkamera, aber größer als mit einem 150-mm-Objektiv an einer Kleinbildkamera. Bei jeweils gleicher Blende und gleicher Distanz, natürlich.

-- Olaf



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#11 von Ernst-Dieter aus Apelern , 05.04.2005 12:50

Zitat von Stefan68
Ja, das war mir auch beim Lesen des Artikels aufgefallen.
Da sieht man mal wiedr die Qualifikation von manchen Journalisten.


Habe fast schon an mir selbst gezweifelt, aber niemand ist fehlerlos.,auch der Fachjournalist nicht. Perspektive ändern bedeutet immer noch den "Tanz um das Motiv" zelebrieren, mit einem 200-500 Zoom,wie im Test wohl aber Schwerstarbeit und etwas unsinnig. Mit WW kann ich es nachvollziehen!
Ernst-Dieter



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RE: Anschluß von KB Objektiven an DSLR Kameras

#12 von hendriks , 05.04.2005 13:03

Zitat von Goodspeed

Zitat von hendriks
Eigentlich würde dann ja die D7 (und jede andere DSLR mit KB Objektiven und Crop) eine falsche Blende angeben. Denn die 2.8 am 100er wäre ja nimmer 2.8 wenn das 100er als 150er an D7 verwendet wird. Richtig?  /huh.gif" style="vertical-align:middle" emoid="" border="0" alt="huh.gif" />


IMHO: Nein!

An der Physik und Mechanik des Objektivs ändert sich ja nichts. Die Blendenzahl, also in Deinem Beispiel 2.8, ist ja Öffnungsdurchmesser geteilt durch die Brennweite. Und die Brennweite bleibt ja bei 100 mm. Egal, ob man nun einen APS-C- oder einen KB-Bildausschnitt auswählt.



Das heißt wenn ich ein 100mm Objektiv habe (dessen Lichtkreis gross genug sei), dann ist Blende 2.8 immer die gleiche Öffnung, egal ob ich GF, MF, KB oder irgendein anderes Format wähle? MaW: Die gleiche Blendenöffnung wird an allen Formaten mit der gleichen Blendenzahl bezeichnet?



 
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RE: Anschluß von KB Objektiven an DSLR Kameras

#13 von Goodspeed , 05.04.2005 13:10

Zitat von hendriks

Zitat von Goodspeed
An der Physik und Mechanik des Objektivs ändert sich ja nichts. Die Blendenzahl, also in Deinem Beispiel 2.8, ist ja Öffnungsdurchmesser geteilt durch die Brennweite. Und die Brennweite bleibt ja bei 100 mm. Egal, ob man nun einen APS-C- oder einen KB-Bildausschnitt auswählt.


Das heißt wenn ich ein 100mm Objektiv habe (dessen Lichtkreis gross genug sei), dann ist Blende 2.8 immer die gleiche Öffnung, egal ob ich GF, MF, KB oder irgendein anderes Format wähle? MaW: Die gleiche Blendenöffnung wird an allen Formaten mit der gleichen Blendenzahl bezeichnet?



So müsste es sein, ja.

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RE: Anschluß von KB Objektiven an DSLR Kameras

#14 von -MM- , 05.04.2005 13:24

vermutlich blöde frage: Wenn ich einen Teleconverter verwende wird doch auch nur einfach ein ausschnitt hergenommen... warum verändert sich dann die lichtstärke, wenn sie sich bei der ausschnittssvergrößerung durch kleineren chip nicht ändert?

Hab ich da was komplett falsch verstanden?



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RE: Anschluß von KB Objektiven an DSLR Kameras

#15 von Ernst-Dieter aus Apelern , 05.04.2005 13:39

Zitat von -MM-
vermutlich blöde frage: Wenn ich einen Teleconverter verwende wird doch auch nur einfach ein ausschnitt hergenommen... warum verändert sich dann die lichtstärke, wenn sie sich bei der ausschnittssvergrößerung durch kleineren chip nicht ändert?

Hab ich da was komplett falsch verstanden?


Zusätzliche Optische Elemente, sprich Linsen, beim Konverter schlucken Licht!
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